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Herbststürme: Diese Versicherungen schützen

Bild von Hans Braxmeier from Pixabay
Schwere Unwetter sind in Deutschland nichts Ungewöhnliches mehr. Jedes Jahr verursachen Stürme Kosten in Milliardenhöhe. Allein im Jahr 2020 beliefen sich die Kosten durch Sturm- und Hagelschäden auf 2,5 Milliarden Euro. Daher ist es wichtig, vorzusorgen und sich zu versichern. Welche Versicherung für welchen Schaden verantwortlich ist, hängt dabei von der Art des Schadens ab. Je nachdem, um welches Risiko es sich handelt, reguliert entweder die Hausratsversicherung, Wohngebäudeversicherung, Elementarschadenversicherung, oder die private Haftpflichtversicherung.

Wann zahlt die Hausratsversicherung?

Die Hausratsversicherungen, wie sie etwa die Gothaer anbietet, übernehmen Schäden an beweglichen Gütern. Dazu zählen zum Beispiel Möbel, Teppiche, elektrische Geräte, Kleidung und auch das Kellerinventar. Risiken, wie Folgen durch Stürme, Hagel und Feuer sind in der Regel mit inbegriffen. Weitere Elementarschäden, wie Überschwemmung, Erdrutsch, Erdbeben, Schneedruck und ähnliche extreme Witterungen können zusätzlich mit in die Hausratversicherung aufgenommen werden. Früher hätte man noch sagen können, dass die Wohnlage über den Versicherungsschutz entscheidet. Wohnt man in einer risikoreichen Gegend, die für Überschwemmungen und schwere Stürme bekannt ist, liegt der Bedarf klar auf der Hand. Heute kann man danach nicht mehr gehen. Durch die klimatischen Veränderungen ist jeder Zeit und überall mit extremen Bedingungen zu rechnen.

Bewegliche Gegenstände im Außenbereich, wie beispielsweise Gartenmöbel sind in der Regel nicht abgedeckt, können aber über eine zusätzliche Außenversicherung mitversichert werden.

Auch Schäden an elektrischen Geräten durch Überspannung im Stromnetz durch Blitzeinschlag sind in der Hausratsversicherung der Gothaer und anderer Versicherer inbegriffen, andernfalls können Sie diesen Schutz ebenfalls zusätzlich abschließen.

Wann zahlt die Wohngebäudeversicherung?

Wenn Schäden am Gebäude selbst entstanden sind, ist üblicherweise die Wohngebäudeversicherung zuständig. Sie kommt auf bei Schäden an Haus oder Dach durch Sturm, Hagel, Brand oder Blitzschlag. Zu beachten ist dabei, dass die meisten Versicherer Sturmschäden erst ab Windstärke 8 anerkennen. Je nach Police können auch Gartenhäuschen oder Garagen im Versicherungsschutz inbegriffen sein. Kommt es zu einem Brand durch Blitzeinschlag, oder müssen umgestürzte Bäume beseitigt werden, greift ebenfalls die Wohngebäudeversicherung.

Was eine spezielle Elementarschadenversicherung?

Diese Versicherung gewinnt aktuell immer mehr an Relevanz. Die Elementarschadenversicherung deckt Schäden ab, die durch Naturgewalten entstehen. Dazu gehören Erdrutsche, Lawinen, Schneedruck, Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Überschwemmungen. Treten etwa Flüsse oder Bäche über die Ufer und das Wasser läuft in das Haus oder den Keller, ist dafür die Elementarschadenversicherung zuständig. In den letzten Jahren ist es immer häufiger zu Überschwemmungen durch Hochwasser und Starkregen gekommen, sodass eine Absicherung gegen Naturgewalten immer wichtiger wird.

Wer zahlt bei Schädigung Dritter und bei Schäden am Auto?

Fällt ein Blumentopf vom Balkon und trifft einen Passanten, ist die Haftpflichtversicherung für den Schaden zuständig. Dasselbe gilt auch, wenn fremdes Eigentum beschädigt wird, zum Beispiel wenn Dachziegel auf ein geparktes Auto fallen.

Schäden am Fahrzeug werden generell von der Kfz-Versicherung reguliert. Bei Sturm- und Hagelschaden springt die Teilkaskoversicherung ein. Dies gilt aber in der Regel erst ab Windstärke 8 und darüber.

Bei geringeren Windstärken kann die Vollkaskoversicherung greifen, ebenso bei Motorschäden, die beim Einfahren in eine überschwemmte Straße entstehen. Wenn Sie allerdings durch den Sturm einen Unfall verursachen, wird der Schaden nur durch die Vollkaskoversicherung abgedeckt.

Fazit

Welche Versicherung bei Sturmschäden reguliert, hängt überwiegend davon ab, wo der Schaden entstanden ist. Bei Schäden an beweglichen Gegenständen im Gebäude ist die Hausratsversicherung zuständig, bei Schäden am Gebäude selbst greift die Wohngebäudeversicherung. Werden Dritte geschädigt übernimmt die private Haftpflichtversicherung den Schaden. Die Kfz-Versicherung reguliert Schäden am Auto, wobei je nach Windstärke die Teil- oder Vollkaskoversicherung zuständig ist.

Es macht daher also Sinn, die wichtigsten Versicherungen so abzuschließen, dass sie aufeinander abgestimmt sind. Um vollumfänglichen Schutz zu genießen, ist sicherlich eine Kombination auf Hausratversicherung, private Haftpflichtversicherung und ggf. Elementarschadenversicherung, sowie Wohngebäudeversicherung, wenn man Hauseigentümer ist.

Wichtig ist, dass man sich die Policen genau durchliest, Angebote und Anbieter gründlich vergleicht. Der Umfang der Policen kann sehr unterschiedlich sein. Wenn also schon monatlich eine entsprechende Summe für Versicherungsbeiträge gezahlt wird, dann so, dass man im Schadensfall auch schnell und unkompliziert die Hilfe bekommt, die man benötigt!

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