Nachrichten rund ums Wetter
Todestag des Meteorologen Gustav Hellmann
Heute vor 86 Jahren, am 21. Februar 1939, starb der Meteorologe und Klimatologe Gustav Johannes Georg Hellmann. Er war von 1907 bis 1922 Direktor des Preußischen Meteorologischen Instituts in Berlin, in das er 1879 als Assistent eintrat. 1886 wurde er Professor an der Universität Berlin. Im selben Jahr entwickelte er ein Niederschlagsmessgerät, das bis heute in der Meteorologie Verwendung findet. Das Messgerät besteht aus Edelstahl oder Zinkblech und hat eine Auffangfläche von 200 cm², die von einem Messingring begrenzt wird. Durch einen Trichter gelangt der aufgefangene Niederschlag in einen Behälter, in dem er weitestgehend vor Verdunstung geschützt ist. Um die Niederschlagsmenge zu bestimmen, wird das gesammelte Niederschlagswasser in einen Messzylinder gefüllt. Das Messen der gefallenen Niederschlagsmenge ist so bis auf 0,05 mm genau möglich.
Geburtstag Ludwig Boltzmann
Am 20. Februar 1844 wurde Ludwig Boltzmann geboren. Berühmt wurde seine Neufassung der Thermodynamik. Einer seiner Gegner war auch zunächst Max Planck, er griff aber bei der Aufstellung des später bekannten Planckschen Strahlungsgesetzes auf Boltzmanns Theorien zurück. Das von den Physikern Josef Stefan und Ludwig Boltzmann gefundene Stefan-Boltzmann-Gesetz ist ein Sonderfall des Planckschen Strahlungsgesetzes. Planck ließ übrigens die von Boltzmann gefundene Formel zur Entropie (fundamentale Zustandsgröße in der Thermodynamik) in dessen Grabstein einmeißeln.
Wetterstationen
Um das Wetter richtig vorhersagen zu können, muss man den aktuellen Zustand unserer Atmosphäre zunächst einmal exakt erfassen. Dazu nutzen die Meteorologen neben Satellitendaten und Radarbildern auch die an weltweit etwa 10000 Wetterstation registrierten Daten. Diese Wetterstationen sind alle mit einer Vielzahl von meteorologischen Messgeräten ausgestattet, die unter anderem Daten zur Temperatur, zur Luftfeuchte, zum Luftdruck, zum Wind oder zum Niederschlag erfassen. Dabei wird sehr viel Wert auf die Genauigkeit und die Vergleichbarkeit der Instrumente gelegt, denn ein falsch bestimmter Ausgangszustand kann im Endeffekt zu fehlerhaften Wettervorhersagen führen.
Julianenflut im Jahr 1164
Am 17. Februar 1164 kam es an der Nordseeküste zur sogenannten Julianenflut. Vor allem Ostfriesland, sowie das Gebiet zwischen Elbe- und Wesermündung waren betroffen. Dabei bildete sich in ersten Ansätzen der heutige Jadebusen. Ungefähr 20.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Es handelt sich hierbei um die erste konkret aufgezeichnete Sturmflut in Deutschland.
Geburtstag von Galileo Galilei
Am 15.2.1564 wurde der italienische Mathematiker, Physiker und Astronom Galileo Galilei in Pisa geboren. Neben seinen zahlreichen wissenschaftlichen Leistungen und Entdeckungen gehörte unter anderem die Erkenntnis, dass die Dichte von Flüssigkeiten abhängig von der jeweiligen Temperatur ist. Nach ihm wurde das Galileo-Thermometer benannt.
Schweizer Gletscher in 2025 erneut mit großem Verlust an Eisvolumen
Das Schweizerische Gletschermessnetz (GLAMOS) dokumentiert, analysiert und publiziert Daten zum Zustand und den Veränderungen der 1300 Gletscher in den Schweizer Alpen. Nach Berechnungen von GLAMOS ging im Jahr 2025 drei Prozent des noch vorhandenen Eisvolumens der Schweizer Gletscher verloren. Ein trockener Winter und hohe Temperaturen im Sommer 2025 begünstigten das Abschmelzen der Gletscher.
Originalartikel des Schweizerischen Gletschermessnetz GLAMOSDas Wetter im Februar in Deutschland im langjährigen Mittel
Für Deutschland beträgt die 30-jährige Mitteltemperatur der Jahre 1991-2020 für den Februar 1,5 Grad. Der Februar 2025 erreichte mit 1,5 Grad genau diesen Mittelwert. Der bisher wärmste Februar seit 1881 war mit einem Mittel von 6,6 Grad der Februar 2024, die kältesten Februarmonate gab es mit minus 9,6 Grad in den Jahren 1929 und 1956. Seit 1881 ist die Februartemperatur um 2,9 Grad gestiegen.
Gebietsmittelwerte für DeutschlandDas Wetter im Januar 2026 in Deutschland
Laut Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes war der Januar 2026 in Deutschland gegenüber dem Mittel der Jahre 1991-2020 um 1,6 Grad zu kalt. Er war damit der kälteste Januarmonat seit dem Jahr 2017. Außerdem war der zweite Monat des Winter 2025/26 deutlich zu trocken. Vor allem im Osten fiel wenig Niederschlag. Dazu schien in den meisten Regionen häufig die Sonne. Im Nordwesten Deutschlands war der Januar bzgl. der Zahl der Tage mit einer geschlossenen Schneedecke der schneereichste Januar seit 2010.
Der Januar 2026 an deutschen WetterstationenErd-Temperatur bis Ende 2025 um 1,4 Grad Celsius gegenüber vorindustriellem Temperatur-Niveau gestiegen
Bis Ende 2025 hat sich die Erde laut Berechnungen des Copernicus Erdbeobachtungsprogramm um 1,4 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Temperatur-Niveau der Jahre 1850-1900 erwärmt. Europa erwärmt sich dabei am stärksten, etwa doppelt so schnell wie der weltweite Mittelwert.
Copernicus Klimareport 2025Ozeantemperaturen im Jahr 2025 global gesehen mit bisher dritthöchstem Wert seit 1979
Laut Berechnungen des Copernicus Erdbeobachtungsprogramms war die Meeresoberflächentemperatur im Jahr 2025 weltweit gesehen die bisher drittwärmste seit dem Jahr 1979. Sie lag 0,38 Grad Celsius über dem Mittel der Jahre 1991-2020. Wärmer waren die Ozeantemperaturen bisher nur in den Jahren 2023 und 2024. Besonders hohe positive Abweichungen gab es im vergangenen Jahr im Nordost-Atlantik und im Nordwest-Pazifik.
Gesamtbericht des Copernicus ErdbeobachtungsprogrammsAktuelles Wetter
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