Nachrichten rund ums Wetter

Todestag Graf Rumford Benjamin Thompson

Am 21.8.1814 starb der Experimentalphysiker Graf Rumford Benjamin Thompson. Bei Versuchen zum Bohren von Kanonen stellte er fest, dass sich dabei Wärme entwickelte. Er schloss nach einigen weiteren Experimenten, dass die Wärme kein Stoff ist, sondern eine Art von Bewegung sein müsste. Damit schuf er die Grundlage der modernen Wärmetheorie und im Prinzip den Ersten Hauptsatz der Thermodynamik.

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Projekt Stormfury

Projekt Stormfury des amerikanischen Wetterdienstes: Am 20. August 1969 wurde mit dem Hurrikan "Debbie" der vorletzte Hurrikan einer langen Versuchsreihe massiv mit Silberjodid geimpft. Im ersten Moment sah es aus, als würde er an Gewalt verlieren. Die Impfungen früherer Hurrikane hatte nur geringe Wirkungen erzeugt. Im Jahre 1971 folgte noch ein letzter Impfversuch mit Hurrikan "Ginger" ohne messbares Ergebnis. Spätere Analysen von "Debbie" ergaben, dass der Sturm sich vermutlich auch ohne Impfung abgeschwächt hätte. Kürzungen des Budgets führten zur Einstellung der bereits 1961 begonnenen Versuchsreihe. Schlussfolgerung war: Man muss erst die komplexen Prozesse in einem Hurrikan verstehen lernen, ehe man weitere Experimente durchführt.

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19. August 1889: Blitzeinschlag auf dem Eiffelturm liefert neue Erkenntnisse

Pünktlich zur Weltausstellung in Paris konnte am 31. März 1889 der Eiffelturm eröffnet werden. Bis 1930 war der Eiffelturrm das höchste Gebäude der Welt. Auch für die Meteorologie war der Turm interessant, bot er doch die Möglichkeit, in verschiedenen Höhen meteorologische Daten zu gewinnen. Gleich im Eröffnungsjahr wurde daher in 300 Metern Höhe ein Thermograph aufgestellt. Am 19. August 1889 wurde der Turm während eines unerwartet herangezogenen Gewitters von einem Blitz getroffen. Glücklicherweise waren kurz zuvor Blitzableiter installiert worden, so dass die auf der Plattform anwesenden Personen kaum etwas merkten. Die Geräte auf dem Turm lieferten der Wissenschaft aber neue Erkenntnisse.

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Vor 50 Jahren: Hurrikan Camille richtet am Golf von Mexiko enorme Schäden an

Am 17.8.1969 erreichte der Hurrikan Camille die Küstenregionen der US-amerikanischen Staaten Alabama, Mississippi und Louisiana und richtet schlimmste Verwüstungen an. Nach Schätzungen erreichte er Spitzenböen von etwa 330 km/h. Bis zum Hurrikan Katrina (2005) war er der Wirbelsturm mit der höchsten Flutwelle von 7,3 Metern. Über dem Festland drehte Camille langsam Richtung Osten ab und sorgte bis in den Süden Virginias noch für enorme Regenmengen von bis zu 790 Litern pro Quadratmeter. Insgesamt verloren in den vier Bundesstaaten 259 Menschen ihr Leben. Viele davon waren Küstenbewohner, die sich weigerten ihre Häuser zu verlassen.

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Geburtstag des Meteorologen Tor Bergeron

Am 15. August 1891 wurde Tor Bergeron geboren. Der schwedische Meteorologe entwickelte in seiner Promotionsarbeit zunächst theoretisch die Entstehung großer Tropfen in Wolken. Dabei halten sich bei Temperaturen von minus 10 bis minus 35 Grad zunächst unterkühlte Wassertropfen und Eiskristalle gleichzeitig in der Wolke auf. Nach Verdunsten der unterkühlten Wassertropfen schlägt sich der Wasserdampf an den Eisteilchen nieder. Diese wachsen an, "verkleben" mit weiteren Eisteilchen und werden schließlich so schwer, dass der Aufwind in der Wolke sie nicht mehr halten kann und sie zu Boden fallen. Liegt die Temperatur der Luft auf dem Weg zum Boden über 0 Grad, schmelzen die Eiskristalle und es fallen große Regentropfen. Wenn im Winter die 0-Grad-Marke nicht erreicht wird, schneit es. Walter Findeisen bestätigte Bergerons Ausführung später experimentell. Dieser ganze Vorgang ist als Bergeron-Findeisen-Prozess bekannt.

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Vor 50 Jahren: Driftfahrt im Golfstrom von Jacques Piccard

Im Jahr 1969 unternahm Jacques Piccard mit dem Forschungs-Tauchboot Ben Franklin eine Driftfahrt im Golfstrom. Mit an Bord waren mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter. Ziel der Fahrt war vor allem die Erforschung der Tiefenströmung des Golfstroms, aber auch das Zusammenleben der Mannschaft auf engem Raum über mehrere Wochen hinweg wurde untersucht. An dieser Frage war vor allem die NASA interessiert. Die Expedition begann am 14. Juli in West Palm Beach, Florida und endete am 14. August 1969 etwa 500 Kilometer südlich von Nova Scotia, Kanada. Das Tauchboot hatte mit dem Golfstrom eine Strecke von 2400 Kilometern zurückgelegt. Die Ben Franklin ist seit 2002 als Museumsschiff im Vancouver Maritime Museum zu besichtigen.

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Höchste je in Deutschland registrierte 24-stündige Regenmenge

Am 12. August 2002 wurde in Zinnwald im Osterzgebirge mit 312 Litern Regen pro Quadratmeter die höchste je in Deutschland registrierte 24-stündige Regenmenge beobachtet. Die Ursache für die extremen Regenmengen war sehr feuchte Luft vom Mittelmeer, die sich über Sachsen abregnete. Zusätzlich kam es durch nördliche Winde zu Staueffekten am Erzgebirge. Die hohen Niederschlagsmengen in der gesamten Region führten im Anschluss zu dem verheerenden Elbehochwasser 2002. Die Elbepegel erreichten neue Rekordmarken, und die Schäden beliefen sich alleine in Deutschland auf fast 10 Milliarden Euro.

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Elbehochwasser 2002

Das verheerende Elbehochwasser 2002 wurde durch heftige Regengüsse in Tschechien Anfang August sowie im Erzgebirge und in Sachsen Mitte August ausgelöst. Dabei fiel im Erzgebirge in 48 Stunden verbreitet mehr als 200, örtlich sogar mehr als 400 Liter Regen pro Quadratmeter. Durch bereits im Juni und Juli in der Region gefallene hohe Regenmengen waren die Böden nass und konnten kaum noch Wasser aufnehmen. Die Elbepegel erreichten daraufhin neue Rekordmarken und die Schäden beliefen sich alleine in Deutschland auf fast 10 Milliarden Euro.

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Last Island Hurricane 1856

Am 10. August 1856 zieht ein Hurrikan über Lousiana hinweg. Dabei werden 400 Menschen getötet. Er war damit einer der tödlichsten Hurrikane in Lousiana. Das erste Mal wurde er am 8. August westlich von Florida beobachtet. Zu dem Zeitpunkt war er allerdings bereits ein Hurrikan. Damit dürfte seine eigentliche Entstehung weiter zurückliegen. Die Windgeschwindigkeit konnte nicht gemessen werden, man schätzt aber, dass Windgeschwindigkeiten um 240 km/h erreicht wurden. Damit war er mindestens ein Hurrikan der Kategorie 4, wenn nicht sogar Kategorie 5. Der Hurrikan teilte die vor der Küste Louisianas gelegene Barriereinsel "Last Island", ein beliebter Erholungsort, in mehrere Teile.

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Waldbrände in der Lüneburger Heide 1975

Im August 1975 brachen in der Lüneburger Heide die bisher größten Waldbrände in Deutschland aus. 7 Menschen kamen dabei ums Leben und fast 8000 ha Waldfläche wurden vernichtet. Erst nach 10 Tagen (Erster Brandtag 8. August, letzter Brandtag 17. August 1975) waren die letzten Brandherde gelöscht. Der Jahrhundert-Waldbrand wurde durch eine lange sommerliche Periode mit Hitze und großer Trockenheit begünstigt. Seit Mai hatte es in der Region kaum noch geregnet, und die dort vorhandenen Kiefernwälder waren stark ausgetrocknet. Außerdem gab es noch viel Reste des Sturmholzes des Orkans vom 13. November 1972 in den Wäldern.

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