Nachrichten rund ums Wetter

Das Wetter auf dem Mars

Für die Meisten klingt es wohl erst einmal sehr seltsam, wenn man vom Wetter von einem anderen Planeten hört. Doch die Marsmission "InSight" der NASA macht es tatsächlich möglich Wetterdaten vom Mars zu erhalten. So wurden beispielsweise am 17. Februar eine Höchsttemperatur von minus 12 Grad und ein Minimum von minus 94 Grad gemessen. Dazu wehte ein Südwestwind mit 19,4 km/h im Mittel und Böen bis 60,8 km/h. Die Messsonde befindet sich auf der Elysium Planitia, einer flachen Ebene in Nähe des Mars-Äquators und sendet in regelmäßigen Abständen Daten zur Erde.

Wetterdaten vom Mars und weitere Informationen zur "InSight"-Mission (Quelle: NASA)

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Wetterfühligkeit

Viele Menschen leiden unter der Wetterfühligkeit. Wer kennt das nicht: Bei Sonnenschein fühlt man sich fit und vital, bei nasskaltem Wetter ist die Stimmung dagegen auf dem Nullpunkt. Seit langem ist den Medizin-Meteorologen bekannt, dass das Wetter einen großen Einfluss auf den menschlichen Organismus hat. Dabei ist kein meteorologisches Element alleine für die Wirkung auf den Menschen verantwortlich, sondern immer die Gesamtheit mehrerer Elemente. Die Art und Stärke der Wirkung auf den einzelnen Menschen hängt unter anderem sehr stark vom Alter, vom Gesundheitszustand aber auch von der Leistungsfähigkeit ab. Wissenschaftliche Untersuchungen und die Auswertung medizinischer Statistiken haben zu einigen sehr wichtigen Erkenntnissen geführt. Der stärkste Einfluss tritt immer bei Wetteränderungen auf, der geringste dagegen bei ruhigen Hochdruck-Wetterlagen. Ein sehr starker Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden wird vor dem Eintreffen eines Tiefs beobachtet. In diesen Bereichen, den so genannten warmluftadvektiven Tiefvorderseiten, kann es zu Kopfschmerzen und Migräneanfällen, zu Herz- und Kreislaufproblemen oder auch zu einer Erniedrigung des Blutdrucks kommen. Im Bereich der Kaltluft auf der Rückseite eines Tiefs können sich zum Beispiel rheumatische oder asthmatische Beschwerden verschlimmern, aber auch Kopfschmerzen können ausgelöst werden.

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Geburtstag Ludwig Boltzmann

Am 20. Februar 1844 wurde Ludwig Boltzmann geboren. Berühmt wurde seine Neufassung der Thermodynamik. Einer seiner Gegner war auch zunächst Max Planck, er griff aber bei der Aufstellung des später bekannten Planckschen Strahlungsgesetzes auf Boltzmanns Theorien zurück. Das von den Physikern Josef Stefan und Ludwig Boltzmann gefundene Stefan-Boltzmann-Gesetz ist ein Sonderfall des Planckschen Strahlungsgesetzes. Planck ließ übrigens die von Boltzmann gefundene Formel zur Entropie (fundamentale Zustandsgröße in der Thermodynamik) in dessen Grabstein einmeißeln.

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Vor 9 Jahren: Zweitniedrigste Temperatur in Europa

Mit extremen minus 56,4 Grad wurde vor neun Jahren am 19. Februar 2010 in Hoseda-Hard die zweitniedrigste bisher in Europa gemessene Temperatur erreicht. Hoseda-Hard liegt im Nordwesten Russlands in der Nähe der Barentsee. Die tiefste je in Europa errreichte Temperatur regiestrierte man mit minus 58,1 Grad am 31. Dezember 1978 in Ust-Shchugor, ebenfalls in Russland.

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Phänologie

Die Phänologie befasst sich mit den im Jahresablauf wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen der Pflanzen. Die Eintrittszeiten spezieller Erscheinungen werden im phänologischen Kalender dokumentiert. Er unterteilt das phänologische Jahr in zehn Jahreszeiten und orientiert sich an Entwicklungsstadien bestimmter Pflanzen in Mitteleuropa. Die Haselblüte steht dabei für den Beginn des sogenannten Vorfrühlings. Die Blüte der Forsytie markiert anschließend den Beginn des Erstfrühlings, während mit der Apfelblüte der Vollfrühling Einzug hält.

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Julianenflut am 17. Februar 1164

Am 17. Februar 1164 kam es an der Nordseeküste zur sogenannten Julianenflut. Vor allem Ostfriesland, sowie das Gebiet zwischen Elbe- und Wesermündung waren betroffen. Dabei bildete sich in ersten Ansätzen der heutige Jadebusen. Ungefähr 20.000 Menschen sollen den Überlieferungen zufolge dabei ums Leben gekommen sein. Es handelt sich hierbei um die erste konkret aufgezeichnete Sturmflut in Deutschland.

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Februar 1929 und 1956 kälteste Februarmonate seit 1881

Die Februarmonate der Jahre 1929 und 1956 waren die beiden bisher kältesten seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881. Die negativen Abweichungen vom langjährigen Monatsmittel lagen bei 10,5 Grad. Mehr als 6 Grad zu kalt waren u. a. auch die Februarmonate 1986, 1963 und 1947. Die kältesten Monate dieses Jahrhunderts waren bisher 2003, 2012 und 2018 mit einer negativen Abweichung vom MIttelwert von etwa 3 Grad.

Gebietsmittel der einzelnen Monate für Deutschland und die Bundesländer

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Geburtstag von Galileo Galilei

Am 15. Februar 1564 wurde der italienische Mathematiker, Physiker und Astronom Galileo Galilei in Pisa geboren. Zu seinen zahlreichen wissenschaftlichen Leistungen und Entdeckungen gehörte unter anderem die Erkenntnis, dass die Dichte von Flüssigkeiten von der jeweiligen Temperatur abhängt. Nach ihm wurde das Galileo-Thermometer benannt. Dieses besteht aus einem Glasrohr, das mit einer Flüssigkeit gefüllt ist, in der sich wiederum Glaskugeln befinden, die beispielsweise Alkohol enthalten. Sie besitzen eine ähnliche Dichte wie die Flüssigkeit um sie herum. Wird das Wasser des Glasrohrs nun erwärmt oder abgekühlt, dann bewegen sich die Glaskugeln je nach ihrer Dichte und der Temperatur entsprechend unterschiedlich hinauf oder hinab.

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Die Naturkatastrophe von Holstein 1648

Am 14. Februar 1648 kam es in den Holsteinischen Elbmarschen zu einer verheerenden Naturkatastrophe. Ein Orkan zog begleitet von Gewittern mit starken Regen- und Hagelschauern über das Gebiet hinweg. Auf der Elbe sanken zahlreiche Schiffe oder wurden gegen Ufer gedrückt. Kirchtürme, Häuserdächer und Bäume fielen dem Sturm zum Opfer. Zudem wurde eine Sturmflut, die Fastelabendsflut (Fastnachtsflut) ausgelöst. Diese überschwemmte die niedrig gelegenen Elbmarschen zum Teil meterhoch. Dabei kamen unzählige Menschen und Tiere ums Leben. Das Gebiet war wochenlang überflutet und verwüstet.

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Gründung der Mawson-Station im Jahr 1954

Am 13. Februar 1954 wurde die australische Mawson-Station an einer hufeisenförmigen Bucht an der Küste von Mac-Robertson-Land als erste permanente Station südlich des Polarkreises errichtet. Anfangs bestand die Station nur aus 3 Baracken, die von der ersten zehnköpfigen Überwinterungsmannschaft um zwei weitere Hütten erweitert wurden. Bis 1966 war die Anzahl der Gebäude bereits auf 50 angewachsen. Die Forschung im Bereich "Eis, Ozean, Atmosphäre und Klima" ist einer der vier Schwerpunkte auf der Station.

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