Nachrichten rund ums Wetter

Warum ist es trotz Hochdruckeinfluss teilweise trüb?

Kommt es im Herbst zu Hochdruckwetterlagen kann nicht immer mit Sonnenschein gerechnet werden. Es kommt dagegen vor, dass der Himmel den halben oder auch ganzen Tag über bedeckt bleibt. Die Sonne schimmert dann nur selten durch die Nebeldecke. Aber wie entsteht eigentlich Hochnebel? Der Grund ist eine sogenannte Inversion. Vor allem im Herbst hat die Sonne nicht mehr genug Kraft, bodennahe Luftschichten zu erwärmen bzw. für eine Durchmischung der verschiedenen Luftschichten zu sorgen. Gleichzeitig kühlt sich die Luft aber bei wolkenlosem Himmel in der Nacht schon deutlich ab. So sammelt sich vor allem in den Niederungen kalte Luft an. Strömt nun in höheren Luftschichten milde Luft heran, wirkt sie wie ein Deckel über der kalten Luft am Boden. Dabei entsteht eine Wolkendecke, und gelegentlich fällt auch Nieselregen oder Schneegriesel. Über dem Hochnebel scheint die Sonne, und dort ist es dann auch deutlich wärmer als unten am Boden.

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Sonnige erste Oktoberhälfte

Der Oktober 2018 fiel bisher sehr sonnig aus. Fast überall in Deutschland konnte man überdurchschnittlich viele Sonnenstunden genießen. An vielen Stationen wurde das Monatssoll für den Sonnenschein sogar schon erfüllt, teilweise sogar mehr oder weniger deutlich überschritten. Die Niederschlagssummen sind durchweg gering. An vielen Orten sind bislang kaum 10 Prozent der durchschnittlichen Menge gefallen, vor allem im Norden gab es etwas mehr Niederschlag, aber auch dort liegen die Mengen deutlich unter der Hälfte des Monatssolls. Die Temperaturen liegen derzeit noch 2 bis 4 Grad über dem Durchschnitt des Gesamtmonats.

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Aktuell Rekordniedrigwasser der Flüsse

Die anhaltende Trockenheit führt an einigen Flüssen, wie z.B. am Rhein zu Rekord-Niedrigwerten der Pegel. So wurde in Worms der bisherige negativ Rekord mit 13 cm am Dienstagnachmittag dieser Woche erreicht (bisher bei gut 15 cm). Auch in Kaub, Rees und Emmerich sind die Negativrekorde des Sommers 2003 gefallen. Inzwischen haben sich die Pegel zum Teil minimal erholt. Da es aber nicht regnet könnten diese in den kommenden Tagen weiter fallen und Rekorde gebrochen werden. Große Probleme hat die Schifffahrt, so können Frachtschiffe nur noch die Hälfte oder ein Drittel ihrer Fracht laden. Die Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrt (KD) musste ihren Linienverkehr zwischen Köln und Mainz am 15.10. einstellen. Auch einige Kreuzfahrt- und Ausflugsschiffe mussten teilweise ihre Fahrten ausfallen lassen bzw. einschränken. Flüsse mit Staustufen sind nicht so extrem betroffen.

https://www.wetterkontor.de/de/pegel/pegelstand-details/worms/

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Mitte Oktober 2005: Hurrikan "Wilma" wütet in der Karibik

Vor 13 Jahren wütete der Hurrikan "Wilma" in der Karibik. Mitte Oktober 2005 entstand "Wilma" südwestlich von Jamaika und erreichte schnell die höchste Kategorie 5 der Saffir-Simpson-Skala mit mittleren Windgeschwindigkeiten um 295 km/h. Sehr langsam zog der Hurrikan Richtung Mexiko, und lud insbesondere auf der Halbinsel Yucatan gewaltige Regenmengen ab. Am 24. Oktober 2005 erreichte "Wilma" schließlich Florida und sorgte auch dort noch für große Schäden und auch einige Todesopfer. Hurrikan "Wilma" war mit einem Kerndruck von 882 hPa der intensivste atlantische Hurrikan seit Beginn der Messaufzeichnungen 1851. Der angerichtete Schaden lag bei fast 29 Milliarden US-Dollar.

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Optische Erscheinungen – Morgenrot und Abendrot

Die optischen Wettererscheinungen gehören auch im Oktober mit zu den eindrucksvollsten Erscheinungen in unserer Atmosphäre. Himmelsfärbungen wie das Abend- oder das Morgenrot entstehen dabei durch die Streuung des Sonnenlichts in der Atmosphäre. Zur Mittagszeit, wenn das Sonnenlicht einen relativ kurzen Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegt, wird nur ein geringer Teil des kurzwelligen Spektrums des Lichtes (blau, grün) gestreut und der Himmel erscheint blau. In den Morgen- und Abendstunden, wenn die Sonne tief steht, durchläuft das Sonnenlicht dagegen einen viel längeren Weg durch die Atmosphäre. Da der kurzwellige Wellenlängenbereich stärker durch Streuung an Luftmolekülen, Wasserdampf und Staubteilchen herausgefiltert wird, bleibt zuletzt nur noch der rote, langwellige Anteil übrig. Im Herbst, wenn die Luft in den Morgen- und Abendstunden relativ feucht ist, können so intensive Rottöne am Himmel zu sehen sein. Kann man denn nun von einem Abendrot oder Morgenrot auf das kommende Wetter schließen? Leider nicht ganz so einfach. Aber ein Abendrot ist doch häufiger ein Zeichen für freundliches Wetter am kommenden Tag, aber eben doch nicht in jedem Falle. Auch etliche Bauernregeln beschäftigen sich mit dem Thema Abendrot und Morgenrot, wie zum Beispiel: "Der Morgen grau, der Abend rot, ist ein guter Wetterbot." oder "Abendrot, Schönwetterbot." - Morgenrot, schlecht Wetter droht."

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Der Große Hurrikan von 1780

Vom 10. bis 16. Oktober 1780 zog ein gewaltiger Hurrikan über die Inseln Martinique, St. Eustatius und Barbados hinweg. Dabei verloren über 22.000 Menschen ihr Leben. Hinzu kamen noch ungezählte Seeleute. Der Hurrikan traf die Karibik in der Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges, so dass sich unter den gesunkenen Schiffen zahlreiche Kriegschiffe befanden. Dieser bisher tödlichste Hurrikan ging unter dem Namen „Großer Hurrikan von 1780“ oder auch „Hurricane San Calixto II." in die Geschichte ein.

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Geburtstag von Evangelista Torricelli

Am 15.10.1608 wurde Evangelista Torricelli, einer der berühmtesten Physiker und Mathematiker des Barocks, geboren. Torricelli war Nachfolger Galileo Galileis am Hofe des Großherzogs der Toskana und nahm dort die Versuche seines Vorgängers wieder auf. Torricelli war der erste, der das Funktionsprinzip erklärte, warum aus einer senkrechten mit Quecksilber gefüllten, oben geschlossenen und luftleeren Glasröhre kein Quecksilber ausläuft, wenn das untere offene Ende in ein Becken mit Quecksilber gehalten wird. Auch stellte er fest, dass je nach Wetterlage die Höhe der Quecksilbersäule variiert. Damit gilt Torricelli als Erfinder des Quecksilberbarometers.

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Temperaturrekorde - auch der Sonntag oft sommerlich

Neue Spitzenwerte machen derzeit Schlagzeilen: Am Freitag (12.10.2018) stieg das Quecksilber in einigen Regionen über die 25-Grad-Marke. Spitzenreiter waren auf Platz 2 und 3 Wusterwitz (Lkr. Potsdam-Mittelmark) und Lahr in der Ortenau mit 27,7 °C und auf Platz 1 Emmendingen im Breisgau mit 28,1 °C.Auch der Sonntag bringt dem Nordwesten, dem Westen und Südwesten häufig sommerliche Höchsttemperaturen um oder knapp über 25 Grad. Und auch im Osten sind vielerorts 24, stellenweise bis zu 25 Grad drin. Hier bleibt es dabei auch am sonnigsten, über die Westhälfte ziehen einige Wolken. Es bleibt aber weitgehend trocken.

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Hurrikans Leslie und Michael ziehen am Wochenende nach Europa

Die ehemaligen Hurrikans Leslie und Michael nähern sich am Wochenende Europa. So soll Leslie nach den aktuellen Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA Richtung Madeira oder zu den Kanaren ziehen. Die Vorhersage sind allerdings noch unsicher. Leslie schwächt sich dabei zwar langsam ab, könnte aber dort für extrem starken Regen und Sturm sorgen. Die Reste von Hurrikan Michael erreichen dann als normales Sturmtief voraussichtlich am Montag die Biskaya.

Satellitenbild Nordatlantik

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Vor 39 Jahren: Niedrigster je gemessener Luftdruck

Vor 39 Jahren, am 12. Oktober 1979 wurde etwa 840 Kilometer westlich von Guam der niedrigste weltweit je gemessene Luftdruck registriert. Er wurde im Auge des Taifuns „Tip“ gemessen und betrug nur 870 hPa. Normale Tiefdruckgebiete in unseren Breiten haben meist einen Luftdruck zwischen 990 und 1000 hPa. In Orkantiefs kann er auch darunter liegen. Der Rekord des niedrigsten Luftdrucks in Deutschland liegt übrigens bei 954,4 hPa.

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