Nachrichten rund ums Wetter

Vor 9 Jahren: Zweitniedrigste Temperatur in Europa

Mit extremen minus 56,4 Grad wurde vor neun Jahren am 19. Februar 2010 in Hoseda-Hard die zweitniedrigste bisher in Europa gemessene Temperatur erreicht. Hoseda-Hard liegt im Nordwesten Russlands in der Nähe der Barentsee. Die tiefste je in Europa errreichte Temperatur regiestrierte man mit minus 58,1 Grad am 31. Dezember 1978 in Ust-Shchugor, ebenfalls in Russland.

Nach oben

Phänologie

Die Phänologie befasst sich mit den im Jahresablauf wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen der Pflanzen. Die Eintrittszeiten spezieller Erscheinungen werden im phänologischen Kalender dokumentiert. Er unterteilt das phänologische Jahr in zehn Jahreszeiten und orientiert sich an Entwicklungsstadien bestimmter Pflanzen in Mitteleuropa. Die Haselblüte steht dabei für den Beginn des sogenannten Vorfrühlings. Die Blüte der Forsytie markiert anschließend den Beginn des Erstfrühlings, während mit der Apfelblüte der Vollfrühling Einzug hält.

Nach oben

Julianenflut am 17. Februar 1164

Am 17. Februar 1164 kam es an der Nordseeküste zur sogenannten Julianenflut. Vor allem Ostfriesland, sowie das Gebiet zwischen Elbe- und Wesermündung waren betroffen. Dabei bildete sich in ersten Ansätzen der heutige Jadebusen. Ungefähr 20.000 Menschen sollen den Überlieferungen zufolge dabei ums Leben gekommen sein. Es handelt sich hierbei um die erste konkret aufgezeichnete Sturmflut in Deutschland.

Nach oben

Februar 1929 und 1956 kälteste Februarmonate seit 1881

Die Februarmonate der Jahre 1929 und 1956 waren die beiden bisher kältesten seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881. Die negativen Abweichungen vom langjährigen Monatsmittel lagen bei 10,5 Grad. Mehr als 6 Grad zu kalt waren u. a. auch die Februarmonate 1986, 1963 und 1947. Die kältesten Monate dieses Jahrhunderts waren bisher 2003, 2012 und 2018 mit einer negativen Abweichung vom MIttelwert von etwa 3 Grad.

Gebietsmittel der einzelnen Monate für Deutschland und die Bundesländer

Nach oben

Geburtstag von Galileo Galilei

Am 15. Februar 1564 wurde der italienische Mathematiker, Physiker und Astronom Galileo Galilei in Pisa geboren. Zu seinen zahlreichen wissenschaftlichen Leistungen und Entdeckungen gehörte unter anderem die Erkenntnis, dass die Dichte von Flüssigkeiten von der jeweiligen Temperatur abhängt. Nach ihm wurde das Galileo-Thermometer benannt. Dieses besteht aus einem Glasrohr, das mit einer Flüssigkeit gefüllt ist, in der sich wiederum Glaskugeln befinden, die beispielsweise Alkohol enthalten. Sie besitzen eine ähnliche Dichte wie die Flüssigkeit um sie herum. Wird das Wasser des Glasrohrs nun erwärmt oder abgekühlt, dann bewegen sich die Glaskugeln je nach ihrer Dichte und der Temperatur entsprechend unterschiedlich hinauf oder hinab.

Nach oben

Die Naturkatastrophe von Holstein 1648

Am 14. Februar 1648 kam es in den Holsteinischen Elbmarschen zu einer verheerenden Naturkatastrophe. Ein Orkan zog begleitet von Gewittern mit starken Regen- und Hagelschauern über das Gebiet hinweg. Auf der Elbe sanken zahlreiche Schiffe oder wurden gegen Ufer gedrückt. Kirchtürme, Häuserdächer und Bäume fielen dem Sturm zum Opfer. Zudem wurde eine Sturmflut, die Fastelabendsflut (Fastnachtsflut) ausgelöst. Diese überschwemmte die niedrig gelegenen Elbmarschen zum Teil meterhoch. Dabei kamen unzählige Menschen und Tiere ums Leben. Das Gebiet war wochenlang überflutet und verwüstet.

Nach oben

Gründung der Mawson-Station im Jahr 1954

Am 13. Februar 1954 wurde die australische Mawson-Station an einer hufeisenförmigen Bucht an der Küste von Mac-Robertson-Land als erste permanente Station südlich des Polarkreises errichtet. Anfangs bestand die Station nur aus 3 Baracken, die von der ersten zehnköpfigen Überwinterungsmannschaft um zwei weitere Hütten erweitert wurden. Bis 1966 war die Anzahl der Gebäude bereits auf 50 angewachsen. Die Forschung im Bereich "Eis, Ozean, Atmosphäre und Klima" ist einer der vier Schwerpunkte auf der Station.

Nach oben

Geburtstag von George Hadley

Vor 334 Jahren, am 12. Februar 1685 wurde George Hadley in London geboren. Er war eigentlich Rechtsanwalt von Beruf, doch er interessierte sich auch für Physik und Meteorologie. Er formulierte schon 100 Jahre vor Gapard Gustave de Coriolis im Jahr 1735 als Erster die Theorie der Passatzirkulation. Im selben Jahr wurde er in die Royal Society (britische Akademie der Wissenschaften, Gelehrtengesellschaft) gewählt. Nach ihm wurde später die Hadleyzelle benannt, welche die Ursache der Passatwinde ist und die Zirkulation zwischen Äquator und dem so genannten subtropischen Hochdruckgürtel beschreibt.

Nach oben

Extreme Schneemengen 1951

Bereits im Januar 1951 kam es in den Alpen zu ungewöhnlich starken Schneefällen, in deren Folge bei zahlreichen Lawinenabgängen über 200 Menschen starben. Ab 4. Februar 1951 gab es erneut extreme Schneefälle. Mit einem kräftigen Südwind stellte sich auf der Alpennordseite Föhn ein, in der Südschweiz fielen dagegen bis zum 6. Februar über 2 Meter Schnee. Dann schneite es erneut vom 8. bis 11. Februar im Süden fast ununterbrochen. Insgesamt fielen südlich des Alpenhauptkamms gebietsweise über 4 Meter Schnee. Aber auch der Norden bekam bis Mitte Februar noch über 2 Meter Neuschnee ab. Anschließend gab es wieder ungezählte spontane Lawinenabgänge. In der Schweiz und Italien waren dabei mindestens 30 Menschenleben zu beklagen.

Nach oben

Der Winter 1962/63

Der Winter 1962/63 war einer der strengsten Winter in Mitteleuropa. Nicht nur Deutschland war von der Kälte betroffen, auch der Alpenraum, Frankreich und sogar die Britischen Inseln. In Benelux war es zum Beispiel der kälteste Winter seit 1789. Damals froren zum letzten Mal Rhein und Bodensee zu. Insgesamt war der Bodensee seit Beginn der Aufzeichnung 875 nur 37 Mal zugefroren, vor 1962/1963 zuletzt im Jahre 1880.

Nach oben

Bleiben Sie jederzeit auf dem aktuellen Stand. Unsere Wetter-Nachrichten können Sie kostenlos als RSS-Feed empfangen.

  • Niederschlagsradar
    Niederschlagsradar Deutschland
  • Wetterwarnungen
    Wetterwarnungen Deutschland

Blitze in Deutschland

©WetterKontor GmbH. Alle Rechte vorbehalten.