Nachrichten rund ums Wetter

Hitzewelle über Mitteleuropa!

Zwischen Hoch Ulla und Tief Otto über Westeuropa kommt aus Süden die Saharaluft zu uns. Im Westen (NRW/Niedersachsen) erwarten wir den heute den heißesten Tag, im Süden und Osten morgen am Mittwoch. Am Donnerstag wird es im Norden und Osten spürbar kühler und angenehmer, im Süden und Westen bleibt ist mit Werten um 30 Grad weiterhin heiß, aber nur noch örtlich werden 35 Grad erreicht. Der Freitag ist allgemein etwas kühler. Im Norden und Osten sehr angenehm. Wahrscheinlich werden nur noch im Süden und Südwesten um oder über 30 Grad erreicht, aber keine 35 Grad mehr. Am Wochenende kehrt die Hitze dann aber zurück mit einem weiteren Höhepunkt am Sonntag. Im Laufe der kommenden Woche dann aber wahrscheinlich spürbar kühler.

Juni-Rekorde an deutschen Wetterstationen

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Sommeranfang

Ab heute 17:54 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit ist auch aus kalendarischer Sicht Sommer. Dann erreicht die Sonne den nördlichen Wendekreis, auf der Südhalbkugel beginnt jetzt der Winter. Heute scheint die Sonne bei uns fast 16 Stunden lang und es ist damit der längste Tag des Jahres. Danach macht sie die Sonne langsam wieder auf den Weg nach Süden über den Äquator zum südlichen Wendekreis, den sie schließlich zum Winteranfang bei uns im Dezember 2019 erreicht. Der meteorologische Sommerbeginn war dagegen schon am ersten Juni.

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Geburtstag Ulf Merbold

Am 20. Juni 1941 wurde Ulf Merbold in Greiz geboren. Er studierte Physik und promovierte 1976 an der Stuttgarter Universität. Er wurde 1983 nach Sigmund Jähn der zweite Deutsche im All. Merbold war der einzige Deutsche der dreimal im All war. (Zweimal war er an Bord einer US-amerikanischen Raumfähre mit dem Spacelab und einmal war er auf der russischen Raumstation Mir).

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Roald Amundsen

Am 18. Juni 1928 starb der norwegische Polarforscher Roald Amundsen bei einer Rettungsmission für den in Not geratenen italienischen Forscher Umberto Nobile. Amundsen zählt zu den erfolgreichsten Entdeckungsreisenden in Arktis und Antarktis. Mit vier Begleitern erreichte er am 14. Dezember 1911 als erster Mensch den Südpol. Zuvor hatte er in den Jahren 1903 bis 1906 als Erster die Nordwestpassage erkundet. Von 1918 bis 1920 durchquerte er auch die Nordostpassage, obwohl dies eigentlich nicht das Ziel seiner Expedition war.

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Hispaniola 1494: Erster durch Europäer beobachtete Hurrikan

Am 16.6.1494 wurde auf Hispaniola (zweitgrößte der Westindischen Inseln) wahrscheinlich der erste Hurrikan durch Europäer beobachtet und aufgeschrieben. Natürlich gab es auch schon vor diesem Termin Hurrikans. Aber Aufzeichnungen aus dieser Zeit gibt es nicht und mündliche Überlieferungen sind verloren gegangen. Untersuchungen von Sedimentablagerungen in Florida führten aber zu dem Ergebnis, dass es schon einige tausend Jahre vorher Hurrikans gegeben haben muss.

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Todestag des Physikers Rozier

Am 15. Juni 1785 kam der Physiker Jean-François Pilâtre de Rozier bei einem Ballonaufstieg mit seinem von ihm entwickelten Wasserstoff-Heißluftballon (der sogenannten Rozière) ums Leben. Beim Versuch den Ärmelkanal von Frankreich nach England zu überqueren entzündete sich der Wasserstoff und der Ballon stürzte mit ihm und einem Kollegen über dem Département Pas-de-Calais ab. Sie waren die ersten Todesopfer der Luftfahrt. Rozier forschte auf dem damals in der Physik neuem Gebiet der Gase. Ihm gelang zwei Jahre vor seinem Tod der erste historisch belegte bemannte Heißluftballonaufstieg. Nach ihm wurde der Mondkrater Pilâtre benannt und der Rozier-Gletscher in der Antarktis trägt seinen Namen.

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Ozonbelastung im Sommer

Ein wichtiges Thema in den Sommermonaten ist die Ozonbelastung. Das sogenannte bodennahe Ozon hat nur indirekt etwas mit dem Ozon in unserer Ozonschicht zu tun hat, die sich in Luftschichten oberhalb etwa 10 Kilometer Höhe befindet. Ozon kann bei entsprechenden Konzentrationen in der Luft zu Gesundheits- und Umweltschäden führen. Das bodennahe Ozon entsteht unter dem Einfluss von Sonnenlicht. Daher kommt es insbesondere bei einer längeren Perioden sonniger Tage in den Sommermonaten zu erhöhten Ozonwerten in den Nachmittagsstunden, die erst abends und nachts wieder zurückgehen. Das Ozon entwickelt sich u.a. aus Stickstoffoxiden, die bei uns überwiegend durch den Autoverkehr freigesetzt werden. Deshalb wurde in den letzten Jahren auch immer wieder über Fahrverbote bei hohen Ozonwerten diskutiert. Das Ozon greift in hohen Konzentrationen besonders die Lunge an. Allerdings reagieren nur etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung besonders empfindlich auf Ozon. Als eine Risikogruppe gelten Kleinkinder und Säuglinge. Körperliche Anstrengungen oder Aktivitäten steigern die Atmungsaktivität und damit die Ozonaufnahme. Daher sollten bei erhöhten Ozonwerten längere anstrengende körperliche Aktivitäten vor allem in den Mittags- und Nachmittagsstunden vermieden werden. Neben dem Menschen hat das Ozon auch eine schädigende Wirkung auf Tiere und auf Pflanzen. Bei Pflanzen kann es u.a. zur Schädigung von Blättern, zur Wachstumshemmung oder zu Ertragsverlusten kommen. Die Bevölkerung wird ab einem Grenzwert von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft informiert und eine Empfehlung ausgesprochen, ab 360 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft wird gewarnt.

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Geburtstag Meteorologe Johann Jakob Hemmer

Am 13. Juni 1733 wurde in Horbach (Rheinland-Pfalz) der Meteorologe und katholische Geistliche Johann Jakob Hemmer geboren. Er sorgte als Sekretär der Pfälzischen Meteorologischen Gesellschaft ab 1780 dafür, dass ein Messnetz von 39 Messstationen aufgebaut wurde. Dieses erstreckte sich von Neuengland über Grönland und Deutschland bis zum Ural. Schon damals machte er sich Gedanken über die Vergleichbarkeit von Messdaten und lies in allen Stationen dieselben Messinstrumente verbauen. Er entwarf eine Beobachter-Anleitung und führte die sogenannten "Mannheimer Stunden" ein, sodass an allen Messorten zur selben Zeit Daten erhoben wurden. Nach Hemmers Tod im Jahre 1790 verfiel das Beobachtungsnetz schrittweise, doch noch heute gelten seine Beobachtungsrichtlinien als Grundlage für moderne Messprinzipien.

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Tageslänge nimmt immer noch zu

Noch werden die Tage bei uns etwas länger, und zwar um etwa eine halbe bis eine Minute täglich. Heute beträgt die maximal mögliche Sonnenscheindauer im Norden Deutschlands 17 Stunden und 15 Minuten, im Süden etwa 16 Stunden. Ab dem astronomischen Sommeranfang am 21. Juni geht es dann aber langsam wieder abwärts. So sind es Mitte August im Norden noch 15 Stunden und 15 Minuten, im Süden noch 14 Stunden und 30 Minuten.

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Pfingstwetter 2019

Zunächst scheint häufig die Sonne. Spätnachmittags und abends ziehen über dem Westen und Süden regional zwar mitunter sehr begrenzt zum Teil kräftige Regengüsse und Gewitter auf. Im Süden steigt stellenweise die Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 Grad auf Sylt und 27 Grad rund um Regensburg. Abgesehen von starken bis stürmischen Schaue- oder Gewitterböen weht der Wind weht schwach bis mäßig, an der Küste anfangs frisch aus verschiedenen Richtungen. Pfingstmontag verschwindet die Sonne immer häufiger hinter dichten Wolken. Dabei gibt es im Tagesverlauf gebietsweise kräftige Regengüsse und Gewitter. Die Gefahr von lokalen Unwettern durch Starkregen, Hagel und Sturmböen ist besonders groß im Osten und Südosten. Stellenweise kann es Überflutungen, Hagelschäden oder Windbruch geben. Die Temperaturen erreichen 16 Grad auf Helgoland und 30 Grad in Niederbayern.

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