Nachrichten rund ums Wetter
Februar 2026 in Europa einer der drei kältesten Februarmonate der letzten 14 Jahre
Nach Berechnungen des Copernicus Erdbeobachtungsprogramms lag die Temperatur in Europa im Februar 2026 um 0,10 Grad Celsius unter dem 30jährigen Februar-Mittel der Jahre 1991-2020. Es war einer der drei kältesten Februarmonate der letzten 14 Jahre. Allerdings waren die Temperaturunterschiede innerhalb Europas sehr groß. Im Süden und Südwesten Europas gab es teilweise hohe positive Temperaturabweichungen, in Nord- und Osteuropa war es dagegen deutlich zu kalt.
Der Februar 2026 an deutschen WetterstationenFebruar 2026 global gesehen fünftwärmster Februar seit 1979
Laut Berechnungen des Copernicus Erdbeobachtungsprogramms war der Februar 2026 weltweit gesehen der bisher fünftwärmste Februarmonat seit Messbeginn 1979. Die Mitteltemperatur lag um 0,53 Grad Celsius über dem Februarmittel der Jahre 1991-2020. Der bisherige wärmste Februar war der des Jahres 2024. Die Temperaturen im letzten Wintermonat Februar lagen 1,49 Grad Celsius über dem vorindustriellen Temperatur-Niveau der Jahre 1850-1900.
Originalartikel des Copernicus ErdbeobachtungsprogrammsRückkehr von El Niño zum Jahresende?
La Niña und El Niño haben einen großen Einfluss auf das globale Klima. Laut der Weltorganistion für Meteorologie geht die Phase mit zu kühlen Meeresoberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik (Phänomen La Niña) nun zu Ende. Die kommende neutrale Phase soll bis Juli 2026 anhalten. Ende 2026 könnte eine neue Phase mit El Niño Phase beginnen.
Originalartikel der Weltorganistion für MeteorologieDas Wetter im März in Deutschland im langjährigen Mittel
Für Deutschland beträgt die 30-jährige Mitteltemperatur der Jahre 1991-2020 für den März 4,6 Grad. Der März 2025 war mit 6,0 Grad merklich milder. Der bisher wärmste März seit Messbeginn 1881 war mit einem Mittel von 7,5 Grad der März 2024, der kälteste mit -1,7 Grad der März 1883. Seit 1881 ist die Märztemperatur um 2,9 Grad gestiegen.
Gebietsmittelwerte für DeutschlandMeteorologischer Frühlingsanfang
Mit dem März beginnt bei uns der sogenannte meteorologische Frühling, der die Monate März, April und Mai umfasst. Diese Aufteilung hat rein datentechnische Gründe. Daten für die kompletten Monate lassen sich einfacher berechnen und vergleichen. Der astronomische Frühlingsbeginn ist dieses Jahr am 20. März, und zwar genau um 15:46 MEZ.
1999, gewaltige Lawine reißt in Galtür 31 Menschen in den Tod
Der Januar und Februar 1999 waren sehr schneereich und so fielen in den Nordalpen und in Tirol in den Hochlagen mehrere Meter Neuschnee. In der Region um Galtür hatten sich so kurz vor dem Unglück beispielsweise etwa eine Schneedecke von 4 Meter Höhe angesammelt. Am 23. Februar gegen Abend ging die Lawine dann ab und tötet mehr als 30 Menschen.
Todestag des Meteorologen Gustav Hellmann
Heute vor 86 Jahren, am 21. Februar 1939, starb der Meteorologe und Klimatologe Gustav Johannes Georg Hellmann. Er war von 1907 bis 1922 Direktor des Preußischen Meteorologischen Instituts in Berlin, in das er 1879 als Assistent eintrat. 1886 wurde er Professor an der Universität Berlin. Im selben Jahr entwickelte er ein Niederschlagsmessgerät, das bis heute in der Meteorologie Verwendung findet. Das Messgerät besteht aus Edelstahl oder Zinkblech und hat eine Auffangfläche von 200 cm², die von einem Messingring begrenzt wird. Durch einen Trichter gelangt der aufgefangene Niederschlag in einen Behälter, in dem er weitestgehend vor Verdunstung geschützt ist. Um die Niederschlagsmenge zu bestimmen, wird das gesammelte Niederschlagswasser in einen Messzylinder gefüllt. Das Messen der gefallenen Niederschlagsmenge ist so bis auf 0,05 mm genau möglich.
Geburtstag Ludwig Boltzmann
Am 20. Februar 1844 wurde Ludwig Boltzmann geboren. Berühmt wurde seine Neufassung der Thermodynamik. Einer seiner Gegner war auch zunächst Max Planck, er griff aber bei der Aufstellung des später bekannten Planckschen Strahlungsgesetzes auf Boltzmanns Theorien zurück. Das von den Physikern Josef Stefan und Ludwig Boltzmann gefundene Stefan-Boltzmann-Gesetz ist ein Sonderfall des Planckschen Strahlungsgesetzes. Planck ließ übrigens die von Boltzmann gefundene Formel zur Entropie (fundamentale Zustandsgröße in der Thermodynamik) in dessen Grabstein einmeißeln.
Wetterstationen
Um das Wetter richtig vorhersagen zu können, muss man den aktuellen Zustand unserer Atmosphäre zunächst einmal exakt erfassen. Dazu nutzen die Meteorologen neben Satellitendaten und Radarbildern auch die an weltweit etwa 10000 Wetterstation registrierten Daten. Diese Wetterstationen sind alle mit einer Vielzahl von meteorologischen Messgeräten ausgestattet, die unter anderem Daten zur Temperatur, zur Luftfeuchte, zum Luftdruck, zum Wind oder zum Niederschlag erfassen. Dabei wird sehr viel Wert auf die Genauigkeit und die Vergleichbarkeit der Instrumente gelegt, denn ein falsch bestimmter Ausgangszustand kann im Endeffekt zu fehlerhaften Wettervorhersagen führen.
Julianenflut im Jahr 1164
Am 17. Februar 1164 kam es an der Nordseeküste zur sogenannten Julianenflut. Vor allem Ostfriesland, sowie das Gebiet zwischen Elbe- und Wesermündung waren betroffen. Dabei bildete sich in ersten Ansätzen der heutige Jadebusen. Ungefähr 20.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Es handelt sich hierbei um die erste konkret aufgezeichnete Sturmflut in Deutschland.
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