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Niederschlagsprognose Deutschland

Die Karten zeigen die Niederschlagsprognose für die jeweils kommenden 6 Stunden, den gesamten aktuellen Tag sowie die kommenden 3 Tage. Die Daten basieren auf Berechnungen des GFS-Modells des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA. Eine Aktualisierung erfolgt alle 6 Stunden.

Niederschlag in den nächsten Stunden

Niederschlag Deutschland

Niederschlagsprognose - Legende


  • bis 0.5 l/qm

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  • bis 5 l/qm

    bis 10 l/qm

  • bis 20 l/qm

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Stündliche Niederschlagsvorhersagen der Modelle des Deutschen Wetterdienstes

Niederschlags-Vorhersage des ICON-Modells

Niederschlags-Vorhersage des ICON-D2-Modells


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Welche Datenerfassungsgeräte nutzt der DWD?
Foto von Gary Yost auf Unsplash

Für eine genaue Wettervorhersage sind verschiedene Schlüsselwerte entscheidend. Deshalb setzt der Deutsche Wetterdienst nicht nur auf ein Messgerät, sondern bezieht seine Informationen aus verschiedenen Erfassungsgeräten. Je mehr Informationen zu Niederschlägen, Windgeschwindigkeiten, Luftdruck und mehr gesammelt werden können, desto exakter werden die Wettervorhersagen. Auch wenn Wettermodelle immer häufiger Algorithmen mit künstlicher Intelligenz nutzen, setzt der Wetterdienst immer noch auf klassische Messgeräte.

Wandel in der Wettervorhersage

Künstliche Intelligenz hat sich auch im Wetterdienst zu einem sehr hilfreichen Werkzeug entwickelt. Die Auswertung digitaler Daten kann mit KI-Algorithmen viel schneller umgesetzt werden als noch vor ein paar Jahren. Im Gegensatz zu den bisher stark verbreiteten physikalischen Modellen sind KI-Algorithmen energiesparender. Komplexe Berechnungen neuer Wetterlagen sind außerdem viel schneller abgewickelt.

Moderne KI-Algorithmen funktionieren bereits sehr gut bei mittelfristigen Vorhersagen. KI zieht dafür viele historische Daten heran und gleicht diese mit dem Wetterverhalten ab. Fortschritte sollen in den kommenden Jahren vor allem im Bereich der Extremwetter erzielt werden. Damit soll eine bessere Planung von Gegenmaßnahmen und Schutzmaßnahmen für Taifune, Flutwellen oder extreme Kaltfronten möglich werden.

AICON: Wettermodell im KI-Modus für den DWD

Der Deutsche Wetterdienst arbeitet mit dem AICON-Modell. Dieser KI-Algorithmus nutzt klassische Vorhersagen, die auf physikalischen Daten aufbauen und ergänzt diese mit der Analyse historischer Daten. Damit AICON präzise Wettermodelle auswerfen kann, wurde es mit den historischen Wetterinformationen der letzten 15 Jahre gefüttert. Auf Basis dieser Daten erkennt AICON bestimmte Muster und Wiederholungen, aus denen Prognosen für die aktuellen Wetterlagen erstellt werden.

Für die Prognosen wird ein weltweites Netzwerk aus Messpunkten genutzt. Diese spannen sich wie ein Gitter um den Globus mit einem Abstand von 13 Kilometern. Alle drei Stunden wird eine Vorhersage erstellt. Diese dreistündigen Intervalle sind wesentlich geringer als bei anderen KI-Modellen. Damit ist AICON ein besonders effektives Werkzeug, um vor allem im Katastrophenschutz schnelle Antworten zu liefern.

Foto von Jorge Ramirez auf Unsplash
Traditionelle Datenerfassung auch heute noch entscheidend

Für eine umfassende Prognose reicht KI nicht aus. Während die modernen Algorithmen den Vorteil haben, besonders schnell Daten verwerten zu können, bedürfen sie doch aktueller Messdaten. Wichtige Messgeräte sind die folgenden:

AMDA III
AMDA ist die Kurzfassung für automatische meteorologische Datenerfassungsanlage. Sie ist ein nebenamtliches Messsystem, das etwa 300 Stationen umfasst. Hier werden stündlich bestimmte Messwerte vermerkt wie Lufttemperatur, Niederschlagshöhe und Luftfeuchte.
MODES III
MODES III ist wie AMDA III ein zusätzliches Messnetzwerk. In diesem Fall handelt es sich um ein modulares Datenerfassungssystem (MODES). Diese Messwerte wie Lufttemperatur, Niederschlagsmenge oder Sonnenscheindauer werden wie bei AMDA III als synoptische Kurzmeldung versendet.

Systeme wie AMDA III und MODES III basieren auf den Informationen, die in den einzelnen Messstationen mit den verschiedenen Messgeräten gesammelt werden. Diese Informationen werden immer häufiger in die KI-Algorithmen eingespeist, um schnellere Prognosen erstellen zu können. Typische Messgeräte sind:

  • Niederschlagsmesser
  • Windsensoren
  • Bodenmessgeräte
  • Barometer
  • Pyranometer
  • Thermo-Hygro-Transmitter

Die Messdaten werden von hunderten Stationen in Echtzeit an zentrale Server übermittelt. Bei solchen Datenübertragungen spielt Sicherheit eine wichtige Rolle—auch im privaten Bereich. Wer seine eigene Internetverbindung schützen möchte, kann ein VPN herunterladen und damit den Datenverkehr verschlüsseln.

DWD mit einem engmaschigen Netzwerk an Wetterwarten

Der DWD besitzt in der Bundesrepublik viele hundert Messstationen und Wetterwarten. 200 dieser Warten werden als hauptamtliche Stationen geführt. Sie bilden das offizielle Messnetz Deutschlands. In vielen Fällen befinden sie sich in besonderen geografischen Lagen wie Bergspitzen.

Die Automatisierung nimmt auch in diesem Bereich zu. Viele der klassischen Wetterwarten wurden in den letzten Jahren mit automatischen Geräten ausgestattet. So wurde beispielsweise 2020 die Wetterstation auf dem Brocken vollständig automatisiert. Seit 1836 wurden hier Wetterlagen manuell aufgezeichnet—die letzten Beobachter verließen die Station Ende 2018, bevor sie 2020 vollständig automatisiert wurde.

Auf Flugwetter-Warten wird mit automatischen Geräten zusammengearbeitet. Die Fähigkeit des menschlichen Auges kann von einer Maschine noch nicht ganz geleistet werden. An den Flughäfen ist das geschulte Personal 24 Stunden am Tag aktiv. Ähnlich sieht es bei ausgewählten Stationen aus wie die Wetterwarte auf der Zugspitze. Das Personal ergänzt die automatischen Messwerte mit Wolkenbeobachtungen, Sichtweite oder Schneeverhalten oder betreibt Forschungsprojekte.

Fazit

Der DWD nutzt klassische Messgeräte, die Luftdruck, Niederschlagsmenge, Bodentemperatur oder Lufttemperatur in regelmäßigen Abständen messen. Viele Prozesse laufen automatisch ab und füttern KI-Algorithmen wie AICON. Damit werden Wettervorhersagen schneller und präziser.

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