Wolken und Niederschlagsart
Die Grafik unten ist eine Kombination aus dem aktuellen Satellitenbild (alle 15 Minuten neu) und der Niederschlagsart am Boden. Zur Ermittlung der Niederschlagsart werden durch den DWD die Beobachtungsdaten der Messstationen am Boden in einem speziellen Verfahren mit den aktuellen 5-minütigen Radardaten des Radarverbunds des Deutschen Wetterdienstes verknüpft. Die Satellitendaten stammen vom europäischen Meteosat-Satelliten.
Angaben in UTC.
Quelle: DWD
Aktuelles Niederschlagsradar Deutschland
Radarkomposit der Niederschlagsart (Deutschland)
Radarvorhersage für die kommenden 2 Stunden
Niederschlagsradar Deutschland Archiv
Niederschlagsmengen in Deutschland (12-stündig)
Aufsummierte Niederschlagsmengen der letzten 5 Tage
Informationen zu den Pegelständen von Flüssen in Deutschland
Die Wetterdaten zeigen, dass Dürreperioden während der Sommermonate immer mehr zunehmen. Mutter Natur leidet unter diesem Phänomen und dieser Umstand wirkt sich natürlich auch auf Gartenanlagen aus. Von städtischen Parkanlagen bis hin zum Privatgarten hinter dem Haus, Dürrezeiten sind ein Stressfaktor für Pflanzen und Wildtiere, die im Gartengrün leben. Daher stellt sich an dieser Stelle die berechtigte Frage, wie man einen Garten auf Dürren vorbereiten kann.
Zunächst einmal gilt es, eine Dürre zu definieren, denn wenn es mal drei Tage in Folge richtig warm wird, muss man hier noch nicht von einer Dürreperiode sprechen. Tatsächlich ist die Dauer einer Dürre nicht offiziell festgelegt, aber man spricht im Allgemeinen von einem Zustand der Extreme, welcher über einen längeren Zeitraum anhält. Darüber hinaus ist während einer Dürre weniger Niederschlag vorhanden, als dies eigentlich notwendig wäre. Mit fehlendem Niederschlag lässt indes auch die Menge an verfügbarem Wasser nach. Nach Berichten verschiedener Institutionen wie einem relativ neuen Papier aus dem Jahr 2025 von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), nimmt die Anzahl der Dürren auf der gesamten Welt zu, was in direkter Verbindung mit der globalen Erwärmung steht.
Gartenbesitzer investieren häufig einen Großteil ihrer Freizeit in ihre Anlage und möchten daher sicherstellen, dass diese auch bei Dürren gut gerüstet ist, um dem heißen Wetter zu trotzen. Dies ist jedoch keine leichte Aufgabe, denn extreme Hitze ohne natürlichen Niederschlag ist für die Pflanzen im Garten stets eine große Belastung. Hinzu kommt der Umstand, dass viele Gemeinden während einer starken Hitzeperiode mit ausbleibendem Niederschlag das Wasser rationieren, sodass Rasen und Co. nicht gewässert werden dürfen. Es gibt jedoch einige Tipps, welche dabei helfen, den Garten auf eine Dürre im Sommer vorzubereiten.
Die Verbesserung der Bodenqualität sollte ein Bestreben jedes Gartenbesitzers sein. Wer reifen Kompost in die obere Bodenschicht einarbeitet, kann dafür sorgen, dass der Boden eine erhöhte Speicherkapazität erreicht und so in der Lage ist, mehr Wasser für hitzige Zeiten zu speichern.
Der Gartenmulch ist ein guter Freund von jedem Garteninhaber. Bereits eine dünne Schicht minimiert die Verdunstung und stellt sicher, dass der Gartenboden vor starker Austrocknung geschützt ist.
Viele Pflanzenarten reagieren sehr empfindlich auf Dürrephasen und lassen ihre Köpfe hängen, wenn es zu einem solchen Extremwetter kommt. Um dauerhaften Schaden an Gartenpflanzen zu verhindern, ist es sinnvoll, trockenheitsresistente Pflanzenarten für den Garten auszuwählen, welche auch mit längeren Trockenphasen gut zurechtkommen. Übrigens: Beim Gießen der Gartenpflanzen sollte man stets direkt die Wurzelbasis bedienen. Auf diese Weise ist es möglich, die Verdunstungsmenge zu reduzieren.
Viele Gartenmöbel sind recht resistent gegenüber Hitzeperioden. Es gibt jedoch einige wenige Aspekte, die man bei einer echten Dürre beachten sollte. Die Stoffe von einem Gartenpavillion sind eine potenzielle Opferstelle dieser starken Sonneneinstrahlung während einer Dürre und könnten mit der Zeit ausbleichen. Auch aus Holz bestehende Gartenstücke könnten durch die starke Sonne während einer Dünne ausbleichen. In beiden Fällen ist es ratsam darüber nachzudenken, Pavillions und andere Gartenmöbel bei Dürren mit Planen abzudecken. Plastikgartenmöbel können indes bei dauerhaft hohen Temperaturen und einem sonnigen Platz im Außenbereich an manchen Stellen schmelzen, weswegen es sinnvoll erscheint, sie im Schatten aufzustellen oder sie vorübergehend einzulagern. Wirklich qualitativ verarbeitete Gartenmöbel trotzen jedoch auch weitreichenden Dürrephasen des Sommers und können wie gewohnt im Garten genutzt werden, ohne Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen.
Die klare Antwort ist ja, denn die Wetterdaten zeigen, dass die globale Erwärmung auch in Deutschland ihre Spuren hinterlässt. In den kommenden Jahren erwarten Wetterforscher daher die Zunahme von Dürren in ganze Europa und darüber hinaus. Dies ist für die Tier- und Pflanzenwelt natürlich eine große Belastung, aber auch die Landwirtschaft wird dadurch auf eine Probe gestellt. Die erhöhte Anzahl der Dürrephasen ist ein deutliches Warnzeichen und spricht dafür, sich mehr aktiv für den Klimaschutz einzusetzen.


