Nachrichten rund ums Wetter

Vor 117 Jahren: Entdeckung der Stratosphäre

Am 31. Juli 1901 führten die beiden Meteorologen Arthur Berson und Reinhard Süring einen bemannten Ballonaufstieg in eine Höhe von 10500 Metern durch. Ehe beide ohnmächtig wurden, lasen sie ihre Messinstrumente ab. Grund für dieses Wagnis waren die Zweifel an den Daten ihrer Messinstrumente bei unbemannten Wetterballons, da sie ab einer bestimmten Höhe wieder eine Zunahme der Temperaturen anzeigten. Beide Meteorologen erlangten beim Absinken des Ballons wieder das Bewusstsein und konnten sicher landen. Obwohl sie die Stratosphäre nicht erreichten, brachte der Vergleich von Messdaten mit einem parallel von ihrem Chef Richard Assmann durchgeführten unbemannten Sondenaufstieg die gleichen Ergebnisse. Der unbemannte Ballon stieg aber noch höher, und die Temperatur nahm wieder zu. Somit war dies ein erster Schritt zur Entdeckung der Stratosphäre mit ihren anteigenden Temperaturen.

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Beeinflusst der Mond unser Wetter?

Viele Menschen sind der Meinung, dass der Mond auch das Wetter beeinflusst. Doch wissenschaftlich betrachtet hat er keinen direkten Einfluss auf unsere Wettersysteme. Während er durch seine Anziehung die Pegel der Weltmeere um etwa einen Meter ansteigen lässt und sogar die Erdkruste zweimal täglich um 30 bis 40 cm anhebt, hat die Atmosphäre einfach zu wenig Masse, um solchen Schwankungen zu unterliegen. Die Dichte der Luft ist etwa 800-mal geringer als die von Wasser, somit ist der Einfluss des Mondes auch 800-mal schwächer. Die bewirkte Luftdruckschwankung ist beispielsweise viel kleiner als diejenige, die allein durch das Aufheizen der Luft im Tagesgang durch die Sonne verursacht wird. Auch wenn kein direkter Einfluss des Mondes auf unser Wetter nachweisbar ist, kann er es zumindest indirekt kurzzeitig beeinflussen. Bei einer Sonnenfinsternis durch den Mond kommt es zu einer vorübergehenden Temperaturabsenkung im Kernschatten. Zudem sorgen die Gezeitenkräfte des Mondes auch für ein Abbremsen der Drehbewegung der Erde. Ohne diese würde sich die Erde 3 bis 4-mal schneller drehen, und ein Tag würde nur 6 bis 8 Stunden dauern. Infolgedessen gäbe es stärkere Stürme und extreme Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten. Auch wenn der Mond also keinen direkten Auswirkungen auf unser Wetter hat, sorgt er dafür, dass klimatisch ein angenehmes Leben auf der Erde möglich ist.

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Wolkenarten

Man unterscheidet in der Meteorologie zwischen verschiedenen Wolkenarten, und zwar je nach der Höhe über dem Erdboden, in der sie vorkommen. Dabei nimmt man jeweils die Untergrenze der Wolken als Anhaltspunkt. Unterschieden wird zwischen tiefen, mittelhohen und hohen Wolken. Im Sommer haben wir es am häufigsten mit sogenannten Haufenwolken zu tun. Der Cumulus ist dabei die typische sommerliche Schönwetterwolke. Sie bildet sich im Laufe des Tages durch von der Sonne erwärmte und aufsteigende Luftpakete. Aus einem Cumulus können sich bei entsprechender Wetterlage aber auch kräftige Schauer- und Gewitterwolken entwickeln. Man nennt diese Wolke dann Cumulonimbus. Sie hat häufig das Aussehen eines Ambosses und ist in ihrem oberen Teil vereist. Im Winter treten solche hochreichenden Gewitterwolken nur selten auf. Meist findet man tiefe Wolken am Himmel, die wir mit trüben Nebel- und Hochnebellagen in Verbindung bringen. Am häufigsten treten dann der Stratus (Schichtwolke) und der Stratocumulus (Haufenschichtwolke) auf. Beide bestehen überwiegend aus Wassertröpfchen, können aber auch kleine Schneekörner oder Eiskristalle enthalten. Niederschlag fällt aus ihnen aber kaum.

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Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gab es 2017 die meisten Blitze

Nach der Auswertung des Blitz-Informationsdienstes von Siemens gab es im Landkreis Garmisch-Partenkirchen im Jahr 2017 die meisten Blitzeinschläge. Pro Quadratkilometer gingen 3,5 Blitze nieder. Die geringste Dichte an Blitzeinschlägen wurde mit 0,16 in Pirmasens gemessen. Insgesamt gingen 2017 fast 443.000 Blitze über Deutschland nieder, und damit etwas mehr als im Jahr zuvor. 2016 lag der Kreis Wesel mit 4,13 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer an der Spitze. Gemessen werden übrigens nur Blitze, die Erdkontakt haben bzw. deren Einschläge in den Erdboden abgeleitet werden. Blitze innerhalb von Wolken, die die Mehrzahl aller Blitze ausmachen, werden von den Messgeräten nicht registriert.

Blitz-Informationsdienst von Siemens

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Rekordhöhe des Pegels in Frankfurt an der Oder während des Hochwassers 1997

Am 27. Juli 1997 erreichte der Pegel in Frankfurt an der Oder eine Rekordhöhe von 6,56 Metern. Diese Oderflut vom Sommer 1997 war das größte jemals bekanntgewordene Hochwasser der Oder. Im Juli und August 1997 gab es dabei in Deutschland, Tschechien und Polen 114 Tote und Sachschäden von über 4 Milliarden Euro. Hervorgerufen wurde die Flut durch starken und länger anhaltenden Regen in Tschechien und Polen in der ersten Julihälfte.

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Heute Lostag: 26. Juli (St. Anna)

Einer der Lostage dieses Monats ist St. Anna am 26. Juli. Zwei der Wettersprüche für den heutigen Tag lauten: 1) Anna warm und trocken, macht den Bauern frohlocken. 2) Ist Sankt Anna klar und rein, wird bald das Korn geborgen sein. Beides ist im Moment verbreitet zutreffend. Überall auf den Feldern sieht man große Aktivitäten beim Einfahren des Getreides, wenn auch die Erträge aufgrund der anhaltenden Trockenheit vielerorts gering ausfallen werden. Man sollte sich mit der Ernte sputen, da in den kommenden Tagen hier und da die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter deutlich ansteigt. Vor allem am Samstag ist mit örtlichen Regengüssen sowie Blitz und Donner zu rechnen. Doch das kurzzeitig wechselhafte Wetter bringt nur wenig Abkühlung. Zu Beginn der neuen Woche liegen die Höchstwerte schon wieder verbreitet über 30 Grad.

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Hitzewelle in Deutschland in den kommenden Tagen!

Hitzewelle in Deutschland! Heute, morgen und am Freitag erreicht die Hitze bei uns neue Rekordmarken für 2018. Die Sommersonne lässt die Temperaturen im Westen und Südwesten Deutschlands örtlich bis zu 37 Grad steigen. Die höchste Temperaturen im vergangenen Jahr 2017 wurde mit 37,2 Grad an der Station in Trier gemessen, 2016 waren es maximal 37,9 Grad, damals an der Station in Saarbrücken. Die Hitze macht dem menschlichen Organismus allerdings schwer zu schaffen. So kann es zu Kopfschmerzen oder Kreislaufbeschwerden kommen. Man sollte daher viel trinken und vor allem um die Mittagszeit die Sonne meiden. Auch die Ozonwerte wieder in vielen Regionen über die kritischen Marke von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Aktuelle Jahreswerte zu Temperaturen, Sonne und Regen in Deutschland

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Global gesehen fünftwärmster Juni seit 1880

Der Juni 2018 war laut des amerikanischen Wetterdienstes NOAA global gesehen der fünftwärmste Junimonat seit Beginn regelmäßiger Messungen im Jahre 1880. Die über alle Land- und Meeresflächen gemittelte Temperatur betrug 16,25 Grad und lag damit 0,75 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Damit wurden die zehn wärmsten Junimonate aller Zeiten seit 2005 verzeichnet. Es war außerdem der 42. zu warme Juni und der 402. zu warme Monat in Folge. In Europa gab es nach dem wärmsten Mai auch den wärmsten Juni seit Messbeginn. Die Juni-Ausdehnung der Eisfläche in der Arktis war die viertgeringste seit den ersten Satellitenmessungen 1979. In der Antarktis wurde die achtgeringste Ausdehnung gemessen.

Besondere Klimaereignisse im Juni 2018 (Quelle: NOAA)

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Hundstage - Hitzewelle in dieser Woche

Die Hundstage sind ein Ausdruck für die zeitliche Phase der heißesten Tage des Jahres. Diese fallen in unseren Breiten normalerweise in den Zeitraum vom 23. Juli bis 23. August. Im langjährigen Mittel ist der 27. Juli in Mitteleuropa der wärmste Tag. Und tatsächlich steht uns in dieser Woche durch den Zustrom von subtropischer Luft eine Hitzewelle bevor. Der Name Hundstage leitet sich vom Sternbild des Großen Hundes ab, in dem als hellster Stern des Himmels (außer der Sonne) der Sirius leuchtet. Im Hochsommer steht die Sonne in seiner Nähe, so dass er unsichtbar bleibt. Um den 23. Juli ist er erstmals wieder am Morgenhimmel zu sehen.

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Georg Wilhelm Richmann

Am 22 Juli 1711 wurde der deutschbalte Georg Wilhelm Richmann geboren. Er studierte unter anderem Physik in Halle und Jena. Er entdeckte die sogenannte spezifische und latente Wärme. Bei Versuchen mit einem von Ihm gebauten Elektrometer kam er ums Leben. Er wollte die elektrische Aufladung der Atmosphäre messen und hatte eine Eisenstange die sich auf dem Dach seines Hauses befand mit seinem Gerät in der Wohnung verbunden. Als er während eines Gewitters das Gerät ablesen wollte, schlug ein Blitz ein und tötete ihn am 26. Juli 1753. Die Gegner von Blitzableitern fühlten sich durch diesen Vorfall bestärkt und forderten die Abschaffung dieser damaligen neuen Technik.

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Niedrigste je gemessene Temperatur

Am 21. Juli 1983 wurde an der russischen Wostok-Station in der Antarktis mit minus 89,2 Grad die bislang niedrigste Temperatur gemessen. Die Wostok-Station liegt im Wilkesland im Osten der Antarktis und wurde 1957 eröffnet. Die Durchschnittstemperatur an der Station liegt im Juli bei minus 66,7 Grad.

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Niederschlagsradar als Hilfe bei der Prognose von Unwettern

Die stärksten Niederschläge und auch Hagel werden in den Sommermonaten durch kräftige Schauer- und Gewitterwolken ausgelöst. Die Kenntnis von Lage, Entwicklung und Zugrichtung dieser Starkniederschläge ist sehr wichtig, um rechtzeitig Warnungen an die Bevölkerung auszusprechen. Deshalb wurde in Deutschland ein Wetterradarverbund mit 17 einzelnen Radargeräten aufgebaut. Diese Radargeräte geben ständig einen Überblick über die vorhandenen Niederschlagsgebiete, deren Stärke und die Art der Niederschlagsteilchen. Um ein Bild von ganz Deutschland zu erhalten, werden die Bilder aller 17 deutschen Radargeräte sowie die benachbarter Länder überlagert. Fügt man mehrere dieser Bilder zu einem Loop zusammen, so kann der Meteorologe die Entwicklung und Zugrichtung von Unwettern gut abschätzen, und entsprechende Warnungen aussprechen.

Aktuelles Radarbild von Deutschland

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Meteo-Tsunami trifft Mallorca und Menorca

In einigen Buchten Mallorcas und Menorcas konnte man am Morgen des 17. Juli ein besonderes Phänomen beobachten: einen Meteo-Tsunami. Dieser hat im Gegensatz zu einem normalen Tsunami eine meteorologische Ursache. So kann der Meeresspiegel auf offenem Meer lokal durch kurzperiodische Luftdruckschwankungen beispielsweise während eines kräftigen Gewitters steigen und fallen. Treten diese Schwankungen im selben Muster wie die durch sie entstandenen Meeresoberflächenwellen auf, können sie sich überlagern und um maximal das 10-fache verstärken (Resonanz). Luftdruckschankungen von 10 hPa können im Idealfall eine Wellenhöhe von 1 Meter verursachen. Bewegen sich die Welltentäler und Wellenberge dann in Richtung Land, kann durch günstige Bedingungen in schmalen Buchten oder Häfen der Effekt noch einmal verstärkt werden. Auf den Balearen treten Meteo-Tsunamis immer mal wieder auf und werden Rissaga genannt. In der Bucht von Cituadella (Menorca) wurde 2006 bei einem Rissaga eine Änderung des Wasserstandes um 4 Meter beobachtet.

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Vor 14 Jahren: Tornados im Ruhrgebiet

Am 18. Juli 2004 zogen ein oder zwei Tornados mit der Stärke F2/F3 von Viersen/Krefeld über Duisburg und Oberhausen bis nach Essen. Die angerichteten Schäden lagen bei über 100 Millionen Euro. Unter anderem wurden im Duisburger Hafen zwei Ladekräne umgeworfen. Einer stürzte auf ein Frachtschiff. Container wurden ins Hafenbecken geschleudert. Zahlreiche Häuser wurden abgedeckt, Stromleitungen zerstört, Bäume entwurzelt und Keller unter Wasser gesetzt. Bahnstrecken blieben tagelang gesperrt.

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Halbzeit-Bilanz des Juli 2018

Nach dem sehr warmen, häufig trockenen und sonnigen ersten Sommermonat Juni war der Juli bisher nur im Südwesten zu warm. In den anderen Regionen lagen die Temperaturwerte in etwa im Bereich der 30jährigen Mittelwerte. Besonders trocken war der zweite Sommermonat an Nord- und Ostsee. Dort fielen in den ersten 15 Julitagen meist weniger als 1 Liter Regen pro Quadratmeter. In Berlin und Brandenburg wurde dagegen das Monatssoll schon fast erfüllt. In der ersten Julihälfte konnte man schon viel Sonnenschein genießen. In einigen Regionen wurden sogar schon mehr als 150 Sonnenstunden registriert.

Temperaturmittel an deutschen Wetterstationen

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Oderhochwasser 1997

Das verheerende Oderhochwasser 1997 wurde durch starke Niederschläge in Schlesien Anfang Juli ausgelöst. Schon in den ersten 7 Tagen des Juli 1997 regnet es zum Beispiel in Schlesien so viel wie sonst im ganzen Monat. Aber erst eine zweite Starkregenperiode Mitte Juli sorgte für langanhaltende hohe Pegelstände, die die Deiche auch in den deutschen Odergebieten aufweichen und vielerorts brechen ließ. Im gesamten Juli 1997 fiel im Grenzgebiet zwischen Tschechien und Polen die drei- bis fünffache Menge Regen verglichen mit dem normalen 30-jährigen Julimittel.

Niederschlagsmengen im Juli 1997 in Deutschland

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Gründung Alfred-Wegener-Institut am 15.7.1980

Am 15.7.1980 wurde das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven gegründet. Es erforscht die Arktis, Antarktis aber auch gemäßigte Regionen im Bereich der Geologie, Biologie und Klimatologie. Neben dem Hauptsitz in Bremerhaven gibt es noch Außenstellen, u.a. in Potsdam, auf Helgoland, List (Sylt) auf Spitzbergen. Bekannt ist auch die Neumayer-Station in der Antarktis. Es werden drei Forschungsschiffe unterhalten, darunter die "Polarstern", sowie zwei Flugzeuge.

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Juni 2018 in vielen Regionen Europas deutlich zu warm

Der Juni 2018 war in vielen Regionen Europas wärmer als das Mittel der Jahre 1981 bis 2010. Besonders hohe positive Temperaturabweichungen gab es auf den Britischen Inseln. Für Wales und Nordirland war es der wärmste, für Schottland und England der viert wärmste Juni seit Messbeginn 1910. Zu kühle Temperaturen wurden in Europa zum Beispiel in Portugal aber auch in Nordskandinavien registriert. Global gesehen lagen die Temperaturen vor allem im Norden von Sibieren deutlich über den Sollwerten. Aber auch in den USA war es fast überall zu warm.

Temperatur-Anomalie im Juni 2018 über Europa und weltweit (Quelle: ECMWF)

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Petrichor - ein ganz besonderer Duft

In den letzten Tagen werden viele von uns einen ganz besonderen Duft wahrgenommen haben. Wenn es nach einer längeren trockenen Phase wieder regnet, entfaltet sich in der Natur ein spezieller Duft. Der Geruch wird Petrichor genannt. Dieses Phänomen tritt vor allem im Frühjahr und im Sommer auf. Wie sich der Geruch entwickelt ist noch nicht exakt geklärt. Aber vor allem die Stoffwechselaktivitäten der Pflanzen, Bakterien und andere Mikroorganismen im Boden werden dafür verantwortlich gemacht. Bei Regen gelangen die sich entwickelnden Duftstoffe über die erhöhte Luftfeuchtigkeit in unsere Nase.

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Vor 34 Jahren: Schweres Hagelunwetter trifft München

Am 12. Juli 1984 gab es in München eines der schwersten Hagelunwetter in Deutschland. Besonders betroffen waren damals die westlichen, südlichen und östlichen Stadtteile von München. In den Abendstunden gegen 20 Uhr brach das Unwetter nach einem schönen Sommertag herein. 20 bis 30 Minuten lang fiel Hagel mit einem Durchmesser von bis zu 10 Zentimetern. Die Schäden an Häusern, Autos und in der Landwirtschaft waren enorm. Es enstand mit etwa 3 Milliarden D-Mark der bis dahin größte deutsche Versicherungsschaden.

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Hitzerekorde, extreme Höchsttemperaturen in Deutschland, Europa und weltweit

Sowohl die höchste je erreichte Temperatur in Europa wie auch die höchste je gemessene Temperatur weltweit wurde an einem 10. Juli erreicht. Vor mehr als 100 Jahren, genau am 10. Juli 1913 wurden auf der Furnace Creek Ranch in Kalifornien extreme 56,7 Grad Celsius im Schatten gemessen. Für Europa sind die 48,0 Grad, registriert am 10. Juli 1977 in Athen, der bisherige Rekordwert seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen. Für Deutschland sind die 40,3 Grad vom 5. Juli 2015 und 07. August 2015 in Kitzingen am Main (Bayern) der aktuelle Temperaturrekord.

Aktuelle Höchst- und Tiefstwerte deutscher Wetterstationen

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Pforzheim-Tornado 1968

Heute vor genau 50 Jahren gab es einen der wohl stärksten in Deutschland beobachteten Tornados. Der Pforzheim-Tornado richtete am 10. Juli 1968 in einer langen Schneise von den Vogesen bis nach Baden-Württemberg große Schäden an. Dabei war unter anderem die Stadt Pforzheim direkt betroffen. Durch den Tornado kamen zwei Menschen ums Leben, über 200 Verletzte mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Der Tornado trat in den Abendstunden in Verbindung mit starken Gewittern auf, die sich nach einem sommerlich heißen Tag entwickelt hatten. Er erreichte mit Windgeschwindigkeiten von über 330 km/h Stufe 4 der Fujita-Skala.

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Schwere Unwetter in Japan

Seit Donnerstag sorgen Starkregenfälle in Japan für enorme Schäden. Außergewöhnlich große Regenmengen überfluteten Straßen und Wohngebiete, Erdrutsche und Schlammlawinen zerstörten zahlreiche Häuser. Bis zu 76 Menschenleben werden bislang beklagt, rund 3,6 Millionen Japaner waren gezwungen ihre Häuser zu verlassen. Viele Menschen werden aktuell vermisst. Aufgrund weiterer erwarteter Regenfälle ist noch keine Entspannung zu erwarten.

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Hochwasser-Katastrophe im Gottleuba-Tal im Juli 1927

Am 8. Juli 1927, sowie in der folgenden Nacht kam es zu schweren Regenfälle im Osterzgebirge (vor allem im Einzugsbereich der Flüsse Gottleuba und Müglitz). Die Folge waren verheerende Überschwemmungen mit Flutwellen bis zu 6 Metern Höhe. Die Gottleuba, normalerweise nur 3 bis 4 Meter breit, erreichte stellenweise eine Breite bis zu 100 Metern. Neben den unzählbaren Zerstörungen durch das Hochwasser selbst sowie durch mitgerissene entwurzelte Bäume und Geröll verloren rund 160 Menschen ihr Leben.

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Überwiegend freundliches Wochenendwetter!

Am Samstag halten sich vor allem im Süden gebietsweise noch größere Wolkenfelder, die örtlich auch noch Schauer oder Gewitter bringen können. Sonst ist es bei einem Mix aus Sonnenschein und Wolken überwiegend freundlich und trocken. Lediglich im Norden besteht vorübergehend eine leicht erhöhte Schauerneigung. Die Temperaturen liegen zwischen 17 Grad an der Nordsee und stellenweise 29 Grad im Südwesten. Am Sonntag ist es vom Niederrhein bis nach Nordwestbayern sonnig oder nur locker bewölkt. In den übrigen Landesteilen wechseln sich Sonnenschein und einige Wolken ab. Dabei besteht im Osten, im Bayerischen Wald und an den Alpen noch eine erhöhte Schauerwahrscheinlichkeit. Oft bleibt es aber auch dort trocken. Die Temperaturen steigen auf 19 bis 29 Grad.

Aktuelle Vorhersagekarten für Deutschland

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Wetterstationen

Um das Wetter richtig vorhersagen zu können, muss man den aktuellen Zustand unserer Atmosphäre zunächst einmal exakt erfassen. Dazu nutzen die Meteorologen neben Satellitendaten und Radarbildern auch die an weltweit etwa 10000 Wetterstation registrierten Daten. Diese Wetterstationen sind alle mit einer Vielzahl von meteorologischen Messgeräten ausgestattet, die unter anderem Daten zur Temperatur, zur Luftfeuchte, zum Luftdruck, zum Wind oder zum Niederschlag erfassen. Dabei wird sehr viel Wert auf die Genauigkeit und die Vergleichbarkeit der Instrumente gelegt, denn ein falsch bestimmter Ausgangszustand kann im Endeffekt zu fehlerhaften Wettervorhersagen führen.

Aktuelle Messwerte deutscher Wetterstationen

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Unwetter und Blitze

In den letzten Tagen waren Blitze und die durch sie verursachten Schäden wieder ein Thema. Während in winterlichen Gewittern nur wenige Blitze auftreten, kommen bei sommerlichen Gewitterlagen über Deutschland schnell einige tausend Blitze zusammen. Man unterscheidet bei Blitzen zwischen den Wolkenblitzen, das heißt Blitze innerhalb oder zwischen Wolken und den Erdblitzen, die sich zwischen Wolke und Erde entladen und dementsprechend auch die für uns gefährlicheren Blitze sind. Etwa zwei Drittel aller Blitze sind jedoch Wolkenblitze. Außerdem gibt es noch seltene Blitzentladungen zwischen Wolken und der höheren Atmosphäre. Bei einem Blitz erhitzt der starke Stromfluss die Luft im Blitzkanal plötzlich auf etwa 30.000 Grad. Die Luft dehnt sich explosionsartig aus, es entsteht eine Schockwelle. Die damit verbundenen Schallwellen hören wir als Donner.

Blitzeinschläge der letzten 2 Stunden in Deutschland

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Geburtstag von Vincent Joseph Schaefer

Am 4. Juli 1906 wurde Vincent Joseph Schaefer geboren. Am 13. November 1946 gelang es dem Meteorologen durch Ausstreuen von Trockeneis in unterkühlten Wolken künstlich Schneefall zu erzeugen. Schaefer machte weitere Testflüge mit Trockeneis, dabei impfte er im Dezember 1946 Wolken über dem Ort Schenectady im Staate New York. Später gab es in der Region die heftigsten Schneefälle des Winters. Obwohl sich Schaefer sicher war, dass er nicht der Auslöser dafür sein konnte, verbot die Rechtsabteilung seines Arbeitgebebers "General Electric" alle weiteren Versuche. Seinem Chef, dem Chemie-Nobelpreisträger Langmuir, gelang es allerdings, dass US-Militär zu interessieren. Wenige Monate später wurden die Experimente dann mit Siberjodid fortgeführt. Schaefer starb 1993 übrigens in Schenectady, dem Ort der von "seinen" Schneefällen damals am stärksten betroffen war.

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Ein Blitzschlag, der die Welt veränderte

Am 2. Juli 1505 war der Jurastudent Martin Luther auf der Rückreise von einem Besuch bei seinen Eltern in Mansfeld zur Universität Erfurt. Noch mehrere Stunden von seinem Ziel entfernt, wurde er von einem Gewitter überrascht. Als er in der Nähe des Dorfes Stotternheim unter einem Baum Schutz suchte, schlug neben ihm ein Blitz ein. Dabei wurde er zu Boden geschleudert. In diesem Moment gelobte er in Todesangst, wenn er jemals lebend Erfurt erreiche, werde er Mönch werden. Luther überlebt. Weder sein Vater noch die Freunde konnten ihn später von seinem Vorhaben abbringen. Er gab sein Jurastudium auf und trat am 17. Juli 1505 in das Erfurter Augustinerkloster ein. Damit begann eine Geschichte, die die Welt veränderte.

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Kolumbus erster Hurrikan

Auf seiner vierten und letzten Reise in die "Neue Welt" machte Christoph Kolumbus Bekanntschaft mit seinem ersten Hurrikan. Es wird folgende Geschichte erzählt: Am 29. Juni 1502 erkannte Kolumbus als er auf Hispaniola weilte, nach früheren Beschreibungen der Eingeborenen, dass sich ein "Huracan" näherte. Da aber der lokale Gouverneur von Hispaniola Kolumbus den Zugang zum Hafen verwehrte, verlegte Kolumbus seine 4 Schiffe auf die Westseite der Insel, welche besseren Schutz gegen den Sturm versprach. Als Kolumbus dann noch bemerkte, dass der Gouverneur seine Flotte mit Schätzen nach Spanien schicken wollte, warnte es diesen den Sturm abzuwarten. Der Gouverneur schlug Kolumbus Warnungen in den Wind. Die Flotte lief aus. Am 30. Juni 1502 traf der Hurrikan die Insel und am 1. Juli 1502 auch die Flotte des Gouverneurs. Kolumbus Schiffe überlebten den Hurrikan. 25 Schiffe des Gouverneurs gingen mit ca. 500 Menschen dagegen unter. Nur ein Schiff erreichte Spanien. Der heutige Begriff des Hurrikan soll sich angeblich aus der Bezeichnung "Huracan" gebildet haben.

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Blitze in Deutschland

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