Nachrichten rund ums Wetter

Beeinflusst der Mond unser Wetter?

Viele Menschen sind der Meinung, dass der Mond auch das Wetter beeinflusst. Doch wissenschaftlich betrachtet hat er keinen direkten Einfluss auf unsere Wettersysteme. Während er durch seine Anziehung die Pegel der Weltmeere um etwa einen Meter ansteigen lässt und sogar die Erdkruste zweimal täglich um 30 bis 40 cm anhebt, hat die Atmosphäre einfach zu wenig Masse, um solchen Schwankungen zu unterliegen. Die Dichte der Luft ist etwa 800-mal geringer als die von Wasser, somit ist der Einfluss des Mondes auch 800-mal schwächer. Die bewirkte Luftdruckschwankung ist beispielsweise viel kleiner als diejenige, die allein durch das Aufheizen der Luft im Tagesgang durch die Sonne verursacht wird. Auch wenn kein direkter Einfluss des Mondes auf unser Wetter nachweisbar ist, kann er es zumindest indirekt kurzzeitig beeinflussen. Bei einer Sonnenfinsternis durch den Mond kommt es zu einer vorübergehenden Temperaturabsenkung im Kernschatten. Zudem sorgen die Gezeitenkräfte des Mondes auch für ein Abbremsen der Drehbewegung der Erde. Ohne diese würde sich die Erde 3 bis 4-mal schneller drehen, und ein Tag würde nur 6 bis 8 Stunden dauern. Infolgedessen gäbe es stärkere Stürme und extreme Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten. Auch wenn der Mond also keinen direkten Auswirkungen auf unser Wetter hat, sorgt er dafür, dass klimatisch ein angenehmes Leben auf der Erde möglich ist.

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Zweite Wochenhälfte wird winterlich

Nachdem vor allem in der Nacht zu gestern in den Höhenlagen der Mittelgebirge zum Teil die ersten großen Neuschneemengen niedergegangen sind, wird es auch im Süden Deutschlands sowie in den tieferen Lagen winterlicher. Die Temperaturen gehen zum Wochenende hin immer weiter zurück, sodass selbst in den Niederungen nur noch 2 bis 4 Grad erreicht werden. In Höhen oberhalb von 600 bis 800 Metern stellt sich sogar Dauerfrost ein. In den kommenden Nächten wird es verbreitet frostig, und es muss mit glatten Straßen und Wegen gerechnet werden. Tagsüber gehen bei wechselnder Bewölkung immer mal wieder Schnee- oder Schneeregenschauer nieder, die stellenweise zu Verkehrsbehinderungen führen können. Nur in Richtung Nord- und Ostsee sowie in den tiefsten Lagen fällt auch noch Regen.

https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/beobachtungen-schneehoehen.asp

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Wolkenarten in der Meteorologie

Man unterscheidet in der Meteorologie zwischen verschiedenen Wolkenarten, und zwar je nach der Höhe über dem Erdboden, in der sie vorkommen. Dabei nimmt man jeweils die Untergrenze der Wolken als Anhaltspunkt. Unterschieden wird zwischen tiefen, mittelhohen und hohen Wolken. Im Spätherbst und Winter haben wir es am häufigsten mit den tiefen Wolken zu tun. Wir kennen sie als Nebel oder Hochnebel, also einer grauen Nebeldecke, die in höheren Luftschichten liegt. Die tiefen Wolken, die wir mit den trüben Nebel- und Hochnebellagen in Verbindung bringen, sind der Stratus (Schichtwolke) und der Stratocumulus (Haufenschichtwolke). Beide bestehen überwiegend aus Wassertröpfchen, können aber auch kleine Schneekörner oder Eiskristalle enthalten. Niederschlag fällt aus ihnen kaum, wenn dann ist es etwas Sprühregen oder Schneegriesel. Im Sommer treten diese tiefen Schichtwolken kaum auf, dann haben wir es mit den sogenannten Haufenwolken zu tun. Zeitlich begrenzte, stärkere Schneefälle werden meist durch Cumulonimbus-Wolken (Schauerwolken) verursacht. Länger andauernde Niederschläge fallen überwiegend aus den Nimbostratus-Wolken.

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Tiefster Luftdruck in Deutschland

Am 27. November 1983 wurde der tiefste Luftdruck in Deutschland seit Beginn der Erfassung meteorologischer Daten gemessen. Und zwar sank der Wert in Bremen an diesem Tag bis auf 955,4 Hektopascal. Die stärksten Tiefs auf dem Nordatlantik erreichen Luftdruckwerte bis zu 920 hPa. Noch tiefere Druckwerte findet man in tropischen Wirbelstürmen. Dort wurden schon Werte unter 900 hPa registriert.

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Der Portland Sturm

Am 26. und 27. November 1898 kam es zu einer der schwersten Naturkatastrophen Neuenglands als ein schwerer Sturm, hervorgerufen durch zwei Tiefdruckgebiete, die dortige Küste traf. Die Windgeschwindigkeiten sollen Hurrikanstärke erreicht haben. Dabei sank das amerikanische Passagierdampfschiff "Portland". 192 Menschen kamen dabei ums Leben. Insgesamt waren über 450 Tote zu beklagen. Nach dem Namen des Passagierschiffs ging die Katastrophe als "The Portland Gale" in die Geschichte ein.

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Temperaturen in Europa

Am Mittelmeer ist es zurzeit immer noch angenehm warm. Meist steigen die Temperaturen auf 15 bis 19 Grad, auf der Iberischen Halbinsel werden auch noch Höchstwerte von 20 bis 25 Grad erreicht. Dauerfrost herrscht dagegen bereits im Norden Skandinaviens und in Russland. So wurden in Moskau gestern nur minus 4 Grad erreicht. Bei uns war es gestern noch recht mild, am Oberrhein und im Süden Bayerns wurden am Nachmittag Werte um 17 Grad gemessen. In den kommenden Tagen setzt sich allerdings kältere Luft durch.

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Vor 12 Jahren: Ergiebige Schneefälle im Westen Deutschlands

Am 24. November 2005 entwickelte sich über dem Nordmeer ein Tief, welches südwärts über die Nordsee zog. Einen Tag später verstärkte sich das Tief zu einem Sturmtief und blieb über den Niederlanden nahezu ortsfest liegen. Kalte und sehr feuchte Luft sorgte dabei für ergiebige Schneefälle, die immer wieder über die gleichen Gebiete zogen. Besonders betroffen war dabei Nordrhein-Westfalen. Verbreitet kam der Verkehr vollständig zum Erliegen. Im Münsterland waren in der Folge Tausende von Haushalten bis zu 3 Tage ohne Strom, nachdem einige Dutzend Hochspannungsmasten durch die Schneelast umgeknickt waren.

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Neuer meteorologischer Satellit im All

Vor wenigen Tagen wurde von Kalifornien aus mithilfe der NASA ein neuer meteorologischer Satellit ins All gebracht. Er ist der erste Satellit der neuesten Flotte JPSS - Joint Polar Satellite System des amerikanischen Wetterdienstes NOAA und trägt nach Erreichen seiner Position den Namen "NOAA-20". Er befindet sich in einer festen polaren Umlaufbahn und umkreist die Erde 14 Mal am Tag. Dabei rotiert die Erde unter ihm, sodass jeder Ort der Erde zweimal am Tag abgescannt werden kann. Mit seinen 5 verschiedenen Instrumenten erfasst er die Oberflächen- sowie Atmosphärentemperatur, die Vegetation, Wolken, Wasserdampf, Regen, Eis- und Schneebedeckung, Brände und Rauchfahnen, vulkanische Asche und Gase sowie den Ozongehalt der Atmosphäre.

Video zur Funktionsweise des NOAA-20 Satelliten (Quelle: NOAA Satellites)

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Verschiedene Arten von Frost

Im Allgemeinen steht der Ausdruck Frost für das Auftreten von Temperaturen unterhalb von 0 Grad Celsius, was dem Gefrierpunkt von Wasser entspricht. Frost wird in drei Kategorien unterschieden: Leichter Frost bei Temperaturen von 0 bis minus 5 Grad, mäßiger Frost von minus 5 bis minus 10 Grad und strenger Frost unter minus 10 Grad Celsius. Herrschen bei einer Lufttemperaturmessung in zwei Metern Höhe über dem Erdboden unter 0 Grad, handelt es sich um Luftfrost. Bodenfrost hingegen tritt direkt über dem Boden auf und kann auch schon entstehen, wenn in zwei Metern Höhe noch Plusgrade (bis zu 4 Grad) zu messen sind. Des Weiteren bezeichnet man ein Gefrieren, ohne dass eine Schneedecke vorhanden ist als Barfrost oder Kahlfrost. In der Seefahrt gibt es die Begriffe Weißer Frost und Schwarzer Frost. Weißer Frost bildet sich aus der Gischt und besteht aus Salzwasser, Schwarzer Frost entsteht durch Nebel oder Nieselregen, also aus Süßwasser.

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Cäcilienflut 1412

Am 21. November 1412 kam es im Bereich der Unterelbe zu einer verheerenden Sturmflut. Ein Sturm drückte das Wasser der Nordsee in die Elbmündung. Die aufgestauten Wassermassen überfluteten die Umgebung und zerstörten ein Dorf an der Estemündung vollständig. Am Abend erreichte die Flut auch Hamburg. Insgesamt fielen über 30.000 Menschen den Wassermassen zum Opfer. Die Cäcilienflut änderte auch die Landschaftsstruktur sowie die Besiedlung entlang der Elbe. Die Elbinsel Hahnöfersand wurde vom Festland abgetrennt, dabei versank das Dorf Zesterfleth in den Fluten.

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Oktober 2017 global gesehen viertwärmster Oktober der letzten 138 Jahre!

Nach den Auswertungen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA war der Oktober 2017 zusammen mit dem Oktober 2003 der drittwärmste Oktober der letzten 138 Jahre. Die 10 wärmsten Oktober seit Messbeginn gab es dabei alle im Zeitraum seit dem Jahre 2000. Einen Rekord-Oktober erlebte Portugal. Mit einer positiven Abweichung von 3 Grad war es dort der wärmste Oktober seit Messbeginn 1931. Die hohen Temperaturen waren in Portugal auch eine der Ursachen der Waldbrandkatastophe mit vielen Toten. In Spanien war es der zweitwärmste Oktober seit Beginn regelmäßiger Messungen.

Klima-Highlights aus dem Oktober 2017

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Skiopenings schon an diesem Wochenende 18./19.11.2017

Immer mehr Skiregionen starten -zumindest teilweise- ihre Liftanlagen aufgrund der aktuellen Schneelage früher. An diesem Wochenende sind u.a. die folgenden Tiroler Skigebiete geöffnet: Alpach, Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang und Hochgügen/Fügen im Zillertal. Im Salzburger Land haben auf der Schmittenhöhe und am Zauchensee einige Lifte geöffnet. Im Vorarlberg nimmt der Hochälpelift seinen Betrieb auf.

Wintersport-Hinweise

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NEU bei WetterKontor: 15minütige Daten der Glättemeldeanlagen der deutschen Bundesländer!

Seit kurzer Zeit bietet WetterKontor nun auch Daten der von den Straßenbauverwaltungen der Länder betreuten Glättemeldeanlagen, mit deren Sensorik die Parameter unmittelbar auf, in und an der Fahrbahn erfasst werden. Von den Stationen liegen rund um die Uhr viertelstündige Werte wie Straßenzustand, Niederschlag, Luftfeuchte, Temperatur, Belagstemperatur oder Wind vor. Die Daten der Glättemeldeanlagen stellen ungeprüfte Messungen dar und spiegeln nicht die Verhältnisse auf einem größeren Straßenabschnitt wider. Die Glättemeldeanlagen dienen der Aufrechterhaltung der Sicherheit des Verkehrs sowie zur Minderung von Umweltbelastungen beim Streumitteleinsatz.

Daten aller Glättemeldanlagen in Deutschland

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Atlantische Hurrikansaison geht bald zu Ende

Am 30. November endet offiziell die Hurrikan-Saison 2017 im Nordatlantik. Insgesamt 17 tropische Wirbelstürme entwickelten sich bislang. 10 verstärkten sich zu einem Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten größer 120 km/h. Davon waren wiederum 6 so genannte "Major Hurricans", die mindestens Kategorie 3 von 5 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala erreichten. Damit war die Hurrikan-Saison 2017 eine überdurchschnittlich aktive Saison. Im langjährigen Mittel werden nur 11 tropische Wirbelstürme erwartet, von denen 6 Hurrikans sind. Der erste Tropensturm dieses Jahres war im April Arlene, der bis dato letzte Rina im November. Am stärksten war Hurrikan Maria im September mit einem minimalen Kerndruck von 908 hPa und Winden bis 280 km/h.

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Im Süden teilweise schon strenger Nachtfrost!

In den vergangenen Nächten war es im Süden zum Teil schon bitterkalt. Spitzenreiter bei den Tiefstwerten war gestern morgen Oberstdorf mit einem Minima von minus 13,1 Grad, gefolgt von Oy-Mittelberg-Petersthal mit minus 10 Grad. Auch in tiefer gelegenen Orten wie Freiburg war es mit minus 4,8 sehr kalt. In der kommenden Nacht muss ebenfalls in Bayern und im Süden Baden-Württembergs sowie teilweise auch in den höchsten Lagen der Mittelgebirge mit frostigen Nachtwerten gerechnet werden. Dazu kann sich durch feuchte Luft und Nebel örtlich Reifglätte bilden.

Höchst- und Tiefstwerte in Deutschland

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Heute vor 10 Jahren: Zyklon Sidr trifft Bangladesh

Mitte November 2007 zog der Zyklon Sidr über den nördlichen Indischen Ozean und traf schließlich am 15. November auf die Küste von Bangladesh. Dabei wurden mittlere Winde von 230 bis 240 Stundenkilometern gemessen. Der enormen Kraft des Zyklons konnten die meist nur in leichter Bauweise errichteten Häuser oftmals nicht Stand halten. Schätzungen zufolge wurden 773.000 Häuser beschädigt oder komplett zerstört. Fast 3500 Menschen kamen ums Leben.

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Profi-Wetterkarten

Wer sich ein eigenes Bild vom Wetter machen möchte, findet auf unsere Homepage neben den normalen Vorhersagekarten auch Profi-Wetterkarten. Sie enthalten nicht wie eine übliche Vorhersagekarte bereits das Tagessymbol sowie die Höchst-und Tiefstwerte, sondern bieten für viele einzelne Parameter eine Vorhersage. So kann man sich beispielsweise verschiedene Bewölkungs-, Niederschlags-, Temperatur- oder Windkarten anschauen. Im Winter besonders interessant sind auch die Vorhersagen der Nullgradgrenze und der zu erwartenden Schneedecke. Die auf der Webseite dargestellten Karten stammen aus Berechnungen des globalen Vorhersagemodells GFS (Global Forecast System). Dieses wird vom amerikanischen Wetterdienst NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) betrieben. Das Modell erstellt eine Vorhersage für zahlreiche Parameter in 3-Stunden-Intervallen.

Profi-Wetterkarten (GFS)

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Orkan Quimburga am 13.11.1972

Am 13.12.1972 zieht der Orkan "Quimburga" über West- und Mitteleuropa. Vor allem Großbritannien, Belgien, die Niederlande und der Norden Deutschlands werden schwer getroffen. Auf dem Brocken gab es Spitzenböen von über 240 km/h. In Deutschland betrug der Sachschaden damals über 1,3 Mrd DM (legt man die heutige Kaufkraft zugrunde wären es ca. 2,8 Mrd. €). 73 Tote waren zu beklagen. Der Orkan fand zu einer Zeit statt, in der die Informationstechnologien, als auch die Methodik der Wettervorhersage quasi noch in den Kinderschuhen steckte. Eingetretene Wetterverschlechterungen konnten erst spät erkannt werden. Eine rechtzeitige Warnung der Bevölkerung konnte kaum noch durchgeführt werden.

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Polarluft sorgt für Schneefälle teilweise bis auf 400 bis 600 Metern Höhe

In einigen Skigebieten der Alpen laufen die Vorbereitungen für die Skisaison 2017/18 bereits auf Hochtouren. Die zum Teil bereits gefallenen Schneemengen, das Beschneien und der zu erwartende Neuschnee sorgen für emsiges Treiben auf den Pisten. Die Pistenraupen bekommen immer mehr Arbeit. Je nach Schneelage öffnen die Bergbahnen ihre Lifte bereits vor den offiziellen Skiopenings. Außer auf der Gletschern feiern im November vor allem Obergurgl-Hochgurgl, Ischgl und Obertauern ihren Saisonauftakt. Bitte schauen Sie auf unseren aktuellen Wintersport-Seiten vorbei.

Wintersport-Hinweise

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DWD

Am 11.11.1952 wurden die verschiedenen Wetterdienste der westalliierten Besatzungszonen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) vereinigt. 1954 trat die Bundesrepublik Deutschland der WMO (World Meteorological Organization) bei. Neben der Zentrale in Offenbach (Main) gibt es noch sechs Regionalzentralen in Hamburg, Potsdam, Leipzig, Essen, Stuttgart und München.

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Ungemütliches Wetter am Wochenende

Nun hat uns das nasse, trübe und windige Novemberwetter so richtig im Griff. Schon heute wird es bei Höchstwerten zwischen 7 und 11 Grad fast überall zeitweise regnen. Nur im Nordwesten lockern sich im Tagesverlauf die Wolken auf, und hier und da kommt noch die Sonne zum Vorschein. Es gibt aber weiterhin Schauer. Im Norden sind auch einzelne Gewitter mit Graupel möglich. Dazu weht ein mäßiger bis frischer Wind mit starken bis stürmischen Böen. Der Samstag beginnt im Osten gebietsweise noch mit Wolkenlücken, sonst ist es schon überwiegend dicht bewölkt. Dazu fällt auch wieder Regen, der in der Mitte und im Süden sehr kräftig sein kann. Der Wind weht weiterhin mit starken Böen. Die Temperaturen ändern sich kaum. Am Sonntag erreichen uns dann nach aktuellem Stand kältere Luftmassen. Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe des Tages auf 300 bis 700 Meter, und neben zahlreichen Regenfällen mischen sich auch zunehmend Schneeflocken ins Wettergeschehen ein. Damit muss nicht nur in den Alpen, sondern auch in den Mittelgebirgen mit Schneeglätte gerechnet werden. Im Norden kann es im Tagesverlauf auch wieder Graupelgewitter geben.

Aktuelle Vorhersagekarten für Deutschland

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Great Lakes Storm 1913

Vom 7. bis 9. November 1913 wurde der Mittlere Westen der USA von einem schweren Schneesturm heimgesucht. Der Blizzard, der später die Bezeichnung "Great Lakes Storm" erhielt, zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 km/h über die Großen Seen und erreichte am 9. November sein Maximum. Dabei türmten sich Wellen mit mehr als 11 Metern Höhe auf, die zahlreiche Schiffe zum Kentern brachten. Auch Sichtbehinderungen durch starke Schneeböen beeinträchtigten die Seefahrt und sorgten dafür, dass Schiffe auf Grund liefen. Mehr als 250 Menschen verloren ihr Leben. In Folge des Sturms wurden Sturm-Vorhersagen, die Reaktionszeit auf Wetter-Meldungen sowie die Konstruktionsweise von Seeschiffen verbessert.

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Geburtstag des Meteorologen Edmod Halley

Am 8.11.1656 wurde in England der spätere Astronom, Geophysiker und Meteorologe Edmond Halley geboren. Er studierte in Oxford Mathematik und Astronomie. Berühmt wurde er vor allem durch die Beobachtung und Berechnung von Kometenbahnen. Er beschäftigte sich aber auch mit dem Auftreten des Monsuns und der Passatwinde. Ferner legte er die Grundlagen zur Aufstellung der Barometrischen Höhenformel. Diese beschreibt die Abhängigkeit des Luftdrucks von der Höhe.

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Die verschiedenen Formen der Eisablagerungen

In der kalten Jahreszeit treten jetzt wieder die verschieden Formen der Eisablagerung auf. Zum einen gibt es die Reifablagerung. Reif bildet sich in klaren Nächten, häufig bei Windstille. Wenn die Temperaturen an Oberflächen unter den Gefrierpunkt sinken, lagert sich dort der Wasserdampf in der Luft als Reif ab. Er entsteht z.B. auch auf im Freien stehenden Autos, so dass in den Morgenstunden dann der Eiskratzer zum Einsatz kommen muss. Als weitere Ablagerung gibt es das sogenannte Rauheis (in der Technik auch Rauhfrost genannt). Das Rauheis lagert sich z.B. an Masten, und zwar jeweils in Windrichtung ab. Dabei entwickeln sich richtige Eisfahnen. Voraussetzung ist, dass der Mast oder das Objekt über eine längeren Zeitraum in einer Wolken- oder Nebelschicht liegt, damit genügend Feuchtigkeit in der Luft vorhanden ist. Die Rauheis-Ablagerungen können ein so hohes Gewicht erreichen, dass Bäume oder Stromleitungen unter der Last zusammenbrechen. Beim Bau von Funkmasten oder Windanlagen müssen diese Raueis-Lasten bei der Statik immer beachtet werden. Das Klareis (in der Technik auch Rauheis genannt) entsteht ähnlich wie das Rauheis auch bei Wetterlagen mit dichtem Nebel. Allerdings ist der Wind hier ohne Bedeutung und das Klareis lagert sich auf allen Seiten der Objekte gleichmäßig ab. Auch beim Klareis kann es bei einer längeren Nebelperiode zu hohen Eislasten kommen. Raueis- und Klareis-Ablagerungen treten bevorzugt in den Mittelgebirgen und den Alpen auf. Ein weiterer Begriff, den man häufig hört, ist das „Glatteis“. Er tritt auf, wenn unterkühlte Regentropfen auf gefrorenen Boden treffen. Sie führen dann augenblicklich zu teils extremer Glätte. Dieses Phänomen tritt häufig nach einer längeren Kälteperiode auf, wenn vom Atlantik die ersten Wetterfronten mit milderer Luft unsere Region erreichen, der Boden aber noch gefroren ist.

Weitere Wetterbegriffe im WetterKontor-Wetterlexikon

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Weltklimakonferenz in Bonn

Heute beginnt in Bonn die 23. Weltklimakonferenz. Es werden insgesamt bis zu 25.000 Teilnehmer aus 195 Staaten erwartet. Damit ist es die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es in Deutschland je gegeben hat. Die Präsidentschaft übernehmen dieses Mal die Fidschi-Inseln. Es ist die erste Konferenz seitdem Donald Trump den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen durchgesetzt hat. Es gilt bei der diesjährigen Konferenz die genaue Umsetzung des Pariser Abkommens auszuarbeiten, die zur Eindämmung der Klimaerwärmung führen soll.

Homepage des Bundesministeriums für Umwelt zur Weltklimakonferenz

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Todestag von James C. Maxwell

Am 5.11.1897 starb der schottische Physiker James C. Maxwell. Er beschäftigte sich u.a. mit der kinetischen Gastheorie. In ihr formulierte er die Abhängigkeit der Bewegung der Moleküle von Temperatur und Druck. Er versuchte damit die damals bekannten Gesetze der Thermodynamik (Wärmelehre) zu verallgemeinern. Außerdem fand er Gleichungen, welche später zu den Grundlagen der Elektrizitätslehre wurden.

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Überschwemmung in Florenz 1966

Am 4.11.1966 wurde die Stadt Florenz von dem schlimmsten Hochwasser in ihrer Geschichte heimgesucht. Man spricht davon, es wäre auch das verheerendste Hochwasser in ganz Italien gewesen. Die Schlamm- und Wassermassen richteten an den zahlreichen Kunstschätzen der Stadt zum Teil schwere Schäden an. Im gleichen Zeitraum wurden auch die Ostalpen von rekordverdächtigen Überschwemmungen heimgesucht.

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Tropischer Sturm Thelma verwüstet Anfang Oktober 1991 die Philippinen

Anfang November 1991 zog der tropische Sturm THELMA, der sich Ende Oktober bei den Karolinen entwickelt hatte, über die Philippinen nach Vietnam, wo er sich nach dem 8. November schließlich auflöste. Auf den Philippinen forderte der Sturm neben erheblichen Sachschäden ungefähr 7000 Menschenleben. Wegen der hohen Zahl der Toten und der starken Zerstörungen wird der Name THELMA bei Taifunen und Stürmen in Asien nicht mehr verwendet.

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Start von Meteosat-1 im Jahr 1977

Im November 1977 startete der erste europäische Wettersatellit Meteosat-1. Er wurde auf der geostationären Position von 0 Grad geographischer Länge über dem Äquator im Abstand von ca. 36.000 km zur Erde positioniert. Er lieferte Wetterbeobachtungen für Europa, Afrika und den östlichen Atlantik. Aktuell steht an der gleichen Position Meteosat-10, der bereits zur zweiten Generation der Meteosat-Satelliten gehört. Die neueste Meteosat-Satellitengeneration liefert alle 15 Minuten neue Bilder der Erde in verschiedenen Spektralbereichen. Außerdem sind an Wettersatelliten aus Europa zurzeit noch Meteosat-9 auf 9,5 Grad Ost (zusätzliche zeitlich hochaufgelöste Bilder von Europa und Nordatlantik) und Meteosat-8 auf 41,5 Grad Ost (über dem Indischen Ozean) im Orbit. Meteosat-11 befindet sich seit Mitte 2015 in einem Ruhe-Orbit und kommt bei Ausfall einer der vorhandenen Satelliten zum Einsatz.

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Wetter im November

Nach alter römischer Zählung war der November der neunte Monat (novem). Die Wettersituation im November wird maßgeblich von zwei Faktoren bestimmt: Das noch warme Wasser der Ozeane bringt uns bei Winden aus westlichen Richtungen milde Luft nach Deutschland. Der Kontinent kühlt dagegen rasch aus, Winde aus Nord und Ost können es daher schon empfindlich kalt werden lassen.

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