Nachrichten rund ums Wetter

Wetter am 1. Mai 2017 im Vergleich zu 2016

Am Montag, dem 1. Maifeiertag, breiten sich im Tagesverlauf vom Westen und Südwesten her bis etwa zum Teutoburger Wald und zum Fichtelgebirge neue Regenfälle aus. Im Norden und Osten bleibt es häufig freundlicher, hier steigt die Schauertätigkeit eher eine Ausnahme. Die Temperaturen erreichen 7 bis 17 Grad. Es weht ein in Böen frischer bis starker Wind teils aus Ost, teils aus West. 2016 verlief der 1. Mai überwiegend freundlich und trocken. Nur an der Saar und im äußersten Süden fiel gebietsweise etwas Regen oder Sprühregen. Die Temperaturen bewegten sich zwischen 9 Grad auf Helgoland und fast 20 Grad in Potsdam und Mannheim.

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Der Bangladesch-Zyklon

Am 29.4.1991 überquerte ein Zyklon mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 km/h den Südosten Bangladeschs. Die von Ihm verursachte Flutwelle erreichte eine Höhe von 6 Metern. Über 138.000 Menschenleben waren zu beklagen. Die Zahl der Obachlosen lag bei 10 Millionen. Der Bangladesh-Zyklon ist einer der tödlichsten je registrierten Zyklonen überhaupt gewesen.

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Allmählich wärmer, aber nicht überall freundlich

Nach dem heutigen recht kühlen gebietsweise sehr nassen Tag wird es am Samstag zunächst im Westen immer freundlicher. Der Sonntag bringt dann verbreitet Sonnenschein und recht angenehme Höchsttemperaturen zwischen 12 Grad an den Küsten und stellenweise 20 Grad am Rhein. Auch über die kommende Woche scheint es dann bei recht angehenden Temperaturen zu bleiben. Allerdings bleibt es nicht trocken. Am 1. Mai ziehen in den Süden und in die Mitte wieder Regenwolken. Am Dienstag bleibt es wiederum nur im Norden wechselnd bewölkt und trocken. Ab Mittwoch soll die Schauerneigung dann allmählich wieder fast zurückgehen. Ganz sicher ist dies aber im Moment noch nicht.

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Temperaturunterschiede in Europa im Frühjahr

Typisch für das Frühjahr sind die extremen Temperaturunterschiede zwischen Nordeuropa und der Mittelmeerregion. So liegen im Norden Finnlands derzeit immer noch teilweise 60 bis 80 Zentimeter Schnee, und die Temperaturen steigen tagsüber nur knapp über den Gefrierpunkt. In den Nächten sinken die Werte noch teilweise bis minus 10 Grad. Dagegen ist es am Mittelmeer bei Temperaturen über 20 Grad schon angenehm warm, örtlich werden auch schon sommerliche Werte über 25 Grad erreicht.

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26.04.1980: Rekord-Schneehöhe auf dem Zugspitzplatt

Nicht selten wächst zum Ende des Winters oder im Frühjahr die Schneedecke in den Hochlagen noch einmal an. Am 26. April 1980 erreichte die Schneehöhe auf dem Zugspitzplatt mit 780 cm einen neuen Rekordwert für Deutschland. Auch zurzeit liegt mit einer Höhe von etwa 380 cm noch eine beachtliche Schneemenge. Bis zum Wochenende kann noch einiges an Schnee hinzukommen.

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April 2017 mittlerweile zu kühl

Nachdem der April 2017 mit zu warmen Temperaturen begonnen hatte, zeigt der aktuelle Rückblick mittlerweile überwiegend zu kühle Monatstemperaturen. Das wird sich mit dem kalten und wechselhaften Wetter der nächsten Tage auch nicht ändern. Die Niederschlagssummen liegen vor allem im Westen noch deutlich unter ihrem Sollwert. Im Nordosten und Osten haben sich die Niederschlagswerte vielerorts normalisiert. Die Sonne schien bislang besonders häufig im Südwesten. Dort hat sie regional schon ihr Monatssoll erreicht. Sonst bleibt abzuwarten, wie oft sich die Sonne noch bis zum Monatsende noch zeigen wird. In einigen Regionen ist sicherlich mit einem Defizit zu rechnen.

Aktuelle Monatswerte April 2017

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Poul LaCour

Am 24.4.1908 starb der dänische Meteorologe Poul LaCour. Neben zahlreichen Erfindungen forschte er an der Verbesserung des Wirkungsgrades von Windmühlen um diese verstärkt zur Erzeugung von elektrischer Energie zu nutzen. 1861 baute er in Askov seine erste Windkraftanlage. Desweiteren suchte er nach neuen Wegen, die gewonnene elektrische Energie zu speichern (z.B. Gewinnung von Wasserstoff durch Elektrolyse).

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Hochwasser an der Donau 2006

Im April 2006 führten kräftige Regenfälle und starkes Tauwetter zu einem starken Anstieg der Donau und ihrer Nebenflüsse. Vor allem die Anrainerstaaten im Osten Europas waren von dem Hochwasser betroffen. Teilweise wurden Dämme geöffnet, um unbewohnte Gebiete als Rückhaltebecken zu nutzen. An anderen Stellen gaben die aufgeweichten Dämme nach. Tausende Menschen mussten ihre Häuser in den Hochwassergebieten verlassen.

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März 2017 global zweitwärmster März seit Messbeginn

Der März 2017 war laut des amerikanischen Wetterdienstes NOAA global gesehen der zweitwärmste März seit Messbeginn 1880. Gemittelt über alle Land- und Meeresflächen lag die Temperatur 1,05 Grad über dem Mittel des 20. Jahrhunderts. Nur der März 2016 war mit einer Abweichung von plus 1,23 Grad noch wärmer. Damit liegt seit April 2016 die Abweichung zum ersten Mal wieder über 1 Grad. Auf allen Kontinenten wurden im vergangenen Monat zu warme Temperaturen gemessen. Nur in Alaska und Kanada lagen die Temperaturen unter dem Klimamittel. In Deutschland, Frankreich und Österreich wurde sogar der wärmste März seit Messbeginn verzeichnet. An den Polen sorgten die überdurchschnittlich warmen Temperaturen für einen starken Rückgang der Eisflächen. Sowohl in der Arktis also auch in der Antarktis war die März-Ausdehnung des Meereises noch nie so gering wie in diesem Jahr.

Globale Klimahighlights im März 2017 (Quelle: NOAA)

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Agrarmeteorologie

Die Landwirtschaft zählt zu den am stärksten vom Wetter abhängigen Wirtschaftszweigen. Deshalb wurde der Bereich der Agrarmeteorologie eingerichtet. Gerade in den Frühjahrs- und Sommermonaten sind detaillierte agrarmeteorologische Vorhersagen sehr wichtig. Es gilt den passenden Zeitpunkt für die Aussaat zu finden und Schäden durch Trockenheit, Hagel oder aber auch zu hohe Feuchtigkeit vorzubeugen, um optimale Erträge zu erzielen. Meteorologen liefern deshalb den Landwirten oder Winzern täglich spezielle Wettervorhersagen wie beispielsweise zur Bodenfeuchte, Bodentemperatur, Niederschlagsmenge oder Verdunstung. Sehr wichtig sind im Frühjahr auch Warnhinweise auf Spätfröste, um möglichen Schäden an Pflanzen entgegenwirken zu können. Zur bestmöglichen Erstellung der Vorhersagen werden spezielle agrarmeteorologische Messnetze betrieben, deren Daten als Grundlage der Vorhersagen dienen.

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Fröste Ende April

Verbreitet Frost- und Bodenfrost heute Morgen und zum Teil auch schon gestern Früh in Deutschland, ist das normal für Ende April? Frostige Temperaturen auch Ende April sind absolut nichts Ungewöhnliches. In Hamburg wurden 1938 sogar mal minus 7 Grad gemessen, in Nürnberg 1997 immerhin noch minus 6 Grad. Aber auch in Stuttgart waren es schon einmal minus 6 Grad. Die Eisheiligen kommen ja sogar erst Mitte Mai, und selbst zur Schafskälte Anfang Juni kann es noch einmal kalte Nächte geben. In der kommenden Nacht droht im Süden noch Frost, dann setzt sich aber wieder etwas wärmere Luft in Deutschland durch.

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In Südspanien bereits sehr warm!

Während vor allem in den Mittelgebirgsregionen und im Süden Deutschlands zurzeit viele feststellen mussten, dass der Winter wohl doch noch nicht so endgültig vorbei ist, klettern im Süden Europas die Temperaturen bereits bis auf 30 Grad. Wer aktuell Wärme sucht, findet sie vor allem im Süden Spaniens. Dort liegen die Höchstwerte meist um 30 Grad bei zum Teil strahlendem Sonnenschein. Auf den Balearen erreichen die Temperaturen angenehme Werte zwischen 20 und 23 Grad. Etwas wärmer ist es auf den Kanaren bei 22 bis 27 Grad.

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Klimaklassifikation nach Köppen

So wechselhaft das Wetter in unseren Breiten ist, so ruhig und beständig ist es in vielen anderen Regionen. Man unterscheidet auf der Erde verschiedene Klimaregionen. Dabei kann man verschiedene Kriterien zur Einteilung der Erde in Klimazonen, Klimatypen oder Klimaregionen wählen. Diese Kriterien bezeichnet man als Klimaklassifikationen. Die sogenannten "Effektiven Klimaklassifikationen" basieren dabei auf Zusammenhängen zwischen Klimaelementen (zum Beispiel Niederschlag und Temperatur). Dabei werden die Klimazonen mit Schwellenwerten voneinander abgegrenzt. Die bekannteste effektive Klimaklassifikation ist die nach Köppen. Grundlagen dieser Klimaklassifikation sind die mittleren monatlichen Werte von Lufttemperatur und Niederschlag. Der Westen Deutschlands hat nach Köppen zum Beispiel das Kürzel Cfb. Der Buchstabe "C" steht dabei für warmgemäßigte Regenklimate mit einer Mitteltemperatur des kältesten Monats zwischen plus 18 und minus 3 Grad. Das "f" steht für immerfeucht, d.h. eine ausgesprochene Trockenzeit fehlt. Das "b" hat die Bedeutung warme Sommer, die Mitteltemperatur des wärmsten Monats liegt dabei zwar unter 22 Grad, mehr als 4 Monate liegen aber über 10 Grad.

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Frostgefahr in den kommenden Nächten!

Nach schon fast Sommerwärme noch vor einer Woche nun Frostgefahr! In den kommenden Nächten wird es vor allem im Norden und Osten sowie in Bayern richtig ungemütlich. Kalte Luft aus Skandinavien lässt die Temperaturen schnell in den Keller fallen, örtlich ist sogar wieder Frost bis minus 5 Grad möglich. Aber auch im Westen und Südwesten ist häufig leichter Frost oder Bodenfrost zu erwarten. Empfindliche Pflanzen sollte man also vorübergehend noch einmal an einen sicheren Ort stellen.

Aktuelle Vorhersage für Deutschland

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Wie geht es ab Ostermontag weiter?

Am Ostermontag sorgt die Zufuhr von kalter Meeresluft für weitere, kräftige Regen- und Graupelschauer. Auf den Höhen der Mittelgebirge sowie an und in den Alpen kommen Schneeschauer hinzu. Gewitter entladen sich am ehesten im Nordosten. Im äußersten Süden halten die Regengüsse häufig an. Die Temperaturen erreichen 4 bis 13 Grad. Der Wind aus vorwiegend nordwestlichen Richtungen lässt von Norden her vorübergehend nach, morgens treten im äußersten Südosten starke bis stürmische Böen auf. Am Dienstag wird es noch einen Tick kühler. Die meisten zum Teil kräftigsten Regen-, Graupel- und Schneeregenschauer ziehen über die Mittelgebirge und den Süden weiter. Lokale Gewitter entladen sich vor allem im Westen. Bis zum Abend wird es nur im Norden freundlicher. Am Mittwoch klingen die Schauer außer am Erzgebirge und an den bayerischen Alpen größtenteils ab, und die Sonne kommt wieder häufiger zum Vorschein.

Wetter Deutschland

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Osterwetter: Kühl und nass

Das Wetter über Ostern gestaltet sich in diesem Jahr sehr wechselhaft, kühl und windig. Heute ziehen die stärksten Regenfälle vom Norden über die Mittelgebirge in Richtung Süden. Im Norden lassen die Schauer im Tagesverlauf gebietsweise nach, und hier und da kommt die Sonne zum Vorschein. Die Höchstwerte liegen zwischen 7 und 15 Grad. Am Ostersonntag zeigt sich der Himmel wechselnd bis stark bewölkt. Morgens hält sich die Zahl der Schauer noch in Grenzen, im Tagesverlauf gehen aber immer häufiger Regengüsse, örtlich auch Gewitter nieder. In den höheren Lagen der Mittelgebirge und Alpen gibt es zudem Graupelschauer. Die Temperaturen erreichen Werte zwischen 5 und 14 Grad. Am Ostermontag sorgt die Zufuhr von kalter und feuchter Luft für weitere, zum Teil kräftige Regen- und Graupelschauer. Auf den Höhen der Mittelgebirge und in den Alpen kommen Schneeschauer hinzu. Örtlich entladen sich auch Gewitter. Mit Höchsttemperaturen von 4 bis 14 Grad bleibt es unangenehm kühl.

Wetterkarten für Deutschland

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Das vermutlich schwerste Hagelkorn

Am 14. April 1986 sind nach einem Hagelschauer in der Provinz Gopalganj (Bangladesch) über 90 Menschenleben zu beklagen. Während dieses Unwetters fällt auch das schwerste jemals gewogene Hagelkorn. Es hatte ein Gewicht von 1,02 kg.

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Geburtstag Richard Aßmann

Am 13.4.1845 wurde Richard A. Aßmann in Magdeburg geboren. Er war Meteorologe und entwickelte das nach ihm benannte Aspirationspsychrometer zur Messung der Temperatur und Luftfeuchte. Auf Initiative Aßmanns wurde in Lindenberg (Brandenburg) im Jahr 1905 das Königlich-Preußische Aeronautische Observatorium gegründet, dessen Direktor er bis 1914 war. Seit dem 16. Oktober 2005 trägt das Observatorium den Zusatz Richard-Aßmann-Observatorium.

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April 2017 bislang warm, sonnig und trocken

Auch wenn heute über den Norden Deutschlands so mancher Regenschauer zieht, fiel das erste Monatsdrittel doch recht warm, sonnig und viel zu trocken aus. Die Durchschnittstemperaturen liegen bislang meist zwischen 0,5 und 2 Grad, in höheren Lagen oft sogar bis zu 3 Grad im Plus. Dabei schien die Sonne vor allem im Süden und Südwesten überdurchschnittlich viel. Regen fiel vom Westen und Südwesten bis nach Nordbayern zum Teil gar nicht, auch in den sonstigen Regionen herrscht bis auf wenige Ausnahmen ein großes Regendefizit. In den kommenden Tagen wird das Wetter zwar wechselhafter, große Niederschlagsmengen sind aber in den betroffenen Regionen noch nicht in Sicht.

Monatswerte April 2017

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Palmsonntag-Tornado-Outbreak 1965

Am 11.4.1965 zogen über den mittleren Westen der USA 47 Tornados hinweg. Betroffen waren vor allem die Staaten Indiana, Ohio, Michigan, Wisconsin, Illinois und Iowa. 271 Menschenleben waren zu beklagen. Über 1500 Menschen wurden verletzt. Insgesamt 17 Tornados wurden der zweithöchsten Wirbelsturm-Kategorie (Fujita-Skala) mit Windgeschwindigkeiten von mindestens 333 km/h zugeordnet. Die Tornadoansammlung wurde später als Palmsonntag-Tornado-Outbreak bezeichnet.

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Vor 21 Jahren: neuer weltweiter Windgeschwindigkeitsrekord

Heute vor 21 Jahren wurde auf der westaustralischen Insel Barrow Island die höchste Windgeschwindigkeit außerhalb von Tornados gemessen. Mit einer Böengeschwindigkeit von 408 km/h löste der Messwert den vorherigen Rekordwert von 372 km/h aus den USA ab. Der neue Spitzenwert wurde erst 14 Jahre nach der eigentlichen Messung von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) nach gründlicher Prüfung bekannt gegeben. In Deutschland liegt der Rekordwert übrigens bei 335 km/h, die am 12. Juni 1985 auf der Zugspitze gemessen wurden.

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Glazier-Higgins-Woodward-Tornados vom 9.4.1947

Am 9. April 1947 zogen über die US-amerikanischen Staaten Texas, Oklahoma und Kansas 8 oder 9 Tornados hinweg. Alle entstanden aus ein und derselben Superzelle. Ursprünglich dachte man es wäre nur ein Tornado gewesen. Der größte der Tornados erreichte die Stärke F5 auf der Fujita-Skala (419 bis 512 km/h). 167 Menschenleben waren zu beklagen.

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Petrichor

Wenn es nach einer längeren trockenen Phase wieder regnet, entfaltet sich in der Natur ein ganz spezieller Duft. Der Geruch wird Petrichor genannt. Dieses Phänomen tritt vor allem im Frühjahr und im Sommer auf. Wie sich der Geruch entwickelt, ist noch nicht exakt geklärt. Aber vor allem die Stoffwechselaktivitäten der Pflanzen, Bakterien und andere Mikroorganismen im Boden werden dafür verantwortlich gemacht. Bei Regen gelangen die sich entwickelnden Duftstoffe über die erhöhte Luftfeuchtigkeit in unsere Nase.

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Jacques Charles

Am 7. April 1823 starb der Physiker Jacques Charles. Nachdem er Benjamin Franklins Veröffentlichungen über die Elektrizität gelesen hatte, begann Charles sich mit der Physik zu beschäftigen und entdeckte noch vor Gay-Lussac, dass es bei Gasen eine Abhängigkeit zwischen Temperatur- und Volumenänderung gibt. Als er mitbekam, dass die Gebrüder Montgolfier Versuche mit Heißluftballonen durchführten, begann auch er in diesem Gebiet zu experimentieren. Er entwickelte mit seinem angesammelten Wissen über Gase aber einen abgedichteten, mit Wasserstoff gefüllten Ballon (später als Charlière bezeichnet). Am 1. Dezember 1783 unternahm er seinen ersten bemannten Flug, 10 Tage nach dem ersten Flug der Gebrüder Montgolfier mit Ihrem Heißluftballon.

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Neuer Wolkenatlas der Weltorganisation für Meteorologie

Vergangene Woche hat die Weltorganisation für Meteorologie, kurz WMO, einen überarbeiteten Wolkenatlas vorgestellt. Nach vier Druck-Ausgaben aus den Jahren 1930, 1956, 1976 und 1987 wurde nach 30 Jahren eine neue Online-Version erstellt. Dabei wurden auch neue Wolkenarten in den Atlas aufgenommen, wie beispielsweise Cavum: eine Wolke mit einem riesigen Loch, durch das der blaue Himmel zu sehen ist; oder Voltus: eine röhrenförmige Wolke, die vorwärts zu rollen scheint. Auch Wolkenwellen tragen jetzt eine eigene Bezeichnung: Fluctus, ebenso vom Menschen verursachte Wolken. Kondensstreifen, die länger als 10 Minuten am Himmel zu sehen sind, heißen nun Cirrus homogenitus.

Wolkenatlas der WMO in englischer Sprache

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Am 5.4.1815 erste Ausbrüche des Vulkans Tambora

Am 5.4.1815 beginnt der 14-Tage andauernde Ausbruch des zu Indonesien gehörenden Vulkans Tambora. Vor allem die große Eruption des 10.4. und die folgenden Flutwellen fordern zunächst über 100.000 Tote. Die ausgeworfene Asche bewirkte eine weltweite Klimaänderung und führte 1816 auf der Nordhalbkugel zu einem Jahr ohne Sommer. Durch die Missernten und die hohe Sterblichkeit der Nutztiere kam es zur schlimmsten Hungersnot des 19. Jahrhunderts. Die daraus resultierenden Opferzahlen lassen sich nicht mehr ermitteln. Die Sonnenuntergänge der folgenden 20 bis 30 Jahre waren durch die Staubteilchen in der Luft von unwahrscheinlicher Farbenpracht geprägt.

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Die nächsten Tage erst etwas kühler, dann wieder wärmer

Die kommenden Tage wird es zunächst etwas kälter. Dabei ist der Donnerstag mit Höchstwerten von 10 bis 15 Grad am kühlsten. Gebietsweise kann es dann auch ein paar Schauer geben. Zum Wochenende geht es dann wieder aufwärts mit den Temperaturen. So sind am Sonntag und zu Beginn der neuen Woche bei freundlichem Wetter vor allem im Süden verbreitet wieder Temperaturen von über 20 Grad zu erwarten. Ob es anschließend erneut wechselhaft und kühler wird, da sind sich die Modelle im Moment noch nicht ganz einig.

Aussichten Deutschland

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Super Outbreak 1974

Der sogenannte Super Outbreak (weitere Bezeichnung Jumbo Outbreak) vom 3./4.4.1974 war bis zum April 2011 die größte jemals registrierte Tornadoansammlung. In 13 US-Bundesstaaten wüteten 148 Tornados sowie ein Tornado in Ontario (Kanada). Darunter waren 7 F5- und 23 F4-Tormados. Nach der Fujita-Skala erreicht ein F5-Tornado 419 bis 512 km/h und ein F4-Tornado 333 bis 418 km/h.

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Wetter im April

Der April macht was er will! So wechselhaft wie es dieser Satz ausdrückt, ist das Wetter im April bei uns in Mitteleuropa auch häufig. Und so steht in den alten Bauernregeln zum Beispiel geschrieben: "Wohl hundert mal schlägt das Wetter um, das ist des Aprils Privilegium" oder "Gehst du im April bei Sonne aus, lass nie den Regenschirm zu Haus". Doch was ist die Ursache für diese ständigen, teils raschen Wechsel zwischen Sonnenschein, Regen und Schnee, Wärme und Kälte? Die Sonne steht schon sehr hoch und wird immer kräftiger, und daher erwärmt sich die Luft über Süd- und Mitteleuropa tagsüber sehr schnell. Dagegen ist es über Nordeuropa häufig noch richtig winterlich, und so liegt genug Kaltluft bereit, jederzeit nach Mitteleuropa vorzustoßen. Dieses Wechselspiel der Luftmassen führt dazu, dass es im launischen April bei Temperaturen von knapp über 0 Grad noch schneien, es aber auch sommerliche Temperaturen bis 25 Grad und mehr geben kann.

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Start von Tiros 1 im April 1960

Am 1. April 1960 wurde Tiros 1 von den USA gestartet. Er war der erste Satellit zur Bestimmung der Wetterlage durch Übertragung von Bildern der Wolkenformationen zur Erde. Die ersten TIROS-Satelliten (TIROS 1 bis 9) waren allerdings noch mehr Erprobungssatelliten, als dass man sie zur kontinuierlichen Erdbeobachtung und Wettervorhersage hätte benutzen können. So fiel TIROS 1 bereits am 15. Juni 1960 nach ca. 15.000 Bildern aus. TIROS 2 kam dann erst am 23. November 1960, ehe er dann am 22. Januar 1961 ebenfalls kaputt ging.

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