Nachrichten rund ums Wetter

Januar 1951: Heftige Schneefälle im Alpenraum

Ab dem Abend des 15. Januar 1951 begann es in den Alpen fast ununterbrochen zu schneien. Der Schneefall dauerte auf der Alpennordseite fast fünf Tage. Dabei fielen gebietsweise bis zu 15 Zentimeter pro Stunde. Zum Teil kamen über 2,5 Meter Schnee zusammen. Vom 19. bis 22. Januar 1951 kam es dann fortwährend zu spontanen Lawinenabgängen. In der Schweiz starben bei über 1000 Lawinen mit Sachschäden 75 Personen. In Österreich kamen bei ungezählten Lawinen 135, in Italien 23 Menschen ums Leben.

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Wintersportbedingungen und Lawinengefahr

Der in den letzten Tagen gefallene Neuschnee hat die Wintersportverhältnisse in den deutschen Mittelgebirgen und in den Alpen fast überall deutlich verbessert. Gebietsweise sind in den letzten Tagen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee gefallen. Leider steigt mit dem Neuschnee auch wieder die Lawinengefahr an. Besonders in höheren Berglagen können sich Triebschneeablagerungen ansammeln und schon von wenigen Urlaubern ausgelöst werden. Man sollte die Gefahr nicht unterschätzen und sich nur auf den ausgeschilderten Pisten bewegen. Einmal unter den Schneemassen begraben, wird man von der enormen Kraft meist stark verletzt und schafft es nicht, sich aus eigener kraft zu befreien.

Wintersporthinweise von WetterKontor

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Zweite Marcellusflut von 1362

Die zweite Marcellusflut vom 15. bis 17. Januar 1362 ist als verheerendste Sturmflutkatastrophe des Mittelalters in die Geschichte eingegangen. An der gesamten Nordseeküste sollen bei der auch als Grote Mandränke bezeichneten Sturmflut mehrere Zehntausend Menschen ums Leben gekommen sein. Am 15. Januar lief das Wasser bereits höher als normalerweise auf, am 16. erreichte die Flut ihren Höhepunkt. Überall brachen die Deiche, und die Wassermassen rissen alles mit, was ihnen im Weg stand. Neben zahlreichen Dörfern ging auch der sagenumwobene Ort Rungholt unter. Erst zwischen den Jahren 1921 bis 1938 wurden durch Ebbe und Flut südlich der Hallig Südfall (zwischen Nordstrand und Pellworm) Überreste von Rungholt vorübergehend freigespült und systematisch untersucht. Eine der Legenden, die sich übrigens immer noch halten, besagt, dass bei ruhigem Wetter die Glocken Rungholts unter der Wasseroberfläche zu hören seien.

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2016 in Alaska wärmstes Jahr seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen!

Das Jahr 2016 war an vielen Wetterstationen in Alaska das bisher wärmste seit Beginn regelmäßiger Messungen vor mehr als 100 Jahren. Sehr interessant ist dabei die Tatsache, dass es über eine sehr lange Zeit überdurchschnittlich mild war, und nur an etwa 30 Tagen des Jahres Temperaturen unterhalb der langjährigen Mittelwerte beobachtet wurden. Fast alle zu kalten Tage wurden dabei im Zeitraum Mitte November bis Mitte Dezember registriert. Die Ursachen für die hohen Temperaturen in Alaska liegen zum einen im Phänomen El Nino, aber zum Beispiel auch in den überdurchschnittlichen Meerestemperaturen rund um Alaska im vergangenen Jahr. Dass extrem milde Wetter führt zu einer raschen Schneeschmelze im Frühjahr 2016. Auch das Eis auf den Flüssen schmolz sehr früh.

Originalartikel von NOAA (in englischer Sprache)

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Todestag Wolfgang Weischet

Am 13.1.1998 starb der Meteorologe Wolfgang Weischet. Im Jahre 1974 stellte er erste Grundlegende Untersuchung zum Stadtklima von Freiburg an. Sein Werk - Die Einführung in die allgemeine Klimatologie - ist heute noch ein Standardwerk in der Geographie.

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Australische Polarstation Davis feiert 60. Geburtstag!

In der Antarktis wurde am 12. Januar 1957 die südlichste australische Polarstation eröffnet. Die Davis Station liegt an der Ingrid-Christensen-Küste des Princess-Elizabeth-Landes. Benannt ist sie nach dem australischen Forscher und Entdecker John King Davis. Im Sommer sind dort etwa 70 Forscher tätig, im Winter beherbergt die Station in der Regel 22 Wissenschaftler. Die Station besteht aus fast 30 Gebäuden. Forschungsschwerpunkt ist neben der Biologie von Mensch und Meer vor allem die Meteorologie.

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Nur kurze Zeit milder

Nur vorübergehend weht etwas mildere Luft heran. Nach milden 3 bis 8 Grad am Donnerstag gehen ab Freitag, anfangs begleitet von starken bis stürmischen Wind, die Temperaturen wieder zurück. Die folgenden Tag ziehen dann fast über all immer wieder mal zum Teil recht kräftgie Schneeschauer durch.

Wetter und Temperaturen am Wochenende in Deutschland

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Lawinenkatastrophe in Vorarlberg von 1954

Zwischen dem 10. und 12.1.1954 ereigneten sich im österreichischen Vorarlberg zahlreiche, zum Teil recht verheerenden Lawinenabgänge. Es gab 135 Tote zu beklagen. Am schlimmsten traf es die Gemeinden Blons, Sonntag, Fontanella und St. Gerold. Aber auch im Montafon und Bregenzerwald gab es Lawinenkatastrophen. Die Ursache der extremen Lawinenabgänge war ein zu warmer Beginn des Winters 1953/54. Erst ab dem 8.1.1954 setzte starker Schneefall ein. So fielen verbreitet innerhalb von 24 Stunden bis zu 2 Meter Schnee. Dieser konnte sich mit dem Untergrund nicht mehr verbinden. Bis zum 12.1.1954 gab es in der oben genannten Region dann ungefähr 400 Lawinen.

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Das Wetter im Januar

Mit dem Januar erreicht der Winter in unseren Breiten normalerweise seinen Höhepunkt. Dauerfrost und Nachttemperaturen unter minus 10 Grad sind jetzt keine Seltenheit. Benannt ist der Monat Januar nach dem Gott Janus, der bei den Römern der Gott allen Anfangs war. Seine alten Namen sind u.a. Jänner (der zurzeit noch immer in Österreich Verwendung findet) oder Hartung. Nach dem kürzesten Tag des Jahres, dem Winteranfang Ende Dezember, werden die Tage im Januar langsam aber stetig wieder länger. So scheint die Sonne am 1. Januar nur 8 Stunden, am 31. Januar sind es dann aber schon wieder 9 Stunden und 10 Minuten. Kommt der Winter im Januar doch nicht, so meldet er sich dann häufig im Frühjahr noch einmal, wie auch viele Bauernregeln bestätigen: Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im Lenz er sein Gesicht oder Januar muss vor Kälte knacken, soll der Frühling lachen.

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Todestag von Galileo Galilei

Am 8.1.1642 (nach dem heute gültigen gregorianischer Kalender) starb der berühmte Universalgelehrte Galileo Galilei. Zahlreiche seiner Erfindungen und Entdeckungen auf den Gebieten der Philosophie, Mathematik, Astronomie und Physik waren bahnbrechend. Er gilt als Begründer der modernen Naturwissenschaften. Im Bereich der Meteorologie können u. a. die Entwicklung eines Thermometers während seiner Zeit in Pisa hervorgehoben werden. Heute wird das sogenannte Galileo-Flüssigkeits-Thermometer in modernisierter Form als Zimmerschmuck vertrieben.

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