Nachrichten rund ums Wetter

Die Große Dayton Flut von 1913

Nachdem es vier Tage lang bei kräftigen Stürmen geregnet hatte (die Niederschlagsmenge betrug 200 bis 260 mm), trat am 25.3.1913 der Ohio über die Ufer und überschwemmte Dayton, Ohio. Über 360 Menschen starben. 65.000 Menschen wurden Obdachlos. 20.000 Häuser wurden zerstört.

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Exxon-Valdez-Ölkatastrophe 1989

Am 24. März 1989 lief der Öltanker Exxon Valdez im Prince William Sound vor Alaska auf ein Riff. Dabei liefen 40.000 Tonnen Rohöl aus und verseuchten 2000 Kilometer Küste. Das empfindliche Ökosystem wurde schwer geschädigt. Verursacht wurde das Unglück nicht durch schlechte Wetter-Bedingungen sondern durch einen Manövrierfehler. Menschliches Versagen führte damit zu einer der größten Umweltkatastrophen der Seefahrt. Als Folge des Unfalls wurde in den USA ein Gesetz erlassen, nach dem alle Tankerneubauten über eine Doppelhülle verfügen müssen. Die Exxon Valdez wurde repariert und unter anderem Namen wieder in Betrieb genommen.

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Februar 2017 global zweitwärmster Februar seit Messbeginn

Der Februar 2017 war laut des amerikanischen Wetterdienstes NOAA global gesehen der zweitwärmste Februar seit Messbeginn 1880. Gemittelt über alle Land- und Meeresflächen lag die Temperatur 0,98 Grad über dem Mittel des 20. Jahrhunderts. Nur der Februar 2016 war mit einer Abweichung von plus 1,2 Grad noch wärmer. Auf allen Kontinenten wurden im vergangenen Monat zu warme Temperaturen gemessen. In der Folge ging die Ausdehnung der Eisflächen in der Arktis und Antarktis stark zurück. An beiden Polen wurde die geringste Februar-Ausdehnung seit Beginn der Messaufzeichnungen registriert. Auch der gesamte Winter 2016/2017 (Dezember bis Februar) war global der zweitwärmste hinter dem Vorjahreswinter 2015/2016.

Globale Klimahighlights im Februar 2017 (Quelle: NOAA)

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Heute: Todestag von John Canton

John Canton wurde am 31. Juli 1718 geboren und war ein englischer Physiker. Im Alter von 44 Jahren gelang es ihm nachzuweisen, dass Wasser kompressibel ist, und man es also mit ausreichendem Kraftaufwand zusammendrücken kann, ohne die Menge zu verändern. Eine weitere Entdeckung von ihm war, dass sich die elektrische Ladung einiger Wolken positiv, die anderer Wolken negativ verhält. Dies ermöglicht das Überspringen von Blitzen von einer Wolke auf die andere bei Gewittern. John Canton verstarb am 22. März 1772 in London.

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Klimabilanz 2016: Anstieg von Emissionen in Deutschland

Nach einem Bericht des Umweltbundesamtes sind im vergangenen Jahr in Deutschland wieder mehr Treibhausgase freigesetzt worden als 2015. Damit wird es immer schwieriger, die Reduzierung der Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent, die sich Deutschland zum Ziel gesetzt hat, zu erreichen. 2016 wurden etwa vier Millionen Tonnen mehr Treibhausgase produziert. Der größte Anstieg wurde dabei im Verkehrssektor verzeichnet. Es wurde mehr Diesel getankt als in den Vorjahren, und der Güterverkehr auf den Straßen ist um 2,8 Prozent gestiegen. Auch der Luftverkehr und der private Heizenergiebedarf haben 2016 zugenommen und trugen zu einer vermehrten Freisetzung von Treibhausgasen bei.

Originalartikel zur Klimabilanz 2016 des Umweltbundesamtes

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Astronomischer Frühlingsanfang

Der astronomische Frühlingsbeginn ist dieses Jahr am 20. März, und zwar genau um 11:28 MEZ. Dann überschreitet die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn nach Norden den Äquator. Während am Südpol die Sonne langsam untergeht, geht sie am Nordpol wieder auf. Im Volksmund spricht man auch von der Tagundnachtgleichen. Bedingt durch den Effekt der sogenannten Refraktion, die Objekte in Horizontnähe um etwa einen Sonnendurchmesser scheinbar anhebt, dauert der Tag am 20. März aber bereits länger als 12 Stunden. Ende des Monats beträgt die astronomisch mögliche Sonnenscheindauer dann fast 13 Stunden. Die Refraktion führt zum Beispiel auch dazu, dass die Sonne, wenn sie mit ihrem unteren Rand den Horizont berührt, eigentlich schon untergegangen ist.

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Einsturz des Fernsehturms Emley Moor 1969

Am 19. März 1969 brach während eines heftigen Sturms der 385 Meter hohe Radio- und Fernsehsendemast von Emley Moor in Großbritannien zusammen. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden, allerdings mussten mehrere Millionen Briten zunächst auf Radio und Fernsehen verzichten. Als Ursache wird die zu dem Zeitpunkt starke Vereisung des Turmes genannt. Er war übrigens zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung im Jahre 1964 das höchste Bauwerk in Europa gewesen. 2 Jahre später wurde ein neuer, 330 Meter hoher Fernsehturm in Stahlbetonweise fertiggestellt.

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Tri-State Tornado 1925

Der "Tri-State Tornado" vom 18. März 1925 war der tödlichste und längste Tornado in den USA. Er forderte in den Staaten Missouri, Illinois und Indiana 625 Tote. Er dauerte ca. 5 Stunden und durchmaß eine Strecke von 352 km. Über 15.000 Gebäude wurden zerstört. Vier Gemeinden wurden nicht wieder aufgebaut.

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Regnerisches Wochenende, wechselhafte erste Wochenhälfte

Nachdem schon am Freitag erste Regenwolken vorüberziehen, präsentiert sich das Wochenende verbreitet regnerisch und auch sehr windig. Gebietsweise kommen starke bis stürmische Böen hinzu. In höheren Lagen sind schwere Sturmböen und Orkanböen möglich. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 1200 und 1600 Metern. Samstag werden 6 bis 12, Sonntag 9 bis 15 Grad erreicht. Weitere Schauerwolken folgen bis zum Donnerstag, dabei steigen die Temperaturen noch etwas an. Ob es dann zu einer Wetterbesserung kommt ist noch nicht ganz sicher.

Das Wetter der nächsten Tage

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Letzter geostationärer Wettersatellit der ersten Generation (Meteosat-7) geht in Ruhestand!

Im April 2017 wird EUMETSAT seinen letzten geostationären Wettersatelliten der ersten Generation (Meteosat-7) in den Ruhestand schicken. Er war seit 1997 im All. Seine Aufgaben über dem Indischen Ozean übernimmt der zur zweiten Generation der Meteosat-Satelliten gehörende Meteosat-8, der bisher über Europa positioniert war. Meteosat-8 übermittelt im Gegensatz zu Meteosat-7 Bilder von zwölf anstatt vorher nur drei Spektralkanälen. Seine Aufnahmen haben dazu noch eine deutlich höhere räumliche Auflösung, und die Bilder werden alle 15 Minuten statt vorher alle 30 Minuten zur Erde gesendet. Die Meteosat-Satelliten umkreisen die Erde in einem Abstand von ca. 36.000 km Höhe, und sie stehen an einen quasi festen Punkt, da sie sich mit einer der Erddrehung identischen Geschwindigkeit im All bewegen. Ihre Längengradposition bestimmt, für welches Gebiet sie jeweils Informationen senden. Die Wettersatelliten liefern verschiedenste Wetterinformationen, die die Vorhersagequalität deutlich verbessern. Wichtig sind u. a. aus den Aufnahmen abgeleitete Windinformationen (AMV: atmospheric motion vector), die ein wichtiger Bestandteil des globalen Wetterbeobachtungssystems der WMO (Weltorganisation für Meteorologie) darstellen.

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