Nachrichten rund ums Wetter

Vor 4 Jahren: Schweres Hochwasser in Teilen Deutschlands

Durch kräftige und lang anhaltende Regenfälle Ende Mai und Anfang Juni 2013 und ein bereits verregnetes Frühjahr wurde eine der schwersten Hochwasser-Katastrophen Deutschlands ausgelöst. Von der Donau bis zur Elbe waren mancherorts die Pegel seit 500 Jahren nicht mehr so hoch gestiegen. Örtlich fielen innerhalb von vier Tagen bis zu 400 Liter Regen pro Quadratmeter. In 55 Landkreisen herrschte Katastrophenalarm. Betroffen waren vor allem Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt, aber auch in anderen Bundesländern sowie in unseren Nachbarländern wurden enorme Schäden verursacht. Allein in Deutschland wurden die Gesamtschäden auf etwa 6,7 Milliarden Euro geschätzt.

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Tropischer Wirbelsturm Mora trifft heute auf Bangaldesh und das westliche Myanmar!

Über dem Golf von Bengalen hat sich der tropische Wirbelsturm Mora entwickelt. Nach den neuesten Vorhersagen soll er heute Bangladesh und das westliche Myanmar erreichen. Dabei wird erwartet, dass Mora als starker Tropensturm auf Bangladesh trifft, etwa vergleichbar mit einem Hurrikan der Kategorie 1 im Nordatlantik. Die größte Gefahr stellen jedoch die enormen Regenmengen da, die der tropische Wirbelsturm mitbringt. Bis zu 500 Liter Regen in 24 Stunden werden in vielen Regionen zu katastrophalen Überflutungen und Erdrutschen führen.

Satellitenbild von Indien und Bangladesh

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Vorläufige Bilanz: Mai 2017 in vielen Regionen etwas zu warm, aber auch häufig zu trocken!

Drei Tage vor Monatsende deutet sich bereits an, dass der Mai 2017 nach dem zu kalten April in vielen Regionen leicht übernnormale Temperaturen gebracht hat. Die höchsten positiven Abweichungen gab es dabei im Westen. In vielen Gebieten setzte sich aber leider auch die Trockenheit fort. So war der Mai 2017 zum Beispiel in Köln oder in Trier der sechste zu trockene Monat in Folge. Mehr als 200 Sonnenstunden gab es im letzten Frühlingsmonat zum Beispiel an der Ostsee, aber auch verbreitet im Süden und Südwesten.

Der Mai 2017 in Deutschland!

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Todestag von Richard Aßmann

Am 28.5.1918 starb der deutsche Meteorologe Richard Adolph Aßmann. Das von ihm entwickelte Aßpirations-Psychrometer trägt heute seinen Namen. Er veröffentlichte im Dezember 1880 in der Magdeburger Zeitung die erste Zeitungswetterkarte Deutschlands. Aßmann entwickelte mit der Firma Continental Gummiballons um Messinstrumente in Höhen von über 10 km zu schicken. Er gilt als einer der Entdecker der Stratosphäre.

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Amerikanischer Wetterdienst rechnet mir überdurchschnittlicher Hurrikan-Aktivität im Nordatlantik!

Am 1. Juni startet die neue Hurrikan-Saison im Nordatlantik. Der amerikanische Wetterdienst NOAA erwartet für 2017 eine überdurchschnittlich aktive Hurrikansaison. So sollen 11 bis 17 benamte Wirbelstürme auftreten, 5 bis 9 sollen sich zu Hurrikans weiter entwickeln, wobei 2 bis 4 sich zu gefährlichen Hurrikans der Kategorien 3, 4 oder 5 verstärken sollen (Major Hurricans). Im langjährigen Mittel erhalten 12 tropische Wirbelstürme einen Namen, 6 werden zu Hurrikans und 3 davon erreichen das Stadium eines Hurrikans der Kategorie 3 und mehr. Ursachen für erwartete recht aktive Hurrikansaison sind unter anderem die überdurchschnittlichen hohen Temperaturen im tropischen Nordatlantik und in der Karibik sowie ein Ausbleiben von El Nino, dass die Entwicklung tropischer Wirbelstürme dämpft.

Link zum Originalartikel (englische Sprache)

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Mattoon und Charlston Tornado von 1917

Am 26. Mai 1917 fegte über die Städte Mattoon und Charlston im US-Bundesstaat Illinois ein Tornado der Stärke F4 nach der Fujita-Skala hinweg. F4 entspricht einer Wundgeschwindigkeit von 330 bis 410 km/h.101 bzw. 50 Menschenleben waren zu beklagen

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Bangladesch Zyklon

Am 25. Mai 1985 wird Bangladesch von einem Zyklon heimgesucht. Dieser verursachst auch eine schwere Sturmflut. Die Zahl der insgesamt zu beklagenden Toten wird auf 10.000 bis 40.000 Tote geschätzt.

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Geburtstag Daniel Gabriel Fahrenheit

Am 24.5.1686 wurde der Physiker und Erfinder Daniel Gabriel Fahrenheit geboren. Er erlernte zunächst den Beruf des Glasbläsers. Später baute er sehr genau arbeitende Thermometer mit 3-Punkt-Eichung. Nachdem er zunächst seine Thermometer mit Weingeist füllte, benutzte er später Quecksilber. Somit ist er der Erfinder des Quecksilberthermmometers. Als Nullpunkt seiner Skala nahm er 17,8 °C, die tiefste Temperatur, die er mit Hilfe einer Eis-Salzmischung erreichen konnte. In den USA wird heute noch mit der nach ihm benannten Fahrenheitskala gemessen.

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Pfingst-Hochwasser 1999

Über das Pfingstwochenende 1999 kam es zu einem verheerenden Hochwasser-Ereignis in Südbayern, das 5 Menschenleben forderte und durch Dammbrüche hohe Schäden verursachte. Auch in der Schweiz und in Teilen Österreichs gab es extreme Überflutungen. Bereits in den Vorwochen hatte es am Alpennordrand häufig geregnet, die Schneeschmelze war in vollem Gange. So hatten die Pegel der Flüsse schon ein hohes Niveau erreicht, als starker Regen einsetzte, der im Allgäu und rund um Garmisch-Partenkirchen in 48 Stunden mehr als 200 Liter pro Quadratmeter brachte.

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Erster deutscher Radiosondenaufstieg 1930

Am 22.5.1930 fand in Lindenberg am Aeronautischen Observatorium der erste deutsche Radiosondenaufstieg statt. Die von Paul Duckert gebaute Sonde übertrug Temperatur, Feuchte und Druck. Sie erreichte dabei eine Höhe von über 15 km. Über ein Jahr zuvor startete bereits in Trappes (Frankreich) eine Sonde, die nur die Temperatur übertrug. Anfang 1930 gelang es einem sowjetischen Meteorologen (P. Moltschanow) mit seiner Radiosonde dann schon Temperatur und Luftdruck zu übermitteln.

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Wirbelbildung von Hochs und Tiefs

Am 21.05.1792 wurde der französische Mathematiker und Physiker Gaspard Gustave de Coriolis geboren. Er untersuchte unter anderem das Verhalten von Körpern bei Drehbewegungen und auf rotierenden Flächen. Er entdeckte dabei die nach ihm benannte Corioliskraft, die auch für die Meteorologie von wichtiger Bedeutung ist. Sie bestimmt die Drehrichtung des Windfeldes und somit die Wirbelbildung von Hoch- und Tiefdruckgebieten. Auf der Nordhalbkugel der Erde drehen sich Hochs im Uhrzeigersinn und Tiefs gegen den Uhrzeigersinn. Auf der Südhalbkugel ist dies genau umgekehrt.

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Moore-Tornado am 20. Mai 2013

Am 20.05.2013 ereignete sich in Moore, Newcastle, Southern Oklahoma City und in angrenzenden Gebieten der USA eine schwere Tornado-Katastrophe. Ein etwa 2 Kilometer breiter Tornado richtete innerhalb von 40 Minuten eine 27 Kilometer lange Schneise der Verwüstung an. Er war Teil eines großen Wettersystems, das auch Tage zuvor und danach noch weitere Tornados hervorbrachte. Durch den Moore-Tornado verloren 24 Menschen ihr Leben, 377 wurden verletzt. Die Stadt Moore, nach der der Tornado benannt wurde, liegt innerhalb der Tornado Alley. In diesem Gebiet im Mittleren Westen treten besonders häufig starke Tornados auf. Moore wurde bereits 1999, 2003 und 2010 von Tornados getroffen.

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Am Mittwoch 17. Mai erster heißer Tag im Jahr 2017

Am Mittwoch 17. Mai erreichte die erste sommerliche Episode diesen Jahres ihren Höhepunkt: Abgesehen von Küstengebieten und Höhenlagen stiegen die Temperaturen fast überall in Deutschland über 25 Grad. Am heißesten war es mit 30,5 Grad in Trier, aber auch in Saarbrücken, im Breisgau, in Baden und im Kreis Karlsruhe wurde vereinzelt die 30-Grad-Marke überschritten. Tage mit Maximaltemperaturen über 30 Grad werden offiziell als heiße Tage (früher Tropentage) bezeichnet, Temperaturen über 25 Grad definieren einen Sommertag.

Höchsttemperaturen vom 17.05.2017

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Vorhersage und Messung des Pollenflugs

Zurzeit werden Allergiker vor allem durch Gräserpollen belastet. Doch wie wird eigentlich die aktuelle Pollenkonzentration gemessen und vorhergesagt? Dazu betreibt die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) ein Messnetz von derzeit etwa 45 Stationen, die in ganz Deutschland verteilt sind. Die Pollen werden mit einer so genannten Burkard-Pollenfalle gesammelt. Dabei wird Umgebungsluft in eine Trommel gesaugt. Die Trommel ist im Inneren mit einer Klebefolie versehen, an der Bestandteile der eingesaugten Luft hängen bleiben. Die Klebefolie wird in der Regel einmal täglich unter dem Mikroskop ausgewertet. Dabei werden Art und Anzahl der Pollen bestimmt. Für die Pollenflugvorhersage wichtig sind die acht Hauptallergene Hasel, Erle, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Ambrosia und Beifuß. Aus den Messergebnissen und dem aktuellen und zu erwartenden Wetter wird dann eine Pollenflugvorhersage erstellt. Heute erwartet uns ein mäßiger bis starker Flug von Gräser- und Eichenpollen. Die Konzentration von Ampfer-, Buchen-, Wegerich- und Weidenpollen ist meist nur gering. Birkenpollen sind kaum noch in der Luft.

Aktuelle Infos zum Pollenflug

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Globalstrahlung

Die Globalstrahlung ist die Summe aus direkter Sonnenstrahlung und diffuser Himmelsstrahlung, die auf eine bestimmte Fläche trifft. Die diffuse Himmelsstrahlung entsteht durch Streuung der solaren Strahlung an Wolken, Wasser- und Staubteilchen. Seit der Industrialisierung hat die Globalstrahlung in Mitteleuropa um etwa 5 Prozent, lokal um über 10 Prozent abgenommen. Mittlere Tagessummen bei mittlerer Bewölkung sind beispielsweise für Hamburg im Juni 1872 Joule, im Dezember 146 Joule pro Quadratzentimeter, für Wien im Juni 1947 Joule, im Dezember 230 Joule pro Quadratzentimeter. Die Jahressumme der Globalstrahlung wird meist in kWh pro Quadratmeter angegeben. Sie liegt in Deutschland zwischen 900 und 1200 kWh pro m² und Jahr, in der Sahara bei etwa 2500 kWh pro m² und Jahr.

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Flugwetter-Vorhersage

Ein wichtiges Teilgebiet der Meteorologie ist die Flugmeteorologie. Neben den lokalen Vorhersagen für die Flughäfen sind dabei auch die Wetterinformationen für den eigentlichen Flug sehr wichtig. Vereisung, Turbulenzen aber auch die Lage der Starkwindbänder sind hier als einige Beispiele zu nennen. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Wahl der schnellsten Strecke ein entscheidendes Kriterium. Je schneller das Flugzeug an seinem Zielflughafen ist, desto weniger Kerosin wird benötigt und desto geringer sind entsprechend auch die Kosten. Deswegen wird bei der Routenwahl insbesondere darauf geachtet, die Rückenwinde der auf der Nordhalbkugel von West nach Ost verlaufenden Starkwindbänder auszunutzen. Aber nicht immer ist der schnellste auch der sicherste und komfortabelste Weg für den Fluggast. Turbulenzen, mögliche Vereisung aber auch hochreichende Gewitterwolken können zur Wahl einer anderen Flugroute führen. An den Flughäfen selbst ist das Wetter für Starts und Landungen entscheidend. Schlechte Sicht, Niederschläge aber auch starke Winde können zu Verzögerungen oder Flugausfällen führen. Diese Parameter werden daher bei den halbstündlichen Wetterbeobachtungen am Flughafen und bei den Vorhersagen besonders betrachtet.

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Geburtstag Reinhard Süring

Am 15. Mai 1866 wurde Reinhard Süring geboren. Ab 1893 nahm er an Ballonfahrten in großer Höhe des Meteorologen Berson teil. Seit 1907 gab er mit Hann (Begründer der modernen Meteorologie) die Zeitschrift für Meteorologie und einige Jahre später das Standardwerk Lehrbuch der Meteorologie heraus. 1909 wurde Süring erst Vorsteher der Meteorologischen Abteilung, später Direktor des Meteorologisch-Magnetischen Observatoriums Potsdam bis zu seiner Pensionierung 1932. Von 1945 bis zum März 1950 leitete er auf Wunsch der sowjetischen Besatzungsmacht noch einmal das Observatorium.

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Erster Wetterbericht in einer Zeitung im Jahr 1692

Am 14.05.1692 wurde zum ersten Mal ein Wetterbericht in einer Zeitung abgedruckt. Er erschien im Londoner Wochenblatt "Sammlung für den Fortschritt von Landwirtschaft und Handel" und bestand aus einer Tabelle von Luftdruckwerten und Windstärken, die genau ein Jahr zuvor an verschiedenen Standorten in England gemessen wurden. Eine Vorhersage für die nächsten Tage gab es damals aber nicht. Es war dem Leser selbst überlassen aus den zurückliegenden Messwerten Schlüsse auf das zu erwartende Wetter zu ziehen.

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Optische Erscheinungen - Abendrot und Morgenrot

Die optischen Wettererscheinungen gehören auch im Mai mit zu den eindrucksvollsten Erscheinungen in unserer Atmosphäre. Himmelsfärbungen wie das Abend- oder das Morgenrot entstehen dabei durch die Streuung des Sonnenlichts in der Atmosphäre. Zur Mittagszeit, wenn das Sonnenlicht einen relativ kurzen Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegt, wird nur ein geringer Teil des kurzwelligen Spektrums des Lichtes (blau, grün) gestreut und der Himmel erscheint blau. In den Morgen- und Abendstunden, wenn die Sonne tief steht, durchläuft das Sonnenlicht dagegen einen viel längeren Weg durch die Atmosphäre. Da der kurzwellige Wellenlängenbereich stärker durch Streuung an Luftmolekülen und Staubteilchen herausgefiltert wird, bleibt zuletzt nur noch der rote, langwellige Anteil übrig. Kann man denn nun von einem Abendrot oder Morgenrot auf das kommende Wetter schließen? Leider nicht ganz so einfach. Aber ein Abendrot ist doch häufiger ein Zeichen für freundliches Wetter am kommenden Tag, aber eben doch nicht in jedem Falle. Auch etliche Bauernregeln beschäftigen sich mit dem Thema Abendrot und Morgenrot, wie zum Beispiel: Der Morgen grau, der Abend rot, ist ein guter Wetterbot oder Abendrot, Schönwetterbot - Morgenrot, schlecht Wetter droht.

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Tornado in Sehlis (Sachsen) am 12.05.1912

Am 12. Mai 1912 zog gegen 23 Uhr ein Tornado durch das Dorf Sehlis (heute ein Ortsteil von Taucha) in Sachsen. Die "furchtbare Windhose" richtete dort enorme Schäden an: Unter anderem wurden das Kirchendach abgedeckt und das kurz zuvor neuerrichtete Schulhaus verwüstet. Viele der 300 Einwohner verloren ihre Häuser. Das Ereignis erregte damals deutschlandweit Aufsehen. Am 18. Mai kam sogar der sächsische König Friedrich August III. vorbei, um die Zerstörung zu begutachten (Quelle: Coburger Zeitung vom 18.5.1912 und Chronik Schloss Püchau). Fast hundert Jahre später, am Pfingstmontag 2010, zog eine Tornadoserie auf einem ganz ähnlichen Weg von Leipzig bis nach Mühlberg und hinterließ eine vergleichbare Schneise der Verwüstung ("Das kommt einem doch bekannt vor", Artikel in der Torgauer Zeitung vom 27.07.2010).

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Tropensturm Adrian frühster Wirbelsturm im Ostpazifik seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen!

Im Ostpazifik hat sich der erste tropische Wirbelsturm Adrian entwickelt. So früh im Jahr wurde bisher noch nie ein Wirbelsturm im Ostpazifik beobachtet. Adrian soll sich nach den Vorhersagen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA in den nächsten Tagen noch weiter verstärken und zu einem Hurrikan entwickeln. Dabei könnte er dann ab Sonntag auch die mexikansiche Südküste mit heftigem Regen und extremen Winden erreichen.

Mehr zu Adrian über NOAA

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Pollenflug im Mai

Während die Pollensaison der Birken im Mai zu Ende geht, kommt es während dieser Zeit ganz allmählich zur Zunahme der Gräserpollen in der Luft. Über vier Monate muss anschließend mit einer mäßigen bis starken Belastung gerechnet werden. Jeder fünfte Erwachsene leidet in Deutschland am sogenannten Heuschnupfen. Die Ursache der Allergie ist dabei die Überreaktion des Immunsystems.

Informationen und Tipps zum Pollenflug

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Einer der schwersten Staubstürme der USA

Am 9.5.1934 kam es in der sogenannten Dust Bowl (Staubschüssel) im mittleren Westen der USA zu einem der schwersten Staubstürme der Geschichte. Er dauerte 2 Tage und erreichte Chicago und einen Tag später die Ostküste. Im folgenden Winter fiel in New England roter Schnee. Die Lebensgrundlage Tausender Farmer wurde vernichtet. Ursache der Staubstürme war die Urbarmachung des Landes durch Rodung des Prariegrases.

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Die Eisheiligen

Die Eisheiligen Mamertus (11.05.), Pankratius (12.05.), Servatius (13.05.), Bonifatius (14.05.) und die kalte Sophie (15.05.) sind nach den Namenstagen benannt, die die katholische Kirche in dieser Zeit feiert. Heute kommt es nur noch selten genau an diesen Tagen zu Nachtfrösten. Mal treten sie früher, mal etwas später auf, in immer mehr Jahren fallen sie sogar ganz aus. Trotzdem sind die Eisheiligen bei Landwirten und Hobbygärtnern immer noch gefürchtet. Denn Fröste können in der Natur um diese Jahreszeit starke Schäden anrichten. In den nächsten Nächten sollte man regional seine Pflanzen besser warm einpacken. Bis Donnerstag kann es vor allem in der Mitte, aber auch im Nordosten und Süden zum Teil noch frostig werden. Ab Donnerstag kündigt sich nach aktuellem Stand dann mildere Luft an, und Nachtfröste sind erst einmal nicht mehr zu erwarten.

Aktuelle Vorhersagekarten für Deutschland

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Great Natchez Tornado

Am 7.5.1840 zerstörte der Great Natchez Tornado einen Großteil der Stadt Natchez in Mississippi. Insgesamt gab es in Mississippi und Louisiana 317 Menschenleben zu beklagen. Nur bei dem Tri-State Tornado am 18.3.1925 gab es mehr Todesopfer.

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Anders Celsius

Anders Celsius war ein schwedischer Physiker, Astronom und Mathematiker. Im Jahre 1742 erstellte er die nach ihm benannte Temperaturskala. Damals legte er allerdings den Siedepunkt des Wassers auf 0° und den Gefrierpunkt auf 100° fest. Später wurden dann diese Fixpunkte getauscht. Sein Verdienst ist es vor allem zu fordern, dass die Eichung der Temperaturskala bei einem festen Luftdruck von 760 mm der Quecksilbersäule (= 760 Torr = 1013,25 hPa) erfolgen muss, damit weltweit die Temperaturmessungen verglichen werden können. Celsius (geb. 7.12.1701) starb am 6. Mai 1744 an Tuberkolose. (Anmerkung: Teilweise werden andere Geburts- und Todestage genannt, da Celsius in der Zeit lebte, als in Schweden die Umstellung auf den heute noch gültigen gregorianischen Kalender erfolgte. Die obengenannten Tage entsprechen der heutigen Zeitrechnung.)

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Wissenswertes zum Mai

Der Mai ist der letzte Frühlingsmonat im meteorologischen Frühling, der die Monate März, April und Mai umfasst. Das Wetter ist jetzt zwar oft beständiger als im April, doch kann das Wetter noch immer sehr unterschiedlich sein. So gibt es schon richtig sommerliche Perioden, mit örtlichen Nachtfrösten kann es aber auch noch einmal fast winterlich werden. Bekannt ist hier vor allem die Zeit der Eisheiligen: Mamertus (11.05.), Pankratius (12.05.), Servatius (13.05.), Bonifatius (14.05.) und die kalte Sophie (15.05.). Wie kommt es nun trotz der schon sehr starken Sonneneinstrahlung, noch zu diesen letzten Kaltlufteinbrüchen des Frühjahrs? Die Sonne heizt zwar den Kontinent sehr rasch auf, die Wassertemperaturen von Nordsee, Ostsee und Atlantik hinken aber dem Sonnenstand hinterher und haben noch sehr kühle Werte. Und so wird es bei uns bei Nord- oder Westwind rasch noch einmal für die Jahreszeit sehr kühl. Daher kommen auch jedes Jahr die ersten warmen Frühlingstage bei uns häufig bei Ost- oder Südwind zustande. Die Landwirte und Hobby-Gärtner wünschen sich den Mai nicht ganz so warm und trocken, sondern lieber etwas kühler und naß, denn "Mai kühl und nass, füllt des Bauern Scheun und Faß".

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Forschungssatellit AQUA

Die NASA startete Anfang Mai 2002 den Forschungssatelliten AQUA. Der Satellit fliegt auf einer polaren Erdumlaufbahn und soll helfen, die komplexen Prozesse im Ökosystem unserer Erde zu erforschen. Hauptziel ist die Gewinnung von Informationen über die mit dem Wasserdampf verbundenen Prozesse, also Verdunstung, Wolken und Niederschläge. Weitere Schwerpunkte sind Informationen über die Aerosole in der Atmosphäre sowie die Beobachtung der Fläche des Meer- und Landeises. Der Satellit AQUA ist Teil eines längerfristigen Froschungsprogramms der NASA. Mit den gesammelten Informationen soll die Qualität der Klima-Prognosen verbessert werden.

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Oklahoma Tornado Outbreak am 3.5.1999

Am 3. Mai 1999 kam es in Oklahoma, Texas und Kansas innerhalb von 11 Stunden zu einer Serien von über 70 Tornados. Bekannt wurden das Ereignis unter dem Namen "Oklahoma Tornado Outbreak". Dies war eine der schlimmsten Naturkatastrophen in den USA. Ein Tornado, der die Kleinstadt Bridge Creek (südwestlich von Oklahoma City zerstörte) erreichte mit 511 km/h die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit.

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Tropischer Zyklon Nargis 2008

Als erster tropischer Zyklon der Wirbelsturm-Saison 2008 im nördlichen Indischen Ozean bildete sich Nargis am 27. April über dem Golf von Bengalen und zog im weiteren Verlauf Richtung Myanmar. Dort traf er am 2. Mai als Tropensturm der zweithöchsten Kategorie auf Land und wütete unter anderem über der Millionenstadt Rangun. Nargis erreichte Windspitzen bis zu 215 km/h. Er zerstörte tausende Gebäude. Die Anzahl der Todesopfer wird auf 84.000 bis 100.000 geschätzt. Nargis gilt als einer der folgenschwersten Wirbelstürme seit Messbeginn. Auch in Sri Lanka und Thailand richteten mit ihm verbundene Starkniederschläge große Schäden an.

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Wetter während der 1. Maiwoche

Schaut man sich die Vorhersage zwischen dem Dienstag und Freitag genauer an, bleibt es sehr wechselhaft. Dabei zeigt sich die Sonne in den ersten Maitagen immer nur sporadisch. Längere freundliche Abschnitte gibt es zeitweise in Küstennähe, in Ober- und Niederbayern. Am Freitag scheint eher im Südwesten und äußersten Norden die Sonne öfter. Die Temperaturen erreichen 9 bis 16, teilweise 17 bis 19 Grad.

Wetter in Deutschland

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