Nachrichten rund ums Wetter

Gefrierender Regen und Schnee sorgen für Glätte

Gestern hat einsetzender Regen bei häufig noch gefrorenem Boden zu Eisglätte geführt. In vielen Regionen Deutschlands waren am Morgen oder im Laufe des Tages Straßen und Wege spiegelglatt. Es kam zu zahlreichen Unfällen und Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr. Im Norden machte ab dem Nachmittag Schneefall den Verkehrsteilnehmern zu schaffen. Auch heute muss gebietsweise noch mit Glätte durch gefrierenden Regen oder Neuschnee gerechnet werden. Besonders in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Thüringen sowie im Süden und Südosten Bayerns besteht weiterhin Glättegefahr.

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Vor 87 Jahren: Start der ersten Radiosonde

Um die Schichtung der Atmosphäre zu untersuchen, wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts Wetterballons mit Messinstrumenten eingesetzt. Allerdings hatte diese Methode einen großen Nachteil: Die Werte konnten erst ausgelesen werden, wenn das Gerät später gefunden wurde. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es schließlich erste Versuche mit Radiosonden. Der sowjetische Meteorologe Pawel Moltschanow startete am 30. Januar 1930 eine Radiosonde, die zum Standard für die zukünftige Entwicklung der Radiosonden werden sollte. Somit wird Moltschanow häufig als Erfinder der Radiosonde angesehen.

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Allmählich immer milder

Die kommenden Tag wird es immer milder. Dabei ziehen am Montag vom Nordwesten Regenwolken in Richtung Osten und Süden. Anfangs kann zum Teil noch Schnee oder gefrierender Regen mit dabei sein. Die Höchstwerte liegen schon zwischen 0 Grad im Südosten und vereinzelt 10 Grad im Nordwesten. Dienstag lässt der Niederschlag im Süden und Osten nach. Sonst ist es teils freundlich, teils trübe und meist trocken. Die Temperaturen steigen auf 2 bis 9 Grad, am Niederrhein und in der Kölner Bucht sowie am Oberrhein werden 11 Grad erreicht. Der Mittwoch bringt teils Nebel oder Hochnebel, teils aber auch etwas Sonne und meist trockenes Wetter bei Nachmittagswerten von 4 bis 12 Grad.

Aussichten Deutschland

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Heute vor achtzehn Jahren: Extreme Kälte in der norwegischen Finnmark

Heute vor genau zehn Jahren wurde eine der niedrigsten Temperaturen in Europa und gleichzeitig der niedrigste Temperaturwert Norwegens im 20. Jahrhundert gemessen. -51,2°C waren es am 28.01.1999 in Karasjok, in der Finnmark im Norden Norwegens gelegen. Während dieser Kälteperiode lag die Tiefsttemperatur in Karasjok drei Tage und in Kautokeino einen Tag unter -50°C. Doch der "ewige" norwegische Kälterekord blieb bestehen. Im 19. Jahrhundert war es am 01.01.1886 ebenfalls in Karasjok schon einmal noch 0,2 Grad kälter, an jenem Tag wurden -51,4°C gemessen. Doch gibt es in Skandinavien mitunter noch niedrigere Temperaturen. In Vuoggatjaalme, im schwedischen Lappland, wurde am 02.02.1966 eine Tiefsttemperatur von -52,6°C gemessen. Doch es geht noch kälter. Europaweit sind vermutlich jene -58,1°C vom 31.12.1978 in Ust Schugor (Russland) der niedrigste Temperaturmesswert. Ust Schugor liegt in 85 Meter Höhe im äußersten Osten Europas unweit des Urals auf etwa 64° nördlicher Breite.

Aktuelle Tiefst- und Höchstwerte aus Norwegen

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2016 weltweit gesehen wärmstes Jahr seit 137 Jahren!

Das Jahr 2016 war laut des amerikanischen Wetterdienstes NOAA global gesehen das wärmste seit 137 Jahren. Die Temperaturen lagen 0,94 Grad über dem Mittel das 20. Jahrhunderts. Schon die Jahre 2014 und 2015 waren die bisher wärmsten seit Beginn regelmäßiger Messungen im Jahre 1880. In Europa war es das dritt wärmste Jahr nach 2014 und 2015. In Asien war 2016 das dritt wärmste nach dem Rekordjahr 2015 und 2007. In Afrika wurde das nach 2015 zweit wärmste Jahr registriert. In Australien war das vergangene Jahr das viert wärmste in einer 107jährigen Messreihe.

Weltweite Wetterextreme im Jahr 2016 (Quelle: NOAA)

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Die Tage werden wieder länger

Die Sonne wird bei uns in den nächsten Wochen immer kräftiger. Zurzeit verlängert sich die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in Deutschland schon wieder jeden Tag um 2 bis 3 Minuten. So beträgt die astronomisch mögliche Sonnenscheindauer Ende Januar im Süden bereits täglich 9,5 und im Norden etwa 9 Stunden. Ende Februar sind die Tage dann bereits 90 bis 120 Minuten länger als zurzeit.

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Vor 27 Jahren: Orkan Daria zieht über Nord-, West- und Mitteleuropa

Am 25. und 26. Januar 1990 zog der Orkan Daria über Nord-, West und Mitteleuropa. Er erreichte mittlere Windgeschwindigkeiten zwischen 120 und 130 sowie Spitzenböen von 170 bis 180 km/h. Um die 100 Todesopfer waren zu beklagen. Daria war zum damaligen Zeitpunkt der Orkan in Europa mit dem größten angerichteten Schaden (ca. 4 bis 6 Milliarden Euro). Ihm folgten Ende Februar des gleichen Jahres noch die Orkane Vivian und Wiebke.

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Verwüstungen durch Tornados im Südosten der USA

Mehre Tornados haben am Wochenende im Südosten der USA eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Betroffen war vor allem der Bundesstaat Georgia. Mindestens 20 Menschen verloren ihr Leben. Für einige Regionen wurde der Ausnahmezustand verhängt. Auch in den angrenzenden Bundesstaaten sind Schäden durch Tornados und Gewitterstürme entstanden. Die Wettersituation bleibt angespannt. Es muss mit weiteren Unwettern gerechnet werden. Eigentlich treten im Januar nur selten Tornados auf.

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Heute vor 110 Jahren: Höchster je in Deutschland gemessener Luftdruck

Der höchste je in Deutschland gemessene Luftdruck wurde am 23. Januar 1907 in Berlin registriert und lag bei 1058 Hektopascal. Solch extrem hohe Luftdruckwerte sind in Deutschland sehr selten und nur in den Wintermonaten möglich. Deutlich stärkere Hochdruckgebiete gibt es jedoch noch über Russland. Der Rekordluftdruck weltweit wurde am 31.12.1968 über Nordwest-Sibirien registiert. Damals zeigten die Barometer in der Stadt Agata ein Luftdruck von 1084 Hektopascal an.

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Winterferien einiger Bundesländer

Ende Januar starten in einigen Bundesländern die Winterferien. Viele Urlauber müssen dabei gar nicht bis in die Alpen fahren. Auch in den deutschen Mittelgebirgen bestehen zur Zeit noch oft gute bis sehr gute Wintersportverhältnisse mit ausreichenden Schneemengen. Mit den Temperaturen geht es zwar etwas bergauf, aber nachts dauert der mäßige bis starke Frost in den Mittelgebirgen vorerst an. Zu den einzelnen Schneehöhen finden Sie mehr in den regionalen Wintersport-Hinweisen.

Wintersport-Hinweise Deutschland

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Rekorde 2016 - wo war es am wärmsten, kältesten, sonnigsten und nassesten in Deutschland?

Am sonnigsten mit fast 2000 Sonnenstunden war es 2016 auf der Insel Rügen. Am meisten Niederschlag wurde mit 2040 Liter pro Quadratmeter auf dem Feldberg im Schwarzwald gemessen. Die wärmste Temperatur des Jahres wurde mit 37,9 Grad am 27. August in Saarbrücken-Burbach erreicht. Der Tiefstwerte für 2016 wurde am 18. Januar mit 23,5 Grad auf der Zugspitze und in Oberstdorf registriert. Die meisten Sommertage (Maximum über 25 Grad) gab es mit 80 in Bernburg an der Saale. Die meisten Frosttage (Minimum unter 0 Grad) wurden mit 297 auf der Zugspitze gezählt, die wenigsten mit 14 auf Helgoland.

Deutschland-Rekorde aus dem Jahr 2016

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Januar bislang sehr kalt

Der Januar war bislang in weiten Teilen Deutschlands deutlich zu kalt. Die negative Abweichung beträgt dabei teilweise über 2 Grad. Nur auf den Nordsee-Inseln war es milder, dort liegen die mittleren Temperaturen etwas über dem langjährigen Mittel. Beim Niederschlag liegt der Monat vielerorts bei 30 bis 70% des Sollwerts des gesamten Monats. Vor allem im Norden gab es an einigen Wetterstationen aber auch schon über 80 Prozent des Monats-Niederschlages. Nach derzeitigem Stand dürfte allerdings bis zum Monatsende nicht mehr allzuviel Niederschlag dazukommen, so dass der Januar vermutlich recht trocken ausfallen wird.

Monatswerte für den Januar 2017

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Wolkenarten in der Meteorologie

Man unterscheidet in der Meteorologie zwischen verschiedenen Wolkenarten, und zwar je nach der Höhe über dem Erdboden, in der sie vorkommen. Dabei nimmt man jeweils die Untergrenze der Wolken als Anhaltspunkt. Unterschieden wird zwischen tiefen, mittelhohen und hohen Wolken. Im Spätherbst und Winter haben wir es am häufigsten mit den tiefen Wolken zu tun. Wir kennen sie als Nebel oder Hochnebel, also einer grauen Nebeldecke, die in höheren Luftschichten liegt. Die tiefen Wolken, die wir mit den trüben Nebel- und Hochnebellagen in Verbindung bringen, sind der Stratus (Schichtwolke) und der Stratocumulus (Haufenschichtwolke). Beide bestehen überwiegend aus Wassertröpfchen, können aber auch kleine Schneekörner oder Eiskristalle enthalten. Niederschlag fällt aus ihnen kaum, wenn dann ist es etwas Sprühregen oder Schneegriesel. Im Sommer treten diese tiefen Schichtwolken kaum auf, dann haben wir es mit den sogenannten Haufenwolken zu tun. Der Cumulus ist dabei die typische sommerliche Schönwetterwolke. Sie bildet sich im Laufe des Tages durch von der Sonne erwärmte und aufsteigende Luftpakete. Aus einem Cumulus können sich bei entsprechender Wetterlage aber auch kräftige Schauer- und Gewitterwolken entwickeln. Man nennt diese Wolke dann Cumulonimbus. Sie hat häufig das Aussehen eines Ambosses und ist in ihrem oberen Teil vereist.

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Heute vor 10 Jahren: Orkan Kyrill sorgt für Chaos in Deutschland!

Heute vor 10 Jahren sorgte Orkan Kyrill für Chaos in Deutschland. Vom 18. auf den 19. Januar 2007 zog einer der stärksten Stürme der letzten 30 Jahre über Deutschland hinweg. Auf den Bergen wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h erreicht. Aber auch in den Niederungen gab es häufig Orkanböen um 120 km/h, so zum Beispiel in Berlin, in Dresden oder in München. In Düsseldorf wurden sogar 140 km/h registriert. Die Schäden waren enorm. In Deutschland waren mindestens 10 Tote zu beklagen, die Wälder wurden stark geschädigt und erstmals wurde in ganz Deutschland der Bahnverkehr eingestellt!

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Januar 1951: Heftige Schneefälle im Alpenraum

Ab dem Abend des 15. Januar 1951 begann es in den Alpen fast ununterbrochen zu schneien. Der Schneefall dauerte auf der Alpennordseite fast fünf Tage. Dabei fielen gebietsweise bis zu 15 Zentimeter pro Stunde. Zum Teil kamen über 2,5 Meter Schnee zusammen. Vom 19. bis 22. Januar 1951 kam es dann fortwährend zu spontanen Lawinenabgängen. In der Schweiz starben bei über 1000 Lawinen mit Sachschäden 75 Personen. In Österreich kamen bei ungezählten Lawinen 135, in Italien 23 Menschen ums Leben.

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Wintersportbedingungen und Lawinengefahr

Der in den letzten Tagen gefallene Neuschnee hat die Wintersportverhältnisse in den deutschen Mittelgebirgen und in den Alpen fast überall deutlich verbessert. Gebietsweise sind in den letzten Tagen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee gefallen. Leider steigt mit dem Neuschnee auch wieder die Lawinengefahr an. Besonders in höheren Berglagen können sich Triebschneeablagerungen ansammeln und schon von wenigen Urlaubern ausgelöst werden. Man sollte die Gefahr nicht unterschätzen und sich nur auf den ausgeschilderten Pisten bewegen. Einmal unter den Schneemassen begraben, wird man von der enormen Kraft meist stark verletzt und schafft es nicht, sich aus eigener kraft zu befreien.

Wintersporthinweise von WetterKontor

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Zweite Marcellusflut von 1362

Die zweite Marcellusflut vom 15. bis 17. Januar 1362 ist als verheerendste Sturmflutkatastrophe des Mittelalters in die Geschichte eingegangen. An der gesamten Nordseeküste sollen bei der auch als Grote Mandränke bezeichneten Sturmflut mehrere Zehntausend Menschen ums Leben gekommen sein. Am 15. Januar lief das Wasser bereits höher als normalerweise auf, am 16. erreichte die Flut ihren Höhepunkt. Überall brachen die Deiche, und die Wassermassen rissen alles mit, was ihnen im Weg stand. Neben zahlreichen Dörfern ging auch der sagenumwobene Ort Rungholt unter. Erst zwischen den Jahren 1921 bis 1938 wurden durch Ebbe und Flut südlich der Hallig Südfall (zwischen Nordstrand und Pellworm) Überreste von Rungholt vorübergehend freigespült und systematisch untersucht. Eine der Legenden, die sich übrigens immer noch halten, besagt, dass bei ruhigem Wetter die Glocken Rungholts unter der Wasseroberfläche zu hören seien.

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2016 in Alaska wärmstes Jahr seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen!

Das Jahr 2016 war an vielen Wetterstationen in Alaska das bisher wärmste seit Beginn regelmäßiger Messungen vor mehr als 100 Jahren. Sehr interessant ist dabei die Tatsache, dass es über eine sehr lange Zeit überdurchschnittlich mild war, und nur an etwa 30 Tagen des Jahres Temperaturen unterhalb der langjährigen Mittelwerte beobachtet wurden. Fast alle zu kalten Tage wurden dabei im Zeitraum Mitte November bis Mitte Dezember registriert. Die Ursachen für die hohen Temperaturen in Alaska liegen zum einen im Phänomen El Nino, aber zum Beispiel auch in den überdurchschnittlichen Meerestemperaturen rund um Alaska im vergangenen Jahr. Dass extrem milde Wetter führt zu einer raschen Schneeschmelze im Frühjahr 2016. Auch das Eis auf den Flüssen schmolz sehr früh.

Originalartikel von NOAA (in englischer Sprache)

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Todestag Wolfgang Weischet

Am 13.1.1998 starb der Meteorologe Wolfgang Weischet. Im Jahre 1974 stellte er erste Grundlegende Untersuchung zum Stadtklima von Freiburg an. Sein Werk - Die Einführung in die allgemeine Klimatologie - ist heute noch ein Standardwerk in der Geographie.

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Australische Polarstation Davis feiert 60. Geburtstag!

In der Antarktis wurde am 12. Januar 1957 die südlichste australische Polarstation eröffnet. Die Davis Station liegt an der Ingrid-Christensen-Küste des Princess-Elizabeth-Landes. Benannt ist sie nach dem australischen Forscher und Entdecker John King Davis. Im Sommer sind dort etwa 70 Forscher tätig, im Winter beherbergt die Station in der Regel 22 Wissenschaftler. Die Station besteht aus fast 30 Gebäuden. Forschungsschwerpunkt ist neben der Biologie von Mensch und Meer vor allem die Meteorologie.

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Nur kurze Zeit milder

Nur vorübergehend weht etwas mildere Luft heran. Nach milden 3 bis 8 Grad am Donnerstag gehen ab Freitag, anfangs begleitet von starken bis stürmischen Wind, die Temperaturen wieder zurück. Die folgenden Tag ziehen dann fast über all immer wieder mal zum Teil recht kräftgie Schneeschauer durch.

Wetter und Temperaturen am Wochenende in Deutschland

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Lawinenkatastrophe in Vorarlberg von 1954

Zwischen dem 10. und 12.1.1954 ereigneten sich im österreichischen Vorarlberg zahlreiche, zum Teil recht verheerenden Lawinenabgänge. Es gab 135 Tote zu beklagen. Am schlimmsten traf es die Gemeinden Blons, Sonntag, Fontanella und St. Gerold. Aber auch im Montafon und Bregenzerwald gab es Lawinenkatastrophen. Die Ursache der extremen Lawinenabgänge war ein zu warmer Beginn des Winters 1953/54. Erst ab dem 8.1.1954 setzte starker Schneefall ein. So fielen verbreitet innerhalb von 24 Stunden bis zu 2 Meter Schnee. Dieser konnte sich mit dem Untergrund nicht mehr verbinden. Bis zum 12.1.1954 gab es in der oben genannten Region dann ungefähr 400 Lawinen.

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Das Wetter im Januar

Mit dem Januar erreicht der Winter in unseren Breiten normalerweise seinen Höhepunkt. Dauerfrost und Nachttemperaturen unter minus 10 Grad sind jetzt keine Seltenheit. Benannt ist der Monat Januar nach dem Gott Janus, der bei den Römern der Gott allen Anfangs war. Seine alten Namen sind u.a. Jänner (der zurzeit noch immer in Österreich Verwendung findet) oder Hartung. Nach dem kürzesten Tag des Jahres, dem Winteranfang Ende Dezember, werden die Tage im Januar langsam aber stetig wieder länger. So scheint die Sonne am 1. Januar nur 8 Stunden, am 31. Januar sind es dann aber schon wieder 9 Stunden und 10 Minuten. Kommt der Winter im Januar doch nicht, so meldet er sich dann häufig im Frühjahr noch einmal, wie auch viele Bauernregeln bestätigen: Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im Lenz er sein Gesicht oder Januar muss vor Kälte knacken, soll der Frühling lachen.

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Todestag von Galileo Galilei

Am 8.1.1642 (nach dem heute gültigen gregorianischer Kalender) starb der berühmte Universalgelehrte Galileo Galilei. Zahlreiche seiner Erfindungen und Entdeckungen auf den Gebieten der Philosophie, Mathematik, Astronomie und Physik waren bahnbrechend. Er gilt als Begründer der modernen Naturwissenschaften. Im Bereich der Meteorologie können u. a. die Entwicklung eines Thermometers während seiner Zeit in Pisa hervorgehoben werden. Heute wird das sogenannte Galileo-Flüssigkeits-Thermometer in modernisierter Form als Zimmerschmuck vertrieben.

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2016 - drittes zu warmes Jahr nacheinander in Deutschland!

Das Jahr 2016 war in Deutschland das dritte zu warme Jahr in Folge. Das Temperaturmittel lag dabei wenige Zehntel bis knapp mehr als ein Grad über den 30jährigen Mittelwerten. Die höchsten positiven Temperaturabweichungen brachten die Monate Januar, Februar und vor allem der September. 2016 war in vielen Regionen zu trocken. Überdurchschnittlich viel Niederschlag fiel aber zum Beispiel in Sachsen oder auch örtlich im Süden Deutschlands. Den meisten Sonnenschein konnte man mit fast 2000 Stunden auf Rügen genießen. Weniger als 1500 Sonnenstunden wurden zum Beispiel im Saarland, an der Mosel, in der Eifel und in Mittelhessen registriert.

Jahreswerte für 2016 an deutschen Wetterstationen

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Tiefstwerte in Deutschland

In Deutschland sind Messwerte von unter minus 30 Grad eher selten. So wurden in München am 21.01.1942 zum Beispiel minus 30,5 Grad gemessen. In Nürnberg waren es am 10.02.1956 minus 30,2 Grad und in Görlitz am 09.02.1956 minus 30,8 Grad. Ansonsten sind es eher die Bergstationen, die die minus 30-Grad-Marke schon einmal unterschritten haben. So wurden auf der Zugspitze minus 35,6 Grad (am 14.02.1940) gemessen, auf dem Feldberg im Schwarzwald minus 30,7 Grad (am 10.02.1956) und auf dem Fichtelberg im Erzgebirge minus 30,4 Grad (am 09.02.1956). Die bisher kälteste Temperatur wurde mit minus 37,8 Grad am 12.02.1929 in Wolnzach-Hüll in Bayern gemessen.

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In den kommenden Nächten zum Teil recht eisig

Die kommenden Tage zeigen sich frostig. Vor allem in den Nächten gehen bei längerem Aufklaren die Temperaturen auf minus 5 bis minus 15 Grad zurück. Über Schnee kann es in den Mittelgebirgen und in den Alpen noch erheblich kälter werden. Auch tagsüber verharren verbreitet die Temperaturen unter der Nullgradmarke. Ab Sonntag geht es dann wieder etwas aufwärts mit den Temperaturen. Das Wetter ist dabei recht wechselhaft.

Deutschlandkarte mit Temperatruen

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Schneefall

Schneefall: Die Auslösung von Niederschlag in Form von Schnee, hauptsächlich infolge langsamer Hebung der Luft in Schichtwolken (Nimbostratus), die zu verbreitetem und oft länger anhaltendem Schneefall führt, oder durch kräftige Konvektion in Schauerwolken (Cumulonimbus), die kurzzeitigen, räumlich begrenzten und meist großflockigen Schneefall verursacht.

Außerdem im Wetterlexikon: Was ist Schnee

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Tageslänge nimmt langsam zu

Nach dem kürzesten Tag des Jahres am 22. Dezember geht es nun langsam wieder aufwärts mit der Tageslänge. So kann die Sonne derzeit im Norden etwa 7,5 Stunden, im Süden maximal etwa 8,5 Stunden scheinen. Ende Januar sind es dann schon mehr als 9 Stunden, Ende Februar sogar schon 11 Stunden. So wird auch die Sonne bei uns allmählich wieder kräftiger. Daher sind die kältesten Tage im langjährigen Mittel in Deutschland etwa Mitte Januar zu erwarten.

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Dezember sehr sonnig und trocken

Der Dezember 2016 fiel von Ort zu Ort teilweise recht unterschiedlich aus. Häufige Hochdruckwetterlagen sorgten für ruhiges Wetter, teils mit Sonnenschein, teils aber auch mit zähem Nebel. In den Niederungen und Tälern im Süden und Südwesten war es aufgrund einer bodennahen Kaltluftschicht oft deutlich kälter als in den höheren Lagen. So fiel der Monat dort teilweise kälter als im langjährigen Mittel aus, so z.B. in Lahr mit einer Abweichung von minus 2,1 Grad. Im Norden und auf den Bergen war es dagegen mit Abweichungen von plus 1 bis fast 3 Grad recht mild. Auch beim Sonnenschein waren die Berge bevorzugt, wobei die Sonnenstunden im Dezember allerdings fast überall deutlich über den Sollwerten lagen. In Kempten schien die Sonne mehr als 150 Stunden! Ausnahmen bildeten Gebiete, die öfter im Nebel lagen, und der Nordwesten. In Schleswig-Holstein wurden teilweise nur 25 Sonnenstunden erreicht. Der Dezember war zudem sehr trocken. Lediglich nordöstlich der Elbe wurden die Sollwerte örtlich fast erreicht oder knapp überschritten. Im äußersten Süden wurden noch nicht einmal 10 Prozent der sonst üblichen Niederschläge erreicht.

Monatswerte für den Dezember 2016

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Hoch- und Tiefnamen 2017

Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. Seit 2002 gibt es die Möglichkeit, Wetterpate zu werden. Dadurch wird die studentische Wetterbeobachtung an der Wetterstation Berlin-Dahlem unterstützt, die seit März 2002 für die ununterbrochene Fortführung einer der längsten Beobachtungsreihen der Welt sorgt. In diesem Jahr werden die Hochdruckgebiete mit weiblichen, die Tiefdruckgebiete mit männlichen Vornamen versehen. So wird das erste Hoch den Namen Angelika, das erste Tief des Jahres den Namen Axel tragen.

Wetterpatenschaft

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