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Nachrichten rund ums Wetter

Pforzheim-Tornado 1968

Heute vor genau 52 Jahren gab es einen der wohl stärksten in Deutschland beobachteten Tornados. Der Pforzheim-Tornado richtete am 10. Juli 1968 in einer langen Schneise von den Vogesen bis nach Baden-Württemberg große Schäden an. Dabei war unter anderem die Stadt Pforzheim direkt betroffen. Durch den Tornado kamen zwei Menschen ums Leben, über 200 Verletzte mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Der Tornado trat in den Abendstunden in Verbindung mit starken Gewittern auf, die sich nach einem sommerlich heißen Tag entwickelt hatten. Er erreichte mit Windgeschwindigkeiten von über 330 km/h Stufe 4 der Fujita-Skala.

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Hochwasser-Katastrophe im Gottleuba-Tal im Juli 1927

Am 8. Juli 1927, sowie in der folgenden Nacht kam es zu schweren Regenfälle im Osterzgebirge (vor allem im Einzugsbereich der Flüsse Gottleuba und Müglitz). Die Folge waren verheerende Überschwemmungen mit Flutwellen bis zu 6 Metern Höhe. Die Gottleuba, normalerweise nur 3 bis 4 Meter breit, erreichte stellenweise eine Breite bis zu 100 Metern. Neben den unzählbaren Zerstörungen durch das Hochwasser selbst sowie durch mitgerissene entwurzelte Bäume und Geröll verloren rund 160 Menschen ihr Leben.

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Der Blick aufs Niederschlagsradar

Die Radarmeteorologie bezeichnet ein Teilgebiet der Meteorologie, dass sich zur Untersuchung und Ortung von Wolken und Niederschlägen des Radars bedient. Das Niederschlagsradar zeigt dabei die Regenintensität in verschiedenen Farben an. Gemessen wird das Reflexionssignal von Wolken und Regentropfen zur Sendestation. Vor allem bei wechselhaften Wetterlagen lohnt sich der Blick aufs Radar, denn rasch lassen sich Zuggeschwindigkeiten und Intensitäten von regenreichen Wolkenfeldern ablesen.

Aktuelles Niederschlagsradar Deutschland

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Wetterstationen

Um das Wetter richtig vorhersagen zu können, muss man den aktuellen Zustand unserer Atmosphäre zunächst einmal exakt erfassen. Dazu nutzen die Meteorologen neben Satellitendaten und Radarbildern auch die an weltweit etwa 10.000 Wetterstation registrierten Daten. Diese Wetterstationen sind alle mit einer Vielzahl von meteorologischen Messgeräten ausgestattet, die unter anderem Daten zur Temperatur, zur Luftfeuchte, zum Luftdruck, zum Wind oder zum Niederschlag erfassen. Dabei wird sehr viel Wert auf die Genauigkeit und die Vergleichbarkeit der Instrumente gelegt, denn ein falsch bestimmter Ausgangszustand kann im Endeffekt zu fehlerhaften Wettervorhersagen führen.

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Beeinflusst der Mond unser Wetter?

Viele Menschen sind der Meinung, dass der Mond auch das Wetter beeinflusst. Doch wissenschaftlich betrachtet hat er keinen direkten Einfluss auf unsere Wettersysteme. Während er durch seine Anziehung die Pegel der Weltmeere um etwa einen Meter ansteigen lässt und sogar die Erdkruste zweimal täglich um 30 bis 40 cm anhebt, hat die Atmosphäre einfach zu wenig Masse, um solchen Schwankungen zu unterliegen. Die Dichte der Luft ist etwa 800-mal geringer als die von Wasser, somit ist der Einfluss des Mondes auch 800-mal schwächer. Die bewirkte Luftdruckschwankung ist beispielsweise viel kleiner als diejenige, die allein durch das Aufheizen der Luft im Tagesgang durch die Sonne verursacht wird. Auch wenn kein direkter Einfluss des Mondes auf unser Wetter nachweisbar ist, kann er es zumindest indirekt kurzzeitig beeinflussen. Bei einer Sonnenfinsternis durch den Mond kommt es zu einer vorübergehenden Temperaturabsenkung im Kernschatten. Zudem sorgen die Gezeitenkräfte des Mondes auch für ein Abbremsen der Drehbewegung der Erde. Ohne diese würde sich die Erde 3 bis 4-mal schneller drehen, und ein Tag würde nur 6 bis 8 Stunden dauern. Infolgedessen gäbe es stärkere Stürme und extreme Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten. Auch wenn der Mond also keinen direkten Auswirkungen auf unser Wetter hat, sorgt er dafür, dass klimatisch ein angenehmes Leben auf der Erde möglich ist.

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Geburtstag von Vincent Joseph Schaefer

Am 4. Juli 1906 wurde Vincent Joseph Schaefer geboren. Am 13. November 1946 gelang es dem Meteorologen durch Ausstreuen von Trockeneis in unterkühlten Wolken künstlich Schneefall zu erzeugen. Schaefer machte weitere Testflüge mit Trockeneis, dabei impfte er im Dezember 1946 Wolken über dem Ort Schenectady im Staate New York. Später gab es in der Region die heftigsten Schneefälle des Winters. Obwohl sich Schaefer sicher war, dass er nicht der Auslöser dafür sein konnte, verbot die Rechtsabteilung seines Arbeitgebebers "General Electric" alle weiteren Versuche. Seinem Chef, dem Chemie-Nobelpreisträger Langmuir, gelang es allerdings, dass US-Militär zu interessieren. Wenige Monate später wurden die Experimente dann mit Siberjodid fortgeführt. Schaefer starb 1993 übrigens in Schenectady, dem Ort der von "seinen" Schneefällen damals am stärksten betroffen war.

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Globalstrahlung

Die Globalstrahlung ist die Summe aus direkter Sonnenstrahlung und diffuser Himmelsstrahlung, die auf eine bestimmte Fläche trifft. Die diffuse Himmelsstrahlung entsteht durch Streuung der solaren Strahlung an Wolken, Wasser- und Staubteilchen. Seit der Industrialisierung hat die Globalstrahlung in Mitteleuropa um etwa 5 Prozent, lokal um über 10 Prozent abgenommen. Mittlere Tagessummen bei mittlerer Bewölkung sind beispielsweise für Hamburg im Juni 1872 Joule, im Dezember 146 Joule pro Quadratzentimeter, für Wien im Juni 1947 Joule, im Dezember 230 Joule pro Quadratzentimeter. Die Jahressumme der Globalstrahlung wird meist in kWh pro Quadratmeter angegeben. Sie liegt in Deutschland zwischen 900 und 1200 kWh pro m² und Jahr, in der Sahara bei etwa 2500 kWh pro m² und Jahr.

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