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Nachrichten rund ums Wetter

Sehr milder Januar 2020, an der Küste nass, im Süden sonnig

Der erste Monat des neuen Jahres 2020 war deutlich zu mild gegenüber den 30jährigen Mittelwerte der Jahre 1981-2020. Laut den Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes war es einer der 10 wärmsten Januarmionate seit Beginn regelmäßiger Messungen im Jahre 1881. Recht nass war der Januar 2020 nur an der Küste. In der Mitte und im Süden blieb es dagegen teilweise deutlich zu trocken. In Mittelfranken fiel zum Beispiel gerade einmal nur etwa ein Drittel der sonst üblichen Niederschlagsmenge. Besonders viel Sonnenschein konnte man in Thüringen, in Sachsen sowie im Süden von Baden-Württemberg und in Südbayern genießen.

Wetterwerte deutscher Wetterstationen aus dem Januar 2020

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Frühling am Wochenende, Winter ab Mitte kommender Woche?

Das Wetter spielt bei uns in den nächsten Tagen etwas verrückt. Nach dem nasskalten Wetter heute und morgen mit Schnee und Graupel bis teilweise in tiefe Lagen wird es am Wochenende und zu Beginn der kommenden Woche mit Höchstwerten von örtlich 15 Grad schon fast frühlinghaft mild. Aber die Modelle deuten einen möglichen Wintereinbruch von Norden ab 5./6. Februar an.

Wetetrvorhersage für Deutschland für Samstag 01.02.2020

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Extreme Kälte in Norwegen vor 21 Jahren

Heute vor 21 Jahren wurde eine der niedrigsten Temperaturen in Europa und gleichzeitig der niedrigste Temperaturwert Norwegens im 20. Jahrhundert gemessen. -51,2°C waren es am 28.01.1999 in Karasjok, in der Finnmark im Norden Norwegens gelegen. Während dieser Kälteperiode lag die Tiefsttemperatur in Karasjok drei Tage und in Kautokeino einen Tag unter -50°C. Doch der "ewige" norwegische Kälterekord blieb bestehen. Im 19. Jahrhundert war es am 01.01.1886 ebenfalls in Karasjok schon einmal noch 0,2 Grad kälter, an jenem Tag wurden -51,4°C gemessen. Doch gibt es in Skandinavien mitunter noch niedrigere Temperaturen. In Vuoggatjaalme, im schwedischen Lappland, wurde am 02.02.1966 eine Tiefsttemperatur von -52,6°C gemessen. Doch es geht noch kälter. Europaweit sind vermutlich jene -58,1°C vom 31.12.1978 in Ust-Schugor (Russland) der niedrigste Temperaturmesswert. Ust-Schugor liegt in 85 Meter Höhe im äußersten Osten Europas unweit des Urals auf etwa 64° nördlicher Breite.

Aktuelle Tageswerte von Wetterstationen aus Norwegen

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Die Satellitenbilder des Jahres 2019 - in einem Video

Die EUMETSAT (Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten) in Darmstadt betreibt die europäischen Meteosat- und MetOp-Wettersatelliten. Eumetsat hat ein Video bestehend aus Bildern der geostationären Satelliten von EUMETSAT, NOAA, CMA und JMA und der polarumlaufenden Metop-Satelliten erstellt, die das ganze Wetterjahr 2019 zeigen.

Der globale Satellitenfilm 2019 (Quelle Eumetsat)

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1058 hpa, höchster je gemessener Luftdruck in Deutschland

Der höchste je in Deutschland gemessene Luftdruck wurde am 23. Januar 1907 in Berlin registriert und lag bei 1058 Hektopascal. Solch extrem hohe Luftdruckwerte sind in Deutschland sehr selten und nur in den Wintermonaten möglich. Deutlich stärkere Hochdruckgebiete gibt es jedoch noch über Russland. Der Rekordluftdruck weltweit wurde am 31.12.1968 über Nordwest-Sibirien registiert. Damals zeigten die Barometer in der Stadt Agata ein Luftdruck von 1084 Hektopascal an.

Aktueller Luftdruck in Deutschland

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Unwetter auf der Iberischen Halbinsel durch Sturmtief Gloria

Das Sturmtief Gloria, das sich über dem westlichen Mittelmeer gebildet hatte, sorgte vor allem im Osten Spaniens in den letzten Tagen für zum Teil starke Regen- und Schneefälle. Stark betroffen war auch Katalonien und die Region um Barcelona. In Barcelona wurden am 21. Januar in 24 Stunden bis zu 123 Liter, in der Provinz Tarragona bis zu 228 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen. Der Wind peitschte das Meer mit Böen teilweise über 100 km/h auf. In den Bergen kam es zu Schneestürmen und Lawinenabgängen. Am Montag 20. Januar lag der Schwerpunkt der Niederschläge noch in den Provinzen Valencia und Alicante, dort wurden bis zu 190 Liter pro Quadrtameter in 24 Stunden registriert. Besonders stark getroffen waren auch die Balearen, auf die das Sturmtief zuerst getroffen war. Bis zu 158 Liter Regen fielen dort in 24 Stunden. Die Sturmböen erreichten nach Messwerten des spanischen Wetterdienstes dort bis zu 110 km/h. An den Küsten kam es durch starken Wellengang zu Überschwemmungen.

Wetterwerte spanischer Wetterstationen

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Sehr trockener Start in das Jahr 2020 im Süden Deutschlands

Das neue Jahr 2020 begann im Süden Deutschlands sehr trocken. Bisher sind in München, Nürnberg, Stuttgart und Augsburg oder auch am Bodensee erst weniger als 10 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen worden. Das entspricht nicht einmal einem Viertel der sonst in einem durchschnittlichen Januar zu erwartenden Niederschlagsmenge. Und das trotz sehr milder Temperaturen. Mildes Wetter bedeutet nämlich im Winter häufig auch nasses Wetter, da dann die Luft mit westlichen Winden vom Atlantik zu uns nach Mitteleuropa kommt.

Niederschlagssummen für deutsche Wetterstationen

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Januar 2007: Orkan Kyrill sorgt für Chaos in Deutschland

Vom 18. auf den 19.Januar 2007 zog einer der stärksten Stürme der letzten 20 Jahre über Deutschland hinweg. Auf den Bergen wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Km/h erreicht. Aber auch in den Niederungen gab es häufig Orkanböen um 120 Km/h, so zum Beispiel in Berlin, in Dresden oder in München. In Düsseldorf wurden sogar 145 Km/h registriert. Die Schäden waren enorm. In Deutschland waren mindestens 10 Tote zu beklagen, die Wälder wurden stark geschädigt und erstmals wurde in ganz Deutschland der Bahnverkehr eingestellt!

Maximale Windböen am Düsseldorfer Flughafen

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Nach Berechnung des japanischen Wetterdienstes 2019 global gesehen zweit wärmstes Jahr seit 1891

Nach Berechnungen des japanischen Wetterdienstes und des Tokyo Climate Center war das Jahr 2019 global gesehen das bisher zweit wärmste Jahr sei 1891. Die Temperaturen lagen 0,42 Grad über dem Mittel der Jahre 1981-2010 und 0,78 Grad über dem Mittel des 20. Jahrhunderts. Das bisher wärmste Jahr war 2016.

Originaltext des japanischen Wetterdienstes in englischer Sprache

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15. Januar 1362, zweite Marcellusflut

Am 15. Januar 1362 begann die zweite Marcellusflut (andere Bezeichnung: Grote Mandränke). Sie dauerte drei Tage. Angeblich sollen an der gesamten Nordseeküste 100.000 Menschen ertrunken sein. In dieser Sturmflut ging, neben zahlreichen Dörfern, der Ort Rungholt unter. Lange Zeit war Rungholt sagenumwoben. Erst zwischen den Jahren 1921 bis 1938 wurden durch Ebbe und Flut südlich der Hallig Südfall (zwischen Nordstrand und Pellworm) Überreste von Rungholt vorübergehend freigespült und systematisch untersucht. Eine der Legenden, die sich übrigens immer noch halten besagt, dass bei ruhigem Wetter die Glocken Rungholts unter der Wasseroberfläche zu hören seien!

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2019 wärmstes und trockenstes Jahr in Australien seit Beginn regelmäßiger Messungen

Das Jahr 2019 war laut dem Australischen Wetterdienst das bisher wärmste Jahr seit Beginn regelmäßiger Messungen 1910. Die Jahresmitteltemperatur lag 1,52 Grad über dem Mittel der Jahr 1961-1990. Mit einer positiven Abweichung von 1,33 Grad war das Jahr 2013 das bisher wärmste. Auch das 2. Jahrzehnt brachte die bisher höchsten Temperaturen seit Messbeginn. Außerdem war es in 2019 deutlich zu trocken. Mit im Landesdurchschnitt nur 278 Liter Niederschlag pro Quadratmeter war es das bisher trockenste Jahr seit 1900.

Orignal-Bericht des australischen Bureau of Meteorology

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Alpengebiet nassteste Region Deutschlands 2019

Wie zu erwarten war auch 2019 das Alpengebiet die nasseste Region in Deutschland. Am meisten Niederschlag fiel mit 2560 Liter pro m² auf der Zugspitze, nur knapp weniger (2448 Liter pro m²) waren es in Balderschwang im Allgäu. Aber auch im Schwarzwald war es wieder sehr nass. In Baiersbronn wurden an der Passhöhe Ruhestein 2273 Liter pro m² gemessen, in Todtmoos 1894 Liter. Mehr als 2000 Liter Jahresniederschlag wurden auch in Aschau, Kreuth und Jachenau erreicht.

Jahreswerte des Niederschlags für deutsche Wetterstationen

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2019 bis zu 87 Sommertage in Deutschland

87 Sommertage, d. h. Tage mit einem Maximum über 25 Grad, wurden im Jahr 2019 in Waghäusel im Landkreis Karlsruhe gemessen. Mit 86 Sommertagen knapp dahinter lag die Wetterstation in Kitzingen in Mainfranken. 84 Tage mit mehr als 25 Grad Höchsttemperatur waren es in Bernburg an der Saale. 80 und mehr Sommertage wurden zum Beispiel auch in Frankfurt am Main und in Regensburg gemessen. Trotzdem waren es insgesamt deutlich weniger Sommertage als noch 2018. Damals wurden maximal 114 Sommertage erreicht und an über 30 Stationen waren es mehr als 100 Sommertage.

Jahreswerte 2019 deutscher Wetterstationen

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2019 zweit wärmstes Jahr seit Beginn regelmäßiger Messungen 1881

Laut den Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes war das abgelaufene Jahr 2019 zusammen mit 2014 das bisher zweit wärmste Jahr seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen 1881. Vom Niederschlag her war es wieder feuchter als 2018, die Gesamt-Niederschlagsmenge für Deutschland lag aber auch 2019 noch unter dem 30jährigen Mittel der Jahre 1981-2010.

Jahresmittelwerte für Deutschland und die Bundesländer seit 1881

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3. Januar 1976, schwerste Sturmflut in Hamburg seit 1962

Nach der Jahrhundert-Sturmflut in Hamburg 1962 mit mehr als 300 Toten kam es am 3. Januar 1976 erneut zu einer schweren Sturmflut. Obwohl die Flut sogar etwa einen Meter höher auflief als die von 1962 und die höchsten bisher gemessenen Pegelstände in Hamburg erreicht wurden, schützen die nach 1962 erhöhten und befestigten Deiche die Hansestadt diesmal.

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Hochrhein sonnigste Region im Jahr 2019

Die sonnigste Region 2019 war der Hochrhein, 2126 wurden in Rheinfelden gemessen, der 2. Platz geht an Stuttgart mit 2098 Stunden, der 3. Platz geht an Mühlacker an der Enz mit 2085 Stunden. Mehr als 2000 Sonnenstunden wurden zum Beispiel auch in Berlin, München, Nürnberg, Dresden, am Bodensee oder in Potsdam erreicht.

Jahreswerte deutscher Wetterstationen im Jahr 2019

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Sehr milder und sonniger Dezember 2019 in Deutschland

Der Dezember 2019 war mit einer positiven Abweichung von 2 bis 3 Grad deutlich zu mild im Vergleich zu den 30jährigen Mittelwerten der Jahre 1980 bis 2010. Damit war es der dritte deutlich zu milde Dezembermonat in Folge. Außerdem war der letzte Monat des Jahres 2019 sehr sonnig, In Stuttgart wurde mit 110 Sonnenstunden sogar mehr als doppelt so viel Sonnenschein beobachtet wie im langjährigen Durchschnitt. Der Dezember war häufig zu trocken. Zu nass war es vor allem im Westen und in der Mitte Deutschland, so zum Beispiel in Rhein-Main-Gebiet oder im Saarland.

Dezemberwerte deutscher Wetterstationen

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Tage werden langsam wieder länger!

Nach dem kürzesten Tag des Jahres am 22. Dezember, geht es nun langsam wieder aufwärts mit der Tageslänge. So kann die Sonne derzeit im Norden etwa 7,5 Stunden, im Süden maximal etwa 8,5 Stunden scheinen. Ende Januar sind es dann schon mehr als 9 Stunden, Ende Februar sogar schon 11 Stunden. So wird auch die Sonne bei uns allmählich wieder kräftiger. Daher sind die kältesten Tage im langjährigen Mittel in Deutschland in etwa Mitte Januar zu erwarten.

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Hoch- und Tiefnamen 2020

Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. Seit 2002 gibt es die Möglichkeit, Wetterpate zu werden. Dadurch wird die studentische Wetterbeobachtung an der Wetterstation Berlin-Dahlem unterstützt, die seit März 2002 für die ununterbrochene Fortführung einer der längsten Beobachtungsreihen der Welt sorgt. In diesem Jahr werden die Hochdruckgebiete mit männlichen, die Tiefdruckgebiete mit weiblichen Vornamen versehen. So wird das erste Hoch den Namen Almar, das erste Tief des Jahres den Namen Amrei tragen.

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