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Nachrichten rund ums Wetter

Entdeckung der Stratosphäre

Am 31. Juli 1901 führten die beiden Meteorologen Arthur Berson und Reinhard Süring einen bemannten Ballonaufstieg in eine Höhe von 10500 Metern durch. Ehe beide ohnmächtig wurden, lasen sie ihre Messinstrumente ab. Grund für dieses Wagnis waren die Zweifel an den Daten ihrer Messinstrumente bei unbemannten Wetterballons, da sie ab einer bestimmten Höhe wieder eine Zunahme der Temperaturen anzeigten. Beide Meteorologen erlangten beim Absinken des Ballons wieder das Bewusstsein und konnten sicher landen. Obwohl sie die Stratosphäre nicht erreichten, brachte der Vergleich von Messdaten mit einem parallel von ihrem Chef Richard Assmann durchgeführten unbemannten Sondenaufstieg die gleichen Ergebnisse. Der unbemannte Ballon stieg aber noch höher, und die Temperatur nahm wieder zu. Somit war dies ein erster Schritt zur Entdeckung der Stratosphäre mit ihren anteigenden Temperaturen.

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Beeinflusst der Mond unser Wetter?

Viele Menschen sind der Meinung, dass der Mond auch das Wetter beeinflusst. Doch wissenschaftlich betrachtet hat er keinen direkten Einfluss auf unsere Wettersysteme. Während er durch seine Anziehung die Pegel der Weltmeere um etwa einen Meter ansteigen lässt und sogar die Erdkruste zweimal täglich um 30 bis 40 cm anhebt, hat die Atmosphäre einfach zu wenig Masse, um solchen Schwankungen zu unterliegen. Die Dichte der Luft ist etwa 800-mal geringer als die von Wasser, somit ist der Einfluss des Mondes auch 800-mal schwächer. Die bewirkte Luftdruckschwankung ist beispielsweise viel kleiner als diejenige, die allein durch das Aufheizen der Luft im Tagesgang durch die Sonne verursacht wird. Auch wenn kein direkter Einfluss des Mondes auf unser Wetter nachweisbar ist, kann er es zumindest indirekt kurzzeitig beeinflussen. Bei einer Sonnenfinsternis durch den Mond kommt es zu einer vorübergehenden Temperaturabsenkung im Kernschatten. Zudem sorgen die Gezeitenkräfte des Mondes auch für ein Abbremsen der Drehbewegung der Erde. Ohne diese würde sich die Erde 3 bis 4-mal schneller drehen, und ein Tag würde nur 6 bis 8 Stunden dauern. Infolgedessen gäbe es stärkere Stürme und extreme Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten. Auch wenn der Mond also keine direkten Auswirkungen auf unser Wetter hat, sorgt er dafür, dass klimatisch ein angenehmes Leben auf der Erde möglich ist.

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Wolkenarten

Man unterscheidet in der Meteorologie zwischen verschiedenen Wolkenarten, und zwar je nach der Höhe über dem Erdboden, in der sie vorkommen. Dabei nimmt man jeweils die Untergrenze der Wolken als Anhaltspunkt. Unterschieden wird zwischen tiefen, mittelhohen und hohen Wolken. Im Sommer haben wir es am häufigsten mit sogenannten Haufenwolken zu tun. Der Cumulus ist dabei die typische sommerliche Schönwetterwolke. Sie bildet sich im Laufe des Tages durch von der Sonne erwärmte und aufsteigende Luftpakete. Aus einem Cumulus können sich bei entsprechender Wetterlage aber auch kräftige Schauer- und Gewitterwolken entwickeln. Man nennt diese Wolke dann Cumulonimbus. Sie hat häufig das Aussehen eines Ambosses und ist in ihrem oberen Teil vereist. Im Winter treten solche hochreichenden Gewitterwolken nur selten auf. Meist findet man tiefe Wolken am Himmel, die wir mit trüben Nebel- und Hochnebellagen in Verbindung bringen. Am häufigsten treten dann der Stratus (Schichtwolke) und der Stratocumulus (Haufenschichtwolke) auf. Beide bestehen überwiegend aus Wassertröpfchen, können aber auch kleine Schneekörner oder Eiskristalle enthalten. Niederschlag fällt aus ihnen aber kaum.

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Wetter zu Wochenbeginn

Am Montag geht die Schauer- und Gewittertätigkeit durch ein Hoch über dem Südwesten in vielen Gebieten zurück,und die Sonne setzt sich wieder häufiger durch. Im äußersten Osten und Südosten überwiegen Wolken, und hier und da fallen noch Schauer oder gehen kurze Gewitter nieder. Die Temperaturen steigen auf 24 bis 30 Grad. Der Wind weht im Südwesten schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Sonst kommt der Wind schwach bis mäßig mit frischen, an den Küsten mit starken Böen aus Ost bis Nordost. Am Dienstag scheint im äußersten Norden und Osten tagsüber bei eher geringer Schauerneigung häufig die Sonne. Im Tagesverlauf entwickeln sich vor allem im Süden und dann auch im Westen und in Thüringen einige zum Teil auch kräftige Schauer. Stellenweise entladen sich Gewitter. 20 bis 31 Grad. Es weht ein schwacher, teilweise mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

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Deutscher Hitzerekord wahrscheinlich übertroffen

Der deutsche Hitzerekord von 40,3 Grad lag bisher bei 40,3 Grad, gemessen im Jahre 2015 im unterfränkischen Kitzingen. Gestern wurden an der Wetterstation am Flugplatz in Geilenkirchen am Niederrhein 40,5 Grad gemessen. Allerdings wird dieser Wert noch vom Deutschen Wetterdienst geprüft. Schon heute könnte dieser neue Hitzerekord aber schon wieder Geschichte sein.

Wetterdaten vom 24. Juli 2019

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Global wärmster Juni seit 1880

Der Juni 2019 war laut des amerikanischen Wetterdienstes NOAA global gesehen der wärmste Junimonat seit Beginn regelmäßiger Messungen im Jahre 1880. Die über alle Land- und Meeresflächen gemittelte Temperatur betrug 16,55 Grad und lag damit 0,95 Grad über dem langjährigen Mittelwert sowie 0,02 Grad über dem bisherigen Rekord-Juni aus dem Jahr 2016. Damit wurden neun der zehn wärmsten Junimonate aller Zeiten seit 2010 verzeichnet. Es war außerdem der 43. zu warme Juni und der 414. zu warme Monat in Folge. In Europa gab es den wärmsten Juni seit Messbeginn. Die Juni-Ausdehnung der Eisfläche in der Arktis war die zweitgeringste seit den ersten Satellitenmessungen 1979. In der Antarktis wurde sogar die geringste Ausdehnung gemessen.

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Die Hundstage

Die Hundstage sind ein Ausdruck für die zeitliche Phase der heißesten Tage des Jahres. Diese fallen in unseren Breiten normalerweise in den Zeitraum vom 23.7. bis 23.8. Im langjährigen Mittel ist der 27.7. in Mitteleuropa der wärmste Tag. Der Name Hundstage leitet sich vom Sternbild des Großen Hundes ab, in dem als hellster Stern des Himmels (außer der Sonne) der Sirius leuchtet.

Rekorde an deutschen Wetterstationen

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Niedrigste je gemessene Temperatur

Am 21. Juli 1983 wurde an der russischen Wostok-Station in der Antarktis mit minus 89,2 Grad die bislang niedrigste Temperatur gemessen. Die Wostok-Station liegt im Wilkesland im Osten der Antarktis und wurde 1957 eröffnet. Die Durchschnittstemperatur an der Station liegt im Juli bei minus 66,7 Grad.

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Juli 2004 - Tornados in NRW

Am 18.7.2004 zogen ein oder zwei Tornados mit der Stärke F2/F3 von Viersen/Krefeld über Duisburg und Oberhausen bis nach Essen. Die angerichteten Schäden lagen bei über 100 Millionen Euro. Unter anderem wurden im Duisburger Hafen zwei Ladekräne umgeworfen. Einer stürzte auf ein Frachtschiff. Container wurden ins Hafenbecken geschleudert. Zahlreiche Häuser wurden abgedeckt, Stromleitungen zerstört, Bäume entwurzelt und Keller unter Wasser gesetzt. Bahnstrecken blieben tagelang gesperrt. Tornados treten bei uns im Vergleich zum mittleren Westen der USA nur selten auf. Etwa 30 dieser kleinräumigen Wirbelstürme werden jedes Jahr in Deutschland beobachtet. Ungefähr 300 sind es in ganz Europa. Tornados entwickeln sich immer nur im Zusammenhang mit kräftigen Gewitterwolken. Ihr Lebensdauer ist auf wenige Minuten bis zu einigen Stunden begrenzt. Der Durchmesser von Tornados beträgt meist nur wenige hundert Meter, so dass die Schäden auf einen engen Raum begrenzt sind. Die Stärke der Tornados wird über die Fujita-Skala angegeben. So werden in einem F0-Tornado Windgeschwindigkeiten bis zu 120, in den extremen F5-Tornados dagegen sehr starke Windböen bis zu 500 km/h erreicht.

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Vor 20 Jahren: Verheerendes Hochwasser an der Oder!

Das verheerende Oderhochwasser 1997 wurde durch starke Niederschläge in Schlesien Anfang Juli ausgelöst. Schon in den ersten 7 Tagen des Juli 1997 regnet es zum Beispiel in Schlesien so viel wie sonst im ganzen Monat. Aber erst eine zweite Starkregenperiode Mitte Juli sorgte für langanhaltende hohe Pegelstände, die die Deiche auch in den deutschen Odergebieten aufweichen und vielerorts brechen ließ. Im gesamten Juli 1997 fiel im Grenzgebiet zwischen Tschechien und Polen die drei- bis fünffache Menge Regen verglichen mit dem normalen 30-jährigen Julimittel.

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Die Heinrichsflut vom 15./16.7.1965

Nach extremen Unwettern und Starkregen kam es am 15./16.7.1965 zu Hochwasser in Nordhessen, Südniedersachsen. Ostwestfalen, sowie in Teilen Thüringens, Sachsens und Sachsen-Anhalts. Es gab Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. 16 Menschen kamen ums Leben. Diese Hochwasserkatastrophe wird auch als Heinrichsflut oder Schwarzer Freitag von Waldeck bezeichnet.

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Gründung Alfred-Wegener-Institut am 15.7.1980

Am 15.7.1980 wurde das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven gegründet. Es erforscht die Arktis, Antarktis aber auch gemäßigte Regionen im Bereich der Geologie, Biologie und Klimatologie. Neben dem Hauptsitz in Bremerhaven gibt es noch Außenstellen, u.a. in Potsdam, auf Helgoland, List (Sylt) auf Spitzbergen. Bekannt ist auch die Neumayer-Station in der Antarktis. Es werden drei Forschungsschiffe unterhalten, darunter die "Polarstern", sowie zwei Flugzeuge.

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Insel Rügen bisher sonnigste Region in Deutschland im Jahre 2019

Bisher sonnigste Region 2019 in Deutschland war etwa zur Jahresmitte mit 1217 Sonnenstunden die Insel Rügen, Platz 2 belegt Nürnberg mit 1214 Stunden Sonnenschein und den Bronze-Platz hat Rheinfelden am Hochrhein mit 1213 Stunden inne.

Jahreswerte 2019 Deutschland

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Hochwasser-Katastrophe im Gottleuba-Tal im Juli 1927

Am 8. Juli 1927, sowie in der folgenden Nacht kam es zu schweren Regenfälle im Osterzgebirge (vor allem im Einzugsbereich der Flüsse Gottleuba und Müglitz). Die Folge waren verheerende Überschwemmungen mit Flutwellen bis zu 6 Metern Höhe. Die Gottleuba, normalerweise nur 3 bis 4 Meter breit, erreichte stellenweise eine Breite bis zu 100 Metern. Neben den unzählbaren Zerstörungen durch das Hochwasser selbst sowie durch mitgerissene entwurzelte Bäume und Geröll verloren rund 160 Menschen ihr Leben.

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Der Blick aufs Niederschlagsradar

Die Radarmeteorologie bezeichnet ein Teilgebiet der Meteorologie, dass sich zur Untersuchung und Ortung von Wolken und Niederschlägen des Radars bedient. Das Niederschlagsradar zeigt dabei die Regenintensität in verschiedenen Farben an. Gemessen wird das Reflexionssignal von Wolken und Regentropfen zur Sendestation. Vor allem bei wechselhaften Wetterlagen lohnt sich der Blick aufs Radar, denn rasch lassen sich Zuggeschwindigkeiten und Intensitäten von regenreichen Wolkenfeldern ablesen.

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Wärmster Juni in Deutschland seit Messbeginn 1881

Der Juni war mit einer Mitteltemperatur von 19,8 Grad und einer positiven Abweichgun von 4,1 Grad der wärmste Junimonat in Deutschland seit Beginn regelmäßiger Messungen im Jahre 1881 und damit noch etwas wärmer als der Juni im Jahrhundertsommer 2003. Mit 55,6 Liter Regen pro Quadratmeter fiel nur 72 Prozent des 30jährigen Mittels für den Niederschlag. Dafür schien mit 308 Stunden überdurchschnittlich häufig die Sonne.

Gebietsmittelwerte für Deutschland und die Bundesländer

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Juni 2019 in Deutschland: Trocken, deutlich zu warm uns sehr sonnig

Der Juni 2019 war in Deutschland einer der wärmsten Juni-Monate seit Beginn regelmäßiger Messungen im Jahre 1881. Dazu schien häufig die Sonne, und in den meisten Regionen war es trocken oder auch deutlich zu trocken.

Monatswerte deutscher Wetterstationen

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Rekord-Monat Juni 2019

Die letzte Juni-Hälfte brachte bei uns eine extreme Hitzewelle. In der Saharaluft stiegen die Temperaturen auf bis dahin im Juni noch nicht erreichte Werte. Einen Höhepunkt gab es am Mittwoch 26 Juni, noch heißer war es aber gestern am 30. Juni mit Höchstwerten bis zu 39,6 Grad in Bernburg an der Saale und 39,3 Grad am Flughafen in Frankfurt. Vor allem am 30. Juni wurden an vielen Wetterstationen neue Hitzerekorde für den Monat Juni seit Beginn regelmäßiger Messungen aufgestellt.

Rekordwerte für den Juni an deutschen Wetterstationen

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