Nachrichten rund ums Wetter

Februar 1929 und 1956 kälteste Februarmonate seit 1881

Die Februarmonate der Jahre 1929 und 1956 waren die beiden bisher kältesten seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881. Die negativen Abweichungen vom langjährigen Monatsmittel lagen bei 10,5 Grad. Mehr als 6 Grad zu kalt waren u. a. auch die Februarmonate 1986, 1963 und 1947. Die kältesten Monate dieses Jahrhunderts waren bisher 2003, 2012 und 2018 mit einer negativen Abweichung vom MIttelwert von etwa 3 Grad.

Gebietsmittel der einzelnen Monate für Deutschland und die Bundesländer

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Geburtstag von Galileo Galilei

Am 15. Februar 1564 wurde der italienische Mathematiker, Physiker und Astronom Galileo Galilei in Pisa geboren. Zu seinen zahlreichen wissenschaftlichen Leistungen und Entdeckungen gehörte unter anderem die Erkenntnis, dass die Dichte von Flüssigkeiten von der jeweiligen Temperatur abhängt. Nach ihm wurde das Galileo-Thermometer benannt. Dieses besteht aus einem Glasrohr, das mit einer Flüssigkeit gefüllt ist, in der sich wiederum Glaskugeln befinden, die beispielsweise Alkohol enthalten. Sie besitzen eine ähnliche Dichte wie die Flüssigkeit um sie herum. Wird das Wasser des Glasrohrs nun erwärmt oder abgekühlt, dann bewegen sich die Glaskugeln je nach ihrer Dichte und der Temperatur entsprechend unterschiedlich hinauf oder hinab.

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Die Naturkatastrophe von Holstein 1648

Am 14. Februar 1648 kam es in den Holsteinischen Elbmarschen zu einer verheerenden Naturkatastrophe. Ein Orkan zog begleitet von Gewittern mit starken Regen- und Hagelschauern über das Gebiet hinweg. Auf der Elbe sanken zahlreiche Schiffe oder wurden gegen Ufer gedrückt. Kirchtürme, Häuserdächer und Bäume fielen dem Sturm zum Opfer. Zudem wurde eine Sturmflut, die Fastelabendsflut (Fastnachtsflut) ausgelöst. Diese überschwemmte die niedrig gelegenen Elbmarschen zum Teil meterhoch. Dabei kamen unzählige Menschen und Tiere ums Leben. Das Gebiet war wochenlang überflutet und verwüstet.

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Gründung der Mawson-Station im Jahr 1954

Am 13. Februar 1954 wurde die australische Mawson-Station an einer hufeisenförmigen Bucht an der Küste von Mac-Robertson-Land als erste permanente Station südlich des Polarkreises errichtet. Anfangs bestand die Station nur aus 3 Baracken, die von der ersten zehnköpfigen Überwinterungsmannschaft um zwei weitere Hütten erweitert wurden. Bis 1966 war die Anzahl der Gebäude bereits auf 50 angewachsen. Die Forschung im Bereich "Eis, Ozean, Atmosphäre und Klima" ist einer der vier Schwerpunkte auf der Station.

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Geburtstag von George Hadley

Vor 334 Jahren, am 12. Februar 1685 wurde George Hadley in London geboren. Er war eigentlich Rechtsanwalt von Beruf, doch er interessierte sich auch für Physik und Meteorologie. Er formulierte schon 100 Jahre vor Gapard Gustave de Coriolis im Jahr 1735 als Erster die Theorie der Passatzirkulation. Im selben Jahr wurde er in die Royal Society (britische Akademie der Wissenschaften, Gelehrtengesellschaft) gewählt. Nach ihm wurde später die Hadleyzelle benannt, welche die Ursache der Passatwinde ist und die Zirkulation zwischen Äquator und dem so genannten subtropischen Hochdruckgürtel beschreibt.

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Extreme Schneemengen 1951

Bereits im Januar 1951 kam es in den Alpen zu ungewöhnlich starken Schneefällen, in deren Folge bei zahlreichen Lawinenabgängen über 200 Menschen starben. Ab 4. Februar 1951 gab es erneut extreme Schneefälle. Mit einem kräftigen Südwind stellte sich auf der Alpennordseite Föhn ein, in der Südschweiz fielen dagegen bis zum 6. Februar über 2 Meter Schnee. Dann schneite es erneut vom 8. bis 11. Februar im Süden fast ununterbrochen. Insgesamt fielen südlich des Alpenhauptkamms gebietsweise über 4 Meter Schnee. Aber auch der Norden bekam bis Mitte Februar noch über 2 Meter Neuschnee ab. Anschließend gab es wieder ungezählte spontane Lawinenabgänge. In der Schweiz und Italien waren dabei mindestens 30 Menschenleben zu beklagen.

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Der Winter 1962/63

Der Winter 1962/63 war einer der strengsten Winter in Mitteleuropa. Nicht nur Deutschland war von der Kälte betroffen, auch der Alpenraum, Frankreich und sogar die Britischen Inseln. In Benelux war es zum Beispiel der kälteste Winter seit 1789. Damals froren zum letzten Mal Rhein und Bodensee zu. Insgesamt war der Bodensee seit Beginn der Aufzeichnung 875 nur 37 Mal zugefroren, vor 1962/1963 zuletzt im Jahre 1880.

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Geburtstag Wilson Bentley

Am 9. Februar 1865 wurde in Jericho (Vermont, USA) der US-amerikanische Schneeforscher und Fotograf Wilson Bentley geboren. Von Hauptberuf eigentlich Farmer, widmete er einen Großteil seiner Zeit der Fotografie und dem Erforschen von Schneekristallen. So gelang es ihm als einem der ersten Menschen, Schneekristalle unter dem Mikroskop zu fotografieren. Das dazu benötigte Verfahren erarbeitete er selbst. Er fotografierte insgesamt mehr als 5000 Schneekristalle, im Jahre 1931 veröffentlichte er ein Buch dazu.

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2018 globale gesehen viert wärmstes Jahr seit Beginn regelmäßiger Messungen

Nach Auswertungen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA war das Jahr 2018 das viert wärmste Jahr seit Beginn regelmäßiger Messnungen vor 139 Jahren. Platz 1 der wärmsten Jahre belegt 2016, den 2. Platz das Jahr 2015 und den 3. Platz das Jahr 2015. Die letzten vier Jahre waren also auch die vier wärmsten Jahre seit 1880. 9 der 10 wärmsten Jahre gab es seit 2005. Das Jahr 2018 war außerdem das 42. Jahr in Folge, dass gleich warm oder wärmer war als der Durchschnitt des 20. Jahrhunderts.

Originalartikel des amerikanischen Wetterdienstes NOAA (englische Sprache)

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Februar - statistisch der Monat der Hochdruckgebiete

Der Februar ist in der Statistik der Monat der Hochdruckgebiete. Häufig bestimmen sie in dieser Zeit das Wetter in unserer Region. Deshalb ist der Februar auch einer der trockensten Monate des Jahres. Die winterlichen Hochdruckgebiete bringen aber nicht immer nur Sonnenschein. Die Sonne ist auch im Februar noch immer nicht kräftig genug, um Nebel und Hochnebel komplett zu vertreiben. So bleibt es dann an manchen Tagen trübe und grau. Der Grund ist, dass sich in den Wintermonaten in den Hochdruckgebieten Temperatur-Inversionen ausbilden können. Absinkende Luftbewegungen in den Hochdruckgebieten führen zwar erst einmal zur Wolkenauflösung, aber auch zu einer Erwärmung der Luft in höheren Schichten (oberhalb etwa 700 bis 900 Metern Höhe). Am Boden kühlt sich die Luft in den klaren Nächten jedoch stark aus. Durch die Erwärmung in höheren Schichten wird die eigentliche Temperaturschichtung der unteren Atmosphäre, nämlich eine stetige Temperaturabnahme mit der Höhe um etwa 1 Grad pro hundert Meter, umgekehrt. Das heißt es kommt in einer Luftschicht von wenigen hundert Metern zu einem Temperaturanstieg. Diese relativ warme Luftschicht wirkt wie ein Deckel und schließt die unteren Luftschichten ab. Es kann kein Austausch zwischen den oberen und unteren Luftschichten stattfinden. Häufig entsteht dann an der Inversionsschicht auch eine Wolkendecke, die sich teilweise über Tage hinweg zäh hält und für trübes Wetter sorgt. Die Meteorologen nennen Sie eine Hochnebeldecke.

Zurzeit bestimmen aber kräftige Tiefdruckgebiete unser Wetter in Deutschland. Sie sorgen für wechselhaftes, stürmisches und sehr mildes Wetter. Erst im Laufe der nächsten Woche könnte wieder hoher Luftdruck überwiegen.

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Wetterstationen - Regionale Erfassung von Wetterdaten

Um das Wetter richtig vorhersagen zu können, muss man den aktuellen Zustand unserer Atmosphäre zunächst einmal exakt erfassen. Dazu nutzen die Meteorologen neben Satellitendaten und Radarbildern auch die an weltweit etwa 10000 Wetterstationen registrierten Daten. Diese Wetterstationen sind alle mit einer Vielzahl von meteorologischen Messgeräten ausgestattet, die unter anderem Daten zur Temperatur, zur Luftfeuchte, zum Luftdruck, zum Wind oder zum Niederschlag erfassen. Dabei wird sehr viel Wert auf die Genauigkeit und die Vergleichbarkeit der Instrumente gelegt, denn ein falsch bestimmter Ausgangszustand kann im Endeffekt zu fehlerhaften Wettervorhersagen führen.

Beispielhaft seien hier zwei Messgeräte etwas näher erläutert. Die Messung der Windgeschwindigkeit erfolgt in 10 Meter über den Boden mit einem sogenannten Schalenkreuz-Anemometer. Hierbei handelt es sich um ein horizontal auf einem Mast montiertes Windrad aus drei oder vier halbkugelartigen Schalen, das vom Wind angetrieben wird. Die Windrichtung kann zum Beispiel einfach durch eine Windfahne oder durch einen Windsack bestimmt werden. Bei professionellen Wetterstationen geschieht dies jedoch über elektrische Windrichtungssensoren. Die Niederschlagsmessung erfolgt über einen waagerecht installierten Niederschlagstrichter in einer Höhe von einem Meter über Grund, der eine Auffangfläche von 200 Quadratzentimeter hat. Die exakte Niederschlagsmessung erweist sich aber als schwierig. Zum einen wird bei starken Winden ein Teil des Niederschlags über den Trichter hinweg geweht, und man erhält zu geringe Mengen. Außerdem treten Probleme bei Schneefall auf, da der Schnee vor der Messung erst geschmolzen werden muss, und bei starkem Schneefall ebenfalls die Schneeflocken über den Auffangtrichter geweht werden. Meist sind jedoch schon beheizte Niederschlagsmesser im Einsatz.

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Die allergene Belastung durch Hasel- und Erlenpollen nimmt langsam zu

Trotz der noch häufig winterlichen Temperaturen der letzten Tage nimmt der Flug von Hasel- und Erlenpollen allmählich zu. Vor allem im Westen und Norden werden zurzeit bereits schwache bis mäßig hohe Konzentrationen in der Luft registriert. Durch die steigenden Temperaturen in den kommenden Tagen wird sich der Pollenflug von Hasel und Erle langsam weiter verstärken.

Vorhersage Pollenflug der Hasel

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Die Große Halligflut von 1825

Vom 3. bis 5. Februar 1825 hielt eine sehr schwere Sturmflut, auch Große Halligflut genannt, die Bewohner der deutschen, dänischen und niederländischen Küste in Atem. Auch das untere Weser- und Elbegebiet war betroffen. Grund dafür war ein kräftiges Orkantief, das die Wassermassen der Nordsee Richtung Küste drückte. Dabei brachen zahlreiche Dämme, die zum Teil noch nicht von den vorherigen Sturmfluten instand gesetzt worden waren. Es wurden neue Rekordwasserstände gemeldet. Etwa 800 Menschen ertranken in den Fluten. Die Insel Pellworm wurde vollständig überflutet. Das nördliche Jütland wurde zu einer Insel.

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1966: Wettersatellit ESSA-1 wird gestartet

Am 3. Februar 1966 wurde der amerikanische Wettersatellit ESSA-1 gestartet. Er gehörte zur ersten Generation von Satelliten des TIROS-Programmes (Television and Infrared Observation Satellite). Die Satelliten sollten Aufnahmen der Wolkenfelder übermitteln, mit deren Hilfe die Großwetterlage besser bestimmt und vorhergesagt werden konnte. Vor ESSA-1 waren seit 1960 bereits 10 Satelliten gestartet worden. Die aktuellen NOAA-Satelliten gehören zum Programm mit dem Namen Advanced TIROS-N.

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Februar bringt häufig die kältesten Temperaturen des Winters

Die kältesten Temperaturen im Winter werden bei uns häufig erst im Februar beobachtet. So wurde auch die bisher tiefste je in Deutschland gemessene Temperatur in einem Februar erreicht, und zwar am 12. Februar 1929 in Hüll (Kreis Pfaffenhofen/Ilm) in Niederbayern. Das Quecksilber ging damals auf bisher nicht wieder erreichte minus 37,8 Grad zurück. Der Februar 1929 war der eisigste Februar-Monat des 20. Jahrhunderts und der Winter insgesamt war so kalt, dass sogar der Rhein an vielen Stellen gefror.

https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/rekorde.asp

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Der Februar

Im Februar, dem letzten Monat des meteorologischen Winters, der die Monate Dezember, Januar und Februar umfasst, zeigen zunehmende Tageslänge und größer werdende Kraft der Sonne immer mehr Wirkung. Zurzeit verlängert sich die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bei uns in Deutschland schon wieder jeden Tag um 3 bis 4 Minuten. So beträgt die astronomisch mögliche Sonnenscheindauer Mitte Februar bereits täglich 10 Stunden. Zum Frühlingsanfang Ende März sind es dann sogar wieder mehr als 12 Stunden. Allerdings kann sich der Winter noch immer mit Macht bemerkbar machen. Auch längere Kälteeinbrüche von Norden und Osten sind keine Seltenheit. Der Februar ist der Monat der Hochdruckgebiete. Häufig bestimmen sie in dieser Zeit das Wetter in unserer Region. Deshalb ist der Februar im langjährigen Mittel auch einer der trockensten Monate des Jahres.

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