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Nachrichten rund ums Wetter

Verschiedene Formen der Eisablagerung

In der kalten Jahreszeit treten jetzt wieder die verschiedenen Formen der Eisablagerung auf. In klaren Nächten, häufig bei Windstille, bildet sich Reif. Wenn die Temperaturen an Oberflächen unter den Gefrierpunkt sinken, lagert sich dort der Wasserdampf in der Luft in Form verschiedenster Eiskristalle ab. Reif entsteht zum Beispiel auch auf im Freien stehenden Autos, so dass in den Morgenstunden dann der Eiskratzer zum Einsatz kommen muss. Reif stellt für Pflanzen und Bauwerke wie Hochspannungsleitungen oder Funktürme allerdings meist keine starke Belastung dar. Gefährliche Lasten können sich durch das sogenannte Rauheis bilden. Rauheis entsteht, wenn vom Wind herangeführte Wolken- oder Nebeltröpfchen sich bei Frost auf der Pflanze oder dem Gegenstand als Eis ablagern. Die Rauheis-Ablagerungen können ein so hohes Gewicht erreichen, dass Bäume oder Stromleitungen unter der Last zusammenbrechen (Eisbruch). Daher müssen diese Rauheis-Lasten beim Bau von Funkmasten oder Windanlagen immer berücksichtigt werden. Das Klareis entsteht ähnlich wie das Rauheis auch bei Wetterlagen mit dichtem Nebel. Allerdings ist der Wind hier ohne Bedeutung und das Klareis lagert sich auf allen Seiten der Objekte gleichmäßig ab. Auch beim Klareis kann es bei einer längeren Nebelperiode zu hohen Eislasten kommen. Rauheis- und Klareis-Ablagerungen treten bevorzugt in den Mittelgebirgen und den Alpen auf. Glatteis tritt auf, wenn unterkühlte Regentropfen auf gefrorenen Boden treffen. Sie führen dann augenblicklich zu teils extremer Glätte. Dieses Phänomen tritt häufig nach einer längeren Kälteperiode auf, wenn vom Atlantik die ersten Wetterfronten mit milderer Luft unsere Region erreichen, der Boden aber noch gefroren ist.

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5. Dezember 1952: Große Smog-Katastrophe in London

Am 5. Dezember 1952 begann die große Smog-Katastrophe in London. Über London hatte sich im Bereich einer Hochdruckzone eine Inversionswetterlage (Temperaturumkehr in der unteren Atmosphäre) eingestellt. Zudem war es recht kalt, so dass die Londoner kräftig einheizten. Zu den Emissionen aus Fabriken und Kraftwerken kamen so große Mengen an Kohlenrauch. Die Schadstoffe konnten aber auf Grund der Inversionswetterlage nicht entweichen. Am Abend verdichtete sich der Nebel. Die Sichtweite betrug teilweise nur noch 30 Zentimeter, die Menschen konnten also noch nicht einmal mehr die eigenen Beine sehen. Viele Menschen litten unter Atemwegsproblemen. Erst am 9. Dezember entspannte sich die Lage wieder. Nach verschiedenen Schätzungen starben im Dezember 1952 zwischen 4000 und 12000 Menschen an den Folgen des extremen Smogs.

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Der Herbst 2019 in Deutschland: Etwas zu mild, Niederschlag und Sonnenschein durchschnittlich

Der meteorologische Herbst 2019, der die Monate September, Oktober und November umfasst, war in Deutschland gegenüber dem 30jährigen Mittel 1981-2010 etwa 1 Grad zu warm. Die Niederschlagsmenge und die Sonnenscheindauer lagen dagegen in etwa im Bereich der langjährigen Mittelwerte.

Wetterwerte Herbst 2019 für Deutschland und die Bundesländer

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3.12. auf den 4.12.1999: Orkan "Anatol" sorgt in Norddeutschland und Dänemark für extreme Windböen

Vom 03. auf den 04.12.1999 zog der Orkan ANATOL über Dänemark und Norddeutschland hinweg. In Dänemark war er der schwerste Orkan des zwanzigsten Jahrhunderts. Im Norden Deutschlands und in Dänemark wurden dabei an vielen Stationen neue Rekordwerte für die Windgeschwindigkeiten aufgestellt. Auf Sylt wurde zum Beispiel eine Rekord-Windböe von 184 Km/h registriert, auch auf Fehmarn gab es mit 145 Km/h einen neuen Rekordwert. Fast 20 Menschen kamen während des Orkans ums Leben. An der dänischen und schleswig-holsteinischen Nordseeküste sorgte der starke Wind für Sturmfluten.

Wetterdaten der Station List auf Sylt

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Videos der ISS: Gewitter in der Nacht

In der Nacht zum 9. November flog die ISS vom Atlantik kommend nach Nordosten. Sie überquerte die Straße von Gibraltar, die als dünnes, schwarzes Band zwischen den von Stadtlichtern umrahmten Küstenlinien Spaniens und Marokkos zu sehen ist. Weiter im spanischen Inland (links im Bild) zeigt sich Madrid als besonders große Lichterinsel im dunkleren Landesinneren. Tiefschwarz hebt sich das Mittelmeer vom Festland ab, das jedoch von den Lichterinseln auf Ibiza und Mallorca unterbrochen wird. Allerdings ist nicht nur künstliches Licht zu sehen, denn über dem Mittelmeer ist ein sporadisches weißes Aufblitzen zu sehen. Hierbei handelt es sich um Gewitter, die zwischen Mallorca und Sardinien für unruhiges Wetter sorgten. Besonders kalte Luft in der Höhe sorgte für einen starken Temperaturunterschied zum warmen Mittelmeer darunter und so waren die Bedingungen gut für die Entstehung der nächtlichen Gewitter. Der Flug führte weiter entlang der französischen Küste, bis sich die schneebedeckten Alpen von der dunklen Umgebung abheben. Neben weiteren Gewittern ist hier Turin besonders auffällig. Die Stadt befindet sich direkt südlich (links) der Alpen.

Link zum aktuellen ISS-Video

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Meteorologischer Winterbeginn

Der meteorologische Winterbeginn ist bereits am 1. Dezember. Dass hat klimatologische Gründe. Zur Berechnung von klimatologischen Mittelwerten wie Mitteltemperaturen eignet sich die komplette Monatsspanne am besten. Der meteorologische Winter umfasst die Monate Dezember, Januar und Februar. Astronomisch gesehen beginnt der Winter dieses Jahr aber erst am 22. Dezember um genau 05:19 Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Dann erreicht die Sonne den südlichen Wendekreis, auf der Südhalbkugel beginnt jetzt der Sommer. Der 22.12. ist bei uns mit weniger als 8 Stunden auch der kürzeste Tag des Jahres.

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