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Nachrichten rund ums Wetter

Höchster gemessener Luftdruck weltweit

Der höchste je in Deutschland gemessene Luftdruck wurde am 23. Januar 1907 in Berlin registriert und lag bei 1058 Hektopascal. Solch extrem hohe Luftdruckwerte sind in Deutschland sehr selten und nur in den Wintermonaten möglich. Deutlich stärkere Hochdruckgebiete gibt es jedoch noch über Russland. Der Rekordluftdruck weltweit wurde am 31.12.1968 über Nordwest-Sibirien registriert. Damals zeigten die Barometer in der Stadt Agata ein Luftdruck von 1084 Hektopascal an.

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Schneekatastrophe in Deutschland zum Jahreswechsel 78/79

Vielen etwas Älteren ist sicher noch der extreme Wintereinbruch zum Jahreswechsel 1978/79 in Erinnerung geblieben. Während an Silvester die Temperaturen im Süden noch verbreitet mehr als plus 10 Grad erreichten, war es im Norden mit Temperaturen teilweise unter minus 15 Grad bereits bitterkalt. Bis zum Neujahrsmorgen erreichte die eisige Frostluft mit Temperaturen unter minus 10 Grad dann aber auch die Alpen. Vor allem in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kam es bei extremen Schneehöhen um 60 Zentimeter und starken Winden zu teils meterhohen Schneeverwehungen, die zu chaotischen Verhältnissen führten.

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27. Dezember 1978, höchste je am Südpol gemessene Temperatur

Am Südpol ist zurzeit Sommer. Die mittleren Temperaturen liegen an der Wetterstation am Südpol im Dezember bei minus 28 Grad, im Juli bei minus 60 Grad. Die tiefste bisher dort gemessene Temperatur liegt bei minus 82,8 Grad Celsius. Am wärmsten war es dort bisher mit einem Maximum von minus 13,6 Grad im Dezember 1978. In den letzten Tagen lagen die Höchsttemperaturen an der 2800 Meter hoch gelegenen Amundsen-Scott-Station bei minus 24 Grad. Noch kälter ist es normalerweise an der Station Wostok, die in 3400 Meter Höhe liegt und an einem Punkt in der Antarktis, der am weitesten von der Küste entfernt ist.

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26. Dezember 1999, Orkan Lothar fegt über den Süden Deutschlands

Am zweiten Weihnachtstag 1999 zog mit Orkan LOTHAR einer der verheerensten Stürme der letzten 100 Jahre über den Süden Deutschlands hinweg. Dabei wurden vielerorts neue Rekord-Windgeschindigkeiten registriert. In Karlsruhe wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 150, auf dem Feldberg im Schwarzwald sogar bis zu 210 Km/h gemessen. Noch heftiger war der Wind auf dem Wendelstein, wo die Windmesser unglaubliche 260 Km/h anzeigten. Die starken Windböen führten zu extremen Verwüstungen in den Wäldern, 17 Menschen kamen durch den Sturm allein in Deutschland ums Leben. Die Schadensumme von LOTHAR in ganz Europa liegt bei fast 12 Milliarden Euro.

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Kalendarischer Winteranfang am 22.12. um 5:19 Uhr MEZ

Ab morgen 5:19 Uhr Mitteleuropäischer Zeit ist auch aus kalendarischer Sicht Winter. Dann erreicht die Sonne den südlichen Wendekreis, auf der Südhalbkugel beginnt jetzt der Sommer. Der 22.12. ist bei uns mit weniger als 8 Stunden der kürzeste Tag des Jahres. Danach macht sie die Sonne langsam wieder auf den Weg nach Norden über den Äquator zum nördlichen Wendekreis, den sie schließlich zum Sommeranfang bei uns im Juni 2020 erreicht. Der meteorologische Winterbeginn war dagegen schon am 1. Dezember.

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1993, Jahrhundert-Hochwasser an Rhein und Mosel

Jahrhunderthochwasser zur Weihnachtszeit! 1993 gab es am Rhein und seinen Nebenflüssen ein extremes Hochwasser. Für viele Menschen an den Flüssen dort war es dass schlimmste Hochwasser des 20. Jahrhunderts. An vielen Pegeln wurden neue Rekordmarken erreicht. Das Wasser stieg sehr schnell, und viele Anwohner konnten ihr Hab und Gut nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ausgelöst wurde das Hochwasser von Tauwetter und heftigen Regengüssen. Weihnachten 2019 droht uns zum Glück kein neues Hochwasser.

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Weiße Weihnachten 2019 oder doch wieder Tauwetter?

Weiße Festtage wird es in diesem Jahr in Deutschland aller Voraussicht nach, wieder einmal, nicht geben. Stattdessen ist es viel zu mild. Der Wetterexperte vom Wetterkontor erklärt, woran das liegt.

Der Link zum Video

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Föhn in Deutschland

Wetterexperte Dr. Martin Gudd vom WetterKontor erklärt den Föhn. Heute und in der kommenden Nacht baut sich wieder eine Föhnlage an den Nordalpen auf mit Sturmböen in den Föhntälern und Orkanböen auf den Gipfeln der Alpen.

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Dezember 1287: Luciaflut an der Nordseeküste

Nach alten Aufzeichnungen kam es in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1287 durch die Luciaflut an der Nordseeküste zu schwersten Verwüstungen. Etwa 50.000 Menschen starben als viele ihrer Dörfer in den Fluten versanken. Diese Überschwemmung war die Vorstufe zur Bildung des Dollart (Bucht an der Emsmündung). In den Niederlanden entstand durch die Luciaflut die Zuidersee, eine nur 4 bis 5 Meter tiefe Meeresbucht, die Jahrhunderte später durch Eindeichung zum Ijsselmeer wurde. Benannt wurde die Flut nach der Heiligen Lucia von Syrakus, die am 13. Dezember ihren Gedenktag hat.

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13. Dezember 1867: Geburtstag von Kristian Birkeland

Am 13. Dezember 1867 wurde Kristian Birkeland geboren. Er war ein norwegischer Physiker. Er begann ab ca. 1890 das Polarlicht zu erforschen. Bei einer Expeditionen in den äußersten Norden Norwegens im Jahre 1897 kam er fast bei einem Schneesturm ums Leben. Bis zum Jahre 1903 erbaute er ein Beobachtungsnetz aus 4 Stationen. Er kam zu dem Schluss: Elektronen der Sonne würden die obere Atmosphäre zum Leuchten bringen. Da damals niemand etwas von der Existenz des Sonnenwindes wusste, wurde seine Theorien angezweifelt. Ihm gelang auch Polarlicht ähnliche Erscheinungen im Labor an einem Kugelförmigen Magneten zu erzeugen.

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Todestag Milutin Milankovic

Am 12. Dezember 1958 starb der jugoslawische Geophysiker und Mathematiker Milutin Milankovic. Bekannt wurde er in der Paläoklimatologie durch die Aufstellung der nach ihm benannten Milankovic-Zyklen. In der Paläoklimatologie geht es darum, die klimatischen Verhältnisse der erdgeschichtlichen Vergangenheit zu rekonstruieren. In den Milankovic-Zyklen werden die langjährigen Schwankungen der Sonnenstrahlungsintensität und die dadurch auftretenden natürlichen Klimaschwankungen und deren Ursachen beschrieben.

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Vor 29 Jahren: Schwere Verkehrsunfälle durch Nebel

Am 11. Dezember 1990 ereignete sich einer der vermutlich schwersten Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Nebel in der US-amerikanischen Geschichte als 99 Fahrzeuge auf der Route 75 in Tennessee kollidierten. 11 Tote und 65 Verletzte waren zu beklagen. In Deutschland gab es den größten Verkehrsunfall im Nebel am 19. Oktober 1990. Damals fuhren mindestens 121 Fahrzeuge (andere Quellen sprechen von 170 Fahrzeugen) auf der A9 in der sogenannten Münchberger Senke ineinander. 10 Personen kamen ums Leben, es gab 122 Verletzte. Also bitte Fuß vom Gas, wenn die Sicht gegen Null geht! Das gilt natürlich auch bei dichtem Schneetreiben.

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Frühester Sonnenuntergang

Jedes Jahr um die Wintersonnenwende tritt ein besonderer Effekt bei uns auf. Während der Tag des astronomischen Winterbeginns, in den meisten Jahren der 21. Dezember, wirklich der kürzeste Tag ist, findet der früheste Sonnenuntergang schon an den Tagen um den 10. Dezember statt. Dagegen tritt der späteste Sonnenaufgang erst an den ersten Januartagen auf. Eine Ursache für dieses Phänomen liegt in der Neigung der Erdachse. Außerdem ist die Bahn der Erde um die Sonne kein exakter Kreis, sondern nur eine kreisähnliche Ellipse. Beide Effekte überlagern sich und verursachen diese Verschiebung.

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Sommer zurzeit am Südpol

Am Südpol ist zurzeit Sommer. Die mittleren Temperaturen liegen an der Wetterstation am Südpol im Dezember bei minus 28 Grad, im Winter im Juli bei minus 60 Grad. Die tiefste bisher dort gemessene Temperatur liegt bei minus 82,8 Grad Celsius. Am wärmsten war es dort bisher mit einem Maximum von minus 13,6 Grad im Dezember 1978. In den letzten Tagen lagen die Höchsttemperaturen an der 2800 Meter hoch gelegenen Amundsen-Scott-Station zwischen minus 27 und minus 22 Grad. Noch kälter ist es normalerweise an der russischen Forschungsstation Wostok, die in 3400 Meter Höhe liegt und an einem Punkt in der Antarktis, der am weitesten von der Küste entfernt ist.

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Todestag des "Wetterpfarrers" Karl Ludwig Gronau

Am 8. Dezember 1826 starb der Berliner Pfarrer und Meteorologe Karl Ludwig Gronau. Er wurde am 7. Juni 1742 geboren. Seit seinem 14. Lebensjahr arbeitete er in der Wetterforschung und gilt als Begründer der wissenschaftlichen Wetterbeobachtung in Berlin. Der sogenannte "Wetterpfarrer" zeichnete 70 Jahre lang, von 1756 bis zum 30. November 1826 regelmäßig Wetterbeobachtungen auf, die er ab 1774 auch durch Messungen mit Thermometer und Barometer ergänzte. Damit trug er einen großen Beitrag zum Zustandekommen der fast kontinuierlichen 300-jährigen Berliner Temperaturreihe bei. Er untersuchte auch Zusammenhänge zwischen den Wintern in Grönland und Deutschland.

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7. Dezember 2001: Start von "TIMED" und "Jason1" ins All

Am 7. Dezember 2001 wurde der Satellit "TIMED" von der Air Force Base Vandenberg aus ins All befördert. "TIMED" (Thermosphere Ionosphere Mesosphere Energetics and Dynamics) untersucht die Dynamik in der Mesosphäre und der unteren Thermosphäre der Erdatmosphäre. Die ursprünglich nur auf zwei Jahre terminierte Mission wurde immer wieder verlängert. "TIMED" wurde zusammen mit "Jason 1" gestartet. Der Satellit "Jason 1" dient zur Meeresbeobachtung. Unter anderem können Meeresströmungen und Wellenhöhen bestimmt werden. Man hofft auf eine Verbesserung der El Niño Vorhersage.

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Verschiedene Formen der Eisablagerung

In der kalten Jahreszeit treten jetzt wieder die verschiedenen Formen der Eisablagerung auf. In klaren Nächten, häufig bei Windstille, bildet sich Reif. Wenn die Temperaturen an Oberflächen unter den Gefrierpunkt sinken, lagert sich dort der Wasserdampf in der Luft in Form verschiedenster Eiskristalle ab. Reif entsteht zum Beispiel auch auf im Freien stehenden Autos, so dass in den Morgenstunden dann der Eiskratzer zum Einsatz kommen muss. Reif stellt für Pflanzen und Bauwerke wie Hochspannungsleitungen oder Funktürme allerdings meist keine starke Belastung dar. Gefährliche Lasten können sich durch das sogenannte Rauheis bilden. Rauheis entsteht, wenn vom Wind herangeführte Wolken- oder Nebeltröpfchen sich bei Frost auf der Pflanze oder dem Gegenstand als Eis ablagern. Die Rauheis-Ablagerungen können ein so hohes Gewicht erreichen, dass Bäume oder Stromleitungen unter der Last zusammenbrechen (Eisbruch). Daher müssen diese Rauheis-Lasten beim Bau von Funkmasten oder Windanlagen immer berücksichtigt werden. Das Klareis entsteht ähnlich wie das Rauheis auch bei Wetterlagen mit dichtem Nebel. Allerdings ist der Wind hier ohne Bedeutung und das Klareis lagert sich auf allen Seiten der Objekte gleichmäßig ab. Auch beim Klareis kann es bei einer längeren Nebelperiode zu hohen Eislasten kommen. Rauheis- und Klareis-Ablagerungen treten bevorzugt in den Mittelgebirgen und den Alpen auf. Glatteis tritt auf, wenn unterkühlte Regentropfen auf gefrorenen Boden treffen. Sie führen dann augenblicklich zu teils extremer Glätte. Dieses Phänomen tritt häufig nach einer längeren Kälteperiode auf, wenn vom Atlantik die ersten Wetterfronten mit milderer Luft unsere Region erreichen, der Boden aber noch gefroren ist.

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5. Dezember 1952: Große Smog-Katastrophe in London

Am 5. Dezember 1952 begann die große Smog-Katastrophe in London. Über London hatte sich im Bereich einer Hochdruckzone eine Inversionswetterlage (Temperaturumkehr in der unteren Atmosphäre) eingestellt. Zudem war es recht kalt, so dass die Londoner kräftig einheizten. Zu den Emissionen aus Fabriken und Kraftwerken kamen so große Mengen an Kohlenrauch. Die Schadstoffe konnten aber auf Grund der Inversionswetterlage nicht entweichen. Am Abend verdichtete sich der Nebel. Die Sichtweite betrug teilweise nur noch 30 Zentimeter, die Menschen konnten also noch nicht einmal mehr die eigenen Beine sehen. Viele Menschen litten unter Atemwegsproblemen. Erst am 9. Dezember entspannte sich die Lage wieder. Nach verschiedenen Schätzungen starben im Dezember 1952 zwischen 4000 und 12000 Menschen an den Folgen des extremen Smogs.

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Der Herbst 2019 in Deutschland: Etwas zu mild, Niederschlag und Sonnenschein durchschnittlich

Der meteorologische Herbst 2019, der die Monate September, Oktober und November umfasst, war in Deutschland gegenüber dem 30jährigen Mittel 1981-2010 etwa 1 Grad zu warm. Die Niederschlagsmenge und die Sonnenscheindauer lagen dagegen in etwa im Bereich der langjährigen Mittelwerte.

Wetterwerte Herbst 2019 für Deutschland und die Bundesländer

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3.12. auf den 4.12.1999: Orkan "Anatol" sorgt in Norddeutschland und Dänemark für extreme Windböen

Vom 03. auf den 04.12.1999 zog der Orkan ANATOL über Dänemark und Norddeutschland hinweg. In Dänemark war er der schwerste Orkan des zwanzigsten Jahrhunderts. Im Norden Deutschlands und in Dänemark wurden dabei an vielen Stationen neue Rekordwerte für die Windgeschwindigkeiten aufgestellt. Auf Sylt wurde zum Beispiel eine Rekord-Windböe von 184 Km/h registriert, auch auf Fehmarn gab es mit 145 Km/h einen neuen Rekordwert. Fast 20 Menschen kamen während des Orkans ums Leben. An der dänischen und schleswig-holsteinischen Nordseeküste sorgte der starke Wind für Sturmfluten.

Wetterdaten der Station List auf Sylt

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Videos der ISS: Gewitter in der Nacht

In der Nacht zum 9. November flog die ISS vom Atlantik kommend nach Nordosten. Sie überquerte die Straße von Gibraltar, die als dünnes, schwarzes Band zwischen den von Stadtlichtern umrahmten Küstenlinien Spaniens und Marokkos zu sehen ist. Weiter im spanischen Inland (links im Bild) zeigt sich Madrid als besonders große Lichterinsel im dunkleren Landesinneren. Tiefschwarz hebt sich das Mittelmeer vom Festland ab, das jedoch von den Lichterinseln auf Ibiza und Mallorca unterbrochen wird. Allerdings ist nicht nur künstliches Licht zu sehen, denn über dem Mittelmeer ist ein sporadisches weißes Aufblitzen zu sehen. Hierbei handelt es sich um Gewitter, die zwischen Mallorca und Sardinien für unruhiges Wetter sorgten. Besonders kalte Luft in der Höhe sorgte für einen starken Temperaturunterschied zum warmen Mittelmeer darunter und so waren die Bedingungen gut für die Entstehung der nächtlichen Gewitter. Der Flug führte weiter entlang der französischen Küste, bis sich die schneebedeckten Alpen von der dunklen Umgebung abheben. Neben weiteren Gewittern ist hier Turin besonders auffällig. Die Stadt befindet sich direkt südlich (links) der Alpen.

Link zum aktuellen ISS-Video

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Meteorologischer Winterbeginn

Der meteorologische Winterbeginn ist bereits am 1. Dezember. Dass hat klimatologische Gründe. Zur Berechnung von klimatologischen Mittelwerten wie Mitteltemperaturen eignet sich die komplette Monatsspanne am besten. Der meteorologische Winter umfasst die Monate Dezember, Januar und Februar. Astronomisch gesehen beginnt der Winter dieses Jahr aber erst am 22. Dezember um genau 05:19 Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Dann erreicht die Sonne den südlichen Wendekreis, auf der Südhalbkugel beginnt jetzt der Sommer. Der 22.12. ist bei uns mit weniger als 8 Stunden auch der kürzeste Tag des Jahres.

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