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Nachrichten rund ums Wetter

Der November 2019 in Deutschland, trübe und in vielen Regionen zu mild

Der letzte Monat des meteorologischen Herbstes war trüb, und brachte deutlich weniger Sonnenschein als nach dem 30jährigen MIttel zu erwarten wäre. Von den Temperaturen her war der November im Westen durchschnittlich, in den anderen Regionen dagegen häufig etwas zu mild. Der meiste Niederschlag fiel im Nordwesten, im Norden und im Nordosten.

Monatswerte deutscher Wetterstationen

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Videos von der ISS: Polarlicht im Zeitraffer

Das heutige Highlight-Video wurde am 11. November aufgenommen, als sich die ISS kurz vor der Westküste Kanadas befand. Zu sehen ist eine kurze Zeitrafferaufnahme des Polarlichts. Ein langer, grüner Vorhang aus Licht spannt sich über das gesamte Bild und zeigt die auf wenige Sekunden geraffte Entwicklung des Schauspiels, das rund eine Minute Echtzeit darstellt. Eine besonders aktive Region ist direkt links der Mitte zu sehen, hier ist das Polarlicht nicht nur besonders hell, es findet auch die meiste Bewegung statt.

Video: Polarlicht im Zeitraffer

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Aktive Hurrikan-Saison 2019 im Nordatlantik endet morgen

Am 30. November endet offiziell die Hurrikan-Saison 2019 im Nordatlantik. Insgesamt 18 tropische Wirbelstürme entwickelten sich von Mai bis November. 6 verstärkten sich zu einem Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten größer 120 km/h. Dorian, Humberto und Lorenzo wurden zu Major Hurricans, die mindestens die Kategorie 3 von 5 erreichen müssen. Somit war die Hurrikan-Saison 2019 eine überdurchschnittlich aktive Saison, im langjährigen Mittel werden nämlich nur 11 tropische Wirbelstürme erwartet, von denen 6 Hurrikans sind. Der erste Wirbelsturm diesen Jahres war im Mai 2019 Andrea, der letzte wurde mit Sebastien im November beobachtet. Besonders verheerend war Dorian, der auf den Bahamas große Verwüstungen brachte.

Originalartikel des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA

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27. November 1983, tiefster je in Deutschland gemessener Luftdruck

Am 27. November 1983 wurde der tiefste Luftdruck in Deutschland seit Beginn der Erfassung meteorologischer Daten gemessen. Und zwar sank der Wert in Bremen an diesem Tag bis auf 955,4 Hektopascal. Die stärksten Tiefs auf dem Nordatlantik erreichen Luftdruckwerte bis zu 920 hPa. Noch tiefere Druckwerte findet man in tropischen Wirbelstürmen. Dort wurden schon Werte unter 900 hPa registriert.

https://www.wetterkontor.de/de/aktuelle-werte-deutschland.asp

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Vor 46 Jahren: Orkan "Quimburga" trifft West- und Mitteleuropa

Am 13. November 1972 zog der Orkan "Quimburga" über West- und Mitteleuropa. Vor allem Großbritannien, Belgien, die Niederlande und der Norden Deutschlands wurden schwer getroffen. Auf dem Brocken gab es Spitzenböen von 245 km/h. In Deutschland betrug der Sachschaden damals über 1,3 Mrd. DM (legt man die heutige Kaufkraft zugrunde wären es ca. 2,8 Mrd. €). 73 Tote waren zu beklagen. Das Unwetter geschah zu einer Zeit, in der die Informationstechnik und die Methodik der Wettervorhersage noch am Anfang ihrer Entwicklung standen. Eingetretene Wetterverschlechterungen konnten erst spät erkannt werden. Eine rechtzeitige Warnung der Bevölkerung konnte kaum noch durchgeführt werden.

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Zyklon in Ostpakistan 1970

Am 12. November 1970 traf ein starker Zyklon im Osten Pakistans (heute Bangladesch) und Westbengalen auf Land und richtete verheerende Schäden an. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h und hohen Regenmengen erreichte der Zyklon die Küste und kostete Schätzungen zufolge 300.000 bis 500.000 Menschen das Leben. Die meisten kamen aufgrund der durch den Zyklon ausgelösten Sturmflut ums Leben, die mit bis zu 10 Meter Höhe weite Bereiche der Inseln im Ganges-Delta überflutete.

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1952: Gesetz über den Deutschen Wetterdienst

Am 11. November 1952 erließ der Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates das "Gesetz über den Deutschen Wetterdienst". Damit wurden die verschiedenen Wetterdienste der westalliierten Besatzungszonen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) vereinigt. Der DWD untersteht dem Verkehrsministerium und hat seine Zentrale in Offenbach am Main. Er betreibt das dichteste und größte meteorologische Messnetz in Deutschland. 1954 trat die Bundesrepublik Deutschland der WMO (World Meteorological Organization) bei. Neben der Zentrale in Offenbach (Main) gibt es noch sechs Regionalzentralen in Hamburg, Potsdam, Leipzig, Essen, Stuttgart und München.

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Todestag David Atlas

Am 10. November 2015 starb der US-amerikanische Meteorologe David Atlas. Er forschte unter anderem auf dem Gebiet des Wetterradars. Das erste Mal kam er im 2. Weltkrieg noch mit der in den Kinderschuhen steckenden Radartechnik in Berührung. Auch nach dem Krieg forschte er bei der US Air Force auf diesem Gebiet und beschäftigte sich zudem mit verschiedenen Themen der Meteorologie. Seine Experimente und die Arbeiten seiner Forschungsgruppe führten schließlich zum dem heutigen im Einsatz befindlichen Wetterradar NEXRAD in den USA.

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Vor 106 Jahren: Great Lakes Storm

Vom 7. bis 9. November 1913 wurde der Mittlere Westen der USA von einem schweren Schneesturm heimgesucht. Der Blizzard, der später die Bezeichnung "Great Lakes Storm" erhielt, zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 km/h über die Großen Seen und erreichte am 9. November sein Maximum. Dabei türmten sich Wellen mit mehr als 11 Metern Höhe auf, die zahlreiche Schiffe zum Kentern brachten. Auch Sichtbehinderungen durch starke Schneeböen beeinträchtigten die Seefahrt und sorgten dafür, dass Schiffe auf Grund liefen. Mehr als 250 Menschen verloren ihr Leben. In Folge des Sturms wurden Sturm-Vorhersagen, die Reaktionszeit auf Wetter-Meldungen sowie die Konstruktionsweise von Seeschiffen verbessert.

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Wetterexperte erklärt: Jetzt wird es frostig

Manche finden ihn schön, andere frieren bei dem bloßen Anblick: Morgendlicher Frost auf der Wiese. Doch wie entsteht dieser, und welche Arten gibt es?

YouTube-Video zum Thema Frost

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Geburtstag des Meteorologen Edmond Halley

Am 8. November 1656 wurde in England der spätere Astronom, Geophysiker und Meteorologe Edmond Halley geboren. Er studierte in Oxford Mathematik und Astronomie. Berühmt wurde er vor allem durch die Beobachtung und Berechnung von Kometenbahnen. Er beschäftigte sich aber auch mit dem Auftreten des Monsuns und der Passatwinde. Ferner legte er die Grundlagen zur Aufstellung der Barometrischen Höhenformel. Diese beschreibt die Abhängigkeit des Luftdrucks von der Höhe.

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Herbststürme erklärt: Warum es im Oktober oft zu Orkanen kommt

Im Oktober schwenkt das Wetter oft um und es kommt häufiger zu Stürmen und Orkanen. Wie kommt dieses Wetterphänomenen zustande? Mit dem Oktober werden nicht nur die Tage kürzer, sondern auch das Wetter schwenkt um. Es wird kälter, nebliger, stürmischer. Aber warum? Medienmeteorologe Dr. Martin Gudd erklärt, warum es gerade zu dieser Jahreszeit oft zu stürmen kommt.

YouTube-Video zu Herbststürmen

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Einsturz der Tacoma-Narrows-Brücke am 1940

Am 7. November 1940 wurde es im Bereich der "Tacoma-Narrows-Brücke" über einem Seitenarm des Puget Sounds im US-Bundesstaat Washington immer windiger. Der starke bis stürmische, quer zur Brücke wehende Wind regte die Hängebrücke zu immer größeren Schwingungen an. Nach ungefähr einer 3/4-Stunde rissen die Seile, und die Fahrbahn stürzte mit einem verlassenen Auto in den Fluss. Es dauerte anschließend noch einige Jahre mit zahlreichen Windkanalversuchen und Berechnungen, um die komplizierte Dynamik zu verstehen und um weitere Einstürze zu verhindern. Bis dahin wurde versucht durch Nachrüstung von Windabweisern und zusätzlichen Trägern an ähnlichen Brücken plötzlichen Schwingungen entgegen zu wirken.

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Geburtstag von Leopoldo de Medici

Am 6. November 1617 wurde in Florenz Leopoldo de Medici geboren. Er war ein italienischer Kardinal und sehr an Wissenschaften interessiert. Medici gründete zusammen mit seinem Bruder die Accademia del Cimento. Sie befasste sich unter anderen mit der experimentellen Physik (wie z.B. auch mit Barometern, Hygromtern oder Thermometern). Die Mitglieder der Akademie waren häufig Schüler, Anhänger und Bewunderer von Galileo Galilei. Es wurden auch Veröffentlichungen zu verschiedenen Experimenten gemacht (den sogenannten "Saggi"): Zum Beispiel gab es in verschiedenen Gruppen eingeteilt Schriften zur Luftdruckmessung, zur künstlichen und natürlichen Kühlung sowie zum Einfluss von Hitze auf unterschiedliche Stoffe. Sie hatten noch weit nach ihrer Veröffentlichung im Jahre 1667 Auswirkung auf die wissenschaftliche Forschung in den Naturwissenschaften.

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Heute: Todestag des Physikers James C. Maxwell

Am 5. November 1897 starb der schottische Physiker James C. Maxwell. Er beschäftigte sich u.a. mit der kinetischen Gastheorie. In ihr formulierte er die Abhängigkeit der Bewegung der Moleküle von Temperatur und Druck. Er versuchte damit die damals bekannten Gesetze der Thermodynamik (Wärmelehre) zu verallgemeinern. Außerdem fand er Gleichungen, welche später zu den Grundlagen der Elektrizitätslehre wurden.

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Tropischer Sturm Thelma verwüstet Anfang November 1991 die Philippinen

Anfang November 1991 zog der tropische Sturm THELMA, der sich Ende Oktober bei den Karolinen entwickelt hatte, über die Philippinen nach Vietnam, wo er sich nach dem 8. November schließlich auflöste. Auf den Philippinen forderte der Sturm neben erheblichen Sachschäden ungefähr 7000 Menschenleben. Wegen der hohen Zahl der Toten und der starken Zerstörungen wird der Name THELMA bei Taifunen und Stürmen in Asien nicht mehr verwendet.

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Start von Meteosat-1 im Jahr 1977

Im November 1977 startete der erste europäische Wettersatellit Meteosat-1. Er wurde auf der geostationären Position von 0 Grad geographischer Länge über dem Äquator im Abstand von ca. 36.000 km zur Erde positioniert. Er lieferte Wetterbeobachtungen für Europa, Afrika und den östlichen Atlantik. Aktuell stehen an der gleichen Position die Satelliten Meteosat-10 und Meteosat-11, die zur zweiten Generation der Meteosat-Satelliten gehören. Die neueste Meteosat-Satellitengeneration liefert alle 15 Minuten neue Bilder der Erde in verschiedenen Spektralbereichen. Außerdem sind an Wettersatelliten aus Europa zurzeit noch Meteosat-9 auf 9,5 Grad Ost (zusätzliche zeitlich hochaufgelöste Bilder von Europa und Nordatlantik) und Meteosat-8 auf 41,5 Grad Ost (über dem Indischen Ozean) im Orbit. Ab 2021 sollen die Satelliten der zweiten Generation allmählich abgelöst werden durch die dritte Generation.

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Wetter im November

Nach alter römischer Zählung war der November der neunte Monat (novem). Die Wettersituation im November wird maßgeblich von zwei Faktoren bestimmt: Das noch warme Wasser der Ozeane bringt uns bei Winden aus westlichen Richtungen milde Luft nach Deutschland. Der Kontinent kühlt dagegen rasch aus, Winde aus Nord und Ost können es daher schon empfindlich kalt werden lassen.

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