Nachrichten rund ums Wetter

"Medicane" im Mittelmeer

"Medicane" sind mitunter sehr heftige Sturmtiefs im Mittelmeerraum. Je nach Größe und Intensität können sie tropensturm-ähnliche Ausmaße annehmen. Besonders im Herbst treten diese auf. Dann strömt Kaltluft aus dem Norden nach Süden, und durch Konvektion entwickelt sich ein Höhentief. Gleichzeitig kondensieren durch Verdunstung die Luftmassen über dem noch sehr warmen Wasser des Mittelmeeres, dabei kann sich ein großer, wetterintensiver Wolkenwirbel bilden. Zur Zeit dehnt sich der "Medicane" ZORBAS zwischen der Ägais und Peloponnes aus. Dabei kann es gebietsweise Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen, lokalen Gewittern Sturm- und Orkanböen geben.

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September 2018 überdurchschnittlich warm, viel Sonnenschein und häufig zu trocken!

Trotz der recht kühlen Tage zu Monatsende war der erste Monat des meteorologischen Herbstes 2018 in Deutschland 1 bis 3 Grad zu warm. Er war damit deutschlandweit gesehen der sechste zu warme Monat in Folge. Nach Hitzerekorden zur Monatsmitte gab es im Süden zum Ende des Monats auch örtlich neue Rekorde für die Tiefsttemperaturen. Auch die Sonne schien überdurchschnittlich häufig, im Südwesten örtlich mehr als 200 Stunden. In vielen Regionen war der September 2018 der achte zu trockene Monat in Folge. Nur örtlich lagen die Regenmengen über den langjährigen Mittelwerten, so zum Beispiel in Trier an der Mosel oder in Erfurt.

Der September 2018 an deutschen Wetterstationen

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Extremes Niedrigwasser am Rhein 2003

Ende September/ Anfang Oktober 2003 sanken die Pegel am Rhein und seinen Nebenflüssen vielerorts auf neue Rekord-Tiefstmarken. Hauptursache war der trockene und heiße Jahrhundertsommer 2003 und ein ebenfalls deutlich zu trockener September. Die niedrigen Wasserstände führten bei den Binnenschiffern zu großen Umsatzeinbußen, da die Schiffe mit deutlich weniger Fracht beladen werden konnten. Den häufig vom Hochwasser heimgesuchten Rhein-Anwohnern bot sich dagegen ein seltenes aber gern gesehenes Schauspiel.

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Nach Rekordwärme im September in Deutschland nun Rekord-Tiefswerte in Teilen von Bayern!

Nachdem auch der September 2018 in Deutschland insgesamt deutlich zu warm war und auch Rekordwärme brachte (so zum Beispiel am 18.09. mit 33,1 Grad einen neuen September-Rekord für Köln), war die Nacht zum Mittwoch den 26. September an einigen Wetterstationen in Bayern die kältesten Nacht an einem 26. September seit Messbeginn. So wurden zum Beispiel in Bamberg mit minus 2,3 Grad, am Flughafen in München mit minus 1,1 Grad, in Augsburg mit minus 0,2 Grad oder in München Stadt mit 2,7 Grad neue Kälte-Rekorde für einen 26. September registriert.

Tiefstwerte für die Nacht zum 26.September 2018

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Zweite Cosmas- und Damianflut 1509

Am 25. und 26. September 1509 wurde die deutsche und niederländische Nordseeküste von einer schweren Sturmflut getroffen. Sie verursachte große Schäden an den Dämmen Ostfrieslands und der Niederlande. Mehrere Ortschaften sowie ein Kloster mussten nach Überflutung komplett aufgegeben werden. Der Dollart, eine Bucht im Mündungsbereich der Ems, erreichte durch die Flut seine größte Ausdehnung. Die Flut ist übrigens nach den heiligen Zwillingsbrüdern Cosmas und Damian benannt, deren Gedenktag der 26. September ist.

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Bodenfrost

Im Allgemeinen steht der Ausdruck Frost für das Auftreten von Temperaturen unterhalb von 0 Grad Celsius, was dem Gefrierpunkt von Wasser entspricht. Herrschen bei einer Lufttemperaturmessung in zwei Metern Höhe über dem Erdboden unter 0 Grad, handelt es sich um Luftfrost. Bodenfrost hingegen tritt direkt über dem Boden auf und kann auch schon entstehen, wenn in zwei Metern Höhe noch Plusgrade (bis zu 4 Grad) zu messen sind. Dies kann in der kommenden Nacht vor allem im Süden Deutschlands verbreitet der Fall sein. Vereinzelt kann auch leichter Luftfrost bis minus 2 Grad auftreten. Empfindliche Pflanzen sollte man über Nacht reinstellen oder genügend abdecken.

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Nach Sommer-Wärme letzte Woche nun zu Wochenbeginn vor allem in Bayern örtlich Bodenfrost!

Nach der Sommerwärme letzte Woche brachte Tief Fabienne gestern dem Süden Deutschlands einen kräftigen Herbststurm mit Böen örtlich über 100 km/h. Heute Mittag liegt Fabienne schon über Osteuropa. Hoch Schorse zieht nun allmählich von Westeuropa heran. So kann sich ab Dienstag ruhigeres Herbstwetter in Deutschland durchsetzen. Die sehr kühle Luft erwärmt sich dabei aber nur langsam. So gibt es sehr frische Nächte. Vor allem in Bayern kann es örtlich Bodenfrost geben, vereinzelt auch leichten Frost.

Aktuelle Wetterlage über Europa und Entwicklung für die kommenden Tag

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Autofahren im Herbst

Der Herbst ist für Autofahrer wahrlich kein Vergnügen. Nasses Laub macht die Straßen rutschig, Nebelschwaden ziehen auf und verschlechtern die Sicht. Der erste Frost sorgt auch noch für Glätte! Zu schnelles Fahren und zu geringer Sicherheitsabstand sind beispielsweise die Ursachen für Unfälle im Nebel. Die Geschwindigkeit muss also immer der Sichtweite angepasst sein. Außerdem sollten man ausreichend Abstand halten und das Abblendlicht einschalten! Laub erhöht die Rutschgefahr, Motorradfahrer sind hier besonders gefährdet. Autofahrer und Biker sollten daher vor allem in Waldgebieten das Tempo reduzieren. Bei Temperaturen um 0 Grad wird es vor allem in Waldschneisen, auf Brücken und in Senken gefährlich. Hier kann überraschend gefährliche Glätte auftreten.

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Der Herbst kommt, Sommerhitze mit Höchstwerten über 30 Grad jetzt nicht mehr zu erwarten!

Die sommerlichen Tage mit Höchstwerten örtlich über 30 Grad sind für dieses Jahr vorbei. Hitzetage mit Maxima über 30 Grad sind nun nicht mehr zu erwarten, wohl aber noch spät-sommerliche Temperaturen über 25 Grad. Der Altweibersommer und auch der goldene Oktober bringen ja vor dem nahenden Winter immer noch einige warme Tage. In diesem Jah gab es an vielen Stationen mehr als 100 Sommertage mit einem Maximum über 25 Grad, an drei Wetterstationen wurde sogar mehr als 50 Mal die 30-Grad-Marke überschritten, und zwar in Darmstadt, in Kitzingen (Mainfranken) und in Waghäusel bei Karlsruhe.

Jahreswerte 2018 deutscher Stationen

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Vor 80 Jahren: Neuengland-Hurrikan

Am 21. September 1938 wurde Neuengland von einem starken Hurrikan getroffen. Der Sturm, der sich am 10. September nahe der westafrikanischen Küste bildete war der stärkste Hurrikan der atlantischen Saison 1938. Er erreicht zwischenzeitlich Kategorie 5, die höchste auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala, und fegte 11 Tage nach seiner Entstehung als Sturm der Kategorie 3 über Long Island hinweg. Dabei kamen bis zu 800 Menschen ums Leben, mehr als 57.000 Häuser wurden beschädigt oder vollkommen verwüstet. Die Schadenshöhe wurde auf über 300 Millionen US-Dollar beziffert. Bis heute ist es der stärkste und schadensreichste Hurrikan, der Neuengland getroffen hat.

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August 2018 global gesehen fünftwärmster August seit Messbeginn

Laut Aufzeichnungen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA lagen die Temperaturen im August 2018 global gesehen 0,74 Grad über dem August-Mittel des 20. Jahrhunderts von 15,6 Grad. Es war der fünftwärmste August seit Messbeginn und die geringste Abweichung seit 2013. Damit traten neun der zehn wärmsten Augustmonate seit 2009 auf. Der Sommer 2018 (Juni bis August) war ebenfalls der fünftwärmste seit Messbeginn im Jahre 1880. Das Temperaturplus von 0,74 Grad war 0,16 Grad geringer als im Rekordsommer 2016. Außerdem waren die ersten acht Monate dieses Jahres bislang die viertwärmsten in den 139 Jahren der Wetteraufzeichnung. Dabei lagen sie mit einer Abweichung von 0,76 Grad vom langjährigen Mittel 0,26 Grad hinter dem Rekordjahr 2016. Für das gesamte Jahr 2018 erwartet man die sechstwärmste Durchschnittstemperatur.

Vollständiger Klima-Report zum August und Sommer 2018 (Quelle: NOAA)

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Starke Winde und deren Entstehung

Damit ein Wind wehen kann müssen räumliche Unterschiede in der Verteilung des Luftdrucks vorliegen. Winde sind immer dazu bestrebt, diese Luftdruckunterschiede auszugleichen. Weht ein Wind, wird Luftmasse von hohem Luftdruck zum tiefen Luftdruck transportiert, um Unterschiede auszugleichen. Je größer die Differenz zwischen den Druckgebieten ist, desto stärker weht der Wind. Da kräftige Tiefdruckgebiete einen sehr niedrigen Luftdruck besitzen, verursachen sie oft starke Winde, im Herbst auch nicht selten Stürme. Die Windgeschwindigkeit wird übrigens je nach Verwendungszweck in verschiedenen Einheiten angegeben. Meist erfolgt die Angabe in Kilometern pro Stunde (km/h) oder Metern pro Sekunde (m/s). Bei der Seefahrt sowie in der Luftfahrt wird die Geschwindigkeit jedoch in Knoten (kn) gemessen. Oft wird die Windstärke auch in der Einheit Beaufort verwendet. Dafür liegt eine Skala zugrunde, die den Wind anhand seiner Geschwindigkeiten oder dessen Auswirkungen (z.B. Blätterrascheln, Bäume schwanken) in verschiedene Bereiche unterteilt.

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Frühnebel und Strahlungsinversion

Trotz der spätsommerlichen Temperaturen, lässt sich der Herbst nicht völlig von der Hand weisen. In sternenklaren Nächten kühlt es vor allem in Tälern und Senken sehr schnell und stark aus. Die Bodenwärme gelangt dabei ungehindert in die Atmosphäre, und die schwerere, kalte Luft sammelt sich in den tieferen Lagen. Dagegen bleibt es auf den Bergen oft deutlich milder. Dieses Wetterphänomen nennt man Strahlungsinversion. Kühlt sich die Luft in den Tälern unter die so genannte Taupunktstemperatur ab, bildet sich Nebel, weil die Luft die in ihr enthaltene Feuchte nicht mehr halten kann. Generell kann wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen als kältere Luft. Im September steht die Sonne noch recht hoch und hat genügend Kraft, die Luft meist schon im Laufe des Vormittags so stark zu erwärmen, dass sich der Nebel wieder auflöst. Im weiteren Verlauf des Jahres wird dies immer schwieriger, und Nebel kann sich lange, unter Umständen sogar mehrere Tage halten.

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Tagundnachtgleiche und Refraktion

Die mögliche Sonnenscheindauer beträgt derzeit noch etwas mehr als 12 Stunden. Eigentlich sollten Tag und Nacht aber zum astronomischen Herbstanfang am kommenden Sonntag 23. September gleich lang sein. Bedingt durch den Effekt der sogenannten Refraktion, die - als Folge der Lichtbrechung in der Atmosphäre - Objekte in Horizontnähe um etwa einen Sonnendurchmesser scheinbar anhebt, dauert der Tag am 23. September jedoch noch länger als 12 Stunden. Mitte Oktober beträgt die astronomisch mögliche Sonnenscheindauer dann nur noch 11, Ende Oktober sogar nur noch 10 Stunden. Trotzdem reicht die Kraft der Sonne bis Ende Oktober noch aus, um uns den einen oder anderen angenehm warmen Tag zu verschaffen.

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Todestag Daniel Gabriel Fahrenheit

Am 16. September 1736 starb der deutsche Physiker Daniel Gabriel Fahrenheit. Er befasste sich intensiv mit der Weiterentwicklung meteorologischer Messinstrumente und erfand ein verbessertes Quecksilberthermometer, welches er ab etwa 1717 gewerblich herstellte. Die nach ihm benannte Fahrenheit-Temperaturskala basiert auf drei Fixpunkten. Als Nullpunkt wählte Fahrenheit die Temperatur in einer Mischung aus Eis, Seesalz und Wasser (minus 17,8 Grad Celsius). Als weitere Fixpunkte legte er den Gefrierpunkt des reinen Wassers als 32 Grad und die Körpertemperatur eines gesunden Menschen als 96 Grad Fahrenheit fest. Diese Skala war auch in Europa lange in Gebrauch, wurde dann aber von der Celsius-Skala abgelöst. In den USA ist die Fahrenheit-Skala allerdings immer noch gebräuchlich.

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Kommende Woche spätsommerliche Temperaturen

In der nächsten Woche wird es wieder deutlich wärmer. Verantwortlich für die neuerliche Zufuhr von sommerlich warmer Luft ist der ehemalige Hurrikan Helene, der am Samstag im Bereich der Azoren liegt und auf seiner nordöstlichen Bahn schließlich am Dienstag die Britischen Inseln erreicht. Auf seiner Vorderseite führt er warme Luft aus dem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa. Somit steigen die Temperaturen bei viel Sonnenschein wieder auf 25 bis 30 Grad. Sogar im Norden werden wieder Werte über 25 Grad erreicht.

Wetter Deutschland in den nächsten Tagen

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Super-Taifun Mangkhut bedroht die Philippinen

Während sich die US-Ostküste auf Hurrikan Florence vorbereitet, werden auch auf den Philippinen Vorsichtmaßnahmen getroffen. Dort wird am Samstag Super-Taifun Mangkhut erwartet. Der Wirbelsturm wütet seit dem 11. September als Sturm der höchsten von 5 Kategorien auf der Saffir-Simpson-Skala. Er erreicht Windgeschwindigkeiten um 270 km/h und Spitzenböen bis 300 km/h. Dazu muss mit heftigen Regenfällen, einer Sturmflut und daraus resultierenden Überschwemmungen gerechnet werden. Mangkhut wird voraussichtlich vor allem Luzon, die nördlichste und am stärksten bewohnte Insel der Philippinen treffen. Im weiteren Verlauf soll er abgeschwächt Richtung Südchina weiterziehen.

Aktueller Satellitenfilm mit Super-Taifun Mangkhut

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Bislang viel zu trockenes Jahr 2018

Die viel zu geringen Niederschläge über Wochen und Monate hinweg schlagen sich auch in der Wasserbilanz des Deutschen Wetterdienstes nieder. Dieser erstellt für jede Jahreszeit einen Vergleich des tatsächlich gefallenen Niederschlages zum durchschnittlich erwarteten Niederschlag. Schon das Frühjahr begann bis auf wenige Regionen mit einem Defizit zwischen 50 und 250 Litern Regen. Im Sommer wurde dieses Defizit noch deutlich übertroffen. Vielerorts fehlten über 250 Liter Niederschlag. Nur im äußersten Süden Bayerns lag die Regenmenge über dem Soll.

Klimatische Wasserbilanz nach Jahreszeiten (Quelle: DWD)

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Okeechobee-Hurrikan von 1928

Am 12.9.1928 traf ein schwerer Hurrikan Guadeloupe und forderte dort über 1200 Menschenleben. Einen Tag später traf er Puerto Rico. Dort wurden Windspitzen von über 200 km/h registriert. Dies wäre heute ein Kategorie 5 Hurrikan nach der 1972 eingeführten Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala. Am 17.9. traf der Hurrikan Florida. Die schwersten Schäden gab es am Lake Okeechobee. Insgesamt gab es in Florida über 2500 Tote. Der Okeechobee-Hurrikan war der schwerste Wirbelsturm des Atlantiks in der Saison 1928.

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Hurrikan Florence nimmt Kurs auf US-Ostküste

Schon seit Anfang September ist Hurrikan Florence auf dem Atlantik unterwegs. Nun stellt er mit seiner Zugbahn Richtung Westen eine hohe Bedrohung für US-Ostküste dar. Nach zwischenzeitlicher Abschwächung nimmt der Wirbelsturm nun wieder an Kraft zu. Er wird voraussichtlich am Donnerstag die US-Küste im Bereich North Carolina, South Carolina und Virginia erreichen. Nach aktuellen Berechnungen wird er als Wirbelsturm der zweithöchsten Kategorie auf Land treffen und mit Windgeschwindigkeiten über 200 km/h, meterhohen Wellen und sehr starken Niederschlägen für Verwüstungen sorgen. Grund für die erwartete Intensivierung ist überdurchschnittlich warmes Meerwasser auf dem Atlantik, das dem Hurrikan viel Energie liefert.

Aktueller Satellitenfilm des Nordatlantiks mit Hurrikan Florence

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September 2018 bislang viel zu warm!

Auch der September 2018 begann viel zu warm. Spätersommerliche Wärme sorgte bislang für ein Temperaturplus zwischen 2 und 4,5 Grad. Dazu gab es in zahlreichen Regionen überdurchschnittlich viele Sonnenstunden. Die Niederschläge fielen erneut sehr ungleichmäßig verteilt. Vor allem im Osten herrscht noch immer große Trockenheit.

Bisheriger Rückblick auf den September

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Der September

Früher wurde der September Scheiding genannt, der Abschiedsmonat. Sommer und Hitze gehen, der Herbst kommt. Viele Tiere und Pflanzen bereiten sich allmählich auf den Winter vor. Der Name September selber stammt aber aus dem Römischen, er war der siebte Monat des altrömischen Kalenders, der mit dem März begann. Der September ist für viele Menschen einer der schönsten Monate des Jahres. Die ganz große Hitze ist vorbei, die Sonne ist aber immer noch stark genug, die Luft tagsüber kräftig zu erwärmen. In den klaren, schon merklich längeren Nächten kühlt es sich aber auch schon stark ab. Erste morgentliche Nebelfelder machen den Autofahrern zu schaffen.

Die Schönwetterlagen Ende September nennt man auch den Altweibersommer. Der Name "Altweibersommer" kommt von den um diese Jahreszeit verbreitet auftretenden Spinnfäden der Wolfspinnen. Die Hochdrucklagen sind sehr stabil, daher hält der richtige Altweibersommer oft auch sehr lange (manchmal mehrere Wochen) an. Zeitgleich gibt es den Altweibersommer auch in Nordamerika, dort nennt man in den "Indian Summer". Einige Bauernregeln beschäftigen sich mit der weiteren Wetterentwicklung nach dem September: "Ist der September lind, wird der Winter ein Kind" oder "Bleiben die Schwalbe lange, so sei vor dem Winter nicht bange". Ein milder September deutet also eher auf einen zu milden Winter.

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Der Galveston Hurrikan

Am 8.9.1900 zog ein Hurrikan über die US-amerikanische Stadt Galveston. Die Stadt wurde dabei fast vollständig zerstört. Ein Fünftel der Bewohner (damals 8000 Menschen) kamen ums Leben. Die Stadt wurde etwas höher wieder aufgebaut. Es wird gesagt, dass durch die Folgen des Hurrikans Galveston seine wirtschaftliche Bedeutung einbüßte.

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Vor 86 Jahren: Untergang der Kuru bei schwerem Sturm

Am 7. September 1929 sank auf dem finnischen See Näsijärvi bei schwerem Sturm das Passagierschiff Kuru. Bei einer Windstärke von 8 Beaufort wurde das Dampfschiff von hohen Wellen getroffen, die es zum kentern brachten. Von 162 Menschen an Bord verloren 136 ihr Leben. Der Untergang der Kuru gilt bis heute als schwerstes Schiffsunglück auf finnischen Gewässern. Das Wrack des Schiffes wurde noch im selben Jahr mit nur geringen Schäden geborgen. Nach Reparaturen und Umbauten war das Schiff noch weitere 10 Jahre auf See unterwegs.

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Rekordsommer 2018 in Nord- und Ostdeutschland

Nach Berechnungen des DWD war der Sommer 2018 im Norden und Osten Deutschlands der wärmste Sommer seit Messbeginn 1881. In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen wurden im Sommer (Monate Juni, Juli und August) noch nie so hohe Temperaturmittelwerte registriert wie 2018. Deutschlandweit war es der wärmste Sommer hinter dem Rekordsommer 2003. In der Mitte Deutschlands fiel zudem noch nie so wenig Niederschlag wie in diesem Sommer. In Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt wurden neue Rekorde aufgestellt. Betrachtet man ganz Deutschland war es nach 1911 der zweittrockenste Sommer seit Messbeginn.

Vollständiger Artikel zum Sommer 2018 vom Deutschen Wetterdienst

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Wirbelstürme auf dem Atlantik und Pazifik

Während in den vergangenen Tagen als stärkster Taifun seit 25 Jahren "Jebi" Japan getroffen und für schwere Verwüstungen gesorgt hat, haben sich auf den Weltmeeren weitere Wirbelstürme gebildet. Auf dem Atlantik ist Hurrikan "Florence" unterwegs. Als Wirbelsturm der Kategorie 3 von 5 erreicht er Windspitzen um 200 km/h und zieht in nordwestlicher Richtung über das offene Meer. Er ist der erste "Major Hurricane" der aktuellen Wirbelsturmsaison auf dem Atlantik. Über dem Pazifik wüten aktuell zwei Hurrikans. "Norman" verstärkte sich nach einer ersten Abschwächung ein zweites Mal zu einem Hurrikan der Stufe 4 und ist nun als schwächerer Wirbelsturm der 2. Kategorie unterwegs. Seine weitere Zugbahn wird voraussichtlich nordöstlich an den Hawaii vorbeiführen. Ebenfalls auf dem Pazifik ist Hurrikan "Olivia" zu finden. Der Wirbelsturm hat sich gestern zu einem Kategorie 3-Hurrikan intensiviert und zieht mit Windspitzen um 200 km/h westlich von Mexiko über das offene Meer.

Aktuelle Satellitenbilder der verschiedenen Regionen

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Ballonaufstiege von James Glaisher und Henry Coxwell

Zwischen 1862 und 1866 unternahm der Meteorologe James Glaisher gemeinsam mit dem Ballonfahrer Henry Coxwell insgesamt 28 Ballonaufstiege, um die höhere Atmosphäre zu untersuchen. Am 5. September 1862 stiegen sie dabei auf eine bis dahin noch von keinem Menschen erreichte Höhe von etwa 8800 Metern. Dieser Aufstieg im offenen Korb hätte die beiden Ballonfahrer beinahe das Leben gekostet. Glaisher wurde aufgrund der dünnen Luft ohnmächtig, und Coxwell konnte nur noch mit größter Mühe mit den Zähnen ein Ventil öffnen, das den Abstieg einleitete. Erst 32 Jahre später wurde die Höhe vom Meteorologen Arthur Berson unter Zuhilfenahme eines Sauerstoffgerätes übertroffen.

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Pollenflug im Herbst

Im September sind jahreszeitlich bedingt kaum noch Pollen in der Luft unterwegs. Die Pollenkonzentrationen schwanken je nach Uhrzeit und Umgebung sowie der jeweiligen Witterung. Im September und Oktober belasten nur noch wenige Gräser- und Beifusspollen die Allergiker. Örtlich treten noch schwache Konzentrationen von Wegerich- und Ambrosiapollen auf. Bald können gefährdete Personen also kräftig durchatmen. Mit den ersten Hasel- und Erlenpollen muss aber schon im Januar wieder gerechnet werden.

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Herbstzeit ist Nebelzeit

Mit dem Herbst beginnt bei uns auch wieder die Nebelzeit. Der Nebel macht vor allem den Autofahrern zu schaffen, und sorgt leider häufig für schwere Unfälle. Nicht selten tauchen Nebelschaden mit sehr geringen Sichtweiten unverhofft auf. Wie entsteht nun Nebel? Nebel ist prinzipiell nichts anderes als eine Wolke in Bodennähe, d.h. die Luftfeuchtigkeit muss dort für die Nebelentstehung bei 100 Prozent liegen. Grundlage für die Entstehung des Nebels ist die physikalische Gesetzmäßigkeit, dass kalte Luft weniger Wasser aufnehmen kann als warme. Kühlt die Luftmasse also unter einen bestimmten Wert ab, so erreicht die Luftfeuchtigkeit eben die nötigen 100 % und es entsteht das Nebelgrau. Im Hinblick auf die Entstehung unterscheidet man verschiedenen Nebelarten. Am Häufigsten tritt bei uns der Strahlungsnebel auf. Die feuchte Luft (häufig hat es tagsüber noch geregnet) kühlt sich in den schon langen wolkenlosen Nächten stark ab. Ist der Wind schwach, so entwickeln sich vor allem in Tälern und Senken Nebelfelder. Der Strahlungsnebel tritt daher überwiegend in den Morgenstunden auf. Meist kann die Sonne den Strahlungsnebel im Herbst aber tagsüber noch vertreiben. Eine weitere Nebelform ist der Advektionsnebel. Er entsteht zum Beispiel, wenn feucht-warme Luft über einer kalten Unterlage abgekühlt wird. Er kann zu jeder Tageszeit auftreten und sich teilweise über einige Tage lang an Ort und Stelle halten. Über Gewässern beobachtet man im Herbst außerdem noch den sogenannten Seerauch. Über dem noch warmen Wasser steigen Rauchfahnen in die kalte Luft auf, die sich rasch wieder auflösen.

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Kategorie 5 Taifun JEBI nähert sich Japan

Taifun Jebi hat sich zum bisher stärksten Wirbelsturm des Jahres 2018 entwickelt und trifft wahrscheinlich im Laufe des 3.9. zunächst auf den Süden Japans. Im Moment liegt seine mittlere Windgeschwindigkeit bei 240 bis 260 km/h. In Böen erreicht er 300 bis 310 km/h. Er soll bis Montag beim Erreichen Japans sich auf ca. 190 (bzw. in Böen 230 km/h) abschwächen. Gleichzeitig werden eine gewaltige Sturmflut und auch größere Regenmengen erwartet, so dass es zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen wird.

Satellitenbild Ostasien

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Meteorologischer Herbstbeginn

Der meteorologische Herbstbeginn ist bereits am 1. September. Das hat klimatologische Gründe. Zur Berechnung von klimatologischen Mittelwerten wie Mitteltemperaturen eignet sich die komplette Monatsspanne am besten. Der meteorologische Herbst umfasst die Monate September, Oktober und November. Der astronomische Herbstbeginn ist in diesem Jahr dagegen erst am 23. September um genau 03:54 Mitteleuropäischer Sommerzeit. Der erste Herbstmonat September beginnt auch schon mit fast herstlichen Temperaturen. Höchsttemperaturen zwischen 18 und 23 Grad werden nur erreicht. Am Alpenrand sind es bei Dauerregen sogar nur 13 bis 15 Grad.

Wetterlage in Europa am 1. September 2018

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