Nachrichten rund ums Wetter

Hoher Graslandfeuer- und Waldbrandgefahrenindex

Ab heute besteht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes Deutschlandweit ein Graslandfeuerindex von 4 bei maximal 5 Indexstufen. Der Waldbrandinex (WBI) liegt verbreitet bei 3 bis 4, in Südbayern noch bei 1 mit steigender Tendenz. Der WBI dient den für die Waldbrandvorsorge verantwortlichen Landesbehörden zur Einschätzung der Waldbrandgefahr. Auch in den kommenden Tages ist keine Entspannung zu erwarten.

Karten des DWD zum Waldbrandgefahrenindex

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Radarmeteorologie

Die Radarmeteorologie bezeichnet ein Teilgebiet der Meteorologie, dass sich zur Untersuchung und Ortung von Wolken und Niederschlägen des Radars bedient. Das Niederschlagsradar zeigt dabei die Regenintensität in verschiedenen Farben an. Vor allem bei wechselhaften Wetterlagen lohnt sich der Blick aufs Radar, denn rasch lassen sich Zuggeschwindigkeiten und Intensitäten von regenreichen Wolkenfeldern ablesen. Das Prinzip des Wetterradars beruht auf der Rückstreuung von elektromagnetischer Strahlung an Niederschlagsteilchen. Im Radarbild können daher auch Fehlechos auftreten, die nicht durch Niederschlagsteilchen sondern durch Reflektionen am Boden (an Gegenständen wie Windanlagen, Bergen, Schiffen) oder in der Atmosphäre sowie durch elektromagnetische Strahlung auf einer gleichen oder ähnlichen Frequenz wie der des Radars hervorgerufen werden. Die Fehlechos bewegen sich aber im Gegensatz zu den Niederschlagsechos meist nicht und haben häufig eine unnatürliche Struktur.

Aktuelles Niederschlagsradar von Deutschland

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Mai 2018 global gesehen zu warm

Der Mai 2018 war laut des amerikanischen Wetterdienstes NOAA global gesehen der viertwärmste Maimonat seit Beginn regelmäßiger Messungen im Jahre 1880. Die über alle Land- und Meeresflächen gemittelte Temperatur betrug 15,6 Grad und lag damit 0,8 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Damit wurden die fünf wärmsten Maimonate aller Zeiten in den Jahren 2014 bis 2018 verzeichnet. Es war außerdem der 42. zu warme Mai und der 401. zu warme Monat in Folge. In Europa gab es den wärmsten Mai, in Nordamerika den zweitwärmsten seit kontinentalem Messbeginn 1910. Die Mai-Ausdehnung der Eisfläche in der Arktis war die zweitgeringste seit den ersten Satellitenmessungen 1979. In der Antarktis wurde die drittgeringste Ausdehnung gemessen.

Besondere Klimaereignisse im Mai 2018 (Quelle: NOAA)

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Siebenschläfertag

Zunächst einmal ist der heutige Siebenschläfertag ein Gedenktag für die Sieben Schläfer von Ephesus. Der Legende nach wurden sieben Christen von Kaiser Decius verfolgt und suchten Zuflucht in einer Höhle. Der Kaiser ließ die Höhle zumauern, woraufhin die Eingemauerten aber nicht starben, sondern 195 Jahre lang schliefen. Der Siebenschläfer gilt aber auch als meteorologischer Lostag. Eine Bauernregel besagt, dass sich das Wetter an diesem Tag auch in den folgenden sieben Wochen hält. Die Bauernregel gibt es in zahlreichen Varianten, eine ist zum Beispiel: "Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt". Meteorologisch gesehen ist es natürlich grundsätzlich nicht sinnvoll, das Wetter eines Tages auf die kommenden sieben Wochen "hochzurechnen". Zudem hat sich der Tag durch die Kalenderreform von Papst Gregor auch noch verschoben und wäre eigentlich am 7. Juli. Betrachtet man stattdessen den gesamten Zeitraum Ende Juni/Anfang Juli, kann man tatsächlich eine Regelmäßigkeit ableiten. In diesem Zeitraum stabilisieren sich üblicherweise die atmosphärischen Strömungsmuster, z.B. der Verlauf der Strahlströme in größerer Höhe. Die Jetstreams steuern maßgeblich die Entstehung und Verlagerung der Hoch- und Tiefdruckgebiete, welche unser Wetter bestimmen.

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Geburtstag von Lord Kelvin

Am 26. Juni 1824 wurde der Physiker William Thompson, 1. Baron Kelvin geboren. Er war Professor für theoretische Physik. Eines seiner Hauptforschungsbereiche war die Thermodynamik. Er führte u.a. die später nach ihm benannte Kelvin- (Temperatur-) Skala ein. Heute ist sie die gesetzliche Temperatureinheit. Dabei entspricht 0°C gleich 273,15 K bzw. - 273,15 °C sind 0 K. (0 K sind der absolute Nullpunkt)

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Am Mittelmeer teilweise hochsommerliche Temperaturen

Während es bei uns in den letzten Tagen eher kühl war, herrschte auf der Iberischen Halbinsel hochsommerliche Hitze von teilweise über 35 Grad bis knapp an die 40-Grad-Marke. Auch wer in den nächsten Tagen zu einem Spanien-Urlaub aufbricht, sollte sich auf hochsommerlich heiße Temperaturen bei viel Sonnenschein einstellen. Auch am östlichen Mittelmeer wird die 30-Grad-Marke teilweise überschritten. Dort muss aber mit zum Teil kräftigen Regengüssen und Gewittern gerechnet werden. Auch bei uns kommt der Sommer in der neuen Woche wieder in Schwung. Lediglich im Osten und Südosten muss ab der Wochenmitte mit dichten Wolken, viel Regen und kühleren Temperaturen gerechnet werden, am kommenden Wochenende dürfte sich aber auch dort wieder sommerliches Wetter durchsetzen.

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Allmählich wieder wärmer

Nach dem verbreitet noch recht kühlen und auch wechselhaften heutigen Sonntag steigen die Temperaturen immer mehr an, und es wird auch immer freundlicher. So steigen die Temperaturen am Montag schon auf 19 bis 24 Grad. Dabei geht die Schauerneigung immer weiter zurück. Am Dienstag werden dann bei durchweg freundlichem Wetter 21 bis 26 Grad erreicht. Mittwoch wird es noch wärmer. Am Ober- und Hochrhein kann stellenweise die 30-Grad-Marke geknackt werden. Am kommenden Wochenende sind dann wieder verbreitet die 30 Grad möglich.

Das Wetter am kommenden Wochenende

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Public-Viewing-Wetter heute Abend beim WM-Spiel gegen Schweden

Vom Sommermärchen wie 2006 ist heute beim Wetter zum WM-Spiel gegen Schweden nichts zu spüren. Die Temperaturen sind zum Anpiff um 20 Uhr eher herbstlich als sommerlich. Die Temperaturen liegen zwischen 12 und 17, im Südwesten zwischen 17 und 20 Grad. Hoffen wir also, dass uns zumindest das Spiel der deutschen Mannschaft erwärmen kann. Dazu ist der Himmel häufig stark bewölkt. Vor allem im Norden und in der Mitte fällt auch gebietsweise etwas Regen. Garantiert trocken bleibt es nur in Baden-Württemberg, im Saarland, in der Pfalz, in Südhessen sowie im westlichen Bayern. In Sotschi herrschen dagegen sommerliche Temperaturen bei einer allerdings hohen Luftfeuchtigkeit.

Das Deutschlandwetter heute

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Todestag von Wladimir Peter Köppen

Am 22. Juni 1940 starb der deutsch-russische Geograph, Meteorologe und Klimatologe Wladimir Peter Köppen. Er hatte als Leiter des Seewetterdienstes an der Deutschen Seewarte in Hamburg entscheidenden Einfluss an dessen Entwicklung. Sein Werk über die Klimazoneneinteilung der Erde ist noch heute von großer Bedeutung. Die Klassifikation der unterschiedlichen Klimate erfolgt mit Hilfe einer Klimaformel, in der die Temperatur, die Niederschlagsmenge und die Vegetation eine Rolle spielen.

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Heute: Kalendarischer Sommeranfang

Heute Mittag um genau 12:07 Mitteleuropäischer Sommerzeit beginnt auch aus kalendarischer Sicht der Sommer. Die Sonne hat nun den nördlichen Wendekreis erreicht, und auf der Südhalbkugel beginnt jetzt der Winter. Heute könnte die Sonne bei uns theoretisch über 16 Stunden lang scheinen, und es ist damit der längste Tag des Jahres. Danach macht sich die Sonne langsam wieder auf den Weg nach Süden über den Äquator zum südlichen Wendekreis, den sie schließlich zum Winteranfang im Dezember erreicht. Der meteorologische Sommer beginnt aus statistischen Gründen hingegen immer schon am 1. Juni und dauert bis zum 31. August.

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Geburtstag Ulf Merbold

Am 20. Juni 1941 wurde Ulf Merbold in Greiz geboren. Er studierte Physik und promovierte 1976 an der Stuttgarter Universität. Er wurde 1983 nach Sigmund Jähn der zweite Deutsche im All. Merbold war der einzige Deutsche der dreimal im All war. (Zweimal war er an Bord einer US-amerikanischen Raumfähre mit dem Spacelab und einmal war er auf der russischen Raumstation Mir).

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Geostationäre Wettersatelliten

Wie die aktuelle Wolken- und Temperaturverteilung auf der Erde aussieht, lässt sich aus dem All mit den Wettersatelliten beobachten. Es gibt mehrere sogenannte geostationäre Wettersatelliten im All, die die Erde komplett abdecken, so dass man ein fast vollständiges Bild der Erdoberfläche erhält. Geostationär deshalb, weil sie sich in 36000 Kilometer Höhe mit der Erde mit drehen und daher praktisch über einem Punkt der Erde fest verankert scheinen. Der Vorteil bei diesem Satellitentyp ist, das man ständig Bilder der selben Region aufnehmen kann. Für Europa und für Afrika hat die ESA (European Space Agency) den Satelliten Meteosat entwickelt. Der Satellit rotiert ständig, und tastet die Erde Streifen für Streifen ab, bis ein komplettes Bild erstellt ist. Dieses wird dann zur Erde gefunkt, dort bearbeitet und anschließend wieder über den Satelliten zu den Nutzern weitergeleitet. Der Meteorologe kann dann die Bilder für Kurzzeitvorhersagen nutzen.

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Todestag von Roald Amundsen

Am 18. Juni 1928 starb der norwegische Polarforscher und Seemann Roald Amundsen bei einer Rettungsmission für den in Not geratenen italienischen Forscher Umberto Nobile. Amundsen zählt zu den erfolgreichsten Entdeckungsreisenden in Arktis und Antarktis. Mit vier Begleitern erreichte er am 14. Dezember 1911 als erster Mensch den Südpol. Zuvor hatte er in den Jahren 1903 bis 1906 als Erster die Nordwestpassage erkundet. Von 1918 bis 1920 durchquerte er auch die Nordostpassage, obwohl dies eigentlich nicht das Ziel seiner Expedition war.

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Public-Viewing-Wetter zum Deutschland-Spiel 2018

Sonntag gibt es tagsüber häufig einen Mix aus Sonnenschein, Hochnebel- oder Wolkenfeldern. Allerdings gehen in den Nachmittags- und Abendstunden im äußersten Nordosten, in Sachsen und in der Lausitz sowie zwischen der Donau und in den Alpen vereinzelte, kurze Schauer, kaum Gewitter nieder. Hier sollten die Fußballfans eine Regenjacke und einen Regenschirm dabei haben. Auch an etwas wärmere Kleidung wegen rasch sinkender Temperaturen sollte man denken. In den übrigen Gebieten bleibt es größtenteils trocken. Die Temperaturen bewegen sich um 18 UHR zwischen 16 Grad an der Nordsee und über den Höhen und 20 bis 23 Grad im Osten und Südosten.

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Hispaniola 1494: Erster durch Europäer beobachtete Hurrikan

Am 16.6.1494 wurde auf Hispaniola (zweitgrößte der Westindischen Inseln) wahrscheinlich der erste Hurrikan durch Europäer beobachtet und aufgeschrieben. Natürlich gab es auch schon vor diesem Termin Hurrikans. Aber Aufzeichnungen aus dieser Zeit gibt es nicht und mündliche Überlieferungen sind verloren gegangen. Untersuchungen von Sedimentablagerungen in Florida führten aber zu dem Ergebnis, dass es schon einige tausend Jahre vorher Hurrikans gegeben haben muss.

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Todestag des Physikers Rozier

Am 15. Juni 1785 kam der Physiker Jean-François Pilâtre de Rozier bei einem Ballonaufstieg mit seinem von ihm entwickelten Wasserstoff-Heißluftballon (der sogenannten Rozière) ums Leben. Beim Versuch den Ärmelkanal von Frankreich nach England zu überqueren entzündete sich der Wasserstoff und der Ballon stürzte mit ihm und einem Kollegen über dem Département Pas-de-Calais ab. Sie waren die ersten Todesopfer der Luftfahrt. Rozier forschte auf dem damals in der Physik neuem Gebiet der Gase. Ihm gelang zwei Jahre vor seinem Tod der erste historisch belegte bemannte Heißluftballonaufstieg. Nach ihm wurde der Mondkrater Pilâtre benannt und der Rozier-Gletscher in der Antarktis trägt seinen Namen.

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Wetter zum Start der Fußball-WM in Russland

Heute beginnt in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Um 17:00 Uhr MEZ bestreitet Gastgeber Russland in Moskau das Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien. Dazu gestaltet sich das Wetter zwar zeitweise bewölkt, aber überwiegend trocken. Die Temperaturen liegen am späten Nachmittag bei 17 bis 19 Grad. Die deutsche Mannschaft wird am Sonntag zum ersten Mal auflaufen. Um 17:00 Uhr trifft sie in Moskau auf Gruppengegner Mexiko. Dabei wird freundliches Sommerwetter mit Höchstwerten um 24 Grad erwartet. Das Schauer- und Gewitterrisiko bleibt recht gering. In Deutschland gestaltet sich das Public-Viewing-Wetter leider durchwachsen. Es muss am Sonntag landesweit wieder mit zum Teil kräftigen Regengüssen und Gewittern gerechnet werden.

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Schon zweiter "Major Hurricane" über dem Ostpazifik

Nachdem sich Ende der vergangenen Woche schon Hurrikan Aletta zu einem Tropensturm der Kategorie 4 entwickelt hatte, hat sich nun ein weiterer Zyklon gebildet, der gestern ebenfalls in die zweithöchste Kategorie und somit zu einem "Major Hurrican" heraufgestuft wurde. Hurrikan Bud befindet sich etwa 300 bis 400 Kilometer vor der Küste Mexikos und zieht in nordwestliche Richtung. Er könnte in abgeschwächter Form am Freitag Niederkalifornien erreichen.

Aktueller Satellitenfilm mit Hurrikan Bud

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Vor 33 Jahren: Böen-Rekord auf der Zugspitze

Am 12. Juni 1985 wurde auf der Zugspitze in 2975 Metern ü. NN ein neuer Geschwindigkeitsrekord einer Windböe registriert. Ein dem Hang zugeneigter Staudruck-Windmesser verzeichnete ein Böenmaximum von 335 km/h. Nie zuvor wurde eine solch hohe Windgeschwindigkeit in Deutschland gemessen. Der weltweite Böen-Rekord außerhalb eines Tornados liegt übrigens bei 408 km/h, registriert auf Barrow Island, einer Insel Australiens.

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Juni bislang sehr warm

Auch der Juni scheint die Reihe der deutlich zu warmen Monate fortzusetzen. Im ersten Monat des meteorologischen Sommers, der die Monate Juni, Juli und August umfasst, liegen die Mittelwerte aktuell 3 bis 5 Grad über dem langjährigen Mittel des Gesamtmonats! Die Niederschlagsbilanz der ersten Tage fällt aufgrund der zum Teil heftigen, aber oft auch sehr engräumigen Regengüsse und Gewitter sehr ungleichmäßig aus. An manchen Orten, vor allem im Norden, kam bislang nur wenig Niederschlag zusammen, an einigen Orten ist das Monatssoll dagegen bereits fast erreicht oder sogar überschritten.

Temperaturmittel im Juni 2018

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Wärmster Herbst in Australien seit Beginn regelmäßiger Messungen

Die Monate März bis Mai 2016 waren in Australien die wärmsten Seit Beginn regelmäßiger Messungen vor mehr als 100 Jahren. Die Temperaturen lagen 1,86 Grad über den langjährigen Mittelwerten. Der bisher wärmste Herbst im Jahre 2005 lag nur 1,64 Grad über den Durchschnittswerten. Der australische Herbst war nur im Süden von Western Australia etwas zu kühl. Auch in Queensland, New South Wales, Victoria und im Northern Terrtory selber wurden jeweils neue Rekordtemperaturen für den Herbst registriert.

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Todestag von Franz Ferdiand Greiner

Am 9. Juni 1855 starb Franz Ferdinand Greiner. Um seinen Lebensunterhalt, in der von seinem Vater übernommen Wassermühle aufzubessern, versuchte Greiner sich in der Glasbläserei und stellte Glasperlen und sonstiges Zierwerk aus Glas her. Versuche ein Thermometer herzustellen scheiterten zunächst. Erst als er den Glasbläsergesellen Wilhelm Berkes einstellte, gelang das Glasthermometer. Als er dann noch als Füllung Quecksilber verwendete kam der wirtschaftliche Durchbruch. Greiner und Berkes ist damit das erste in Deutschland industriell gefertigte Thermometer zu zuschreiben.

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Flint-Beecher Tornado 1953

Heute vor 65 Jahren wurde Michigan (USA) von einem schweren Tornado heimgesucht. Der Flint-Beecher Tornado zählt zu den F5-Tornados der Fujita-Skala und hinterließ eine 43 Kilometer lange Schneise der Verwüstung. Dabei kamen 116 Menschen ums Leben, über 800 wurden verletzt. Der Tornado richtete mit maximalen Windgeschwindigkeiten zwischen 400 und 500 km/h Schäden im Wert von 19 Millionen US-Dollar an. Benannt wurde er nach der Stadt Flint und deren Vorort Beecher, die am stärksten betroffen waren. Auch bei uns in Deutschland können Tornados auftreten. In der Regel sind sie aber bei weitem nicht so stark wie beispielsweise in den USA.

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Geburtstag von Karl Ludwig Gronau

Am 7. Juni 1742 wurde der Berliner Pfarrer und Meteorologe Karl Ludwig Gronau geboren. Seit seinem 14. Lebensjahr arbeitete er in der Wetterforschung und gilt als Begründer der wissenschaftlichen Wetterbeobachtung in Berlin. Der sogenannte "Wetterpfarrer" zeichnete 70 Jahre lang, von 1756 bis zum 30. November 1826 regelmäßig Wetterbeobachtungen auf, die er ab 1774 auch durch Messungen mit Thermometer und Barometer ergänzte. Damit trug er einen großen Beitrag zum Zustandekommen der fast kontinuierlichen 300-jährigen Berliner Temperaturreihe bei. Er untersuchte auch Zusammenhänge zwischen den Wintern in Grönland und Deutschland. Er starb am 8. Dezember 1826 in Berlin.

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Mai 2018 bricht in Deutschland Temperaturrekorde!

Nach einem Rekord-April hat sich nun nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes auch der Mai ganz oben in der Liste der Mai-Rekorde eingereiht. Noch nie war es seit Messbeginn im Jahre 1881 im Mai so warm in Deutschland. Das Gebietsmittel lag bei 16,0 Grad und war damit 3,9 Grad wärmer als das langjährige Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Damit setzte sich der Trend der letzten Jahre und Jahrzehnte fort, in denen der Mai immer häufiger zu warm ausfiel. Auch im restlichen Europa war es bis auf Regionen auf der Iberischen Halbinsel und im Osten Russlands zu warm. In Göteborg wurde mit einem Höchstwert von 31,1 Grad ein neuer Stationsrekord für den Mai aufgestellt. In Oslo lag die Durchschnittstemperatur von 16,1 Grad letztendlich 5,3 Grad über dem Klimamittel. Noch nie wurde solch ein hoher Mai-Mittelwert gemessen. Auch in Schweden war es seit über 100 Jahren nicht so warm.

Temperaturanomalien im Mai (Quelle: DWD)

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Höchster je gemessener Taupunktswert

Die saudi-arabische Stadt Dhahran, am Persischen Golf gelegen, hält mit 35 Grad den Rekord für den höchste je gemessenen Taupunktswert. Der Taupunkt ist diejenige Temperatur, auf die sich die Luft abkühlen muss, damit der in ihr enthaltene Wasserdampf zu kondensieren beginnt. So beträgt zum Beispiel bei 15 Grad Celsius und 50 Prozent relativer Feuchte der Taupunkt 4,6 Grad Celsius. Bei einer Feuchte von 100 Prozent entspricht der Taupunkt der aktuellen Temperatur von 15 Grad Celsius. Das Klima am Persischen Golf ist durch extrem heiße und feuchte Sommer charakterisiert, wobei die Temperaturen bis auf 50 Grad steigen können.

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Frühling 2018 deutschlandweit zu warm

Nachdem der März noch zu kühl ausgefallen war, endeten die Monate April und Mai überdurchschnittlich warm. So geht der Frühling 2018 auch insgesamt mit zu warmen Temperaturen in die Statistik ein. Dabei liegen die Abweichungen meist zwischen 1 und 2 Grad. Etwas geringer ist die Abweichung an Nord- und Ostsee, etwas größer in den Bergregionen. Der Niederschlag war im Frühjahr bedingt durch örtliche Schauer und Gewitter sehr unterschiedlich verteilt. Teils fiel noch nicht einmal die Hälfte des Durchschnitts, teils lagen die Niederschlagsmengen auch weit über dem Klimamittel. Die Sonne kam im Frühjahr sehr häufig zum Vorschein. Meist lag das Plus bei 10 bis 35 Prozent.

Rückblick auf den Frühling 2018

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Erhöhte Ozonwerte im Sommer

Ein wichtiges Thema in den Sommermonaten ist die Ozonbelastung. Das sogenannte bodennahe Ozon hat nur indirekt etwas mit dem Ozon in unserer Ozonschicht zu tun, die sich in Luftschichten oberhalb etwa 10 Kilometer Höhe befindet. Ozon kann bei entsprechenden Konzentrationen in der Luft zu Gesundheits- und Umweltschäden führen. Das bodennahe Ozon entsteht unter dem Einfluss von Sonnenlicht. Daher kommt es insbesondere bei einer längeren Perioden sonniger Tage in den Sommermonaten zu erhöhten Ozonwerten in den Nachmittagsstunden, die erst abends und nachts wieder zurückgehen. Das Ozon entwickelt sich u.a. aus Stickstoffoxiden, die bei uns überwiegend durch den Autoverkehr freigesetzt werden. Das Ozon greift in hohen Konzentrationen besonders die Lunge an. Allerdings reagieren nur etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung besonders empfindlich auf Ozon. Als eine Risikogruppe gelten Kleinkinder und Säuglinge. Körperliche Anstrengungen oder Aktivitäten steigern die Atmungsaktivität und damit die Ozonaufnahme. Daher sollten bei erhöhten Ozonwerten längere anstrengende körperliche Aktivitäten vor allem in den Mittags- und Nachmittagsstunden vermieden werden. Neben dem Menschen hat das Ozon auch eine schädigende Wirkung auf Tiere und auf Pflanzen. Bei Pflanzen kann es u.a. zur Schädigung von Blättern, zur Wachstumshemmung oder zu Ertragsverlusten kommen. Die Bevölkerung wird ab einem Grenzwert von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft informiert und eine Empfehlung ausgesprochen, ab 360 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft wird gewarnt.

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Wie begegnet man einem Gewitter

Wird man im Freien von einem Gewitter überrascht, sollte nach einer Senke oder einem Graben (ohne Wasseransammlung) gesucht werden. Dort dann hinhocken und die Beine mit den Armen umschließen. Für den Blitz bildet man dann den kleinsten Angriffspunkt. Auf keinen Fall unter Bäume stellen oder flach auf den Boden legen. Sollte man sich im oder auf dem Wasser befinden sofort an Land Schutz suchen. Sehr guten Schutz bietet das Innere eines Autos. Die äußere Metallhülle leitet die Energie des Blitzes in die Erde ab (Faradayscher Käfig).

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Beginn des meteorologischen Sommers

Der Juni ist der erste Sommermonat im sogenannten meteorologischen Sommer, der die Monate Juni, Juli und August umfasst. Diese Einteilung in meteorologische Jahreszeiten hat Ihre Begründung in der klimatologischen Verarbeitung von Wetterdaten, wobei sich die Daten einfacher für komplette Monate berechnen lassen. Während der meteorologische Sommer schon heute am 1. Juni beginnt, ist der astronomische Sommeranfang erst am 21. Juni. Dann erreicht die Sonne ihren höchsten Stand über dem Horizont und uns erwartet der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres.

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