Nachrichten rund ums Wetter

Höchster gemessener Luftdruck weltweit

Der höchste je in Deutschland gemessene Luftdruck wurde am 23. Januar 1907 in Berlin registriert und lag bei 1058 Hektopascal. Solch extrem hohe Luftdruckwerte sind in Deutschland sehr selten und nur in den Wintermonaten möglich. Deutlich stärkere Hochdruckgebiete gibt es jedoch noch über Russland. Der Rekordluftdruck weltweit wurde am 31.12.1968 über Nordwest-Sibirien registriert. Damals zeigten die Barometer in der Stadt Agata ein Luftdruck von 1084 Hektopascal an.

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Beginn der Vierschanzentournee 2018/19

Das erste Springen der 67. Vierschanzentournee beginnt am Sonntag Nachmittag in Oberstdorf mit einem grauen Himmel und noch mit ein paar Regentropfen oder Schneeflocken. Bei 2 Grad schwankt die Schneefallgrenze genau um 800 Meter Höhe. Der Wind weht für die Springer nur schwach aus Südwest bis West. Silvester geht es in Garmisch-Partenkirchen weiter. Dort lässt der Schnee und Schneeregen im Tagesverlauf bei 3 Grad mitunter nur langsam nach.

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Todestag des Meteorologen Reinhard Süring

Heute vor 68 Jahren, am 29. Dezember 1950, starb der Meteorologe Reinhard Süring. Ab 1893 nahm er an Ballonfahrten in großer Höhe des Meteorologen Berson teil. Seit 1907 gab er mit Hann (Begründer der modernen Meteorologie) die Zeitschrift für Meteorologie und einige Jahre später das Standardwerk Lehrbuch der Meteorologie heraus. 1909 wurde Süring erst Vorsteher der Meteorologischen Abteilung, später Direktor des Meteorologisch-Magnetischen Observatoriums Potsdam bis zu seiner Pensionierung 1932. Von 1945 bis zum März 1950 leitete er auf Wunsch der sowjetischen Besatzungsmacht noch einmal das Observatorium.

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Vor 139 Jahren: Firth-Of-Tay Katastrophe in Schottland

Am Abend des 28. Dezember 1879 befuhr während eines starken Sturms ein Zug von Burntisland kommend auf seinem Weg nach Dundee die Firth-Of-Tay-Brücke in Schottland. Als der Zug die Mitte erreichte, stürzte die Brücke ein. 75 Menschen starben. Neben der Erkenntnis, dass es viel Schlamperei am Bau gegeben hatte, ergab die Untersuchung des Unglücks auch, dass die Belastung des Bauwerks durch den seitlichen Winddruck völlig unterschätzt worden ist. Man wusste viel zu wenig über die Belastung durch den Wind an solch einem hohen und freistehenden Bauwerk. Die Folge war der Einsturz der Brücke bei einem der ersten Winterstürme. Wenige Jahre später wurde direkt neben den Überresten der ersten Brücke eine neue Brücke gebaut, die bis heute im Betrieb ist.

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Dezember bislang sehr mild, oft nass und wenig sonnig

Blickt man auf die bisherigen Dezembertage zurück, so scheint der Dezember als ein weiterer zu warmer Monat in die Geschichte einzugehen. Bislang liegt das Temperaturplus meist zwischen 1 und 3,5 Grad. Im Gegensatz zu den meisten anderen Monaten des Jahres 2018 verzeichnete man im Dezember in vielen Regionen Niederschlagsmengen, die schon jetzt den Durchschnitt übertreffen. Lediglich im Norden und Osten konnte bis Weihnachten noch nicht das langjährigen Dezembermittel erreicht werden. Die Sonne ließ sich im Gegensatz zu den vergangenen Monaten deutlich seltener blicken. In den meisten Regionen Deutschlands wird der Dezember unter dem Durchschnittswert liegen.

Rückblick auf den Dezember 2018

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Orkantief LOTHAR Weihnachten 1999

Am zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 zog mit Orkan LOTHAR einer der verheerensten Stürme der letzten 100 Jahre über den Süden Deutschlands hinweg. Dabei wurden vielerorts neue Rekord-Windgeschindigkeiten registriert. In Karlsruhe wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 150, auf dem Feldberg im Schwarzwald sogar bis zu 210 Km/h gemessen. Noch heftiger war der Wind auf dem Wendelstein, wo die Windmesser unglaubliche 260 Km/h anzeigten. Die starken Windböen führten zu extremen Verwüstungen in den Wäldern, 17 Menschen kamen durch den Sturm allein in Deutschland ums Leben. Die Schadensumme von LOTHAR in ganz Europa liegt bei fast 12 Milliarden Euro.

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Namen für Hochs und Tiefs

Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. Im kommenden Jahr werden die Hochdruckgebiete mit weiblichen, die Tiefdruckgebiete mit männlichen Vornamen versehen. So wird das erste Hoch den Namen Angela, das erste Tief des Jahres den Namen André tragen.

Liste der Namen der Hochs und Tiefs 2019

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Urlaubswetter an Weihnachten

Wer dem zwar teilweise noch milden, aber gebietsweise nassen und trüben Weihnachtswetter bei uns entfliehen möchte, findet zurzeit am Mittelmeer sonnige Reiseziele. Am westlichen Mittelmeer sorgt Hochdruckeinfluss für viel Sonnenschein und überwiegend trockene Tage. Dabei steigen die Temperaturen an den Küsten zum Teil auf Werte um 20 Grad. Auch auf den Kanaren zeigt sich das Wetter überwiegend freundlich und mit Höchtwerten über 20 Grad auch angenehm warm. Wer Schneesicherheit zum Skifahren oder Snowboarden sucht, sollte auf die höheren Lagen der Alpen zurückgreifen. Zwar fiel zwischenzeitlich auch in den tieferen Lagen oder auf den Mittelgebirgen Schnee, oftmals waren die Mengen aber zu gering und die nachfolgenden Temperaturen zu hoch, um beständige Pisten zu präparieren.

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Wetter in Deutschland über die Weihnachtstage

Heiligabend regnet es im Süden zunächst noch längere Zeit und teilweise kräftig. Der Regen zieht sich aber langsam zu den Alpen zurück. In höheren Lagen geht der Regen immer mehr in Schnee über. In der Mitte und im Norden wechseln sich Sonne und dichtere Wolken ab, und es gibt nur noch vereinzelt Schauer. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 1 Grad an der Oder und 10 Grad am Oberrhein. Am 1. Weihnachtstag ziehen über den Norden und Osten dichtere Wolkenfelder hinweg. Gebietsweise fällt etwas Regen oder auch noch Schnee. Im Süden und Westen ist es teils neblig-trüb, teils aber auch freundlich und trocken. 2 bis 7 Grad werden erreicht. Auch am 2. Weihnachtstag überwiegen im Norden und Osten Wolken und es regnet örtlich etwas. Im Süden und Westen setzt sich das ruhige und trockene Hochdruckwetter dagegen fort. Die Temperaturen steigen auf 2 bis 7 Grad.

Wetterkarte Deutschland

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Wirbelsturm über Kanaren am 22. Dezember 1647

Am 22.12.1647 zog ein Wirbelsturm über die Kanarischen Inseln hinweg und brachte schwerste Schäden. Vor allem die zweitgrößte Insel der Kanaren, Fuerteventura wurde fast vollkommen verwüstet. Auch in der neueren Zeit tauchen vereinzelt Hurrikane oder Tropenstürme auf den Kanaren auf. Am bekanntesten war im November 2005 der Tropensturm "Delta". Kurz vor Erreichen der Inseln bestand die Gefahr, dass er zum Hurrikan heraufgestuft wurde.

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Heute astronomischer oder kalendarischer Winteranfang

Ab heute Abend 23:22 Uhr Mitteleuropäischer Zeit ist auch aus kalendarischer Sicht Winter. Dann erreicht die Sonne den südlichen Wendekreis, auf der Südhalbkugel beginnt jetzt der Sommer. Der 21.12. ist bei uns mit weniger als 8 Stunden der kürzeste Tag des Jahres. Danach macht sie die Sonne langsam wieder auf den Weg nach Norden über den Äquator zum nördlichen Wendekreis, den sie schließlich zum Sommeranfang bei uns im Juni 2018 erreicht.Der meteorologische Winterbeginn war dagegen schon am ersten Dezember.

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Weiße Weihnachten für die tiefen Lagen in Deutschlands immer unwahrscheinlicher

Die Chancen auf Weiße Weihnachten in Deutschland schwinden immer mehr. Nur in den höchsten Lagen der Mittelgebirge und in den Alpen besteht noch Hoffnung, dass sich der Schnee über die Feiertage hält. Das letzte fast deutschlandweit weiße Weihnachtsfest gab es im Jahre 2010. Im langjährigen Mittel gibt es beispielsweise im Flachland im Westen und Südwesten sowie im nordwestdeutschen Tiefland nur in einem von zehn Jahren eine geschlossene Schneedecke über Weihnachten. Im Nordosten und Osten liegt die Wahrscheinlichkeit für ein weißes Weihnachtsfest zwischen 15 und 25 %, in Bayern bei 20 bis 40 %. In den Mittelgebirgen ist es statitisch gesehen alle 2 bis 3 Jahre weiß. In den höchsten Lagen der Mittelgebirge sowie in den Alpen sind die Weihnachtsfeiertage dagegen fast in jedem Jahr weiß.

Aktuelle Vorhersage der Schneedecke des amerikanischen Wettermodells GFS

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Vor 313 Jahren: Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen in den Niederlanden

Heute vor 313 Jahren, am 19. Dezember 1705 begann der niederländische Wasserbauingenieur und Kartograf Nicolaus Samuelis Cruquius in Delft mit regelmäßigen meteorologischen Messungen. Er war damit weltweit einer der Ersten. Von nun an maß er dreimal täglich Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchte und Niederschlag mit zum Teil einfachsten Gerätschaften, aber dennoch nach Vorgaben der englischen meteorologischen Organisation, sodass seine Daten bis zum Jahre 1706 zurück rekonstruiert und als offizielle Messdaten angesehen werden können. Die Niederlande verdanken ihm eine der längsten ununterbrochenen meteorologischen Messreihen der Welt.

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Taifun Cobra 1944

Auf Grund von fehlenden Wetterstationen und nur spärlichen Wetterdaten steuerte ein US-Flottenverband zusammen mit einem Verband von Betankungsschiffen am 18.12.1944 östlich der Philippinen direkt in den Taifun "Cobra". 3 Zerstörer sanken. Mindestens weitere 25 Schiffe, darunter 3 leichte Flugzeugträger, wurden so stark beschädigt, dass sie zu Reparaturen ins Dock mussten. 146 Flugzeuge wurden zerstört. 790 Seeleute kamen im Sturm ums Leben. In der Folge wurden auf verschiedenen Inseln im Pazifik Wetterstationen aufgebaut, aus denen 1955 das "Joint Typhoon Warning Center" hervorging.

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Lokale Windsysteme

Lokale Windsystem spielen in den Wintermonaten eine große Rolle beim Wetter, weil Sie kleinräumig sehr große Unterschiede bei Temperatur und Wetterzustand hervorrufen können. Bekannte regionale Windsysteme sind u.a. der Föhn, die Bora oder der Mistral. Der Föhn ist ein warmer und trockener Fallwind an der dem Wind abgekehrten Seite von Gebirgen. Die Bezeichnung wird vor allem für Winde im Alpenraum verwendet. In den Alpen kann der Föhn zu starken Stürmen führen (Föhnsturm). Auf der Alpennordseite ist der Föhn auf Grund der geringen Luftfeuchtigkeit mit einer sehr guten Fernsicht verbunden. Der Mistral ist ein starker bis stürmischer, böiger und kalter Nord- bis Nordwestwind, der durch das Rhonetal auf den Golf de Lyon vorstößt. Er entsteht bei einer Tiefdruckentwicklung über dem dem Golf von Genua oder dem Tyrrhenischnen Meer, wenn sich gleichzeitig ein Hoch von Westen nähert. Am häufigsten und stärksten ist er im Winter und Frühling. Typisch ist ein wolkenloser dunkelblauer Himmel, gute Fernsicht und nachts ein beeindruckender Sternhimmel. Die Bora ist ein kalter Fallwind istrischen und dalmatischen Küste im Winter, wenn kalte Kontinentalluft die Adria erreicht. Sie ist sehr stürmisch und böig. Die Böen erreichen manchmal über 100 km/h.

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Das Rheinhochwasser vom Dezember 1993

Zu Beginn des Dezembers 1993 gab es im Einzugsbereich des Rheins kräftigen und auch länger andauernden Regen. Erst führte der Oberrhein und der Neckar Hochwasser. Durch Main und Nahe stieg der Pegel weiter an. In Koblenz trafen dann die Spitzen des Hochwassers von Rhein und Mosel aufeinander. So wurden am 23.12.1993 in Koblenz mit 9,52 m der höchste Pegel seit 1784 erreicht. In Köln betrug der Pegel ein paar Tage später dann 10,63 m. Da Köln linksrheinisch nur bis 10 Meter gegen Hochwasser gesichert war, wurden Teile der Altstadt überflutet. Dieses sind nur ausgewählte Beispiele der Überflutungen. Insgesamt betrug der Schaden des Rheinhochwassers von 1993 400 bis 500 Millionen €.

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Formen der Eisablagerung

In der kalten Jahreszeit treten jetzt wieder die verschiedenen Formen der Eisablagerung auf. In klaren Nächten, häufig bei Windstille, bildet sich Reif. Wenn die Temperaturen an Oberflächen unter den Gefrierpunkt sinken, lagert sich dort der Wasserdampf in der Luft in Form verschiedenster Eiskristalle ab. Reif entsteht z.B. auch auf im Freien stehenden Autos, so dass in den Morgenstunden dann der Eiskratzer zum Einsatz kommen muss. Reif stellt für Pflanzen und Bauwerke wie Hochspannungsleitungen oder Funktürme allerdings meist keine starke Belastung dar. Gefährliche Lasten können sich durch das sogenannte Rauheis bilden. Rauheis entsteht, wenn vom Wind herangeführte Wolken- oder Nebeltröpfchen sich bei Frost auf der Pflanze oder dem Gegenstand als Eis ablagern. Die Rauheis-Ablagerungen können ein so hohes Gewicht erreichen, dass Bäume oder Stormleitungen unter der Last zusammenbrechen (Eisbruch). Daher müssen diese Raueis-Lasten beim Bau von Funkmasten oder Windanlagen immer berücksichtigt werden. Das Klareis entsteht ähnlich wie das Rauheis auch bei Wetterlagen mit dichtem Nebel. Allerdings ist der Wind hier ohne Bedeutung und das Klareis lagert sich auf allen Seiten der Objekte gleichmäßig ab. Auch beim Klareis kann es bei einer längeren Nebelperiode zu hohen Eislasten kommen. Rauheis- und Klareis-Ablagerungen treten bevorzugt in den Mittelgebirgen und den Alpen auf. Glatteis tritt auf, wenn unterkühlte Regentropfen auf gefrorenen Boden treffen. Sie führen dann augenblicklich zu teils extremer Glätte. Dieses Phänomen tritt häufig nach einer längeren Kälteperiode auf, wenn vom Atlantik die ersten Wetterfronten mit milderer Luft unsere Region erreichen, der Boden aber noch gefroren ist.

Wetterlexikon

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13.12.1867: Geburtstag von Kristian Birkeland

Am 13. Dezember 1867 wurde Kristian Birkeland geboren. Er war ein norwegischer Physiker. Er begann ab ca. 1890 das Polarlicht zu erforschen. Bei einer Expeditionen in den äußersten Norden Norwegens im Jahre 1897 kam er fast bei einem Schneesturm ums Leben. Bis zum Jahre 1903 erbaute er ein Beobachtungsnetz aus 4 Stationen. Er kam zu dem Schluss: Elektronen der Sonne würden die obere Atmosphäre zum Leuchten bringen. Da damals niemand etwas von der Existenz des Sonnenwindes wusste, wurde seine Theorien angezweifelt. Ihm gelang auch Polarlicht ähnliche Erscheinungen im Labor an einem Kugelförmigen Magneten zu erzeugen. Die 200 Kronen Banknote, die sein Portrait gezeigt hat, ist seit dem 30.5.2018 ungültig. Die aktuelle 200 Kronen zeigen Kabeljau und Heringe sowie ein Fischernetz.

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Todestag Milutin Milankovic

Am 12. Dezember 1958 starb der jugoslawische Geophysiker und Mathematiker Milutin Milankovic. Bekannt wurde er in der Paläoklimatologie durch die Aufstellung der nach ihm benannten Milankovic-Zyklen. In der Paläoklimatologie geht es darum, die klimatischen Verhältnisse der erdgeschichtlichen Vergangenheit zu rekonstruieren. In den Milankovic-Zyklen werden die langjährigen Schwankungen der Sonnenstrahlungsintensität und die dadurch auftretenden natürlichen Klimaschwankungen und deren Ursachen beschrieben.

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Vor 28 Jahren: Schwere Verkehrsunfälle durch Nebel

Am 11. Dezember 1990 ereignete sich einer der vermutlich schwersten Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Nebel in der US-amerikanischen Geschichte als 99 Fahrzeuge auf der Route 75 in Tennessee kollidierten. 11 Tote und 65 Verletzte waren zu beklagen. In Deutschland gab es den größten Verkehrsunfall im Nebel am 19. Oktober 1990. Damals fuhren mindestens 121 Fahrzeuge (andere Quellen sprechen von 170 Fahrzeugen) auf der A9 in der sogenannten Münchberger Senke ineinander. 10 Personen kamen ums Leben, es gab 122 Verletzte. Also bitte Fuß vom Gas, wenn die Sicht gegen Null geht! Das gilt natürlich auch bei dichtem Schneetreiben.

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Frühester Sonnenuntergang

Jedes Jahr um die Wintersonnenwende tritt ein besonderer Effekt bei uns auf. Während der Tag des astronomischen Winterbeginns, in den meisten Jahren der 21. Dezember, wirklich der kürzeste Tag ist, findet der früheste Sonnenuntergang schon an den Tagen um den 10. Dezember statt. Dagegen tritt der späteste Sonnenaufgang erst an den ersten Januartagen auf. Eine Ursache für dieses Phänomen liegt in der Neigung der Erdachse. Außerdem ist die Bahn der Erde um die Sonne kein exakter Kreis, sondern nur eine kreisähnliche Ellipse. Beide Effekte überlagern sich und verursachen diese Verschiebung.

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Sommer zurzeit am Südpol

Am Südpol ist zurzeit Sommer. Die mittleren Temperaturen liegen an der Wetterstation am Südpol im Dezember bei minus 28 Grad, im Winter im Juli bei minus 60 Grad. Die tiefste bisher dort gemessene Temperatur liegt bei minus 82,8 Grad Celsius. Am wärmsten war es dort bisher mit einem Maximum von minus 13,6 Grad im Dezember 1978. In den letzten Tagen lagen die Höchsttemperaturen an der 2800 Meter hoch gelegenen Amundsen-Scott-Station zwischen minus 27 und minus 22 Grad. Noch kälter ist es normalerweise an der russischen Forschungsstation Wostok, die in 3400 Meter Höhe liegt und an einem Punkt in der Antarktis, der am weitesten von der Küste entfernt ist.

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Todestag des "Wetterpfarrers" Karl Ludwig Gronau

Am 8. Dezember 1826 starb der Berliner Pfarrer und Meteorologe Karl Ludwig Gronau. Er wurde am 7. Juni 1742 geboren. Seit seinem 14. Lebensjahr arbeitete er in der Wetterforschung und gilt als Begründer der wissenschaftlichen Wetterbeobachtung in Berlin. Der sogenannte "Wetterpfarrer" zeichnete 70 Jahre lang, von 1756 bis zum 30. November 1826 regelmäßig Wetterbeobachtungen auf, die er ab 1774 auch durch Messungen mit Thermometer und Barometer ergänzte. Damit trug er einen großen Beitrag zum Zustandekommen der fast kontinuierlichen 300-jährigen Berliner Temperaturreihe bei. Er untersuchte auch Zusammenhänge zwischen den Wintern in Grönland und Deutschland.

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7. Dezember 2001: Start von "TIMED" und "Jason1" ins All

Am 7. Dezember 2001 wurde der Satellit "TIMED" von der Air Force Base Vandenberg aus ins All befördert. "TIMED" (Thermosphere Ionosphere Mesosphere Energetics and Dynamics) untersucht die Dynamik in der Mesosphäre und der unteren Thermosphäre der Erdatmosphäre. Die ursprünglich nur auf zwei Jahre terminierte Mission wurde immer wieder verlängert. "TIMED" wurde zusammen mit "Jason 1" gestartet. Der Satellit "Jason 1" dient zur Meeresbeobachtung. Unter anderem können Meeresströmungen und Wellenhöhen bestimmt werden. Man hofft auf eine Verbesserung der El Niño Vorhersage.

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Vor 66 Jahren: Smog-Katastrophe in London

Am 5. Dezember 1952 begann die große Smog-Katastrophe in London. Über London hatte sich im Bereich einer Hochdruckzone eine Inversionswetterlage eingestellt. Zudem war es recht kalt, so dass die Londoner kräftig heizten. Zu den Emissionen aus Fabriken und Kraftwerken kamen so auch große Mengen an Kohlenrauch. Die Schadstoffe konnten aber aufgrund der Inversionswetterlage nicht entweichen. Am Abend verdichtete sich der Nebel. Die Sichtweite betrug teilweise nur noch 30 Zentimeter, die Menschen konnten also noch nicht einmal mehr die eigenen Beine sehen. Viele Menschen litten unter Atemwegsproblemen. Erst am 9. Dezember entspannte sich die Lage wieder. Nach verschiedenen Schätzungen starben im Dezember 1952 zwischen 4000 und 12000 Menschen an den Folgen des extremen Smogs.

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Jahr 2018 weiterhin auf Rekordkurs

Nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) könnte das Jahr 2018 das wärmste, trockenste und auch sonnigste Jahr seit Beginn der Messaufzeichnungen 1881 werden. Nach Analysen der Monate Januar bis November wurde noch nie solch eine hohe Mitteltemperatur registriert. Sie betrug 11 Grad und lag 2,1 Grad über dem Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Mit durchschnittlich 482 Litern Niederschlag pro Quadratmeter war es in den ersten elf Monaten eines Jahres auch noch nie so trocken. Es fielen nur 67 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge. Die durchschnittliche Anzahl der Sonnenstunden wurde bislang um 32 Prozent übertroffen. Zudem wurde vor 2018 noch nie eine solch hohe Zahl an heißen Tagen (mindestens 30 Grad) und Sommertagen (mindestens 25 Grad) verzeichnet.

Vollständiger Bericht des DWD mit Grafiken (Quelle: DWD)

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4.12.1894: Ballonrekordfahrt Arthur Berson im Rahmen der Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten

Während der sogenannten Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten (durchgeführt von 1888 bis 1899 vom Deutschen Verein zur Förderung der Luftschifffahrt zur Erforschung der freien Atmosphäre) unternahm am 4. Dezember 1894 der Meteorologe Arthur Berson seine spektakuläre Fahrt, die ihn mit einem Gasballon bis in eine von 9155 Meter führte. Die von ihm ermittelte Temperatur betrug in der Höhe minus 47,9 Grad Celsius. Berson überlebte die Fahrt in dieser Höhe durch die Einatmung von mitgeführtem reinem Sauerstoff.

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Vor 19 Jahren: Orkan Anatol fegt über Dänemark und Norddeutschland hinweg

Vom 3. auf den 4. Dezember 1999 zog der Orkan Anatol über Dänemark und Norddeutschland hinweg. In Dänemark war er der schwerste Orkan des zwanzigsten Jahrhunderts. Im Norden Deutschlands und in Dänemark wurden dabei an vielen Stationen neue Rekordwerte für Windgeschwindigkeiten aufgestellt. Auf Sylt registrierte man zum Beispiel eine Rekord-Windböe von 185 km/h, auch auf Fehmarn gab es mit 145 km/h einen neuen Rekordwert. Fast 20 Menschen kamen während des Orkans ums Leben. An der dänischen und schleswig-holsteinischen Nordseeküste sorgte der starke Wind auch für Sturmfluten.

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Skiopenings 2018

An den kommenden Dezenber-Wochenenden finden nach und nach immer mehr Skiopenings statt. Aufgrund der vorübergehend kalten Witterung und einigen Nachtfrösten hatten zwar viele Skiregionen gute Beschneiungsbedingungen. Allerdings garantieren momentan oftmals nur die Gletscher-Skigebiete geöffnete Liftanlagen. Durch die zu erwartende Milderung steigt die Schneefallgrenze auf zunächst über 2000, dann über 2500 Metern Höhe. Ob die jeweiligen Skiopenings stattfinden, kann man nur kurze Zeit vorher heraus finden.

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Die nächsten Tage verbreitet nass und zum Teil recht windig.

Nach dem heute zunächst in den Westen und Osten Regenwolken ziehen, regnet es am Sonntag dann fast überall mal mehr, mal weniger kräftig. Nass sieht es dann auch zu Beginn der neue Woche aus. Der Dienstag bringt dann außer im Nordosten weitere Schauerwolken. Zur Wochenmitte regnet es vorübergehend nur noch örtlich. Donnerstag und Freitag sind dann wieder verbreitet Regenwolken anzutreffen. Damit sollten die Flusspegel auch wieder stärker ansteigen. Hinzu kommt in den nächsten Tagen auch recht windiges Wetter mit verbreitet starken bis stürmischen Böen.

Niederschlagsprognose Deutschland

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