Nachrichten rund ums Wetter

Formen der Eisablagerung

In der kalten Jahreszeit treten jetzt wieder die verschiedenen Formen der Eisablagerung auf. In klaren Nächten, häufig bei Windstille, bildet sich Reif. Wenn die Temperaturen an Oberflächen unter den Gefrierpunkt sinken, lagert sich dort der Wasserdampf in der Luft in Form verschiedenster Eiskristalle ab. Reif entsteht z.B. auch auf im Freien stehenden Autos, so dass in den Morgenstunden dann der Eiskratzer zum Einsatz kommen muss. Reif stellt für Pflanzen und Bauwerke wie Hochspannungsleitungen oder Funktürme allerdings meist keine starke Belastung dar. Gefährliche Lasten können sich durch das sogenannte Rauheis bilden. Rauheis entsteht, wenn vom Wind herangeführte Wolken- oder Nebeltröpfchen sich bei Frost auf der Pflanze oder dem Gegenstand als Eis ablagern. Die Rauheis-Ablagerungen können ein so hohes Gewicht erreichen, dass Bäume oder Stormleitungen unter der Last zusammenbrechen (Eisbruch). Daher müssen diese Raueis-Lasten beim Bau von Funkmasten oder Windanlagen immer berücksichtigt werden. Das Klareis entsteht ähnlich wie das Rauheis auch bei Wetterlagen mit dichtem Nebel. Allerdings ist der Wind hier ohne Bedeutung und das Klareis lagert sich auf allen Seiten der Objekte gleichmäßig ab. Auch beim Klareis kann es bei einer längeren Nebelperiode zu hohen Eislasten kommen. Rauheis- und Klareis-Ablagerungen treten bevorzugt in den Mittelgebirgen und den Alpen auf. Glatteis tritt auf, wenn unterkühlte Regentropfen auf gefrorenen Boden treffen. Sie führen dann augenblicklich zu teils extremer Glätte. Dieses Phänomen tritt häufig nach einer längeren Kälteperiode auf, wenn vom Atlantik die ersten Wetterfronten mit milderer Luft unsere Region erreichen, der Boden aber noch gefroren ist.

Wetterlexikon

Nach oben

13.12.1867: Geburtstag von Kristian Birkeland

Am 13. Dezember 1867 wurde Kristian Birkeland geboren. Er war ein norwegischer Physiker. Er begann ab ca. 1890 das Polarlicht zu erforschen. Bei einer Expeditionen in den äußersten Norden Norwegens im Jahre 1897 kam er fast bei einem Schneesturm ums Leben. Bis zum Jahre 1903 erbaute er ein Beobachtungsnetz aus 4 Stationen. Er kam zu dem Schluss: Elektronen der Sonne würden die obere Atmosphäre zum Leuchten bringen. Da damals niemand etwas von der Existenz des Sonnenwindes wusste, wurde seine Theorien angezweifelt. Ihm gelang auch Polarlicht ähnliche Erscheinungen im Labor an einem Kugelförmigen Magneten zu erzeugen. Die 200 Kronen Banknote, die sein Portrait gezeigt hat, ist seit dem 30.5.2018 ungültig. Die aktuelle 200 Kronen zeigen Kabeljau und Heringe sowie ein Fischernetz.

Nach oben

Todestag Milutin Milankovic

Am 12. Dezember 1958 starb der jugoslawische Geophysiker und Mathematiker Milutin Milankovic. Bekannt wurde er in der Paläoklimatologie durch die Aufstellung der nach ihm benannten Milankovic-Zyklen. In der Paläoklimatologie geht es darum, die klimatischen Verhältnisse der erdgeschichtlichen Vergangenheit zu rekonstruieren. In den Milankovic-Zyklen werden die langjährigen Schwankungen der Sonnenstrahlungsintensität und die dadurch auftretenden natürlichen Klimaschwankungen und deren Ursachen beschrieben.

Nach oben

Vor 28 Jahren: Schwere Verkehrsunfälle durch Nebel

Am 11. Dezember 1990 ereignete sich einer der vermutlich schwersten Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Nebel in der US-amerikanischen Geschichte als 99 Fahrzeuge auf der Route 75 in Tennessee kollidierten. 11 Tote und 65 Verletzte waren zu beklagen. In Deutschland gab es den größten Verkehrsunfall im Nebel am 19. Oktober 1990. Damals fuhren mindestens 121 Fahrzeuge (andere Quellen sprechen von 170 Fahrzeugen) auf der A9 in der sogenannten Münchberger Senke ineinander. 10 Personen kamen ums Leben, es gab 122 Verletzte. Also bitte Fuß vom Gas, wenn die Sicht gegen Null geht! Das gilt natürlich auch bei dichtem Schneetreiben.

Nach oben

Frühester Sonnenuntergang

Jedes Jahr um die Wintersonnenwende tritt ein besonderer Effekt bei uns auf. Während der Tag des astronomischen Winterbeginns, in den meisten Jahren der 21. Dezember, wirklich der kürzeste Tag ist, findet der früheste Sonnenuntergang schon an den Tagen um den 10. Dezember statt. Dagegen tritt der späteste Sonnenaufgang erst an den ersten Januartagen auf. Eine Ursache für dieses Phänomen liegt in der Neigung der Erdachse. Außerdem ist die Bahn der Erde um die Sonne kein exakter Kreis, sondern nur eine kreisähnliche Ellipse. Beide Effekte überlagern sich und verursachen diese Verschiebung.

Nach oben

Sommer zurzeit am Südpol

Am Südpol ist zurzeit Sommer. Die mittleren Temperaturen liegen an der Wetterstation am Südpol im Dezember bei minus 28 Grad, im Winter im Juli bei minus 60 Grad. Die tiefste bisher dort gemessene Temperatur liegt bei minus 82,8 Grad Celsius. Am wärmsten war es dort bisher mit einem Maximum von minus 13,6 Grad im Dezember 1978. In den letzten Tagen lagen die Höchsttemperaturen an der 2800 Meter hoch gelegenen Amundsen-Scott-Station zwischen minus 27 und minus 22 Grad. Noch kälter ist es normalerweise an der russischen Forschungsstation Wostok, die in 3400 Meter Höhe liegt und an einem Punkt in der Antarktis, der am weitesten von der Küste entfernt ist.

Nach oben

Todestag des "Wetterpfarrers" Karl Ludwig Gronau

Am 8. Dezember 1826 starb der Berliner Pfarrer und Meteorologe Karl Ludwig Gronau. Er wurde am 7. Juni 1742 geboren. Seit seinem 14. Lebensjahr arbeitete er in der Wetterforschung und gilt als Begründer der wissenschaftlichen Wetterbeobachtung in Berlin. Der sogenannte "Wetterpfarrer" zeichnete 70 Jahre lang, von 1756 bis zum 30. November 1826 regelmäßig Wetterbeobachtungen auf, die er ab 1774 auch durch Messungen mit Thermometer und Barometer ergänzte. Damit trug er einen großen Beitrag zum Zustandekommen der fast kontinuierlichen 300-jährigen Berliner Temperaturreihe bei. Er untersuchte auch Zusammenhänge zwischen den Wintern in Grönland und Deutschland.

Nach oben

7. Dezember 2001: Start von "TIMED" und "Jason1" ins All

Am 7. Dezember 2001 wurde der Satellit "TIMED" von der Air Force Base Vandenberg aus ins All befördert. "TIMED" (Thermosphere Ionosphere Mesosphere Energetics and Dynamics) untersucht die Dynamik in der Mesosphäre und der unteren Thermosphäre der Erdatmosphäre. Die ursprünglich nur auf zwei Jahre terminierte Mission wurde immer wieder verlängert. "TIMED" wurde zusammen mit "Jason 1" gestartet. Der Satellit "Jason 1" dient zur Meeresbeobachtung. Unter anderem können Meeresströmungen und Wellenhöhen bestimmt werden. Man hofft auf eine Verbesserung der El Niño Vorhersage.

Nach oben

Vor 66 Jahren: Smog-Katastrophe in London

Am 5. Dezember 1952 begann die große Smog-Katastrophe in London. Über London hatte sich im Bereich einer Hochdruckzone eine Inversionswetterlage eingestellt. Zudem war es recht kalt, so dass die Londoner kräftig heizten. Zu den Emissionen aus Fabriken und Kraftwerken kamen so auch große Mengen an Kohlenrauch. Die Schadstoffe konnten aber aufgrund der Inversionswetterlage nicht entweichen. Am Abend verdichtete sich der Nebel. Die Sichtweite betrug teilweise nur noch 30 Zentimeter, die Menschen konnten also noch nicht einmal mehr die eigenen Beine sehen. Viele Menschen litten unter Atemwegsproblemen. Erst am 9. Dezember entspannte sich die Lage wieder. Nach verschiedenen Schätzungen starben im Dezember 1952 zwischen 4000 und 12000 Menschen an den Folgen des extremen Smogs.

Nach oben

Jahr 2018 weiterhin auf Rekordkurs

Nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) könnte das Jahr 2018 das wärmste, trockenste und auch sonnigste Jahr seit Beginn der Messaufzeichnungen 1881 werden. Nach Analysen der Monate Januar bis November wurde noch nie solch eine hohe Mitteltemperatur registriert. Sie betrug 11 Grad und lag 2,1 Grad über dem Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Mit durchschnittlich 482 Litern Niederschlag pro Quadratmeter war es in den ersten elf Monaten eines Jahres auch noch nie so trocken. Es fielen nur 67 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge. Die durchschnittliche Anzahl der Sonnenstunden wurde bislang um 32 Prozent übertroffen. Zudem wurde vor 2018 noch nie eine solch hohe Zahl an heißen Tagen (mindestens 30 Grad) und Sommertagen (mindestens 25 Grad) verzeichnet.

Vollständiger Bericht des DWD mit Grafiken (Quelle: DWD)

Nach oben

4.12.1894: Ballonrekordfahrt Arthur Berson im Rahmen der Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten

Während der sogenannten Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten (durchgeführt von 1888 bis 1899 vom Deutschen Verein zur Förderung der Luftschifffahrt zur Erforschung der freien Atmosphäre) unternahm am 4. Dezember 1894 der Meteorologe Arthur Berson seine spektakuläre Fahrt, die ihn mit einem Gasballon bis in eine von 9155 Meter führte. Die von ihm ermittelte Temperatur betrug in der Höhe minus 47,9 Grad Celsius. Berson überlebte die Fahrt in dieser Höhe durch die Einatmung von mitgeführtem reinem Sauerstoff.

Nach oben

Vor 19 Jahren: Orkan Anatol fegt über Dänemark und Norddeutschland hinweg

Vom 3. auf den 4. Dezember 1999 zog der Orkan Anatol über Dänemark und Norddeutschland hinweg. In Dänemark war er der schwerste Orkan des zwanzigsten Jahrhunderts. Im Norden Deutschlands und in Dänemark wurden dabei an vielen Stationen neue Rekordwerte für Windgeschwindigkeiten aufgestellt. Auf Sylt registrierte man zum Beispiel eine Rekord-Windböe von 185 km/h, auch auf Fehmarn gab es mit 145 km/h einen neuen Rekordwert. Fast 20 Menschen kamen während des Orkans ums Leben. An der dänischen und schleswig-holsteinischen Nordseeküste sorgte der starke Wind auch für Sturmfluten.

Nach oben

Skiopenings 2018

An den kommenden Dezenber-Wochenenden finden nach und nach immer mehr Skiopenings statt. Aufgrund der vorübergehend kalten Witterung und einigen Nachtfrösten hatten zwar viele Skiregionen gute Beschneiungsbedingungen. Allerdings garantieren momentan oftmals nur die Gletscher-Skigebiete geöffnete Liftanlagen. Durch die zu erwartende Milderung steigt die Schneefallgrenze auf zunächst über 2000, dann über 2500 Metern Höhe. Ob die jeweiligen Skiopenings stattfinden, kann man nur kurze Zeit vorher heraus finden.

Nach oben

Die nächsten Tage verbreitet nass und zum Teil recht windig.

Nach dem heute zunächst in den Westen und Osten Regenwolken ziehen, regnet es am Sonntag dann fast überall mal mehr, mal weniger kräftig. Nass sieht es dann auch zu Beginn der neue Woche aus. Der Dienstag bringt dann außer im Nordosten weitere Schauerwolken. Zur Wochenmitte regnet es vorübergehend nur noch örtlich. Donnerstag und Freitag sind dann wieder verbreitet Regenwolken anzutreffen. Damit sollten die Flusspegel auch wieder stärker ansteigen. Hinzu kommt in den nächsten Tagen auch recht windiges Wetter mit verbreitet starken bis stürmischen Böen.

Niederschlagsprognose Deutschland

Nach oben

Bleiben Sie jederzeit auf dem aktuellen Stand. Unsere Wetter-Nachrichten können Sie kostenlos als RSS-Feed empfangen.

  • Niederschlagsradar
    Niederschlagsradar Deutschland
  • Wetterwarnungen
    Wetterwarnungen Deutschland

Blitze in Deutschland

©WetterKontor GmbH. Alle Rechte vorbehalten.