Nachrichten rund ums Wetter

Dezember 2017 global gesehen viertwärmster Dezember seit Messbeginn

Nach Berechnungen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA war der vergangene Dezember der viertwärmste seit Messbeginn im Jahre 1880. Die über alle Land- und Meeresflächen gemittelte Temperatur lag 0,8 Grad über dem Mittel des 20. Jahrhunderts. Nur die Dezembermonate der Jahre 2015 und 2014 waren noch wärmer. Der Dezember 2016 liegt mit 2017 gleichauf. Vor allem im Westen Kanadas, in Alaska, in Osteuropa und in Westrussland war es häufig über 4 Grad zu warm.

Klima-Highlights im Dezember 2017 (Quelle: NOAA)

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Vor 88 Jahren: Erster Aufstieg einer Radiosonde

Um die Schichtung der Atmosphäre zu untersuchen, wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts Wetterballons mit Messinstrumenten eingesetzt. Allerdings hatte diese Methode einen großen Nachteil: Die Werte konnten erst ausgelesen werden, wenn das Gerät später gefunden wurde. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es schließlich erste Versuche mit Radiosonden. Der sowjetische Meteorologe Pawel Moltschanow startete am 30. Januar 1930 eine Radiosonde, die zum Standard für die zukünftige Entwicklung der Radiosonden werden sollte. Somit wird Moltschanow häufig als Erfinder der Radiosonde angesehen.

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Niedrigste Temperaturen in Europa

Ende Januar 1999 wurde eine der niedrigsten Temperaturen in Europa und gleichzeitig der niedrigste Temperaturwert Norwegens im 20. Jahrhundert gemessen. -51,2 Grad waren es am 28.01.1999 in Karasjok, in der Finnmark im Norden Norwegens gelegen. Während dieser Kälteperiode lag die Tiefsttemperatur in Karasjok drei Tage und in Kautokeino einen Tag unter -50 Grad. Doch der ewige norwegische Kälterekord blieb bestehen. Im 19. Jahrhundert war es am 01.01.1886 ebenfalls in Karasjok schon einmal noch 0,2 Grad kälter, an jenem Tag wurden -51,4 Grad gemessen. Doch gibt es in Skandinavien mitunter noch niedrigere Temperaturen. In Vuoggatjaalme, im schwedischen Lappland, wurde am 02.02.1966 eine Tiefsttemperatur von -52,6 Grad gemessen. Doch es geht noch kälter. Europaweit sind vermutlich jene -58,1 Grad vom 31.12.1978 in Ust Schugor (Russland) der niedrigste Temperaturmesswert. Ust Schugor liegt in 85 Meter Höhe im äußersten Osten Europas unweit des Urals auf etwa 64° nördlicher Breite.

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Wie endet der Januar und startet die neue Wetterwoche?

Am Montag scheint im äußersten Süden anfangs die Sonne. Von Norden nehmen die Regenfälle auch über den Mittelgebirgen zu. Die Regenwahrscheinlichkeit steigt bis zur Donau etwas an. Mit 7 bis 13 Grad bleibt es mild. Der Wind weht mäßig bis frisch, im Norden und über den Mittelgebirgen stark um West. Dabei treten Sturmböen von 70 bis 90, an der Küste und auf dem Brocken örtlich Orkanböen bis 110 km/h auf. Am Dienstag regnet es im äußersten Süden. Sonst halten sich die die Schauer in Grenzen. 3 bis 11 Grad werden erwartet. Der Wind um West sorgt im Norden und Osten weiter für starke, stellenweise stürmische Böen. Mittwoch wird es windiger und regnerischer, gebietsweise kommt Schnee ins Spiel.

Niederschlagsprognose Deutschland

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Milder Winter bisher, richtig kalt wird es in Deutschland aber auch nur selten

In Deutschland sind Messwerte von unter minus 30 Grad eher selten. So wurden in München am 21.01.1942 zum Beispiel minus 30,5 Grad gemessen. In Nürnberg waren es am 10.02.1956 minus 30,2 Grad und in Görlitz am 09.02.1956 minus 30,8 Grad. Ansonsten sind es eher die Bergstationen, die die minus 30-Grad-Marke schon einmal unterschritten haben. So wurden auf der Zugspitze minus 35,6 Grad (am 14.02.1940) gemessen, auf dem Feldberg im Schwarzwald minus 30,7 Grad (am 10.02.1956) und auf dem Fichtelberg im Erzgebirge minus 30,4 Grad (am 09.02.1956). Die bisher kälteste Temperatur wurde mit minus 37,8 Grad am 12.02.1929 in Wolnzach-Hüll in Bayern gemessen. Im kalten Januar 2017 kamen wir der Grenze von minus 30 Grad zumindest schon einmal näher. Da waren es auf der Zugspitze minus 27,2 Grad, in Reit im Winkl minus 26,3 Grad und in Oberstdorf minus 24,9 Grad. Die bisher kälteste Temperaturen in diesem Jahr wurde mit minus 18,5 Grad am 21. Januar auf der Zugspitze registriert.

Jahreswerte 2017 an deutschen Wetterstationen

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Das Jahr 2018 beginnt in vielen Regionen Deutschlands extrem nass und mit Hochwasser

Der Start in das neue Jahr fiel in vielen Regionen Deutschlands sehr nass aus. Besonders viel Regen wurde im Schwarzwald, an den Alpen und im Harz registriert. So wurden in Freudenstadt im Schwarzwald bisher 360 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen. Dass 30jährige Mittel liegt hier im Januar nur bei 183 Liter pro Quadratmeter. In Oberstdorf hat sich die Niederschlagsmenge in 2018 schon zu 244 Liter, in Garmisch-Partenkirchen zu 220 und in Schierke im Harz zu 180 Liter pro Quadratmeter summiert. Besonders wenig Sonnenschein gab es bisher in der Oberpfalz und in Oberfranken. So schien die Sonne in Weiden im Januar bisher nur 4 Stunden, in Wunsiedel 4,3 und in Kronach 4,8 Stunden.

Aktuelle Jahreswerte 2018 an deutschen Wetterstationen

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Januar 1990: Orkan Daria trifft Europa

Am 25. und 26. Januar 1990 zog der Orkan Daria über Nord-, West und Mitteleuropa. Er erreichte mittlere Windgeschwindigkeiten zwischen 120 und 130 sowie Spitzenböen von 170 bis 180 km/h. Um die 100 Todesopfer waren zu beklagen. Daria war zum damaligen Zeitpunkt der Orkan in Europa mit dem größten angerichteten Schaden (ca. 4 bis 6 Mrd. €). Ihm folgten Ende Februar des gleichen Jahres noch die Orkane Vivian und Wiebke.

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Wird es im kommenden Sommer viele Mücken geben?

Viel diskutiert ist die Frage, wie sich das Wetter im Winter auf die Anzahl der Stechmücken im nächsten Sommer auswirkt. Hier sind sich die Experten nicht einig. Einige gehen davon aus, das milde Temperaturen den Eiern und Larven der Mücken eher schaden, da sich Schimmelpilze breit machen können. Andere gehen davon aus, das ein milder Winter den Stechmücken eher entgegen kommt. Eine dritte Meinung ist, dass nicht ein milder oder kalter Winter, sondern ein trockener oder feuchter Frühling und Frühsommer für eine Mückenplage entscheidend ist. Um einer Mückenplage im Sommer zu entgehen, ist ein sehr trockenes Frühjahr wichtig. Ob wir uns das allerdings wünschen sollten, bleibt die Frage, schließlich profitieren nicht nur Mücken, sondern auch sämtliche Pflanzen und somit letzten Endes wir von dem Regen.

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Heute vor 111 Jahren: höchster je in Deutschland gemessener Luftdruck

Der höchste je in Deutschland gemessene Luftdruck wurde am 23. Januar 1907 in Berlin registriert und lag bei 1058 Hektopascal (hPa). Solch extrem hohe Luftdruckwerte sind in Deutschland sehr selten und nur in den Wintermonaten möglich. Deutlich stärkere Hochdruckgebiete gibt es jedoch noch über Russland. Der Rekordluftdruck weltweit wurde am 31. Dezember 1968 über Nordwest-Sibirien registriert. Damals zeigten die Barometer in der Stadt Agata einen Luftdruck von 1084 hPa an.

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2017 drittwärmstes Jahr der letzten 138 Jahre

Nach Meldungen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA war das vergangene Jahr das drittwärmste seit Messbeginn. Wärmer waren nur die Jahre 2016 und 2015. Damit folgte zwar nicht ein weiteres Rekordjahr, dennoch war es dafür, dass es keinen ausgeprägten El Niño-Effekt gab, überdurchschnittlich warm. Es war das 41. Jahr in Folge, in dem die Jahresdurchschnittstemperatur über dem Mittel des 20. Jahrhunderts lag. Die Ausdehnung der Eisfläche der Antarktis war noch nie so gering wie 2017. Am Nordpol verzeichnete man die zweitgeringste Ausdehnung.

Originalartikel zum Thema (Quelle: NOAA)

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Sturmflut am 21.1.1976

Nach der Jahrhundertflut am 3. Januar 1976 kam es am 21. Januar desselben Jahres erneut zu einer schweren Sturmflut. Die meisten Seedeiche an der Nordsee-Küste hielten den Wassermassen stand, auf der Insel Sylt gab es allerdings starke Abbrüche an den Dünen. Sylt ist nach vorherrschender Meinung der Wissenschaftler seit der Zweiten Marcellusflut von 1362 eine Insel und hat seitdem immer wieder Land verloren. Um die Insel zu schützen, wird seit Anfang der 70er Jahre Sand vor die Küsten der Insel gespült. Trotzdem befürchten Experten, dass Sylt weiterhin in Gefahr ist, auseinanderzubrechen.

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Januar schon jetzt verbreitet zu nass

Schon jetzt ist klar, dass der Januar fast überall deutlich zu nass ausfallen wird. An vielen Messstationen wurde das Monatssoll bereits überschritten, so zum Beispiel in Saarbrücken, Augsburg, Kempten oder auf Helgoland. In den nächsten Tagen werden die Niederschlagsmengen noch weiter anwachsen. Dazu wird es in der kommenden Woche deutlich milder, so dass vielerorts wieder zweistellige Werte erreicht werden.

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Januar 1951: Lawinenkatastrophe in den Alpen

Ab dem Abend des 15. Januar 1951 begann es in den Alpen fast ununterbrochen zu schneien. Der Schneefall dauerte auf der Alpennordseite fast 5 Tage. Dabei fielen gebietsweise bis zu 15 cm pro Stunde. Zum Teil kamen über 2,5 Meter Schnee zusammen. Vom 19. bis 22. Januar kam es dann fortwährend zu spontanen Lawinenabgängen. In der Schweiz starben bei über 1000 Lawinen mit Sachschäden 75 Personen. In Österreich kamen bei ungezählten Lawinen 135, in Italien 23 Menschen ums Leben.

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Vor 11 Jahren: Kyrill - Heute: Friederike

Vor 11 Jahren sorgte Orkan Kyrill für Chaos in Deutschland. Vom 18. auf den 19. Januar 2007 zog einer der stärksten Stürme der letzten 30 Jahre über Deutschland hinweg. Auf den Bergen wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h erreicht. Aber auch in den Niederungen gab es häufig Orkanböen um 120 km/h, so zum Beispiel in Berlin, in Dresden oder in München. In Düsseldorf wurden damals sogar 140 km/h registriert. Die Schäden waren enorm. In Deutschland waren mindestens 10 Tote zu beklagen. Die Wälder wurden stark geschädigt und erstmals wurde in ganz Deutschland der Bahnverkehr eingestellt. Auch heute kann es durch Orkantief Friederike starke Beeinträchtigungen geben. In den höheren Lagen der Mittelgebirge werden verbreitet Orkanböen erwartet, aber auch im Flachland muss vor allem zwischen Nordrhein-Westfalen und Sachsen mit Windspitzen von über 100 km/h gerechnet werden.

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Zyklon trifft auf Mauritius und La Réunion

Östlich von Madagaskar hat sich ein kräftiger Wirbelsturm gebildet. Zyklon Berguitta hatte sich gestern kurzzeitig zu einem Sturm der Kategorie 3 von 5 verstärkt und zieht mittlerweile in südwestlicher Richtung auf die Inseln Mauritius und La Réunion zu. Windspitzen über 200 km/h wurden gemessen. Er wird die Inseln voraussichtlich als ein Wirbelsturm der Kategorie 2 am heutigen Tag erreichen. Mit Mittelwinden bis 170 km/h und Böen darüber sowie sintflutartigen Regenfällen bleibt er für die Bevölkerung sehr gefährlich.

Aktueller Satellitenfilm Afrikas mit Zyklon Berguitta

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Erste Marcellusflut (Grote Mandränke) vom 16.1.1219

Die erste Marcellusflut ereignete sich am 16. Januar 1219. Es handelt sich um die erste Sturmflut von der ein Bericht eines Augenzeugen existiert. Am schwersten traf es Westfriesland. Es entstand die Zuiderzee bzw. das heute künstlich von der Nordsee abgetrennte Ijsselmeer. Je nach Quellenangabe kamen zwischen 36.000 und 50.000 Menschen ums Leben.

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Zweite Marcellusflut im Jahr 1362

Die zweite Marcellusflut vom 15. bis 17. Januar 1362 ist als verheerendste Sturmflutkatastrophe des Mittelalters in die Geschichte eingegangen. An der gesamten Nordseeküste sollen bei der auch als Grote Mandränke bezeichneten Sturmflut mehrere Zehntausend Menschen ums Leben gekommen sein. Am 15. Januar lief das Wasser bereits höher als normalerweise auf, am 16. erreichte die Flut ihren Höhepunkt. Überall brachen die Deiche, und die Wassermassen rissen alles mit, was ihnen im Weg stand. Neben zahlreichen Dörfern ging auch der sagenumwobene Ort Rungholt unter. Erst zwischen den Jahren 1921 bis 1938 wurden durch Ebbe und Flut südlich der Hallig Südfall (zwischen Nordstrand und Pellworm) Überreste von Rungholt vorübergehend freigespült und systematisch untersucht. Eine der Legenden, die sich übrigens immer noch halten, besagt, dass bei ruhigem Wetter die Glocken Rungholts unter der Wasseroberfläche zu hören seien.

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Wetterwechsel zu Wochenbeginn

Die neue Woche startet anfangs mit teils freundlichem, teils neblig-trübem Wetter und weitgehend trocken. Nach und nach ziehen von Nordwesten und Westen Regenfälle herein. Minus 1 bis plus 8 Grad werden erwartet. Es weht ein mäßiger bis frischer, an den Küsten und auf den Höhen starker bis stürmischer Süd- bis Südwestwind. Hier nimmt die Zahl der Sturmböen von 70 bis 90, im Nordwesten bis 100 km/h zu. Am Dienstag gibt es viele Regengüsse. Sie gehen teilweise in Graupel- oder Schneeschauer nieder. Örtlich entladen sich Gewitter. Die Schneefallgrenze sinkt bis ins Flachland, an den Alpen auf 400 bis 700 Metern Höhe. Es weht ein an den Küsten und im Süden starker Südwest- bis Westwind. Dabei treten im Süden un auf den Höhen Sturmböen von 70 bis 100 km/h auf.

Wetterbericht Deutschland

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Nach ruhigem Wochenende erneute Umstellung der Wetterlage in der kommenden Woche

Nach ruhigem Hochdruckwetter am Wochenende mit teils neblig-trübem, teils freundlichem und trockenem Wetter stellt sich die Wetterlage in der kommenden Woche wieder um. Tiefdruckgebiete über dem Atlantik sorgen ab Dienstag wieder für wechselhaftes, nasskaltes und windiges Wetter. Dabei schneit es zeitweise bis in tiefe Lagen, in den Alpen und in den Mittelgebirgen gibt es Neuschnee.

Vorhersage für Ihre Region für die kommende Woche

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Eröffnung der Davis Station am 12. Januar 1957

In der Antarktis wurde anlässlich des Internationalen Geophysikalischen Jahres am 12. Januar 1957 die südlichste australische Polarstation eröffnet. Die Davis Station liegt an der Ingrid-Christensen-Küste des Princess-Elizabeth-Landes. Im Sommer sind dort etwa 70 Forscher tätig, im Winter beherbergt die Station in der Regel 22 Wissenschaftler. Die Station besteht aus fast 30 Gebäuden. Forschungsschwerpunkt ist neben der Biologie von Mensch und Meer vor allem die Meteorologie.

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Lawinenkatastrophe in Vorarlberg 1954

Vom 10. bis 12. Januar 1954 kam es in Vorarlberg zu zahlreichen Lawinen Abgängen, nachdem es zuvor innerhalb zwei Tagen gebietsweise bis zu 2 Meter Neuschnee gegeben hatte. Es kamen 135 Menschen ums Leben. Der Schwerpunkt der Lawinenkatastrophe befand sich in der Gemeinde Blons im Großen Walsertal. Dort gab es insgesamt 13 Lawinenabgänge mit 57 Toten. Ein Drittel aller dort existierenden Häuser wurde zerstört. Aber auch die Gemeinden Sonntag, Fontanella und St. Gerold wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Teile des Montafons und des Bregenzer Waldes waren ebenfalls noch betroffen.

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Todestag Robert Boyle

Am 10. Januar 1692 stark der Naturforscher Robert Boyle. Er führte zahlreiche Experimente im Bereich der Naturwissenschaften durch und durch die exakten Aufzeichnungen waren sie dann auch für jedermann nachvollziehbar. Er entdeckte 1662 das Luftdruck und Volumen umgekehrt proportional zu einander waren. Ein paar Jahre später kam Mariotte unabhängig von Ihm zu dem gleichen Ergebnis. Nach den beiden Forschern wurde der obengenannte Zusammenhang das Boyle-Mariottesche Gesetz genannt.

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Strahlströme

Antrieb für viele Wetterphänomene in unseren Breiten sind die Strahlströme. Der Strahlstrom oder Jetstream ist ein in etwa 10 Kilometer Höhe auftretendes Starkwindband. Einen solchen Jetstream gibt es zum Beispiel an der Grenze zwischen subtropischer Warmluft und polarer Kaltluft (sogenannte Polarfront). Die Windgeschwindigkeit können in diesen Starkwindbändern bis zu 400 Km/h erreichen. Der Luftstrom pendelt in Schlangenlinien von West nach Ost über die Nordhalbkugel hinweg. Dabei kann es zu starken Ausschlägen nach Süden oder Norden kommen. Der Jetstream bildet also Wellentäler und Wellenberge aus. In einem Wellental herrscht wechselhaftes Tiefdruckwetter-, in einem Wellenberg ruhiges, trockenes Hochdruckwetter. Die Strahlströmungen sind Ausdruck großräumiger Turbulenzen in der Troposphäre. Ein geübtes Auge kann sie manchmal an ausgefransten Cirruswolken (dünne Eiswolken) am Himmel erkennen. Bei der Wahl der Flugrouten nutzen Piloten den Jetstream, denn man kann dadurch viel Treibstoff und bei der Reise von Europa nach Asien auch jede Menge Flugzeit einsparen.

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Erste Hasel- und Erlenpollen in der Luft

Die milden Temperaturen der letzten Wochen machen sich bereits in der Natur bemerkbar. Vor allem im Westen und Südwesten sowie im Norddeutschen Tiefland und im Osten sind schon erste Pollen von Hasel und Erle unterwegs. Die allergene Belastung durch den Pollenflug ist aber noch gering.

Aktuelle Pollenflugvorhersage für Deutschland

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Todestag Josef Stefan

Am 7. Januar 1893 starb der Physiker Josef Stefan. Er beschäftigte sich unter anderem mit der Wärmeleitung von Gasen sowie mit der Abhängigkeit der Wärmestrahlung von der Temperatur. Nach ihm und seinem Studenten Ludwig Bolzmann wurde die Stefan-Bolzmann-Kostante benannt. Stefan konnte als erster in seinen Berechnungen die Temperatur der Sonne bestimmen. Bekannt ist auch seine 1890 erschienenen Veröffentlichung über die Theorie der Eisbildung.

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Sonnigste, nassteste, wärmste und kälteste Orte in Deutschland im Jahr 2017

Die sonnigste Stadt Deutschlands im letzten Jahr war mit 1971 Sonnenstunden Kaufbeuren im Allgäu. Rheinfelden am Hochrhein (1964 Stunden) und Stuttgart (1953 Stunden) lagen auf den Plätzen 2 und 3 knapp dahinter. In Göttingen schien die Sonne dagegen nur an 1342 Stunden. Am nassesten war es auf der Zugspitze mit 2358 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, auf dem Brocken im Harz waren es 2150 Liter. Auf den Bronze-Platz kam hier Oberstdorf mit 1963 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Die höchste Temperatur des Jahres 2017 wurde mit 37,2 Grad am 22. Juni in Trier registriert. Am kältesten war es (abgesehen von der Zugspitze) mit minus 26,3 Grad am 7. Januar in Reit im Winkl. Die größte Niederschlagsmenge an einem Tag fiel mit 196,9 Liter Regen pro Quadratmeter am 29. Juni am Flughafen Berlin-Tegel.

Rekordwerte für Sonnenschein, Temperaturen und Niederschlag in Deutschland

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Orkantief Burglind sorgt für Böenspitzen bis 176 km/h!

Am Mittwoch hat Orkantief Burglind in Deutschland verbreitet für stürmisches Wetter gesorgt. Dabei waren vor allem der Westen, Südwesten und Süden des Landes betroffen. Spitzenreiter bei den stärksten Windböen waren die Zugspitze mit 176 km/h gefolgt von der Hornisgrinde im Nordschwarzwald mit 159 km/h und dem Brocken im Harz mit 158 km/h. Aber auch in flacheren Regionen wurden Orkanböen gemessen. So beispielsweise in Aachen (121 km/h) und in Offenbach am Main (112 km/h). Zahlreiche Bäume knickten um oder wurden entwurzelt, Dächer wurden beschädigt und Gegenstände flogen umher. Es kam zu Beeinträchtigungen im Straßen- und Bahnverkehr. Dazu führten die zum Teil starken Regenfälle, die während und nach dem Durchzug von Burglind fielen für eine steigende Hochwassergefahr im Westen und Süden.

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Langsam werden die Tage wieder länger!

Nach dem kürzesten Tag des Jahres am 22. Dezember, geht es nun langsam wieder aufwärts mit der Tageslänge. So kann die Sonne derzeit im Norden theoretisch etwa 7,5 Stunden, im Süden maximal etwa 8,5 Stunden scheinen. Ende Januar sind es dann schon mehr als 9 Stunden, Ende Februar sogar schon 11 Stunden. So wird auch die Sonne bei uns allmählich wieder kräftiger. Daher sind die kältesten Tage im langjährigen Mittel in Deutschland in etwa Mitte Januar zu erwarten.

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3. Januar 1976, schwerste Sturmflut in Hamburg seit 1962

Nach der Jahrhundert-Sturmflut in Hamburg 1962 mit mehr als 300 Toten kam es am 3. Januar 1976 erneut zu einer schweren Sturmflut. Obwohl die Flut sogar etwa einen Meter höher auflief als die von 1962 und die höchsten bisher gemessenen Pegelstände in Hamburg erreicht wurden, schützen die nach 1962 erhöhten und befestigten Deiche die Hansestadt diesmal.

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2017 viertes zu warmes Jahr in Deutschland in Folge

Das Jahr 2017 war das vierte zu warme Jahr in Deutschland in Folge. Die Temperaturen lagen dabei meist 0,5 bis 1 Grad über den 30jährigen Mittelwerten der Jahre 1981 bis 2010. Die Monate mit dem höchsten positiven Abweichungen waren dabei der Februar, der März und der Juni. Zu kalt waren in den meisten Regionen die Monate Januar, April und September. Deutlich zu nass war es im vergangenen Jahr im Norden und Osten Deutschlands, im Süden und Westen blieb es örtlich etwas zu trocken. Die Zahl der Sonnenstunden lag im Norden etwas unter den langjährigen Mittelwerten. Im Süden wurde der Sollwert für die Sonnenscheindauer dagegen in den meisten Regionen etwas überschritten.

Das Jahr 2017 an deutschen Wetterstationen

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Dezember 2017 in Deutschland mild und mit wenig Sonnenschein

Der Dezember 2017 war in Deutschland meist 1 bis 2 Grad milder als das 30jährige Mittel der Jahre 1981 - 2010. Nur am Bodensee und am Alpenrand lagen die Mitteltemperaturen in etwa im Bereich des langjährigen Mittelwertes. Besonders nass war der letzte Monat das Jahres 2017 im Nordwesten, im Westen und an den Alpen. Zu trocken blieb es zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern, in Berlin, in Sachsen-Anhalt, in Thüringen oder in Sachsen. Besonders trübe war der Dezember im Westen Deutschlands. Dort gab es in einigen Regionen im gesamten Monat nicht mal 10 Sonnenstunden. Aber auch sonst lag die Zahl der Sonnenstunden meist deutlich unter den Sollwerten für einen Dezember. Nur beispielsweise in Mittelfranken war es recht sonnig.

Der Dezember 2017 an Wetterstationen in Deutschland

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