Nachrichten rund ums Wetter

Sturm "Herwart"

Am Sonntag bracht das Sturmtief "Herwart" über Deutschland vereinzelt Spitzenböen von über 170 km/h. Sie wurden auf dem Fichtelberg im Erzgebirge (176 km/h) und auf dem Brocken (174 km/h) erreicht. Auf der Zugspitze wurden 151 km/h gemessen. Auf den Nordseeinseln Lagen die Böen verbreitet bei 120 bis 140 km/h. Vor allem im Osten und Norden des Landes sind zahlreiche Schäden zu beklagen. Die Deutsche Bahn stellte dort vorübergehend den Eisenbahnverkehr ein. Auf Wangerooge wurden große Teile des Strandes abgetragen. Leider sind auch drei Menschenleben zu beklagen.

Karte mit den stärksten Windböen

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Oktober 2017 recht mild

Auch wenn der Oktober noch nicht vorbei ist, kann man bereits eine vorläufige Bilanz des Monats ziehen. Die Temperaturen werden im Vergleich zum langjährigen Mittel 1 bis 2 Grad höher ausfallen. Dies werden auch die recht kühlen Temperaturen zum Monatsende nicht mehr ändern. Bei den Sonnenstunden konnte vor allem der Süden profitieren. In Bayern und Baden-Württemberg gab es gebietsweise überdurchschnittlich viel Sonnenschein, in manchen Regionen sorgte Nebel und Hochnebel aber auch für ein Defizit. Im Norden fiel die Bilanz insgesamt unterdurchschnittlich aus. Niederschlag gab es vor allem im Norden und Osten reichlich, teilweise wurde mehr als das Doppelte der üblichen Niederschlagsmenge registriert. Im Südwesten war es dagegen trockener als im langjährigen Mittel.

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Geburtstag von Karl Bernhard Bamler

Am 29.10.1865 wurde der Meteorologe und Pionier des Ballonfahrens Karl Bernhard Bamler geboren. Nach seinem Studium der Mathematik und Naturwissenschaften bekam er 1895 eine Anstellung im Landesdienst im Elsass. Später ging er vorübergehend in den Schuldienst. 1902 war er Gründungsmitglied des Niederrheinischen Vereins der Luftschiffahrt. 1913 gründete er das Meteorologische Observatorium in Essen. Dieses leitete er bis 1920.

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Cleveland Abbe

Am 28. Oktober 1916 starb der erste amerikanische Meteorologe Cleveland Abbe. Seit dem 1. September 1869 gab der US-amerikanische Astronom bereits private Wetterberichte für Cleveland heraus. Am 9. Februar 1870 wurde der Wetterdienst der Vereinigten Staaten institutionalisiert. Dadurch das Abbe der einzige war, der Wetterkarten und Wetterberichte erstellen konnte, wurde er vom Kongress in die neue Behörde berufen. Er nahm den Posten zum 3. Januar 1871 an.

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Nasses und stürmisches Wochenende steht bevor!

Schon heute ziehen Regenwolken von der Mitte Richtung Alpen. Auch im Norden sind noch einzelne Schauer unterwegs. Im Tagesverlauf kann sich aber in den meisten Regionen zwischen dichten Wolken immerhin mal kurz die Sonne blicken lassen. Morgen hat es Sonne schwer. Nur im Süden und Südwesten kommt sie zum Vorschein. Dort bleibt es auch noch überwiegend trocken, während in den restlichen Landesteilen erneut Regen fällt. Dabei weht der Wind schon kräftiger als heute. Im Norden und Osten sind Böen bis 80 km/h möglich. Noch stürmischer gestaltet sich der Sonntag. Dann sind fast deutschlandweit schwere Sturmböen möglich, im Norden und Osten sowie im Bergland können auch Orkanböen zwischen 100 und 120 km/h auftreten. Dazu gehen gebietsweise kräftige Regengüsse nieder. Bis zum Abend sinkt die Schneefallgrenze auf 800 bis 1000 Meter.

Aktuelle Vorhersagekarten für Deutschland

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Globale Waldflächen 2016 stark zurückgegangen!

Nach Untersuchungen der Organisation Global Forest Watch sind die mit Wald bedeckten Flächen im Jahr 2016 stärker als zuvor zurückgegangen. Es wurde eine Rekordfläche von 29,7 Millionen Hektar Wald vernichtet. Das sind 51 Prozent mehr als im Vorjahr. Die starke Zunahme an Waldbränden ist eine der Hauptursachen. Diese werden immer häufiger auch durch den Klimawandel begünstigt. Ansteigende Temperaturen und Trockenheit erhöhen das Waldbrandrisiko erheblich. Die größte Zerstörung seines Waldanteils musste 2016 Portugal hinnehmen. Allein die Hälfte aller Waldbrände in der EU wurde in Portugal verzeichnet. Auch im aktuellen Jahr ist durch die starken Waldbrände vor allem in Kalifornien und in Portugal erneut mit einem Anstieg der Zerstörung zu rechnen.

Originalbericht über den Rückgang der Waldflächen in englischer Sprache (Quelle: Global Forest Watch)

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Hurrikan Mitch 1998

Ende Oktober 1998 entwickelte sich über der Karibik der für diese Jahreszeit ungewöhnlich starke Hurrikan Mitch. Er zog über Honduras und Nicaragua hinweg und sorgte dort für verheerende Schäden und mehr als 9000 Tote. Damit war Mitch einer der tödlichsten Hurrikans der Geschichte. Die größten Schäden entstanden aber nicht etwa durch den starken Orkan, sondern durch die extremen Regengüsse. So fiel in manchen Regionen von Honduras mehr als 500 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von nur 24 Stunden, so viel wie bei uns in Deutschland mancherorts innerhalb eines Jahres fällt.

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Der Oktober

Die alten Namen des Oktobers sind Gilbhart oder Weinmond. Weinmond deshalb, weil der Wein im Oktober noch einmal die letzten Sonnenstrahlen tankt: "Oktober Sonnenschein, schüttet Zucker in den Wein." Gilbhart hat seine Herkunft in der gelblichen Verfärbung (gilb) des Laubes. Der Name Oktober stammt noch von den Römern, die ihren achten Monat des Jahres "october" (octo = acht) nannten. Die Bezeichnung blieb nach der julianischen Kalenderreform erhalten, obwolh der Oktober an die zehnte Stelle rückte. Viele Wetterregeln beschäftigen sich mit dem Wetter im Oktober. Insbesondere lässt sich aus dem Wetterverlauf im Oktober schon häufig auf das Wetter der nächsten Monate und des Winters schließen. Ein zu warmer und zu trockener Oktober führt zum Beispiel mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % zu einem strengen Januar und mit 70 % zu einem kalten Februar. Ein kalter Oktober deutet dagegen eher auf einen zu milden Winter hin. "Warmer Oktober bringt führwahr, stets einen kalten Januar" oder "Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein, ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will" sind zwei passende Bauernregeln.

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