Nachrichten rund ums Wetter

Sturm "Herwart"

Am Sonntag bracht das Sturmtief "Herwart" über Deutschland vereinzelt Spitzenböen von über 170 km/h. Sie wurden auf dem Fichtelberg im Erzgebirge (176 km/h) und auf dem Brocken (174 km/h) erreicht. Auf der Zugspitze wurden 151 km/h gemessen. Auf den Nordseeinseln Lagen die Böen verbreitet bei 120 bis 140 km/h. Vor allem im Osten und Norden des Landes sind zahlreiche Schäden zu beklagen. Die Deutsche Bahn stellte dort vorübergehend den Eisenbahnverkehr ein. Auf Wangerooge wurden große Teile des Strandes abgetragen. Leider sind auch drei Menschenleben zu beklagen.

Karte mit den stärksten Windböen

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Oktober 2017 recht mild

Auch wenn der Oktober noch nicht vorbei ist, kann man bereits eine vorläufige Bilanz des Monats ziehen. Die Temperaturen werden im Vergleich zum langjährigen Mittel 1 bis 2 Grad höher ausfallen. Dies werden auch die recht kühlen Temperaturen zum Monatsende nicht mehr ändern. Bei den Sonnenstunden konnte vor allem der Süden profitieren. In Bayern und Baden-Württemberg gab es gebietsweise überdurchschnittlich viel Sonnenschein, in manchen Regionen sorgte Nebel und Hochnebel aber auch für ein Defizit. Im Norden fiel die Bilanz insgesamt unterdurchschnittlich aus. Niederschlag gab es vor allem im Norden und Osten reichlich, teilweise wurde mehr als das Doppelte der üblichen Niederschlagsmenge registriert. Im Südwesten war es dagegen trockener als im langjährigen Mittel.

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Geburtstag von Karl Bernhard Bamler

Am 29.10.1865 wurde der Meteorologe und Pionier des Ballonfahrens Karl Bernhard Bamler geboren. Nach seinem Studium der Mathematik und Naturwissenschaften bekam er 1895 eine Anstellung im Landesdienst im Elsass. Später ging er vorübergehend in den Schuldienst. 1902 war er Gründungsmitglied des Niederrheinischen Vereins der Luftschiffahrt. 1913 gründete er das Meteorologische Observatorium in Essen. Dieses leitete er bis 1920.

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Cleveland Abbe

Am 28. Oktober 1916 starb der erste amerikanische Meteorologe Cleveland Abbe. Seit dem 1. September 1869 gab der US-amerikanische Astronom bereits private Wetterberichte für Cleveland heraus. Am 9. Februar 1870 wurde der Wetterdienst der Vereinigten Staaten institutionalisiert. Dadurch das Abbe der einzige war, der Wetterkarten und Wetterberichte erstellen konnte, wurde er vom Kongress in die neue Behörde berufen. Er nahm den Posten zum 3. Januar 1871 an.

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Nasses und stürmisches Wochenende steht bevor!

Schon heute ziehen Regenwolken von der Mitte Richtung Alpen. Auch im Norden sind noch einzelne Schauer unterwegs. Im Tagesverlauf kann sich aber in den meisten Regionen zwischen dichten Wolken immerhin mal kurz die Sonne blicken lassen. Morgen hat es Sonne schwer. Nur im Süden und Südwesten kommt sie zum Vorschein. Dort bleibt es auch noch überwiegend trocken, während in den restlichen Landesteilen erneut Regen fällt. Dabei weht der Wind schon kräftiger als heute. Im Norden und Osten sind Böen bis 80 km/h möglich. Noch stürmischer gestaltet sich der Sonntag. Dann sind fast deutschlandweit schwere Sturmböen möglich, im Norden und Osten sowie im Bergland können auch Orkanböen zwischen 100 und 120 km/h auftreten. Dazu gehen gebietsweise kräftige Regengüsse nieder. Bis zum Abend sinkt die Schneefallgrenze auf 800 bis 1000 Meter.

Aktuelle Vorhersagekarten für Deutschland

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Globale Waldflächen 2016 stark zurückgegangen!

Nach Untersuchungen der Organisation Global Forest Watch sind die mit Wald bedeckten Flächen im Jahr 2016 stärker als zuvor zurückgegangen. Es wurde eine Rekordfläche von 29,7 Millionen Hektar Wald vernichtet. Das sind 51 Prozent mehr als im Vorjahr. Die starke Zunahme an Waldbränden ist eine der Hauptursachen. Diese werden immer häufiger auch durch den Klimawandel begünstigt. Ansteigende Temperaturen und Trockenheit erhöhen das Waldbrandrisiko erheblich. Die größte Zerstörung seines Waldanteils musste 2016 Portugal hinnehmen. Allein die Hälfte aller Waldbrände in der EU wurde in Portugal verzeichnet. Auch im aktuellen Jahr ist durch die starken Waldbrände vor allem in Kalifornien und in Portugal erneut mit einem Anstieg der Zerstörung zu rechnen.

Originalbericht über den Rückgang der Waldflächen in englischer Sprache (Quelle: Global Forest Watch)

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Hurrikan Mitch 1998

Ende Oktober 1998 entwickelte sich über der Karibik der für diese Jahreszeit ungewöhnlich starke Hurrikan Mitch. Er zog über Honduras und Nicaragua hinweg und sorgte dort für verheerende Schäden und mehr als 9000 Tote. Damit war Mitch einer der tödlichsten Hurrikans der Geschichte. Die größten Schäden entstanden aber nicht etwa durch den starken Orkan, sondern durch die extremen Regengüsse. So fiel in manchen Regionen von Honduras mehr als 500 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von nur 24 Stunden, so viel wie bei uns in Deutschland mancherorts innerhalb eines Jahres fällt.

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Der Oktober

Die alten Namen des Oktobers sind Gilbhart oder Weinmond. Weinmond deshalb, weil der Wein im Oktober noch einmal die letzten Sonnenstrahlen tankt: "Oktober Sonnenschein, schüttet Zucker in den Wein." Gilbhart hat seine Herkunft in der gelblichen Verfärbung (gilb) des Laubes. Der Name Oktober stammt noch von den Römern, die ihren achten Monat des Jahres "october" (octo = acht) nannten. Die Bezeichnung blieb nach der julianischen Kalenderreform erhalten, obwolh der Oktober an die zehnte Stelle rückte. Viele Wetterregeln beschäftigen sich mit dem Wetter im Oktober. Insbesondere lässt sich aus dem Wetterverlauf im Oktober schon häufig auf das Wetter der nächsten Monate und des Winters schließen. Ein zu warmer und zu trockener Oktober führt zum Beispiel mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % zu einem strengen Januar und mit 70 % zu einem kalten Februar. Ein kalter Oktober deutet dagegen eher auf einen zu milden Winter hin. "Warmer Oktober bringt führwahr, stets einen kalten Januar" oder "Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein, ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will" sind zwei passende Bauernregeln.

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September 2017 global gesehen viertwärmster September seit Messbeginn

Laut Aufzeichnungen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA lagen die Temperaturen im September 2017 global gesehen 0,78 Grad über dem September-Mittel des 20. Jahrhunderts von 15,0 Grad. Es war somit der viertwärmste September seit Beginn regelmäßiger Messungen im Jahre 1880. Nur in den Jahren 2014, 2015 und 2016 war der September noch wärmer. Damit wurde mittlerweile der 393. Monat infolge registriert, in dem die globale Temperatur zumindest etwas über dem Mittel des 20. Jahrhunderts lag. In Neuseeland wurden mit den im September gefallenen Niederschlagsmengen vielerorts neue Monats- oder Tagesrekorde aufgestellt. Mit "Irma" und "Maria" waren in Mittel- und Nordamerika zwei überaus starke und zerstörerische Hurrikans aktiv. "Irma" erreichte Windgeschwindigkeiten bis 295 km/h und war seit 2005 der stärkste Hurrikan auf dem Atlantik. "Maria" traf Puerto Rico als kräftigster Hurrikan seit 1928. Die Wirbelstürme sorgten vor allem auf den karibischen Inseln, aber auch in Florida für schwere Verwüstungen.

Weltweite Klima-Highlights im September 2017 (Quelle: NOAA)

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Winterreifen

Winterreifen schon auf das Auto montiert? Noch nicht? Dann wird es langsam Zeit. Zwar liegen die Tageshöchstwerte auch in den nächsten Tagen meist noch im zweistelligen Bereich und auch nachts droht nach aktuellem Stand noch kein Frost. Nichtsdestotrotz wird mit fortschreitender Jahreszeit die Gefahr von plötzlichen Wintereinbrüchen immer größer. Ein frühzeitiger Wechsel der Bereifung ist also auf jeden Fall ratsam.

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Hurrikan Wilma 2005

Am 17.10.2005 wurde der Sturm WILMA in der Karibik das erste mal erwähnt. Einen Tag später hatte er bereits die Kategorie 1 und nach weiteren 24 h schon die Kategorie 5 (mittlere Windgeschwindigkeit von 295 km/h) erreicht. Am 21.10. erreichte er unter leichter Abschwächung dann die mexikanische Halbinsel Yucatán und die vorgelagerte Insel Cozumel. Anschließend nahm er Kurs auf Florida. WILMA war mit einem Kerndruck von 882 hPa der intensivste atlantische Hurrikan. Der angerichtete Schaden lag bei fast 29 Milliarden US-Dollar.

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Taifun Lan nimmt Kurs auf Japan

Nach dem sich auf dem Atlantik die Wirbelsturmaktivität der vergangenen Wochen nach Hurrikan Ophelia nun beruhigt hat, entwickeln sich jetzt im Pazifik neue tropische Wirbelstürme. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 km/h zieht derzeit der Taifun Lan nordöstlich der Philippinen über den Westpazifik. Bislang besitzt Lan die Sturmkategorie 1, wird sich aber auf seinem Weg Richtung Norden weiter intensivieren, wobei er nach den neuesten Vorhersagen voraussichtlich Kategorie 4 erreichen wird. Ein Grund für die Intensivierung sind die hohen Wassertemperaturen des westlichen Pazifiks. Bereits am Sonntag könnte der Taifun die Insel Okinawa im Südwesten Japans streifen, bevor er dann in Richtung Nordosten weiterzieht. Voraussichtlich am Montag erreicht er als Taifun der Kategorie 2 mit heftigen Winden und Starkregen die Südküste Japans. In den möglichen betroffenen Regionen liegen unter anderem die Millionenstädte Kyoto, Nagoya und Tokio.

Satellitenbild Südostasien

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Oktober bislang viel zu warm

Wirft man einen Blick zurück auf die bisherigen Oktobertage, so stellt man ohne große Überraschung fest, dass an allen deutschen Messstationen bislang zu warme Werte registriert wurden. Die geringsten positiven Abweichungen liegen um 1 Grad, die größten über 3 Grad. Das goldene Oktoberwetter sorgte auch für zahlreiche Sonnenstunden, sodass in den meisten Regionen die Werte im Soll liegen, im Süden sogar deutlich darüber. Die Niederschläge waren im Oktober bislang sehr unterschiedlich verteilt. Während im Norden und Nordosten gebietsweise schon jetzt der Sollwert zum Teil deutlich übertroffen wurde, sind die registrierten Regenmengen im Westen und Süden eher unterdurchschnittlich. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter im restlichen Oktober verhalten wird. Ab morgen werden sich von Westen aus immer häufiger Regenschauer ausbreiten. Zum Wochenwechsel werden dann nach aktuellem Stand auch die Temperaturen deutlich zurückgehen.

Bisheriger Monatsrückblick Oktober

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Saharastaub und Rußpartikel sorgen für seltene Himmelsfarben

Sturmtief Ophelia hat nicht nur am Boden für mächtig Wirbel gesorgt, sondern hat auch in höheren Luftschichten eine für uns interessante Strömung herbeigeführt. So wurden bereits in den vergangenen Tagen Saharastaub und Rußpartikel von den Waldbränden in Portugal und Spanien nach West- und Mitteleuropa befördert. Diese trüben gebietsweise den Himmel stark ein und färben ihn durch eine stärkere Streuung des blauen Lichtanteils in einem ungewohnten gelben, orangen oder bräunlichen Farbton. Die noch durchschimmernde Sonne erscheint oft orange-rötlich und wird deshalb auch Blutsonne genannt. Das Phänomen war gestern schon im Norden und Westen Deutschlands zu beobachten und wird auch heute und morgen gebietsweise noch zu sehen sein.

Vorhersage der Menge von Staub- und Rußteilchen in der Atmosphäre (Quelle: Copernicus - ECMWF)

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Hitze und Waldbrände in Spanien und Portugal

Dank Hoch Tanja und Orkantief Ophelia herrscht zurzeit in vielen Ländern Süd-, West- und Mitteleuropas für den Monat Oktober außergewöhnlich warme Luft vor. In Deutschland gab es in den letzten Tagen an einigen Orten sogar noch einmal einen Sommertag mit Temperaturen über 25 Grad. Besonders heiß war es am Wochenende auch auf den Kanaren. In Puerto del Rosario, der Inselhauptstadt von Fuerteventura wurden am Samstag 38,7 Grad gemessen. Die durchschnittlichen Höchstwerte liegen im Oktober normal um 26 Grad. Die Ursache dieser Rekordwerte ist ein nicht ungewöhnlicher Ostwind namens Calima, der die warme und trockene Luft aus der Sahara zu den spanischen Inseln trägt. Diese Strömung wurde in den letzten Tagen zusätzlich durch Hurrikan Ophelia verstärkt. Auch auf dem Festland Spaniens sowie in Portugal wurden sehr hohe Temperaturen erreicht. In Sevilla war es mit 35,7 Grad am Sonntag am wärmsten. In Verbindung mit der Trockenheit der letzten Wochen haben sich zahlreiche Waldbrände ausgebreitet. In den beiden Ländern wurden am vergangenen Wochenende über 440 Brände gezählt. Bereits 27 Menschen verloren allein in Portugal ihr Leben.

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Großer Hurrikan von 1780

Vom 10. bis 16.10.1780 zog ein gewaltiger Hurrikan über die Inseln Martinique, St. Eustatius und Barbados hinweg. Dabei verloren über 22.000 Menschen Ihr Leben. Hinzu kamen noch ungezählte Seeleute. Der Hurrikan traf die Karibik in der Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges, so dass sich unter den gesunkenen Schiffen zahlreiche Kriegschiffe befanden. Dieser bisher tödlichste Hurrikan ging unter dem Namen "Großer Hurrikan von 1780" bzw. Hurricane San Calixto II. in die Geschichte ein.

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Wetterzustand

Das Hoch "Tanja" lenkt zusammen mit dem Tief "Corvin" recht trockene und sehr milde Luft nach Deutschland. Allerdings scheint nicht überall von Anfang an die Sonne. Im Norden und Nordosten lösen sich die Hochnebelfelder teilweise nur zögerlich auf. Im Westen und Süden stören nur über manchen Flußtälern und am Bodensee sowie über ein paar Mittelgebirgen Nebel- oder Hochnebelfelder. Sonst setzt sich bis zum Abend auch in Richtung Ostsee immer mehr die Sonne durch. Wo die Nebelschleier stören, und wann sie sich auflösen, kann man zur Zeit besonders dem aktuellen Wetter, der Feuchte und der Sonnenscheindauer entnehmen.

Aktuelles Wetter in Deutschland

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Ophelia zieht Richtung Europa - Ein außergewöhnlicher Hurrikan!

Die diesjährige Hurrikansaison ist eine der aktivsten seit Jahrzehnten. Derzeit zieht mit Ophelia bereits der zehnte tropische Wirbelsturm in Folge über den Nordatlantik, der sich auch zu einem Hurrikan weiterentwickelt hat. Allerdings hat Ophelia eine eher ungewöhnliche Zugbahn, die direkt in Richtung Europa führt. Momentan liegt Ophelia als Hurrikan der Kategorie 1 mit Windgeschwindigkeiten bis 185 km/h südwestlich der Azoren. Ophelia wird nun von der bei uns vorherrschenden Westwindzone in den nächsten Tag rasch nach Norden gelenkt. Am Sonntag wird der Tropensturm östlich an den Azoren vorbeiziehen und dabei, nach den letzten Prognosen, die östlichen Azoreninseln Sao Miguel und Santa Maria streifen. Am Montag erreicht Ophelia als starkes Sturmtief Irland und schwächt sich auf seinem weiteren Weg Richtung Nordmeer dann immer mehr ab. Bereits am Wochenende begünstigt der Hurrikan den Warmlufttransport aus der Westsahara über die Iberische Halbinsel nach Deutschland, und lässt bei uns noch einmal auf Temperaturen über 20 Grad, örtlich sogar bis 25 Grad hoffen.

Zugbahn von Ophelia über Westeuropa

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Trockener Santa Ana Wind eine Ursache der verheerenden Waldbrände in Kaliforien!

Der Santa Ana Wind ist ein trockener und warmer Nordostwind aus den Rocky Mountains, der jedes Jahr im Spätherbst und Winter die Waldbrandgefahr in Kalifornien stark ansteigen lässt. Auf dem Weg durch Wüstengebiete zum Pazifik erwärmt sich die Luft stark und trocknet dabei aus. Die Kombination aus Wind, Trockenheit und Hitze bietet für Waldbrände optimale Bedingungen.

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Vor 38 Jahren: Niedrigster je gemessener Luftdruck

Vor 38 Jahren, am 12. Oktober 1979 wurde etwa 840 Kilometer westlich von Guam der niedrigste weltweit je gemessene Luftdruck registriert. Er wurde im Auge des Taifuns „Tip“ gemessen und betrug nur 870 hPa. Normale Tiefdruckgebiete in unseren Breiten haben meist einen Luftdruck zwischen 990 und 1000 hPa. In Orkantiefs kann er auch darunter liegen. Der Rekord des niedrigsten Luftdrucks in Deutschland liegt übrigens bei 954,4 hPa.

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Goldener Oktober in Sicht!

Nach dem regnerischen und stürmischen Start in den Oktober ist endlich Wetterbesserung in Sicht. In den kommenden Tagen wird sich voraussichtlich zunehmend hoher Luftdruck durchsetzen und die Tiefdruckgebiete in den Norden verdrängen. In Süddeutschland zeigt sich die Sonne gebietsweise schon heute nach Auflösung örtlicher Nebelfelder häufiger. Nur in der Nordhälfte fällt bei dichter Bewölkung zeitweise noch etwas Regen. Auch in den nächsten Tagen ist der Süden klar im Vorteil, während im Norden Tiefausläufer immer mal wieder dichte Wolken und hier und da ein paar Regentropfen bringen können. Lösen sich die Nebelfelder im Süden und Westen schnell genug auf, sind in den Niederungen durchaus Temperaturen um und über 20 Grad möglich. Auch im Norden wird es wieder wärmer. Man darf also auf ein goldenes Oktoberwochenende hoffen.

Wetteraussichten für die kommenden Tage

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Rekorddürre im Südosten Australiens!

Der Südosten Australiens ist seit Juli 2017 von einer extremen Dürre betroffen. Die Monate Juli bis September diesen Jahres waren in vielen Regionen von New South Wales die trockensten seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen. Am 4. August wurde beispielsweise in Sydney mit mehr als 2 Liter pro Quadratmeter der letzte stärkere Regen gemessen. Besonders der September war in New South Wales im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten deutlich zu heiß und zu trocken. Im Durchschnitt wurden in diesem Bundesstaat weniger als 5 Liter Regen pro Quadratmeter und damit weniger als 20 Prozent des Sollwerts gemessen. Bereits im diesem ersten Frühlingsmonat wurden mit bis zu 41 Grad Rekordtemperaturen gemessen. Trotz Trockenheit und Hitze kam es bisher aber zu keinen größeren Buschbränden. In den nächsten Tagen erreicht nun eine Kaltfront die Region im Südosten Australiens und sorgt für den ersten kräftigeren Regen der letzten Wochen.

Abweichung der 3-monatigen Niederschlagsmenge vom Mittel (Quelle: Australischer Wetterdienst)

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Vor allem im Norden und Osten Deutschlands nasser Start in den Oktober!

Der Oktober 2017 begann vor allem im Norden und Osten Deutschlands mit viel Regen. Gebietsweise wurde das Monatssoll für den Niederschlag schon in den ersten Tagen des Oktobers erfüllt. In Schleswig-Holstein gab es im Oktober schon verbreitet mehr als 80, örtlich sogar mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Mehr als die Hälfte des Oktober-Niederschlags wurde auch schon am Alpenrand registriert. Trockener war es dagegen bisher im Westen, im Südwesten sowie in Hessen und Franken.

Niederschlagsmengen im Oktober 2017 seit Monatsbeginn und Vergleich zum 30jährigen Mittel.

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Geburtstag von Henry Le Chatelier

Am 8. Oktober 1850 wurde Henry Louis Le Chatelier in Paris geboren. Bei seinem Studium an der École polytechnique bzw. der École Nationale Supérieure des Mines hörte er auch zahlreiche Cheimievorlesungen. Später unterrichtete er an verschiedenen Schulen, trieb aber seine Forschungen auch voran und formuliert schließlich das thermodynamische Prinzip vom kleinsten Zwang. Dabei geht es darum, dass ein System im Gleichgewichtszustand von außen einwirkenden Änderung von Zustandsgrößen durch Anpassung der anderen Zustandsgrößen entgegenwirkt. Des weiteren untersuchte er die spezifische Wärmekapazität von Gasen. Er erfand auch ein thermoelektrisches Pyrometer (Strahlungsthermometer), mit dem man Temperaturen unterhalb des Bereichs eines Quecksilberthermometers messen konnte.

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Tropensturm NATE bedroht am Wochenende die Südküste der USA!

Über der Karibik hat sich in den letzten Tagen der neue tropische Wirbelsturm Nate entwickelt. Er sorgte bereits in Costa Rica für schwere Überflutungen. In den letzten Stunden hat Nate mit extrem starkem Regen auch die mexikanische Halbinsel Yucatan überquert. Nach den neuesten Vorhersagen des amerikanischen Wetterdienstes zieht der Tropensturm nun westlich an Kuba vorbei über das sehr warme Wasser des Golfs von Mexiko nach Norden. Dabei soll er sich zu einem Hurrikan der Stärke 1 weiter verstärken und in der kommenden Nacht oder am Sonntag als Hurrikan die Südküste der USA erreichen.

Zugbahnvorhersage des National Hurricane Centers

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Herbststurm Xavier bringt in Deutschland Böen bis 176 km/h!

Das Sturmtief Xavier zog gestern von der Nordsee sehr schnell über den Norden Deutschlands hinweg bis nach Polen. Heute Mittag liegt es dann bereits über dem westlichen Russland. Die stärksten Windböen gab es dabei im Norden und Osten sowie auf den Bergen. Die höchste Windgeschwindigkeiten wurde dabei, wie so häufig, vom Brocken im Harz gemeldet. Aber auch in den Niederungen wurden an vielen Stationen im Norden und Osten Böen über 100 km/h gemessen. Örtlich, wie in Berlin, auch Orkanböen bis 120 km/h.

Maximale Windböen an deutschen Wetterstationen

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Der nächste Herbststurm Xavier zieht heute über Deutschland hinweg!

Mit Tiefdruckgebiet Xavier zieht heute der nächste Herbststurm über Deutschland hinweg. Besonders betroffen sind dabei der Norden und Osten sowie die Hochlagen der Mittelgebirge. So werden im Norden und Osten Deutschlands auch in den Niederungen Sturmböen bis zu 90 oder 100 km/h erwartet. In den höheren Lagen von Thüringer Wald, Harz, Rhön und Erzgebirge sind Orkanböen bis 120 km/h möglich. Auch im Süden und Westen frischt der Wind im Tagesverlauf immer mehr auf. Dort gibt es vor allem in den Mittelgebirgen Sturmböen bis 80 km/h.

Akuelle Windwerte deutscher Wetterstationen

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Der Goldene Oktober - zurzeit noch nicht in Sicht!

Der „Goldene Oktober“ bringt uns häufig noch die letzten angenehm warmen Tage, bevor sich der Winter und die dunkle Jahreszeit langsam aber sicher einstellen. Längere Phasen mit hohem Luftdruck sorgen im Oktober für freundliches Wetter und tagsüber auch warmes Wetter. Die klaren Nächte sind jedoch schon sehr frisch, und die Wahrscheinlichkeit für Nachtfröste und teils dichten Nebel steigen im Laufe des Monats immer mehr an. Die aktuellen Vorhersagen deuten aber darauf hin, dass sich vor Mitte der kommenden Woche kein goldenes OKtoberwetter in Deutschland einstellen wird. Im Gegenteil: Das kommende Wochenende wird wechselhaft mit Regenschauern und ungemütlich kühl.

Wetterentwicklung der kommenden Tage

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Der Oktober und der folgende Winter

Aus dem Wetterverlauf im Oktober lässt sich schon häufig auf das Wetter des Winters schließen. Ein zu warmer und zu trockener Oktober führt zum Beispiel in Mitteleuropa mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % zu einem strengen Januar und mit 70 % zu einem kalten Februar. Ein kalter Oktober deutet dagegen eher auf einen zu milden Winter hin. "Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein, ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will" ist eine dazu passende Bauernregel.

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Flugwettervorhersage

Ein wichtiges Teilgebiet der Meteorologie ist die Flugmeteorologie. Neben den lokalen Vorhersagen für die Flughäfen sind dabei auch die Wetterinformationen für den eigentlichen Flug sehr wichtig. Vereisung, Turbulenzen aber auch die Lage der Starkwindbänder sind hier als einige Beispiele zu nennen. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Wahl der schnellsten Strecke ein entscheidendes Kriterium. Je schneller das Flugzeug an seinem Zielflughafen ist, desto weniger Kerosin wird benötigt und desto geringer sind entsprechend auch die Kosten. Deswegen wird bei der Routenwahl insbesondere darauf geachtet, die Rückenwinde der auf der Nordhalbkugel von West nach Ost verlaufenden Starkwindbänder auszunutzen. Aber nicht immer ist der schnellste auch der sicherste und komfortabelste Weg für den Fluggast. Turbulenzen, mögliche Vereisung aber auch hochreichende Gewitterwolken können zur Wahl einer anderen Flugroute führen. An den Flughäfen selbst ist das Wetter für Starts und Landungen entscheidend. Schlechte Sicht, Niederschläge aber auch starke Winde können zu Verzögerungen oder Flugausfällen führen. Diese Parameter werden daher bei den halbstündlichen Wetterbeobachtungen am Flughafen und bei den Vorhersagen besonders betrachtet.

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Wie war der September?

Schaut man auf die Karte der Monatsmittelwerte der Temperaturen zwischen dem 1. bis zum 30.09.2017 wird schnell klar, der September 2017 fiel fast überall zu kühl aus. Besonders über der Mitte und dem Süden Deutschlands gab im Vergleich zum 30jährigen Mitte negative Abweichungen von über 1 Grad. Da sich selten stabile Hochdruckwetterlagen einstellten, gab es vor allem auch im äußersten Norden, im Osten, über den Mittelgebirgen und im Voralpenland überdurchschnittlich viel Regen.

Temperaturmitte in Deutschland

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