Nachrichten rund ums Wetter
Entdeckung der Stratosphäre
Am 31. Juli 1901 führten die beiden Meteorologen Berson und Süring einen bemannten Ballonaufstieg in eine Höhe von 10500 Metern Höhe durch, ehe beide ohnmächtig wurden und ihre Instrumente nicht mehr ablesen konnten. Grund für dieses Wagnis waren die Zweifel an den Daten ihrer Messinstrumente der unbemannten Wetterballons, da sie ab einer bestimmten Höhe wieder eine Zunahme der Temperaturen anzeigten. Beide Ballonfahrer erlangten wieder das Bewusstsein und konnten sicher landen. Obwohl sie die Stratosphäre nicht erreichten, so brachte der Vergleich von Messdaten mit einem parallel von ihrem Chef Assmann durchgeführten unbemannten Sondenaufstieg die gleichen Ergebnisse. Der unbemannte Ballon stieg aber noch höher, die Temperatur stieg wieder an. Somit war dies ein erster Schritt zur Entdeckung der Stratosphäre.
Wolkenarten
Man unterscheidet in der Meteorologie zwischen verschiedenen Wolkenarten, und zwar je nach der Höhe über dem Erdboden, in der sie vorkommen. Dabei nimmt man jeweils die Untergrenze der Wolken als Anhaltspunkt. Unterschieden wird zwischen tiefen, mittelhohen und hohen Wolken. Im Sommer haben wir es am häufigsten mit sogenannten Haufenwolken zu tun. Der Cumulus ist dabei die typische sommerliche Schönwetterwolke. Sie bildet sich im Laufe des Tages durch von der Sonne erwärmte und aufsteigende Luftpakete. Aus einem Cumulus können sich bei entsprechender Wetterlage aber auch kräftige Schauer- und Gewitterwolken entwickeln. Man nennt diese Wolke dann Cumulonimbus. Sie hat häufig das Aussehen eines Ambosses und ist in ihrem oberen Teil vereist. Im Winter treten solche hochreichenden Gewitterwolken nur selten auf. Meist findet man tiefe Wolken am Himmel, die wir mit trüben Nebel- und Hochnebellagen in Verbindung bringen. Am häufigsten treten dann der Stratus (Schichtwolke) und der Stratocumulus (Haufenschichtwolke) auf. Beide bestehen überwiegend aus Wassertröpfchen, können aber auch kleine Schneekörner oder Eiskristalle enthalten. Niederschlag fällt aus ihnen aber kaum.
Neues Wetter-Video, Sommerpause am letzten Juli-Wochenende 2025 in Deutschland
Der Sommer macht bei uns weiterhin Pause. Die Tiefdruckgebiete vom Atlantik bestimmen auch in den letzten Julitagen 2025 unser Wetter. Die Details hat wie immer für sie unser Wetterexperte Martin Gudd bereit.
Link zum Video bei YouTubeNeues Video, sommerlich warmes Wochenende 19./20. Juli 2025, aber Schauer und Gewitter
Der Sommer kommt zurück. Vom Mittelmeer erreicht uns sommerlich warme bis heiße Luft. Die Luft ist feuchte, so gibt es am Samstag vor allem im Westen und Südwesten erste kräftige Regengüsse und Gewitter. Am Sonntag steigt die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter dann in ganz Deutschland an. Die Details zum Wetter am kommenden Wochenende 19./20. Juli 2025 präsentiert ihnen, wie gewohnt, wieder unser Wetterexperte Martin Gudd.
Link zum Video bei YouTubeAusdehnungen der Eisflächen in Arktis und Antarktis im Juni 2025
Das Meereis der Antarktis hatte nach vorliegenden Satellitendaten des Copernicus Erdbeobachtungsprogramms im Juni 2025 die bisher drittniedrigste Ausdehnung in einem Junimonat in den letzten 47 Jahren. Die Fläche des Meereises der Antarktis hatte, ebenfalls nach Berechnungen des Copernicus Erdbeobachtungsprogramms, im vergangenen Juni die bisher zweitniedrigste Fläche in einem Juni.
Link zum Originalartikel beim Copernicus ErdbeobachtungsprogrammMittlere globale Meeresoberflächentemperatur auch im Juni weiterhin auf hohem Niveau
Die mittlere globale Meeresoberflächentemperatur erreichte nach Berechnungen des Copernicus Erdbeobachtungsprogramms im Juni 2025 den bisher dritthöchsten Wert für einen Juni seit 1979. Mit einer Meeresoberflächentemperatur von 20,72 Grad Celsius lag sie nur 0,13 Grad Celsius unter dem Rekord vom Juni 2024. Im westlichen Mittelmeer wurde im Juni 2025 mit einer mittleren Wassertemperaturen von 27,0 Grad der bisher höchste Wert seit 1979 gemessen.
Link zur Grafik des Copernicus ErdbeobachtungsprogrammsGründung Alfred-Wegener-Institut 1980
Am 15. Juli 1980 wurde das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven gegründet. Es erforscht die Arktis, Antarktis aber auch gemäßigte Regionen im Bereich der Geologie, Biologie und Klimatologie. Neben dem Hauptsitz in Bremerhaven gibt es noch Außenstellen, u.a. in Potsdam, auf Helgoland, List (Sylt) auf Spitzbergen. Bekannt ist auch die Neumayer-Station in der Antarktis. Es werden drei Forschungsschiffe unterhalten, darunter die "Polarstern", sowie zwei Flugzeuge.
Juni 2025 in Europa bisher fünftwärmster Juni, Rekordwarmer Juni in Westeuropa
Laut Berechnungen des Copernicus Erdbeobachtungsprogramms lag die Temperatur in Europa im Juni 2025 um 1,10 Grad Celsius über dem 30jährigen Mittel 1991-2020. Es war der bisher fünftwärmste Juni. In Westeuropa war es sogar der wärmste Juni seit Messbeginn 1979. Dort lagen die Temperaturen etwas über dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2003.
Link zum Originalartikel beim Copernicus ErdbeobachtungsprogrammJuni 2025 global gesehen drittwärmster Juni seit 1979
Laut Berechnungen des Copernicus Erdbeobachtungsprogramms war der Juni 2025 global gesehen um 0,47 Grad Celsius wärmer als das 30jährige Mittel der Jahre 1991-2020 und damit der bisher drittwärmste Juni seit 1979. Der Juni 2025 war um 0,20 Grad Celsius kühler als der bisher wärmste Juni 2024. Der Juni 2025 lag 1,30 Grad Celsius über dem vorindustriellen Temperatur-Niveau der Jahre 1850-1900.
Link zum Originalartikel beim Copernicus ErdbeobachtungsprogrammPetrichor - ein ganz besonderer Duft
Wenn es nach einer längeren trockenen Phase wieder regnet, entfaltet sich in der Natur ein spezieller Duft. Der Geruch wird Petrichor genannt. Dieses Phänomen tritt vor allem im Frühjahr und im Sommer auf. Wie sich der Geruch entwickelt ist noch nicht exakt geklärt. Aber vor allem die Stoffwechselaktivitäten der Pflanzen, Bakterien und andere Mikroorganismen im Boden werden dafür verantwortlich gemacht. Bei Regen gelangen die sich entwickelnden Duftstoffe über die erhöhte Luftfeuchtigkeit in unsere Nase.
Neues Video, Schauer und Gewitter am kommenden Wochenende vor allem im Norden und Osten.
Tief Gabriel nähert sich Deutschland von Osteuropa her und bringt vor allem dem Norden und Osten Regengüsse und Gewitter. Gerade im Osten Deutschlands wird der Regen auch dringend benötigt. Im Süden und Westen sorgt Hoch Dorle dagegen für freundlicheres und sommerlich warmes bis heißes Wetter. Aber auch dort sind örtliche Schauer und Gewitter über das Wochenende nicht ausgeschlossen. Unser Wetterexperte Martin Gudd präsentiert ihnen die Details zum Wetter am kommenden Wochenende 12./13. Juli 2025.
Link zum Video bei YouTubePforzheim-Tornado 1968
Heute vor genau 57 Jahren gab es einen der wohl stärksten in Deutschland beobachteten Tornados. Der Pforzheim-Tornado richtete am 10. Juli 1968 in einer langen Schneise von den Vogesen bis nach Baden-Württemberg große Schäden an. Dabei war unter anderem die Stadt Pforzheim direkt betroffen. Durch den Tornado kamen zwei Menschen ums Leben, über 200 Verletzte mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Der Tornado trat in den Abendstunden in Verbindung mit starken Gewittern auf, die sich nach einem sommerlich heißen Tag entwickelt hatten. Er erreichte mit Windgeschwindigkeiten von über 330 km/h Stufe 4 der Fujita-Skala.
Hochwasser-Katastrophe im Gottleuba-Tal im Juli 1927
Am 8. Juli 1927 sowie in der folgenden Nacht kam es zu schweren Regenfälle im Osterzgebirge (vor allem im Einzugsbereich der Flüsse Gottleuba und Müglitz). Die Folge waren verheerende Überschwemmungen mit Flutwellen bis zu 6 Metern Höhe. Die Gottleuba, normalerweise nur 3 bis 4 Meter breit, erreichte stellenweise eine Breite bis zu 100 Metern. Neben den unzählbaren Zerstörungen durch das Hochwasser selbst sowie durch mitgerissene entwurzelte Bäume und Geröll verloren rund 160 Menschen ihr Leben.
Wetterstationen
Um das Wetter richtig vorhersagen zu können, muss man den aktuellen Zustand unserer Atmosphäre zunächst einmal exakt erfassen. Dazu nutzen die Meteorologen neben Satellitendaten und Radarbildern auch die an weltweit etwa 10.000 Wetterstation registrierten Daten. Diese Wetterstationen sind alle mit einer Vielzahl von meteorologischen Messgeräten ausgestattet, die unter anderem Daten zur Temperatur, zur Luftfeuchte, zum Luftdruck, zum Wind oder zum Niederschlag erfassen. Dabei wird sehr viel Wert auf die Genauigkeit und die Vergleichbarkeit der Instrumente gelegt, denn ein falsch bestimmter Ausgangszustand kann im Endeffekt zu fehlerhaften Wettervorhersagen führen.
Globalstrahlung
Die Globalstrahlung ist die Summe aus direkter Sonnenstrahlung und diffuser Himmelsstrahlung, die auf eine bestimmte Fläche trifft. Die diffuse Himmelsstrahlung entsteht durch Streuung der solaren Strahlung an Wolken, Wasser- und Staubteilchen. Seit der Industrialisierung hat die Globalstrahlung in Mitteleuropa um etwa 5 Prozent, lokal um über 10 Prozent abgenommen. Mittlere Tagessummen bei mittlerer Bewölkung sind beispielsweise für Hamburg im Juni 1872 Joule, im Dezember 146 Joule pro Quadratzentimeter, für Wien im Juni 1947 Joule, im Dezember 230 Joule pro Quadratzentimeter. Die Jahressumme der Globalstrahlung wird meist in kWh pro Quadratmeter angegeben. Sie liegt in Deutschland zwischen 900 und 1200 kWh pro m² und Jahr, in der Sahara bei etwa 2500 kWh pro m² und Jahr.
Video zum Wetter am ersten Juli-Wochenende 2025 in Deutschland, größte Hitze weg
Die ganz große Hitze ist raus aus Deutschland. Im Süden und Osten bleiben die Temperaturen aber mit Werten um 30 Grad auch am Wochenende hochsommerlich warm. Angenehmer ist es ihm Norden und Nordwesten. Die Details zum Wetter am kommenden ersten Juli-Wochenende 2025 präsentiert ihnen wieder unser Wetterexperte Martin Gudd.
Link zum Video bei YouTubeWassertemperaturen im westlichen Mittelmeer deutlich über den Mittelwerten
Laut Berechnungen des Copernicus Erdbeobachtungsprogramms ist das westliche Mittelmeer zurzeit 3 bis 6 Grad wärmer als das langjährige Mittel.
Aktuelle Wassertemperaturen im westlichen MittelmeerAktuelles Wetter
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