Satellitenbild Europa
Alle Zeitangaben in den folgenden Bildern in UTC (Koordinierte Weltzeit, Universal Time Coordinated).
UTC + 1 Stunde = Mitteleuropäische Zeit (MEZ).
UTC + 2 Stunden = Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ).
GeoColour
Das GeoColour RGB-Bild zeigt eine Aufnahme, die mehrere Satellitenbilder kombiniert. Tagsüber liefert das Bild natürliche Farben der Erde und der Atmosphäre. Die Kanäle, die für das rote, grüne und blaue sichtbare Licht empfindlich sind, werden in den jeweiligen Farbspektren dargestellt. Dies führt zu realistischen Farben, die der Wahrnehmung durch das menschliche Auge nachempfunden sind. In den Bildern sind Wolken und Schnee weiß, Land braun bis grün und Wasser blau zu erkennen. Zur Nachtzeit werden der sogenannte FCI-IR-Kanal (10,5 µm) und die Differenz zwischen den Kanälen 10,5 µm und 3,8 µm verwendet, um Eis- und Flüssigwasserwolken zu identifizieren. Wasserwolken und Nebel werden bläulich dargestellt, Eiswolken erscheinen weiß. Zusätzlich werden in dem GeoColour-RGB-Bild noch farbige Blitzdaten angezeigt. Die Farbpalette reicht von gelb (wenige Blitze) bis rot (hohe Blitzaktivität).
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IR10.5
Das IR10.5-Bild wird vom Meteosat-Satelliten aus 36.000 Kilometer Höhe im infraroten Spektralbereich aufgenommen. Die infrarote Strahlung ist jene Strahlung, die die Erdoberfläche und die Wolken aufgrund ihrer Temperatur aussenden. Bei den Infrarotbildern handelt es sich also im Prinzip umd eine indirekte Temperaturmessung der Erdoberfläche und der Wolken. Die Bilder wurden so weiterverarbeitet, daß die kältesten Bereiche sehr hell bis weiß dargestellt werden, während Bereiche um so dunkler erscheinen, je wärmer sie sind. Der Grauton einer Wolkenformation ist also ein Maß für ihre Oberflächentemperatur. Da die Temperatur in der Atmossphäre mit größer werdender Höhe abnimmt, präsentieren sich Wolken aus dem unteren Bereich der Atmosphäre dunkel (warm) und erscheinen um so heller, je höher sie reichen, da sich ihre Oberflächen dann in kälteren Temperaturschichten befinden. Im Gegensatz zu Satellitenbildern im sichtbaren Wellenlängenbereich liefert das Infrarotbild auch nachts einen Eindruck von der Wolkenbedeckung.
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Staub
Dieses spezielle Meteosat-Satellitenbild eignet sich gut zur Erkennung von Staubgebieten in der Atmosphäre, sowohl bei Tag wie auch zur Nachtzeit. Das Staub-Satellitenbild wird stündlich aus Daten von drei Infrarot-Spektralkanälen erstellt. Staub erscheint in den Farben Rosa oder Magenta. Dichte hohe Wolken werden in einem rot-braunen Farbton dargestellt, dünne hohe Wolken sind sehr dunkel bis schwarz. Dichte mittelhohe Wolken erscheinen in dem Farbton Ocker. Es ist nicht möglich, anhand des Bildes die Höhe oder die Konzentration der Staubwolke in der Atmosphäre zu bestimmen oder Rückschlüsse auf die Sichtverhältnisse am Boden zu ziehen.
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Nebel / tiefe Wolken zur Nachtzeit
Die Identifizierung von tiefen Wolken und Nebelfeldern in Satellitenbildern stellt eine große Herausforderung dar, da der Temperaturunterschied zwischen den Wolkenobergrenzen und dem angrenzenden wolkenfreien Land meist nur gering ist. Die Bilder unten im sogenannten "Night Microphysics RGB"-Kanal von Eumetsat lösen dieses Problem durch die Verwendung von verschiedenen Infrarot-Spektralkanälen. Niedrige Wasserwolken und Nebel geben bei einem Wellenlängenbereich von 3,8 µm weniger Strahlung ab als bei einem Wellenlängebereich von 10,5 µm. Diese Differenz wird verwendet, um Bereiche mit niedrigen Wolken hervorzuheben. Nebel und tiefe Wolken können allerdings von höher liegenden Wolken verdeckt werden. Befinden sich dünne Zirruswolken über Gebieten mit Nebel und tiefen Wolken, erkennt das Satellitenbild Nebel und tiefe Wolken möglicherweise nicht.
Da das Satellitenbild besonders auf nächtliche Bedingungen abgestimmt wurde, kann es daher tagsüber nur sehr begrenzt genutzt werden.
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