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Nachrichten rund ums Wetter

Hitzewelle setzt sich am Wochenende fort

Am Samstag entwickeln sich tagsüber nur einzelne Schauer oder Gewitter, teilweise aber schon mit großem Unwetterpotential durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Es wird erneut sehr warm mit bis zu 37 Grad im Osten. An der Nordsee bleibt es mit 19 bis 24 Grad kühler. In der Nacht zum Sonntag kommt in der Westhälfte ein erster Schwung an kräftigen Gewittern an. Unruhig wird es auch am Sonntag. Sehr heftige Gewitter gibt es vom Süden bis in die Mitte, aber auch im Rest des Landes muss mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Mit Temperaturen zwischen 24 und 34 Grad wird es teilweise wieder recht heiß.

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Todestag des Physikers Rozier

Am 15. Juni 1785 kam der Physiker Jean-François Pilâtre de Rozier bei einem Ballonaufstieg mit seinem von ihm entwickelten Wasserstoff-Heißluftballon (der sogenannten Rozière) ums Leben. Beim Versuch den Ärmelkanal von Frankreich nach England zu überqueren entzündete sich der Wasserstoff und der Ballon stürzte mit ihm und einem Kollegen über dem Département Pas-de-Calais ab. Sie waren die ersten Todesopfer der Luftfahrt. Rozier forschte auf dem damals in der Physik neuem Gebiet der Gase. Ihm gelang zwei Jahre vor seinem Tod der erste historisch belegte bemannte Heißluftballonaufstieg. Nach ihm wurde der Mondkrater Pilâtre benannt und der Rozier-Gletscher in der Antarktis trägt seinen Namen.

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Niederschlagsradar

Die stärksten Niederschläge und auch Hagel werden in den Sommermonaten durch kräftige Schauer- und Gewitterwolken ausgelöst. Die Kenntnis von Lage, Entwicklung und Zugrichtung dieser Starkniederschläge sind sehr wichtig, um rechtzeitig Warnungen an die Bevölkerung auszusprechen. Deshalb wurde in Deutschland ein Wetterradarverbund mit 17 einzelnen Radargeräten aufgebaut. Diese Radargeräte geben ständig einen Überblick über die vorhandenen Niederschlagsgebiete, deren Stärke und die Art der Niederschlagsteilchen. Um ein Bild von ganz Deutschland zu erhalten, werden die Bilder aller 17 deutschen Radargeräte sowie die benachbarter Länder überlagert. Fügt man mehrere dieser Bilder zu einem Loop zusammen, so kann der Meteorologe die Entwicklung und Zugrichtung von Unwettern gut abschätzen, und entsprechende Warnungen aussprechen.

Aktuelles Niederschlagsradar Deutschland

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Gewitter und Blitze

Jeden Sommer sind die Blitze und die durch sie verursachten Schäden ein Thema. Während in winterlichen Gewittern nur wenige Blitze auftreten, kommen bei sommerlichen Gewitterlagen über Deutschland schnell einige tausend Blitze zusammen. Man unterscheidet bei Blitzen zwischen den Wolkenblitzen, d.h. Blitze innerhalb oder zwischen Wolken, und den Erdblitzen, die sich zwischen Wolke und Erde entladen und dementsprechend auch die für uns gefährlicheren Blitze sind. Etwa zwei Drittel aller Blitze sind jedoch Wolkenblitze. Außerdem gibt es noch seltene Blitzentladungen zwischen Wolken und der höheren Atmosphäre. Der starke Stromfluss erhitzt die Luft im Blitzkanal plötzlich auf etwa 30000 Grad. Die Luft dehnt sich explosionsartig aus, es entsteht eine Schockwelle. Die damit verbundenen Schallwellen hören wir als Donner.

Blitze der letzten 2 Stunden in Deutschland

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Vor 36 Jahren: Böen-Rekord auf der Zugspitze

Am 12. Juni 1985 wurde auf der Zugspitze in 2975 Metern ü. NN ein neuer Geschwindigkeitsrekord einer Windböe registriert. Ein dem Hang zugeneigter Staudruck-Windmesser verzeichnete ein Böenmaximum von 335 km/h. Nie zuvor wurde eine solch hohe Windgeschwindigkeit in Deutschland gemessen. Der weltweite Böen-Rekord außerhalb eines Tornados liegt übrigens bei 408 km/h, registriert auf Barrow Island, einer Insel Australiens.

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UV-Index im Sommer

Immer ein Thema in den Sommermonaten ist die UV-Strahlung. Hautbräunung, aber auch Sonnenbrand oder Hautverdickungen sind die akuten Wirkungen der UV-Strahlung. Längerfristig kann es zu einer vorzeitigen Alterung der Haut oder auch zu Hautkrebs kommen. Der sogenannte UV-Index gibt täglich Auskunft über das Risiko beim Sonnenbaden. Er beschreibt den täglichen Spitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung am Erdboden. Je höher der UV-Index, desto höher auch das Sonnenbrandrisiko. Bei wolkenlosem Himmel erreicht die UV-Strahlung ihren Spitzenwert um die Mittagszeit. Zu dieser Zeit sollte man also das Sonnenbaden vermeiden. Der UV-Index ist auch vom Sonnenhöchststand abhängig und ändert sich daher mit der Jahreszeit und der geographischen Lage. Im Norden ist er geringer als im Süden. Auch die Höhenlage beeinflusst den Index. Im Hochgebirge ist er teils deutlich höher als im Flachland. Nicht zuletzt kann es durch Reflexionen auf Wasserflächen, hellem Sand oder Schnee zu einer Erhöhung des Wertes kommen. Schon ab einem UV-Index von 5 ist das Sonnenbrandrisiko sehr hoch. Die Gefahr einen Sonnenbrand zu erleiden hängt aber u.a. sehr stark vom Hauttyp ab. Besonders anfällig sind hellhäutige Menschen mit Sommersprossen und rötlichen Haaren. Aktuell haben wir eine sehr hohe UV-Intensität (UV-Index 8 bis 10). Bereits nach weniger als 20 Minuten ungeschützter Sonneneinstrahlung kann es zu einem Sonnenbrand kommen. Schutzmaßnahmen sind daher unbedingt erforderlich.

Aktueller UV-Index in Deutschland

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Tageslänge nimmt immer noch zu

Noch werden die Tage bei uns etwas länger, und zwar um etwa eine halbe bis eine Minute täglich. Heute beträgt die maximal mögliche Sonnenscheindauer im Norden Deutschlands 17 Stunden und 15 Minuten, im Süden etwa 16 Stunden. Ab dem astronomischen Sommeranfang am 21. Juni geht es dann aber langsam wieder abwärts. So sind es Mitte August im Norden noch 15 Stunden und 15 Minuten, im Süden noch 14 Stunden und 30 Minuten.

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Todestag von Franz Ferdiand Greiner

Am 9. Juni 1855 starb Franz Ferdinand Greiner. Um seinen Lebensunterhalt, in der von seinem Vater übernommen Wassermühle aufzubessern, versuchte Greiner sich in der Glasbläserei und stellte Glasperlen und sonstiges Zierwerk aus Glas her. Versuche ein Thermometer herzustellen scheiterten zunächst. Erst als er den Glasbläsergesellen Wilhelm Berkes einstellte, gelang das Glasthermometer. Als er dann noch als Füllung Quecksilber verwendete kam der wirtschaftliche Durchbruch. Greiner und Berkes ist damit das erste in Deutschland industriell gefertigte Thermometer zu zuschreiben.

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Flint-Beecher Tornado 1953

Heute vor 68 Jahren wurde Michigan (USA) von einem schweren Tornado heimgesucht. Der Flint-Beecher Tornado zählt zu den F5-Tornados der Fujita-Skala und hinterließ eine 43 Kilometer lange Schneise der Verwüstung. Dabei kamen 116 Menschen ums Leben, über 800 wurden verletzt. Der Tornado richtete mit maximalen Windgeschwindigkeiten zwischen 400 und 500 km/h Schäden im Wert von 19 Millionen US-Dollar an. Benannt wurde er nach der Stadt Flint und deren Vorort Beecher, die am stärksten betroffen waren. Auch bei uns in Deutschland können Tornados auftreten. In der Regel sind sie aber bei weitem nicht so stark wie beispielsweise in den USA.

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Geburtstag von Karl Ludwig Gronau

Am 7. Juni 1742 wurde der Berliner Pfarrer und Meteorologe Karl Ludwig Gronau geboren. Seit seinem 14. Lebensjahr arbeitete er in der Wetterforschung und gilt als Begründer der wissenschaftlichen Wetterbeobachtung in Berlin. Der sogenannte "Wetterpfarrer" zeichnete 70 Jahre lang, von 1756 bis zum 30. November 1826 regelmäßig Wetterbeobachtungen auf, die er ab 1774 auch durch Messungen mit Thermometer und Barometer ergänzte. Damit trug er einen großen Beitrag zum Zustandekommen der fast kontinuierlichen 300-jährigen Berliner Temperaturreihe bei. Er untersuchte auch Zusammenhänge zwischen den Wintern in Grönland und Deutschland. Er starb am 8. Dezember 1826 in Berlin.

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Wirbelsturm verwüstet im Jahr 1882 Bombay

Am 6. Juni 1882 traf ein Wirbelsturm, der über dem Arabischen Meer entstanden war, auf die Küste Indiens. Dabei wurden riesige Wellen in das Hafenbecken der schon damals sehr großen Stadt Bombay gedrückt. In der Folge starben mindestens 100.000 Menschen.

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Höchster je gemessener Taupunktswert

Die saudi-arabische Stadt Dhahran, am Persischen Golf gelegen, hält mit 35 Grad den Rekord für den höchste je gemessenen Taupunktswert. Der Taupunkt ist diejenige Temperatur, auf die sich die Luft abkühlen muss, damit der in ihr enthaltene Wasserdampf zu kondensieren beginnt. So beträgt zum Beispiel bei 15 Grad Celsius und 50 Prozent relativer Feuchte der Taupunkt 4,6 Grad Celsius. Bei einer Feuchte von 100 Prozent entspricht der Taupunkt der aktuellen Temperatur von 15 Grad Celsius. Das Klima am Persischen Golf ist durch extrem heiße und feuchte Sommer charakterisiert, wobei die Temperaturen bis auf 50 Grad steigen können.

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Entstehung von Hagel

Eine ungewöhnliche Wettererscheinung in der warmen Jahreszeit ist der Hagel. Selbst bei Temperaturen über 30 Grad am Boden können sich in mächtigen Gewitterwolken noch Hagelkörner entwickeln. Der Grund liegt darin, dass die Temperatur mit der Höhe im Durchschnitt etwa 1 Grad pro 100 Metern abnimmt. Das heißt auch im Sommer sinkt die Temperatur mit zunehmender Höhe allmählich unter die Nullgradgrenze. Diese Grenze wird im Sommer bei 30 Grad Bodentemperatur etwa in 3500 bis 4000 Metern Höhe erreicht. Da Gewitterwolken im Sommer bei uns bis in Höhen von etwa 12 Kilometer quellen, werden die für die Hagelentstehung nötigen tiefen Temperaturen leicht erreicht. Neben den niedrigen Temperaturen sind starke Aufwinde zur Entstehung von Hagelkörnern (auch Hagelsteine genannt) nötig. Kleine Eispartikel lagern sich dabei mit Wassertropfen zusammen und wachsen dabei immer weiter. Dass geschieht so lange, wie das Hagelkorn durch die Aufwinde in der Wolken gehalten werden kann. Je stärker also die Aufwinde in der Wolke sind und damit je kräftiger das Gewitter ist, desto größer kann der Hagel werden. Dabei kann durchaus Tennisball-Größe erreicht werden, wie beim berühmten Hagelunwetter in München im Juli 1984.

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Sommerlich warmes aber häufig wechselhaftes erstes Juni-Wochenende in Deutschland

Feuchtwarme Mittelmeerluft bestimmt in den nächsten Tagen das Wetter in Deutschland. So sind die Temperaturen zwar angenehm warm bis sommerlich, aber vor allem nachmittags und abends gibt es zum Teil kräftige Regengüsse und Gewitter. Auch Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen sind möglich. Trockener ist es im Nordosten.

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Erhöhte Ozonwerte im Sommer

Ein wichtiges Thema in den Sommermonaten ist die Ozonbelastung. Das sogenannte bodennahe Ozon hat nur indirekt etwas mit dem Ozon in unserer Ozonschicht zu tun, die sich in Luftschichten oberhalb etwa 10 Kilometer Höhe befindet. Ozon kann bei entsprechenden Konzentrationen in der Luft zu Gesundheits- und Umweltschäden führen. Das bodennahe Ozon entsteht unter dem Einfluss von Sonnenlicht. Daher kommt es insbesondere bei einer längeren Perioden sonniger Tage in den Sommermonaten zu erhöhten Ozonwerten in den Nachmittagsstunden, die erst abends und nachts wieder zurückgehen. Das Ozon entwickelt sich u.a. aus Stickstoffoxiden, die bei uns überwiegend durch den Autoverkehr freigesetzt werden. Das Ozon greift in hohen Konzentrationen besonders die Lunge an. Allerdings reagieren nur etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung besonders empfindlich auf Ozon. Als eine Risikogruppe gelten Kleinkinder und Säuglinge. Körperliche Anstrengungen oder Aktivitäten steigern die Atmungsaktivität und damit die Ozonaufnahme. Daher sollten bei erhöhten Ozonwerten längere anstrengende körperliche Aktivitäten vor allem in den Mittags- und Nachmittagsstunden vermieden werden. Neben dem Menschen hat das Ozon auch eine schädigende Wirkung auf Tiere und auf Pflanzen. Bei Pflanzen kann es u.a. zur Schädigung von Blättern, zur Wachstumshemmung oder zu Ertragsverlusten kommen. Die Bevölkerung wird ab einem Grenzwert von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft informiert und eine Empfehlung ausgesprochen, ab 360 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft wird gewarnt.

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Kältestes Frühjahr seit 2013

Der Frühling 2021 war der kältest Frühling seit dem Jahre 2013. Die Temperaturen lagen im Mittel 0,5 bis 2 Grad unter dem 30jährigen Vergleichszeitraum 1991-2020. Im Norden war es zu nass, im Süden lagen die Niederschlagsmengen unter oder im Bereich der langjährigen Mittelwerte. Die Sonnenscheindauer lag meist etwas unter den zu erwartenden Werten. Im Süden und Südwesten wurde aber in einigen Regionen der MIttelwert für die Sonnenscheindauer auch etwas überschritten.

Frühjahrswerte für mehr als 100 Städte in Deutschland

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Beginn des meteorologischen Sommers

Der Juni ist der erste Sommermonat im sogenannten meteorologischen Sommer, der die Monate Juni, Juli und August umfasst. Diese Einteilung in meteorologische Jahreszeiten hat Ihre Begründung in der klimatologischen Verarbeitung von Wetterdaten, wobei sich die Daten einfacher für komplette Monate berechnen lassen. Während der meteorologische Sommer schon am 01. Juni beginnt, ist der astronomische Sommeranfang in diesem Jahr erst am 21. Juni um genau 5:32 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit.

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