Nachrichten rund ums Wetter

Erhöhte Waldbrandgefahr!

In vielen Regionen Deutschlands ist die Waldbrandgefahr derzeit erhöht. Besonders gefährdet ist der Osten. Nach den vielen trockenen und auch recht warmen Tagen sind die Wiesen und Wälder ausgetrocknet und leicht entzündlich. Das höchste Waldbrandrisiko haben derzeit Brandenburg und Berlin sowie Teile Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Niedersachsens. In den nächsten Tagen stellt sich die Wetterlage um, und Regenfälle könnten die Gefahr zumindest mildern. Ob es jedoch zu flächendeckenden Niederschlägen und einer deutlichen Entspannung kommt, bleibt abzuwarten.

Aktueller Waldbrandgefahrenindex (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

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Rückblick auf das Wetter an Ostern 2019 in Europa

Das Osterwetter 2019 war an vielen Orten Europas extrem unterschiedlich. In Deutschland gab es beispielsweise durchweg viel Sonnenschein und meist mehr als 50 Sonnenstunden. Dabei lagen die Höchsttemperaturen häufig über 20, im Westen und Süden örtlich sogar über 25 Grad. Nur an der Küste bei Seewind und in den Hochlagen der Mittelgebirge blieb es etwas kühler. Auf den sonst so sonnigen Balearen wurden dagegen kaum 20 Grad erreicht. Dazu gab es nur wenig Sonnenschein und auch ab und zu etwas Regen. Recht wechselhaft und kühl war es auch in Istanbul. In London gab es dagegen bei Höchstwerten bis zu 25 Grad und mehr als 40 Sonnenstunden eines der sonnigsten und wärmsten Osterfeste seit Beginn regelmäßiger Messungen.

Temperaturen an Ostersonntag in Grossbritannien

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Todestag des Meteorologen Poul La Cour

Am 24. April 1908 starb der dänische Meteorologe Poul La Cour. Neben zahlreichen Erfindungen forschte er an der Verbesserung des Wirkungsgrades von Windmühlen, um diese verstärkt zur Erzeugung von elektrischer Energie zu nutzen. 1891 baute er in Askov seine erste Windkraftanlage. Des Weiteren suchte er nach neuen Wegen die gewonnene elektrische Energie zu speichern (z.B. Gewinnung von Wasserstoff durch Elektrolyse).

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Saharastaub macht sich auf den Weg nach Deutschland

In den nächsten Tagen dreht die Luftströmung über Deutschland auf südliche Richtungen. Dabei gelangt in höheren Schichten über die Alpen Saharastaub bis zu uns nach Deutschland. Durch die ab Dienstag/Mittwoch zu erwartenden Regenschauer wird der Staub dann aus der Luft ausgewaschen und am Boden abgelagert.

Staub-Vorhersage der Universität Athen

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Nebensonnengemälde aus dem Jahr 1535

Wettererscheinungen sind und waren natürlich in der Malerei immer ein beliebtes Motiv. So sind zum Beispiel auf der ältesten bekannten Darstellung der Stadt Stockholm Nebensonnen und andere Halo-Erscheinungen zu sehen. Laut Inschrift auf dem Rahmen des Bildes wurden diese Wetteranomalien am 20. April 1535 über Stockholm beobachtet. Das Original des Bildes ist zwar nicht erhalten geblieben, es gibt aber eine gut erhaltene Kopie, die etwa 100 Jahre später erstellt wurde.

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Klimaklassifikation nach Köppen

So wechselhaft das Wetter in unseren Breiten ist, so ruhig und beständig ist es in vielen anderen Regionen. Man unterscheidet auf der Erde verschiedene Klimaregionen. Dabei kann man verschiedene Kriterien zur Einteilung der Erde in Klimazonen, Klimatypen oder Klimaregionen wählen. Diese Kriterien bezeichnet man als Klimaklassifikationen. Die sogenannten "Effektiven Klimaklassifikationen" basieren dabei auf Zusammenhängen zwischen Klimaelementen (zum Beispiel Niederschlag und Temperatur). Dabei werden die Klimazonen mit Schwellenwerten voneinander abgegrenzt. Die bekannteste effektive Klimaklassifikation ist die nach Köppen. Grundlagen dieser Klimaklassifikation sind die mittleren monatlichen Werte von Lufttemperatur und Niederschlag. Der Westen Deutschlands hat nach Köppen zum Beispiel das Kürzel Cfb. Der Buchstabe "C" steht dabei für warmgemäßigte Regenklimate mit einer Mitteltemperatur des kältesten Monats zwischen plus 18 und minus 3 Grad. Das "f" steht für immerfeucht, d.h. eine ausgesprochene Trockenzeit fehlt. Das "b" hat die Bedeutung warme Sommer, die Mitteltemperatur des wärmsten Monats liegt dabei zwar unter 22 Grad, mehr als 4 Monate liegen aber über 10 Grad.

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Katastrophale Überflutungen im Iran

Nach Informationen der IFRC (International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies) sind seit Mitte März durch das plötzliche Hochwasser mindestens 78 Menschen ums Leben gekommen und weitere Tausende verletzt. Ca. 2000 Städte und Dörfer sind von der Überflutung betroffen, vor allem in den Provinzen in Golestan, Fars (Shiraz) und Lorestan. Die IFRC bezeichnete das Hochwasser als "größte Katastrophe, die den Iran seit 15 Jahren heimgesucht hat". Bis jetzt hat der Rote Halbmond 239.000 Menschen mit einer provisorischen Unterkunft versorgt, es werden aber noch Unterkünfte für mindestens weitere 218.000 Menschen gebraucht. Insgesamt sollen 10 Millionen Menschen von dem Hochwasser betroffen sein. Der Iranische Staat gab bekannt, dass die Sachschäden bisher auf rund zwei Milliarden Euro geschätzt werden. Durch das Hochwasser wurden mehr als 14.000 Kilometer Fahrt- und Transportwege zerstört, und mehr als 700 Brücken eingerissen. Wie lange die Unwetter-Lage noch andauert und wann mit den Aufräum- und Wiederaufbau arbeiten begonnen werden kann, ist noch unklar. Eigentlich ist das Frühjahr im Iran schon recht trocken. Das Auswärtige Amt warnt aktuell vor Reisen in den Iran.

Klima im Iran

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Hochwasser im Osten Europas im April 2006

Kräftige Regenfälle und starkes Tauwetter führten im April 2006 zu einem starken Anstieg der Donau und ihrer Nebenflüsse. Vor allem die Anrainerstaaten im Osten Europas waren von dem Hochwasser betroffen. Teilweise wurden Dämme geöffnet, um unbewohnte Gebiete als Rückhaltebecken zu nutzen. An anderen Stellen gaben die aufgeweichten Dämme nach. Tausende Menschen mussten ihre Häuser in den Hochwassergebieten verlassen.

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Unglück auf dem Dachstein am 16. April 1954

Am 16. April 1954 kamen zehn Schüler und drei Lehrer aus Heilbronn in einem Schneesturm auf dem Dachstein ums Leben. Sie waren bei gutem Wetter zu einer Tageswanderung gestartet und ignorierten Warnungen vor dem wechselhaften Wetter. Später fiel innerhalb kürzester Zeit ein Meter Schnee und dichter Nebel machte jede Orientierung unmöglich. Trotz einer der größten Suchaktionen der österreichischen Geschichte wurden die ersten Opfer erst nach neun Tagen, die letzten Vermissten nach 43 Tagen gefunden.

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Geburtstag von Leonardo da Vinci 1452

Am 15.4.1452 wurde Leonardo da Vinci geboren. Er war einer der berühmtesten Universalgelehrten. Er gilt bei vielen als einer der Wegbereiter der modernen Wissenschaften, andere halten ihn für einen hervorragenden Künstler, und eher als schlechten Wissenschaftler. Auf jeden Fall brachte er durch seine Ansichten und Meinungen das damalige Weltbild zum Wanken und regte spätere Generationen zum Nachdenken und Forschen an.

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Jahrhunderthochwasser an der Saale 1994

Ab dem 14.4.1994 gab es in Teilen Sachsen-Anhalts schwere Überschwemmungen durch die Saale. Diese kamen infolge intensiver Regenfälle am 12. und 13. April im Bereich der Saale und deren Nebenflüssen und gleichzeitiger Schneeschmelze im Thüringer Wald zustande. Dabei trafen die Hochwasserwellen von Loquitz, Schwarza und Ilm in der Saale zusammen und führten dort zum Jahrhunderthochwasser. Ohne den Rückhalt der Saaletalsperren wären die Überflutungen noch größer gewesen.

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Erster Trend fürs Osterwetter

Nach den nasskalten Tagen mit Schnee bis teilweise in die Niederungen und Nachtfrösten wird es in der Karwoche langsam wieder wärmer. Ab Wochenmitte sind dann sogar wieder frühlingshaft warme Temperaturen möglich. Für das Osterwochenende sind dann vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands örtlich Höchstwerte um oder über 20 Grad möglich. Ob es dazu Regenschauer gibt oder Sonnenschein, steht noch nicht fest, aber insgesamt sieht es derzeit nach überwiegend freundlichen und recht warmen Ostern aus.

Temperaturvorhersage Europa

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Petrichor - ein ganz spezieller Duft

Wenn es nach einer längeren trockenen Phase wieder regnet, entfaltet sich in der Natur ein ganz spezieller Duft. Der Geruch wird Petrichor genannt. Dieses Phänomen tritt vor allem im Frühjahr und im Sommer auf. Wie sich der Geruch entwickelt ist noch nicht exakt geklärt. Aber vor allem die Stoffwechselaktivitäten der Pflanzen, Bakterien und andere Mikroorganismen im Boden werden dafür verantwortlich gemacht. Bei Regen gelangen die sich entwickelnden Duftstoffe über die erhöhte Luftfeuchtigkeit in unsere Nase.

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Palmsonntag-Tornado-Outbreak 1965

Am 11. Apil 1965 zogen über den mittleren Westen der USA 48 Tornados hinweg. Betroffen waren vor allem die Staaten Indiana, Ohio, Michigan, Wisconsin, Illinois und Iowa. 271 Menschenleben waren zu beklagen. Über 1500 Menschen wurden verletzt. Insgesamt 17 Tornados wurden der dritthöchsten Wirbelsturm-Kategorie (Fujita-Skala) mit Windgeschwindigkeiten von mindestens 333 km/h zugeordnet. Die Tornadoansammlung wurde später als Palmsonntag-Tornado-Outbreak bezeichnet.

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Vor 23 Jahren: neuer weltweiter Windgeschwindigkeitsrekord

Am 10. April 1996 wurde auf der westaustralischen Insel Barrow Island die höchste Windgeschwindigkeit außerhalb von Tornados gemessen. Mit einer Böengeschwindigkeit von 408 km/h löste der Messwert den vorherigen Rekordwert von 372 km/h aus den USA ab. Der neue Spitzenwert wurde erst 14 Jahre nach der eigentlichen Messung von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) nach gründlicher Prüfung bekannt gegeben. In Deutschland liegt der Rekordwert übrigens bei 335 km/h, die am 12. Juni 1985 auf der Zugspitze gemessen wurden.

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Glazier-Higgins-Woodward Tornados 1947

Über die US-Bundesstaaten Texas, Oklahoma und Kansas zieht am 9. April 1947 ein System von mehreren Tornados und hinterlässt eine Spur der Zerstörung. Die Tornados begannen in Texas, zerstörten dort den kleinen Ort Glazier vollkommen und forderten 17 Todesopfer. Ein Großteil des Ortes Higgins, an der Grenze zwischen Texas und Oklahoma, wurde ebenfalls zerstört. Auch hier starb ein Großteil der Bevölkerung oder wurde schwer verletzt. Am stärksten aber wüteten die Tornados im Bundesstaat Oklahoma. Allein in Woodward kamen 107 Menschen ums Leben. Danach zogen die Tornados nach Kansas weiter, wo sie sich abschwächten und schließlich zerstreuten. Zeitweise hatten die Tornados bei ihrem Durchzug einen Durchmesser von 3 Kilometern. Die sogenannten Glazier-Higgins-Woodward Tornados forderten insgesamt 181 Menschenleben, 970 Menschen wurden verletzt.

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James Glaisher

Am 7. April 1809 wurde James Glaisher geboren. Er war ein englischer Meteorologe und unternahm in der Zeit als Leiter der Abteilung für Meteorologie und Magnetismus in Greenwich, die er 1883 übernommen hatte, zahlreiche wissenschaftliche Ballonfahrten. Eine Fahrt hätte er fast mit dem Leben bezahlt, als er mit seinem Kollegen Coxwell in einem offenen Korb auf ungefähr 8800 Meter stieg. Glaisher verlor das Bewusstsein, und Coxwell konnte erst im letzten Moment noch das Steuerventil des Ballons öffnen, so dass der Korb in dichtere Luftschichten sinken konnte. Diese Höhe wurde erst 32 Jahr später durch Berson (allerdings durch Mitnahme von Sauerstoff) überboten.

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Am 5.4.1815 erste Ausbrüche des Vulkans Tambora

Am 5.4.1815 beginnt der 14-Tage andauernde Ausbruch des zu Indonesien gehörenden Vulkans Tambora. Vor allem die große Eruption des 10.4. und die folgenden Flutwellen fordern zunächst über 100.000 Tote. Die ausgeworfene Asche bewirkte eine weltweite Klimaänderung und führte 1816 auf der Nordhalbkugel zu einem Jahr ohne Sommer. Durch die Missernten und die hohe Sterblichkeit der Nutztiere kam es zur schlimmsten Hungersnot des 19. Jahrhunderts. Die daraus resultierenden Opferzahlen lassen sich nicht mehr ermitteln. Die Sonnenuntergänge der folgenden 20 bis 30 Jahre waren durch die Staubteilchen in der Luft von unwahrscheinlicher Farbenpracht geprägt.

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Todestag Heinrich Wilhelm Dove

Am 4.4.1879 starb der deutsche Meteorologe und Physiker Heinrich Wilhelm Dove. Er gilt als der Begründer der Meteorologie und der Wetterprognose als Wissenschaft. Er stellte, das nach ihm benannte Gesetz der Drehung der Winde auf. Lange Zeit galt es als allgemeines Gesetz der Windtheorie. Später wurde es durch das allgemeine Barische Windgesetz von C.B.Ballot abgelöst. Dove war u.a. Leiter des preußischen meteorologischen Instituts.

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Super Outbreak 1974

Der sogenannte Super Outbreak (weitere Bezeichnung Jumbo Outbreak) vom 3./4.4.1974 war bis zum April 2011 die größte jemals registrierte Tornadoansammlung. In 13 US-Bundesstaaten wüteten 148 Tornados sowie ein Tornado in Ontario (Kanada). Darunter waren 7 F5- und 23 F4-Tormados. Nach der Fujita-Skala erreicht ein F5-Tornado 419 bis 512 km/h und ein F4-Tornado 333 bis 418 km/h.

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2. April: Todestag Martin Teich

Am 2.4.2004 starb der durch die Wettervorhersagen im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) bekannt gewordenen Meteorologe Dr. Martin Teich im Alter von 92 Jahren. Auf Grund der DDR-Politik übersiedelte, der in Dresden geborene und Ostberlin promovierte Meteorologe, 1960 in die Bundesrepublik Deutschland nach Offenbach. Bei dem dort ansässigen Deutschen Wetterdienst setzte er seinen beruflichen Werdegang fort. In den 70er-Jahren moderierte er schließlich die Wetterberichte im ZDF.

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