Nachrichten rund ums Wetter

Das Osterwetter

Am Ostersonntag zeigt sich der Himmel im Nordosten meist wolkenverhangen, und es fällt gebietsweise Schnee und Regen. Auch sonst überwiegen häufig die Wolken, und die Sonne scheint nur hin und wieder für kurze Zeit. Zeitweise gehen Regen-, Schnee- oder Graupelschauer nieder. Die Temperaturen steigen im Norden nur auf 1 bis 6, in der Mitte und im Süden auf 6 bis 11 Grad. Der Wind weht mäßig bis frisch, in Böen und an der Ostsee auch stark aus West bis Nord. Am Ostermontag halten sich im Osten und Südosten anfangs noch dichtere Wolken mit letzten Schnee-, Regen- oder Graupelschauern. Später ist es wechselnd bewölkt, und weitgehend trocken. Nur im Westen und Nordwesten nimmt im Laufe des Nachmittags und Abends das Schauerrisiko wieder etwas zu.

Aktuelle Vorhersagekarten für Deutschland

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Lawinen und Lawinengefahrstufen

Lawinen sind besonders in den schneebedeckten Gebirgen, wie im dicht besiedelten Alpenraum, eine bedeutende Naturgefahr. Allgemein bezeichnen Lawinen Schnee- und Eismassen, die sich von Berghängen ablösten und in Richtung Tal stürzen. Zur Gefahrenbeurteilung werden verschiedene Faktoren mit einbezogen. Entscheidend sind unter anderem die Wetterprognose und die Menge des gefallenen Neuschnees, die Schneeverhältnisse und die Beschaffenheit der Schneedecke, Sonneneinstrahlung, die Beschaffenheit des Geländes. Außerdem orientiert man sich häufig an wiederkehrenden Gefahrenmustern. Dennoch sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass die Einschätzung der Lawinengefahr räumlich sowie zeitlich wegen der komplexen Vorgänge in der Schneedecke nur mit Unsicherheiten möglich ist. Zudem sind die Zusammenhänge, die Lawinen auslösen bis heute noch nicht vollständig verstanden. Eine weitere große Unsicherheit zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, ob eine Lawine ausgelöst wird, ist der Faktor Mensch und sein Verhalten. Die Lawinengefahr wird den fünf europäischen Lawinengefahrstufen zugeordnet und reicht von geringer Gefahr (Stufe 1) bis zu sehr großer Gefahr (Stufe 5).

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Februar 2018 global gesehen zu warm!

Die Auswertungen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA ergaben, dass der Februar 2018 global gesehen 0,7 Grad wärmer war als das Mittel des 20. Jahrhunderts. Die über alle Land- und Meeresflächen gemittelte Temperatur ist damit die elfthöchste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Der diesjährige Februar war damit auch der 42. Februar und der 398. Monat in Folge mit Temperaturen über dem langjährigen Mittelwert. In Deutschland und in weiten Teilen der Nordhemisphäre war der Februar im Vergleich zum Mittel der Jahre 1981 bis 2010 etwas kälter. In Nordamerika wurden für manche Orte sogar Temperaturabweichungen von um die minus 3 Grad aufgezeichnet. In vielen Regionen Zentraleuropas war es trockener als in einem durchschnittlichen Februar. Im Osten der Vereinigten Staaten wurden hingegen Rekordniederschlagsmengen gemessen. Das arktische Meereis zeigt die geringste Ausdehnung in einem Februar, die seit dem Beginn der Satellitenaufzeichnungen im Jahr 1979 verzeichnet wurde. Die Ausdehnung des antarktischen Meereises liegt 25,4 Prozent unter dem Sollwert. Es ist die zweitgeringste Ausdehnung nach dem Februar 2017.

Klima-Highlights im Februar 2018 (Quelle: NOAA)

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Saharastaub in Osteuropa

Seit letzter Woche bringen südliche Winde immer wieder mal größere Mengen Saharastaub über das Mittelmeer nach Osteuropa. Aber auch in Skandinavien konnte Wüstenstaub gemessen werden. Besonders stark trifft es allerdings Griechenland. Dort zeigte der Himmel zeitweise eine starke Orangefärbung. In osteuropäischen Skiregionen bedeckten Wüstenstaubpartikel den Schnee der Pisten und färbten sie orange. Die griechischen Gesundheitsbehörden warnten vor Atemschwierigkeiten, Asthma und Herzproblemen besonders bei Kindern und älteren Menschen. In Zukunft werden solche Events häufiger erwartet wegen der fortschreitenden Desertifikation der Sahara. Die Desertifikation beschreibt den Vorgang der Ausbreitung von Wüsten und ist eine von vielen Folgen des Klimawandels. Studien zeigen, dass mit dem Saharastaub auch widerstandsfähige Krankheitserreger transportiert werden. Allerdings ist es sehr umstritten, ob die Mengen ausreichen, um eine Gefahr für uns darzustellen. Generell kann Wüstenstaub mit dem Wind weite Strecken über den Atlantik bis nach Brasilien und in die Vereinigten Staaten transportiert werden. Der Eintrag von Staub aus der Sahara spielt eine wichtige Rolle für die marinen Ökosysteme des tropischen Atlantik, denn dieser enthält wichtige Mineralien wie zum Beispiel Eisen, die das Algenwachstum anregen.

Satellitenbilder von verfärbtem Schnee in Osteuropa (Quelle: NOAA / NESDIS)

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Vor 12 Jahren: Tornados in Noddeutschland

Am 27. März 2006 kam es in Niedersachsen und Hamburg zu einzelnen Tornados. Einer traf dabei genau Hamburg-Harburg, dabei kamen zwei Menschen ums Leben. Tornados treten bei uns im Vergleich zum mittleren Westen der USA nur selten auf. Etwa 30 werden jedes Jahr in Deutschland beobachtet. 300 sind es in ganz Europa. Zu Tornados kommt es nur im Zusammenhang mit kräftigen Gewitterwolken. Ihre Lebensdauer ist auf wenige Minuten bis zu einigen Stunden begrenzt. Der Durchmesser von Tornados beträgt meist nur wenige hundert Meter, sodass die Schäden auf einen engen Raum begrenzt sind.

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Blüte der Forsytie als Frühlingsmelder!

Am Rhein und seinen Nebenflüssen hat schon die Blüte der Forsytie begonnen. Sie markiert nach den Regeln der Phänologie den Beginn des sogenannten Erstfrühlings, während mit der Apfelblüte der Vollfrühling Einzug hält. Im Durchschnitt der Jahre 1981-2010 begann die Forsythien-Blüte am 30. März. Die Phänologie befasst sich mit den im Jahresverlauf wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen der Pflanzen. Phänologische Entwicklungsstadien sind die Blüte, die Blattentfaltung, die Fruchtreife, die Blattverfärbung oder der Blattfall. Mit der Blüte der Forsythie beginnt in Deutschland auch die Vegetationszeit und damit die Zeit, in der eine Pflanze aktiv wächst und sich entfaltet.

Der Begriff Phänolgie erklärt in unserem Wetterlexikon

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Osterferienbeginn in vielen Bundesländern

Die oft noch sehr guten Wintersportverhältnisse in den Alpen laden viele Urlauber auch diese Osterferien zum Skifahren ein. Dabei nimmt allerdings nach einem oft freundlichen Sonntag die Zahl der Schneeschauer zu Wochenbeginn besonders auf der Alpennordseite zu. Bis Dienstag genießen die Skifahrer dabei in den italienischen Bergen oder in Kärnten noch freundliches Föhnwetter. Besonders am Mittwoch bringen oft anhaltende und zum Teil kräftige Regen- und Schneefälle in den Alpenländern aber schlechte Tourenverhältnisse und Sichtweiten. Gründonnerstag klingen die Schauer über dem Alpenhauptkamm, über Südtirol und Kärnten ab. Karfreitag wird es in den West- und Südalpen wechselhafter.

Wintersport-Hinweise

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Zyklon Catarina, vermutlich erster Hurrikan des Südatlantiks

Am 24.3.2004 entwickelte sich der erste Wirbelsturm des Südatlantiks, welcher auch Hurrikanstärke erreichte. Deshalb gibt es auch keine offiziellen Namensgebung für Zyklone auf dem Südatlantik, und somit war dieser zunächst namenlos. Später erhielt er durch die Presse nach dem betroffenen brasilianischen Bundesstaat St. Catarina den Namen Catarina. Nachdem er auf Land getroffen war löste er sich dann am 28.3.2004 rasch auf.

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Heute: Welttag der Meteorologie

Der Internationale Tag der Meteorologie, Welttag der Meteorologie oder auch Weltwettertag wird jährlich am 23. März gefeiert. Er soll an den Beginn einer friedlichen Zusammenarbeit zwischen den Wetterdiensten verschiedenster Nationen erinnern. Am 23. März 1950 trat die Konvention der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Kraft, die eine weltumspannende, politisch unabhängige Forschung und Wettervorhersage möglich macht. Deutschland ist seit 1954 Mitglied der WMO und wird durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) vertreten. Die WMO vergibt in jedem Jahr eine spezielles Motto für diesen Tag. In diesem Jahr lautet es "Weather-ready, climate-smart".

Informationen zum Welttag der Meteorologie in englischer Spracher (Quelle: WMO)

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Todestag von John Canton

John Canton wurde am 31. Juli 1718 geboren und war ein englischer Physiker. Im Alter von 44 Jahren gelang es ihm nachzuweisen, dass Wasser kompressibel ist, man es also mit ausreichendem Kraftaufwand zusammendrücken kann, ohne die Menge zu verändern. Eine weitere Entdeckung, die er machte, war, dass sich die elektrische Ladung einiger Wolken positiv, die anderer Wolken negativ verhält. Dies bedingt das Überspringen von Blitzen von einer Wolke auf die andere bei Gewittern. John Canton verstarb am 22. März 1772 in London.

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Flugwettervorhersage

Ein wichtiges Teilgebiet der Meteorologie ist die Flugmeteorologie. Neben den lokalen Vorhersagen für die Flughäfen sind dabei auch die Wetterinformationen für den eigentlichen Flug sehr wichtig. Vereisung, Turbulenzen aber auch die Lage der Starkwindbänder sind hier als einige Beispiele zu nennen. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Wahl der schnellsten Strecke ein entscheidendes Kriterium. Je schneller das Flugzeug an seinem Zielflughafen ist, desto weniger Kerosin wird benötigt und desto geringer sind entsprechend auch die Kosten. Deswegen wird bei der Routenwahl insbesondere darauf geachtet, die Rückenwinde der auf der Nordhalbkugel von West nach Ost verlaufenden Starkwindbänder auszunutzen. Aber nicht immer ist der schnellste auch der sicherste und komfortabelste Weg für den Fluggast. Turbulenzen, mögliche Vereisung aber auch hochreichende Gewitterwolken können zur Wahl einer anderen Flugroute führen. An den Flughäfen selbst ist das Wetter für Starts und Landungen entscheidend. Schlechte Sicht, Niederschläge aber auch starke Winde können zu Verzögerungen oder Flugausfällen führen. Diese Parameter werden daher bei den halbstündlichen Wetterbeobachtungen am Flughafen und bei den Vorhersagen besonders betrachtet.

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Neuer Zyklon vor der Küste Australiens!

In den vergangenen Tagen hat sich über dem Indischen Ozean unweit der Nordwestküste Australiens ein Wirbelsturm gebildet. Zyklon Marcus soll sich im Laufe des heutigen Tages zu einem Sturm der Kategorie 4 von 5 verstärken. Damit erreicht er wahrscheinlich Windgeschwindigkeiten von deutlich über 200 km/h. Er zieht aktuell in westlicher Richtung auf das offene Meer hinaus. Dennoch könnten die Ausläufer des Zyklons vor allem in den Küstenregionen für kräftige Winde und Regengüsse sorgen.

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Vor 49 Jahren: Rundfunksendemast Emley Moor bricht im Sturm zusammen

Am 19. März 1969 brach während eines heftigen Sturms der 385 Meter hohe Radio- und Fernsehsendemast von Emley Moor in Großbritannien zusammen. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden, allerdings mussten mehrere Millionen Briten zunächst auf Radio und Fernsehen verzichten. Als Ursache wird die zu dem Zeitpunkt starke Vereisung des Turmes genannt. Er war übrigens zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung im Jahre 1964 das höchste Bauwerk in Europa gewesen. 2 Jahre später wurde ein neuer, 330 Meter hoher Fernsehturm in Stahlbetonweise fertiggestellt.

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Teilweise Schnee und Straßenglätte Mitte März, wie geht es Montag weiter?

Am Sonntag müssen Autofahrer in einigen Teilen West- und Süddeutschlands mit mal mehr, mal weniger starken Schneefällen oder nur ein paar Schneeflocken rechnen. Auf einigen Straßen herrscht dabei Gefahr von Eis- und Schneeglätte, örtlich kann es Schneeverwehungen geben. An den Küsten treten nur noch wenige, lokale Schneeschauer auf, sonst ist es heiter bis wechselnd wolkig und trocken. Zu Wochenbeginn besteht zwischen der Saar und Süddeutschland noch teilweise eine erhöhte Schneefalltätigkeit. Im Norden dagegen setzt sich häufig die Sonne durch, sonst bleibt es wechselnd bis stark bewölkt.

Wetter Deutschland

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Winterliche Kälte mit Schnee und kräftigen Nachtfrösten Mitte März, ist das normal?

Nach der Kälte Ende Februar/Anfang März und den schon frühlingshaften Tagen danach kommt jetzt doch noch einmal der Winter zurück. Die Wetterlage ähnelt dabei der von vor 14 Tagen. Wieder kommt die Kaltluft direkt aus den noch schneebedeckten Flächen im Osten und Nordosten Europas nach Deutschland. Ein starker und eisiger Ostwind verstärkt dabei noch das Kältegefühl. Aber, ist das normal für die Jahreszeit? Solche Wintereinbrüche im März sind nicht ungewöhnlich, und kommen alle paar Jahre vor. Noch kälter war es zum Beispiel Mitte März 2013, als vor allem im Norden und Osten neue Kälterekorde für Mitte März aufgestellt wurden.

Tiefsttemperaturen vom 13. März 2013

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Messung und Vorhersage des Pollenflugs

Ein vor allem für Allergiker wichtiger Teil der Biowettervorhersage beschäftigt sich mit dem Pollenflug. Bereits im Dezember und Januar können die ersten Hasel- und Erlenpollen fliegen. Dann beginnt die Messung und Vorhersage aktueller Pollenkonzentrationen in der Luft. Dazu betreibt die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) ein Messnetz von derzeit etwa 45 Stationen, die in ganz Deutschland verteilt sind. Die Pollen werden mit einer so genannten Burkard-Pollenfalle gesammelt. Dabei wird Umgebungsluft in eine Trommel gesaugt. Die Trommel ist im Inneren mit einer Klebefolie versehen, an der Bestandteile der eingesaugten Luft hängen bleiben. Die Klebefolie wird in der Regel einmal täglich unter dem Mikroskop ausgewertet. Dabei werden Art und Anzahl der Pollen bestimmt. Für die Pollenflugvorhersage wichtig sind die acht Hauptallergene Hasel, Erle, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Ambrosia und Beifuß. Aus den Messergebnissen und dem aktuellen und zu erwartenden Wetter wird dann eine Pollenflugvorhersage erstellt. Heute erwartet uns ein schwacher bis mäßiger Flug von Haselpollen. Die Konzentration von Erlenpollen ist gebietsweise schon mäßig bis stark.

Informationen zum Pollenflug und aktuelle Pollenflugvorhersage

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Niederschlagsrekorde auf La Réunion

Die französische Insel La Réunion liegt im indischen Ozean, östlich von Madagaskar und etwas westlich von Mauritius. Normalerweise wird ihr nicht allzu viel Beachtung geschenkt. Wer sich allerdings fragt, wo es auf der Welt eigentlich am stärksten regnet, der wird früher oder später über den Namen "Réunion" stolpern. Vom 15. auf den 16. März 1952 wurden insgesamt 1870 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden gemessen. Fast 40 Jahre später, im Jahr 2007, waren es 3929 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von drei Tagen. Beide Werte stellten neue Weltrekorde dar, die bis heute Gültigkeit haben. Um sich die Regenmengen etwas besser vorstellen zu können, hier ein Vergleich: In Deutschland regnet und schneit es pro Jahr durchschnittlich nur 700 Liter pro Quadratmeter.

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Geburtstag Albert Einstein

Am 14. März 1879 wurde Albert Einstein in Ulm geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten Physiker aller Zeiten. Bekannt wurde Einstein durch seine Arbeiten zur Relativitätstheorie. Den Nobelpreis für Physik im Jahr 1921 erhielt er allerdings nicht dafür, sondern für seine Erklärung des photoelektrischen Effekts. Albert Einstein veränderte das physikalische Weltbild maßgeblich. Somit gibt es wohl keinen Bereich der Naturwissenschaften, den er nicht zumindest indirekt beeinflusst hat. In der Meteorologie brachte seine Forschung vor allem die Entwicklung der Messinstrumente weiter. So geht zum Beispiel die Möglichkeit des Einsatzes von Satelliten, die den Meteorologen wichtige Messdaten liefern, unter anderem auf Erkenntnisse Einsteins zurück.

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Winter 2017/2018 überwiegend zu warm

Der vergangene Winter fiel trotz des überall eisigen Februars in den meisten Regionen Deutschlands letztendlich etwas zu warm aus. Dabei lag das Temperaturplus überwiegend zwischen 0,1 und 1,3 Grad. Vor allem der Januar war mit einer positiven Abweichung von bis zu 5 Grad deutlich zu warm. Aber auch der Dezember lag fast flächendeckend über dem Durchschnitt. Nur der Februar ging mit einem deutlichen Minus in der Temperaturbilanz zu Ende. Der Niederschlag fiel teils durchschnittlich, teils auch höher oder niedriger aus. Im Süden und Südwesten waren meist überdurchschnittliche Niederschlagsmengen zu verzeichnen, im Osten lagen sie eher unter dem 30-jährigen Mittelwert. Die Sonne ließ sich im Norden und Osten vielerorts häufiger blicken als in einem durchschnittlichen Winter.

Mittlere Temperaturen sowie Niederschlags- und Sonnenscheinsummen für den Winter 2017-18

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Blizzard an der Ostküste der USA im Jahr 1888

Vom 11. bis 14. März 1888 tobte einer der heftigsten Blizzards in der Geschichte der USA. Der große Schneesturm legte das Leben an der Ostküste von der Chesapeake Bay bis nach Maine nahezu lahm. In Connecticut und Massachusetts war die Schneedecke bis zu 1,3 Meter dick, der stürmische Wind türmte zudem Schneeverwehungen von bis zu 15 Metern auf. Der Blizzard forderte etwa 400 Menschenleben. Auch im März 1993 fegte ein verheerender Blizzard über die Ostküste Nordamerikas und forderte 270 Todesopfer. Im Osten der USA und Kanadas verursachte der Blizzard Schäden von schätzungsweise 3 bis 6 Milliarden US-Dollar. Ein Blizzard ist ein starker Schneesturm infolge eines besonders kräftigen Kaltlufteinbruchs aus dem Norden. Von einem Blizzard spricht man, wenn tiefe Temperaturen unter minus 6 Grad, hohe Windgeschwindigkeiten und große Mengen an Schnee zusammenkommen.

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Geburtstag Fritz Philipp Loewe

Am 11.3.1895 wurde der spätere Meteorologe, Glaziologe und Polarforscher Fritz Philipp Loewe nahe Berlin geboren. Im Jahre 1939 gründete er nach seiner Emigration nach Melbourne das erste Meteorologische Institut in Australien.

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Wahrscheinlichkeitsvorhersagen

Während Prognosen für die ersten Tage immer zuverlässiger werden, nimmt die Vorhersagegüte ab dem vierten Tag langsam ab. Prognosen für die folgenden Monate oder Jahreszeiten werden zwar bereits gerechnet, sind aber weiterhin mit vielen Unsicherheiten behaftet und nur bedingt nutzbar. Das Wetter ist und bleibt ein chaotisches System, und kleine Änderungen im Ablauf können für die kommenden Tage große Auswirkungen haben. Für Vorhersagen bis zu 15 Tage im Voraus nutzen Meteorologen daher Wahrscheinlichkeitsvorhersagen. Das Ziel von Wahrscheinlichkeitsvorhersagen ist es, die Unsicherheit über den aktuellen Zustand zu berücksichtigen, indem viele Vorhersagen mit leicht unterschiedlichen Anfangsbedingungen gerechnet werden. Aus dem Pool von Vorhersagen kann eine Eintreffwahrscheinlichkeit für ein bestimmtes Ereignis berechnet werden. Zudem liefern die Wahrscheinlichkeitsvorhersagen ein Maß für die Vorhersagbarkeit der aktuellen Wetterlage und somit auch ein Maß für die Vertrauenswürdigkeit der Prognose.

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Februar 2018 brachte neuen Negativ-Rekord bei der Ausdehnung des Meereises in der Arktis!

Nach Angaben des National Snow and Ice Data Center erreicht die Ausdehnung des Meereises in der Arktis im Februar 2018 mit 13,95 Millionen Quadratkilometern die bisher niedrigste je in einem Februar gemessene Fläche. Sie lag damit 1,35 Millionen Quadratkilometer unter dem Mittel der Jahre 1981 bis 2010 und 160.000 Quadratkilometer unter dem bisherigen Minimum aus dem Jahr 2017. Besonders wenig Eis wurde dabei im Beringmeer gemessen. Die östlichen Teile des Beringmeers waren sogar für die meiste Zeit des Monats fast eisfrei. Die Fläche des Meereises in der Antarktis hat am 20. und 21. Februar ihr jährliches Minimum erreicht, dass zweit niedrigste seit Beginn der Satellitenmessungen.

Link zum Originalartikel des National Snow and Ice Data Center

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Zyklon Hola im Südpazifik

Nachdem in den vergangenen Tagen Zyklon Dumazile nur knapp an Madagaskar vorbeigezogen ist, hat sich nun in der Südhemisphäre ein weitere Tropensturm gebildet. Zwischen Neukaledonien und dem Inselstaat Vanuatu wird sich Zyklon Hola zunehmend intensivieren. Es wird erwartet, dass sich Hola schon bis zum Wochenende zu einem Wirbelsturm der Kategorie 4 von 5 verstärkt. Damit sind Winde über 220 km/h möglich. Im weiteren Verlauf könnte der Tropensturm zu Beginn der nächsten Woche auch eine Gefahr für die Nordinsel Neuseelands darstellen.

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2010: Schneechaos am Mittelmeer

Heute vor 8 Jahren verursachte das Adriatief Andrea einen außergewöhnlichen nordöstlichen Kälteeinbruch. Zwischen dem 7. und 9. März 2010 kam es zu Schneechaos im Mittelmeerraum. Aufgrund des heftigen Schneefalls und des starken Windes waren in den Gebirgen Mallorcas Schneeketten notwendig, in und um Barcelona waren 85 Straßen nur eingeschränkt bis gar nicht nutzbar, 145.000 Schüler hatten schulfrei und rund 220.000 Haushalte waren fast einen Tag lang ohne Strom. Auch in weiten Teilen Kroatiens kam es bei bis zu 70 cm Schnee zu Verkehrsbehinderungen. In Norditalien wurde zeitweise der Flughafen Marconi geschlossen. Die hohen Windgeschwindigkeiten von über 150 km/h beschädigten zahlreiche Häuser und Boote entlang der Adria.

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Wettersatelliten

Wie die Wolken- und Temperaturverteilung auf der Erde aussieht, lässt sich aus dem All mit den Wettersatelliten beobachten. Es gibt mehrere sogenannte geostationäre Wetter-Satelliten im All, die die Erde komplett abdecken, so dass man ein fast vollständiges Bild der Erdoberfläche erhält. Geostationär deshalb, weil sie sich in 36000 Kilometer Höhe mit der Erde mitdrehen und daher praktisch über einem Punkt der Erde fest verankert scheinen. Der Vorteil bei diesem Satellitentyp ist, das man ständig Bilder der selben Region aufnehmen kann. Für Europa und für Afrika hat die ESA (European Space Agency) den Satelliten Meteosat entwickelt. Der Satellit rotiert ständig, und tastet die Erde Streifen für Streifen ab, bis ein komplettes Bild erstellt ist. Dieses wird dann zur Erde gefunkt, dort bearbeitet und anschließend wieder über den Satelliten zu den Nutzern weitergeleitet. Der Meteorologe kann dann die Bilder für Kurzzeitvorhersagen nutzen.

Aktuelle Satellitenbilder und -filme

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Kälte lässt Uhren nachgehen!

Die Kälte der vergangenen Wochen hat dazu geführt, dass an vielen elektrischen Haushaltsgeräten, wie Backöfen und Mikrowellen sowie auch bei älteren Radioweckern die Uhren zum Teil mehrere Minuten nachgingen. Grund dafür war der insgesamt erhöhte Energiebedarf durch die eisigen Temperaturen. Dieser führte dazu, dass die übliche Netzfrequenz unseres Stromnetzes von 50 Hz einige Tage lang etwas darunter lag. Die Uhren in den Geräten werden mit dieser Frequenz getaktet und gingen somit nach. In den nächsten Tagen sollte sich dieses Problem aufgrund der milderen Temperaturen aber wieder einpendeln.

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Joanne Malkus Simpson

Am 4.3.2010 starb die US-Amerikanerin Joanne Malkus Simpson. Sie war weltweit die erste Frau, die in der Meteorologie promovierte. Sie war auch die erste die wissenschaftliche Modelle über Wolken entwickelte. Bei mehreren Messflügen konnte sie dann diese auch bestätigen. 1979 wurde sie Chefmeteorologin am Goddard Space Flight Center der NASA.

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Allmählich etwas wärmer

Vor allem im Süden und in der Mitte wird es immer milder. So sind dort bereits am Sonntag gebietsweise 8 bis 11 Grad möglich. Vor allem im äußersten Norden und Nordosten bleibt es zunächst noch frostig. Ab Montag steigen dann auch dort die Temperaturen allmählich an. So milde Werte wie im Süden werden aber nicht erreicht. Dabei ist es überall wechselhaft mit Regenschauern, im Norden und in höheren Lagen kommt noch ab und zu Schnee hinzu.

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Vor 10 Jahren: Orkan Emma

Vom 29.2. bis zum 2.3.2008 zog Orkan EMMA über Mitteleuropa hinweg. Die größten Schäden richtete das Unwetter bereits am 1.3.2008 an. Am Tag drauf traf dann eine zweite, nicht mehr so starke Welle Mitteleuropa. Es gab insgesamt 14 Todesopfer. Die Versicherungen registrierten einen Schaden von ca. 1 Milliarde €. Lokal wurden in Deutschland Windgeschwindigkeiten von mehr als 220 km/h erreicht (auf dem Wendelstein in den Bayerischen Alpen).

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Februar 2018 sonnig und sehr kalt

Der Februar ging deutschlandweit zum Teil deutlich zu kalt zu Ende. Die Abweichungen lagen an den Küsten meist zwischen minus 1 und minus 2 Grad, in den übrigen Regionen überwiegend zwischen minus 2 und minus 3 Grad. Dabei wurde abgesehen vom Süden Baden-Württembergs und Bayerns, der zeitweise mit dichtem Nebel und Hochnebel zu kämpfen hatte, sehr viel Sonnenschein verzeichnet. In einigen Gebieten lag die Sonnenscheinsumme mehr als 70 Prozent über dem Klimamittel der Jahre 1981 bis 2010. Passend dazu fiel verbreitet nur sehr wenig Niederschlag.

Rückblick Februar 2018

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