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Nachrichten rund ums Wetter

Wolkenarten in der Meteorologie

Man unterscheidet in der Meteorologie zwischen verschiedenen Wolkenarten, und zwar je nach der Höhe über dem Erdboden, in der sie vorkommen. Dabei nimmt man jeweils die Untergrenze der Wolken als Anhaltspunkt. Unterschieden wird zwischen tiefen, mittelhohen und hohen Wolken. Im Spätherbst und Winter haben wir es am häufigsten mit den tiefen Wolken zu tun. Wir kennen sie als Nebel oder Hochnebel, also einer grauen Nebeldecke, die in höheren Luftschichten liegt. Die tiefen Wolken, die wir mit den trüben Nebel- und Hochnebellagen in Verbindung bringen, sind der Stratus (Schichtwolke) und der Stratocumulus (Haufenschichtwolke). Beide bestehen überwiegend aus Wassertröpfchen, können aber auch kleine Schneekörner oder Eiskristalle enthalten. Niederschlag fällt aus ihnen kaum, wenn dann ist es etwas Sprühregen oder Schneegriesel. Im Sommer treten diese tiefen Schichtwolken kaum auf, dann haben wir es mit den sogenannten Haufenwolken zu tun. Zeitlich begrenzte, stärkere Schneefälle werden meist durch Cumulonimbus-Wolken (Schauerwolken) verursacht. Länger andauernde Niederschläge fallen überwiegend aus den Nimbostratus-Wolken.

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Beeinflusst der Mond unser Wetter?

Viele Menschen sind der Meinung, dass der Mond auch das Wetter beeinflusst. Doch wissenschaftlich betrachtet hat er keinen direkten Einfluss auf unsere Wettersysteme. Während er durch seine Anziehung die Pegel der Weltmeere um etwa einen Meter ansteigen lässt und sogar die Erdkruste zweimal täglich um 30 bis 40 cm anhebt, hat die Atmosphäre einfach zu wenig Masse, um solchen Schwankungen zu unterliegen. Die Dichte der Luft ist etwa 800-mal geringer als die von Wasser, somit ist der Einfluss des Mondes auch 800-mal schwächer. Die bewirkte Luftdruckschwankung ist beispielsweise viel kleiner als diejenige, die allein durch das Aufheizen der Luft im Tagesgang durch die Sonne verursacht wird. Auch wenn kein direkter Einfluss des Mondes auf unser Wetter nachweisbar ist, kann er es zumindest indirekt kurzzeitig beeinflussen. Bei einer Sonnenfinsternis durch den Mond kommt es zu einer vorübergehenden Temperaturabsenkung im Kernschatten. Zudem sorgen die Gezeitenkräfte des Mondes auch für ein Abbremsen der Drehbewegung der Erde. Ohne diese würde sich die Erde 3 bis 4-mal schneller drehen, und ein Tag würde nur 6 bis 8 Stunden dauern. Infolgedessen gäbe es stärkere Stürme und extreme Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten. Auch wenn der Mond also keinen direkten Auswirkungen auf unser Wetter hat, sorgt er dafür, dass klimatisch ein angenehmes Leben auf der Erde möglich ist.

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1.Dezember: Beginn der meteorologischen Winters

Der meteorologische Winterbeginn ist bereits am 1. Dezember. Dass hat klimatologische Gründe. Zur Berechnung von klimatologischen Mittelwerten wie Mitteltemperaturen eignet sich die komplette Monatsspanne am besten. Der meteorologische Winter umfasst die Monate Dezember, Januar und Februar. Astronomisch gesehen beginnt der Winter 2018 aber erst am 21.12. um genau 23:22 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Dann erreicht die Sonne den südlichen Wendekreis, auf der Südhalbkugel beginnt jetzt der Sommer.

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Tiefster Luftdruck in Deutschland

Am 27. November 1983 wurde der tiefste Luftdruck in Deutschland seit Beginn der Erfassung meteorologischer Daten gemessen. Der Wert sank in Bremen an diesem Tag bis auf 955,4 Hektopascal. Die stärksten Tiefs auf dem Nordatlantik erreichen Luftdruckwerte bis zu 920 hPa. Noch tiefere Druckwerte findet man in tropischen Wirbelstürmen. Dort wurden schon Werte unter 900 hPa registriert. Den weltweiten Rekord hält Taifun "Tip" mit 870 hPa, gemessen am 12. Oktober 1979 bei Guam/Pazifik.

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Vor 120 Jahren: "The Portland Gale" trifft Neuengland

Am 26. und 27. November 1898 kam es zu einer der schwersten Naturkatastrophen Neuenglands als ein schwerer Sturm, hervorgerufen durch zwei Tiefdruckgebiete, die dortige Küste traf. Die Windgeschwindigkeiten sollen Hurrikanstärke erreicht haben. Dabei sank neben rund 150 anderen Schiffen auch das amerikanische Passagierdampfschiff "SS Portland". 192 Menschen kamen dabei ums Leben. Insgesamt waren über 450 Tote zu beklagen. Nach dem Namen des Passagierschiffs ging die Katastrophe als "The Portland Gale" in die Geschichte ein.

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November 2005: Ergiebige Schneefälle in Nordrhein-Westfalen

Am 24. November 2005 entwickelte sich über dem Nordmeer ein Tief, welches südwärts über die Nordsee zog. Am 25. November verstärkte sich das Tief zu einem Sturmtief und blieb über den Niederlanden nahezu ortsfest liegen. Kalte und sehr feuchte Luft sorgte dabei für ergiebige Schneefälle, die immer wieder über die gleichen Gebiete zogen. Besonders betroffen war dabei Nordrhein-Westfalen. Verbreitet kam der Verkehr vollständig zum Erliegen. Im Münsterland waren in der Folge Tausende von Haushalten bis zu drei Tage ohne Strom, nachdem einige Dutzend Hochspannungsmasten durch die Schneelast umgeknickt waren.

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Klimaklassifikation nach Köppen

So wechselhaft das Wetter in unseren Breiten oft ist, so ruhig und beständig ist es in vielen anderen Regionen der Erde. Man unterscheidet auf der Erde verschiedene Klimaregionen. Dabei kann man verschiedene Kriterien zur Einteilung der Erde in Klimazonen, Klimatypen oder Klimaregionen wählen. Diese Kriterien bezeichnet man als Klimaklassifikationen. Die sogenannten "Effektive Klimaklassifikationen" basieren dabei auf Zusammenhängen zwischen Klimaelementen (zum Beispiel Niederschlag oder Temperatur). Dabei werden die Klimazonen mit Schwellenwerten voneinander abgegrenzt. Die bekannteste effektive Klimaklassifikation ist die nach KÖPPEN. Grundlagen dieser Klimaklassifikation sind die mittleren monatlichen Werte von Lufttemperatur und Niederschlag. Der Westen Deutschlands hat nach KÖPPEN zum Beispiel das Kürzel Cfb. Der Buchstabe "C" steht dabei für warmgemäßigte Regenklimate mit einer Mitteltemperatur des kältesten Monats zwischen plus 18 und minus 3 Grad. Das "f" steht für immerfeucht, d.h. eine ausgesprochene Trockenzeit fehlt. Das "b" hat die Bedeutung warme Sommer, die Mitteltemperatur des wärmsten Monats liegt dabei zwar unter 22 Grad, mehr als 4 Monate liegen aber über 10 Grad.

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Vor 41 Jahren: erster europäischer Wettersatellit startet ins All

Am 23. November 1977 wurde der erste europäische Wettersatellit Meteosat-1 von Cape Canaveral aus mit einer Delta-Rakete ins All gebracht. Er wurde auf der geostationären Position von 0 Grad geographischer Länge über dem Äquator im Abstand von ca. 36.000 km zur Erde positioniert. Er lieferte Wetterbeobachtungen für Europa, Afrika und den östlichen Atlantik. Aktuell steht dort Meteosat-10. Er schickt mit einer Frequenz von 15 Minuten aktuelle Wetterdaten zur Erde.

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