Nachrichten rund ums Wetter

Wolkenarten in der Meteorologie

Man unterscheidet in der Meteorologie zwischen verschiedenen Wolkenarten, und zwar je nach der Höhe über dem Erdboden, in der sie vorkommen. Dabei nimmt man jeweils die Untergrenze der Wolken als Anhaltspunkt. Unterschieden wird zwischen tiefen, mittelhohen und hohen Wolken. Im Spätherbst und Winter haben wir es am häufigsten mit den tiefen Wolken zu tun. Wir kennen sie als Nebel oder Hochnebel, also einer grauen Nebeldecke, die in höheren Luftschichten liegt. Die tiefen Wolken, die wir mit den trüben Nebel- und Hochnebellagen in Verbindung bringen, sind der Stratus (Schichtwolke) und der Stratocumulus (Haufenschichtwolke). Beide bestehen überwiegend aus Wassertröpfchen, können aber auch kleine Schneekörner oder Eiskristalle enthalten. Niederschlag fällt aus ihnen kaum, wenn dann ist es etwas Sprühregen oder Schneegriesel. Im Sommer treten diese tiefen Schichtwolken kaum auf, dann haben wir es mit den sogenannten Haufenwolken zu tun. Zeitlich begrenzte, stärkere Schneefälle werden meist durch Cumulonimbus-Wolken (Schauerwolken) verursacht. Länger andauernde Niederschläge fallen überwiegend aus den Nimbostratus-Wolken.

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Beeinflusst der Mond unser Wetter?

Viele Menschen sind der Meinung, dass der Mond auch das Wetter beeinflusst. Doch wissenschaftlich betrachtet hat er keinen direkten Einfluss auf unsere Wettersysteme. Während er durch seine Anziehung die Pegel der Weltmeere um etwa einen Meter ansteigen lässt und sogar die Erdkruste zweimal täglich um 30 bis 40 cm anhebt, hat die Atmosphäre einfach zu wenig Masse, um solchen Schwankungen zu unterliegen. Die Dichte der Luft ist etwa 800-mal geringer als die von Wasser, somit ist der Einfluss des Mondes auch 800-mal schwächer. Die bewirkte Luftdruckschwankung ist beispielsweise viel kleiner als diejenige, die allein durch das Aufheizen der Luft im Tagesgang durch die Sonne verursacht wird. Auch wenn kein direkter Einfluss des Mondes auf unser Wetter nachweisbar ist, kann er es zumindest indirekt kurzzeitig beeinflussen. Bei einer Sonnenfinsternis durch den Mond kommt es zu einer vorübergehenden Temperaturabsenkung im Kernschatten. Zudem sorgen die Gezeitenkräfte des Mondes auch für ein Abbremsen der Drehbewegung der Erde. Ohne diese würde sich die Erde 3 bis 4-mal schneller drehen, und ein Tag würde nur 6 bis 8 Stunden dauern. Infolgedessen gäbe es stärkere Stürme und extreme Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten. Auch wenn der Mond also keinen direkten Auswirkungen auf unser Wetter hat, sorgt er dafür, dass klimatisch ein angenehmes Leben auf der Erde möglich ist.

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1.Dezember: Beginn der meteorologischen Winters

Der meteorologische Winterbeginn ist bereits am 1. Dezember. Dass hat klimatologische Gründe. Zur Berechnung von klimatologischen Mittelwerten wie Mitteltemperaturen eignet sich die komplette Monatsspanne am besten. Der meteorologische Winter umfasst die Monate Dezember, Januar und Februar. Astronomisch gesehen beginnt der Winter 2018 aber erst am 21.12. um genau 23:22 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Dann erreicht die Sonne den südlichen Wendekreis, auf der Südhalbkugel beginnt jetzt der Sommer.

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Tiefster Luftdruck in Deutschland

Am 27. November 1983 wurde der tiefste Luftdruck in Deutschland seit Beginn der Erfassung meteorologischer Daten gemessen. Der Wert sank in Bremen an diesem Tag bis auf 955,4 Hektopascal. Die stärksten Tiefs auf dem Nordatlantik erreichen Luftdruckwerte bis zu 920 hPa. Noch tiefere Druckwerte findet man in tropischen Wirbelstürmen. Dort wurden schon Werte unter 900 hPa registriert. Den weltweiten Rekord hält Taifun "Tip" mit 870 hPa, gemessen am 12. Oktober 1979 bei Guam/Pazifik.

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Vor 120 Jahren: "The Portland Gale" trifft Neuengland

Am 26. und 27. November 1898 kam es zu einer der schwersten Naturkatastrophen Neuenglands als ein schwerer Sturm, hervorgerufen durch zwei Tiefdruckgebiete, die dortige Küste traf. Die Windgeschwindigkeiten sollen Hurrikanstärke erreicht haben. Dabei sank neben rund 150 anderen Schiffen auch das amerikanische Passagierdampfschiff "SS Portland". 192 Menschen kamen dabei ums Leben. Insgesamt waren über 450 Tote zu beklagen. Nach dem Namen des Passagierschiffs ging die Katastrophe als "The Portland Gale" in die Geschichte ein.

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November 2005: Ergiebige Schneefälle in Nordrhein-Westfalen

Am 24. November 2005 entwickelte sich über dem Nordmeer ein Tief, welches südwärts über die Nordsee zog. Am 25. November verstärkte sich das Tief zu einem Sturmtief und blieb über den Niederlanden nahezu ortsfest liegen. Kalte und sehr feuchte Luft sorgte dabei für ergiebige Schneefälle, die immer wieder über die gleichen Gebiete zogen. Besonders betroffen war dabei Nordrhein-Westfalen. Verbreitet kam der Verkehr vollständig zum Erliegen. Im Münsterland waren in der Folge Tausende von Haushalten bis zu drei Tage ohne Strom, nachdem einige Dutzend Hochspannungsmasten durch die Schneelast umgeknickt waren.

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Klimaklassifikation nach Köppen

So wechselhaft das Wetter in unseren Breiten oft ist, so ruhig und beständig ist es in vielen anderen Regionen der Erde. Man unterscheidet auf der Erde verschiedene Klimaregionen. Dabei kann man verschiedene Kriterien zur Einteilung der Erde in Klimazonen, Klimatypen oder Klimaregionen wählen. Diese Kriterien bezeichnet man als Klimaklassifikationen. Die sogenannten "Effektive Klimaklassifikationen" basieren dabei auf Zusammenhängen zwischen Klimaelementen (zum Beispiel Niederschlag oder Temperatur). Dabei werden die Klimazonen mit Schwellenwerten voneinander abgegrenzt. Die bekannteste effektive Klimaklassifikation ist die nach KÖPPEN. Grundlagen dieser Klimaklassifikation sind die mittleren monatlichen Werte von Lufttemperatur und Niederschlag. Der Westen Deutschlands hat nach KÖPPEN zum Beispiel das Kürzel Cfb. Der Buchstabe "C" steht dabei für warmgemäßigte Regenklimate mit einer Mitteltemperatur des kältesten Monats zwischen plus 18 und minus 3 Grad. Das "f" steht für immerfeucht, d.h. eine ausgesprochene Trockenzeit fehlt. Das "b" hat die Bedeutung warme Sommer, die Mitteltemperatur des wärmsten Monats liegt dabei zwar unter 22 Grad, mehr als 4 Monate liegen aber über 10 Grad.

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Vor 41 Jahren: erster europäischer Wettersatellit startet ins All

Am 23. November 1977 wurde der erste europäische Wettersatellit Meteosat-1 von Cape Canaveral aus mit einer Delta-Rakete ins All gebracht. Er wurde auf der geostationären Position von 0 Grad geographischer Länge über dem Äquator im Abstand von ca. 36.000 km zur Erde positioniert. Er lieferte Wetterbeobachtungen für Europa, Afrika und den östlichen Atlantik. Aktuell steht dort Meteosat-10. Er schickt mit einer Frequenz von 15 Minuten aktuelle Wetterdaten zur Erde.

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Oktober 2018 global gesehen zweitwärmster Oktober seit Messbeginn 1880

Der Oktober 2018 war laut dem amerikanischen Wetterdienst NOAA der zweitwärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1880. Die gemittelte Temperatur über alle Land- und Meeresflächen lag 0,86 Grad über dem Mittel der 20. Jahrhunderts. Die größte Abweichung von 0,99 Grad wurde im Oktober 2015 verzeichnet. Der Oktober 2018 war der 42. Oktober und der 406. Monat in Folge, in dem es zu warm war. Die größten Temperaturabweichungen gab es in Zentral- und Ostrussland und Alaska. Dort lag das Temperaturplus zum Teil über 5 Grad. In Finnland wurde am 14. Oktober mit einer Maximaltemperatur von 20,9 Grad ein neuer Oktoberrekord aufgestellt. Betrachtet man den Zeitraum Januar bis Oktober, so ist 2018 bislang global das viertwärmste, in Europa sogar das wärmste Jahr seit 1880.

Klima-Highlights im Oktober 2018 (Quelle: NOAA)

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Cäcilienflut 1412

Am 21. November 1412 kam es im Bereich der Unterelbe zu einer verheerenden Sturmflut. Ein Sturm drückte das Wasser der Nordsee in die Elbmündung. Die aufgestauten Wassermassen überfluteten die Umgebung und zerstörten ein Dorf an der Estemündung vollständig. Am Abend erreichte die Flut auch Hamburg. Insgesamt fielen über 30.000 Menschen den Wassermassen zum Opfer. Die Cäcilienflut änderte auch die Landschaftsstruktur sowie die Besiedlung entlang der Elbe. Die Elbinsel Hahnöfersand wurde vom Festland abgetrennt, dabei versank das Dorf Zesterfleth in den Fluten.

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Hurrikan-Saison endet bald

Die Hurrikan-Saison dauert normalerweise von etwa Anfang Juni bis Ende November. Die meisten Tropenstürme treten in den Monaten August bis Oktober auf. Der September ist dabei auf der Nordhalbkugel in der Regel der Hauptmonat für tropische Wirbelstürme. Aktuell wird im Nordatlantik kein Sturm beobachtet. Insgesamt gab es in der atlantischen Saison 2018 bislang 15 Stürme, von denen sich acht zu Hurrikans entwickelten. Zwei davon (Florence und Michael) erreichten die zweithöchste der fünf Kategorien auf der Saffir-Simpson-Skala.

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Sehr warme und sonnige erste Novemberhälfte in Deutschland!

Die ersten 15 Novembertage brachten in Deutschland ungewöhnlich milde Temperaturen. Örtlich wurden sogar neue Temperaturrekorde für November oder die erste Novemberhälfte erreicht. Erst in den letzten Tagen wurde es spürbar kälter, und die Temperaturen gingen auf normale November-Temperaturen zurück. Außerdem war es auch wieder deutlich zu trocken. In vielen Regionen gabe es bisher weniger als 10, örtlich sogar weniger als 5 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Nur von der Eifel bis ins Saarland war es deutlich nasser. Ungewöhnlich sonnig war der Start in den November. So wurde zum Beispiel in Frankfurt, Hannover, Düsseldorf und Saarbrücken der langjährige November-Mittelwert für die Sonnenscheindauer bereits jetzt überschritten.

Wetterwerte deutscher Wetterstationen im November 2018

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Zweite Elisabethenflut im Jahr 1421

In der Nacht vom 18. auf den 19. November 1421 brachen bei einer schweren Sturmflut (der sogenannten 2. Elisabethenflut) im Bereich der heutigen Niederlande die schlecht gewarteten Deiche in Zeeland und Holland. Über 70 Dörfer wurden überflutet. Die Zahl der ums Leben gekommen Menschen wurde auf 2000 bis 10000 geschätzt. Die Flut führte zur Trennung der Städte Dordrecht und Geertruidenberg. Desweiteren bildete sich in den nicht mehr trockengelegten Gebieten das "de Biesbosch" (seit 1994 Nationalpark) und das "Hollands Diep".

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Erklärung: Nebel / Hochnebel

Nebel ist eine dem Boden aufliegende Wolke aus kleinen Wassertröpfchen, in der die Sichtweite unter einem Kilometer liegt. Nebel entsteht durch Abkühlung der Luft bis zu ihrer Sättigung mit Wasserdampf. Da der stärkste Temperaturrückgang am Abend unmittelbar über dem Erdboden einsetzt, setzt dann bei klarem Himmel meist die Nebelbildung ein. Beim Hochnebel handelt es sich um eine gleichmäßige Wolkenschicht, einem Nebel entsprechend, der nicht am Boden liegt. Er bildet sich durch Kondensation innerhalb hoher Dunstschichten oder aus aufgestiegenem Bodennebel. Aus Hochnebel kann gelegentlich leichter Niederschlag (z. B. Sprühregen) fallen.

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Allmählich immer kälter

Die nächsten Tage weht immer kältere Luft heran. Dabei ist es zunächst meist noch freundlich oder neblig-trüb und trocken. Im Laufe des Sonntags wird es dann von Nordosten schon wolkiger und die Wahrscheinlichkeit für etwas Regen und Schnee steigt an. Zum Montag kann es dann gebietsweise Schnee- und Regenschauer bei weiter zurückgehenden Temperaturen geben. Dienstag und Mittwoch könnte es dann verbreitet bewölkt sein und es schneit oder regnet ein wenig. Die Höchstwerte liegen dann in Deutschland nur noch zwischen 0 und 5 Grad. Sollte der Trend anhalten wird es die folgenden Tage noch kälter werden.

Beispielhaft das Wetter und der Temperaturverlauf von Berlin in den kommenden Tagen.

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Waldbrände in Kalifornien - Santa Ana Wind

Zurzeit wüten in Kalifornien in der Umgebung von Los Angeles noch immer verheerende Waldbrände, die auch auf bewohnte Gegenden übergegriffen haben. Um die 50 Menschen verloren bereits ihr Leben. Durch die hohe Anzahl an Vermissten werden weitere Opfer befürchtet. Tausende Wohngebäude wurden zerstört. Mehr als 130.000 Hektar Land sind bereits abgebrannt. Grund für das schnelle Ausbreiten der Flammen ist der so genannte Santa Ana Wind. Er ist ein trockener und warmer Nordostwind aus den Rocky Mountains, der jedes Jahr im Spätherbst und Winter die Waldbrandgefahr in Kalifornien stark ansteigen lässt. Auf dem Weg durch Wüstengebiete zum Pazifik erwärmt sich die Luft stark und trocknet dabei aus. Die Kombination aus Wind, Trockenheit und Hitze bietet für Waldbrände optimale Bedingungen.

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Todestag von J. Aitken

Am 14.11.1919 starb der britische Physiker und Meteorologe John Aitken. Während seiner Forschungszeit machte er zahlreiche Entdeckungen im Bereich der Meteorologie. So konnte er u.a. als erster den Einfluss kleinster fester Teilchen (Kondensationskerne) bei der Bildung von Niederschlag beschreiben. Für seine Forschungen entwickelte er auch eine Nebelkammer, die heute seinen Namen trägt.

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Vor 46 Jahren: Orkan "Quimburga" trifft West- und Mitteleuropa

Am 13. November 1972 zog der Orkan "Quimburga" über West- und Mitteleuropa. Vor allem Großbritannien, Belgien, die Niederlande und der Norden Deutschlands wurden schwer getroffen. Auf dem Brocken gab es Spitzenböen von 245 km/h. In Deutschland betrug der Sachschaden damals über 1,3 Mrd. DM (legt man die heutige Kaufkraft zugrunde wären es ca. 2,8 Mrd. €). 73 Tote waren zu beklagen. Das Unwetter geschah zu einer Zeit, in der die Informationstechnik und die Methodik der Wettervorhersage noch am Anfang ihrer Entwicklung standen. Eingetretene Wetterverschlechterungen konnten erst spät erkannt werden. Eine rechtzeitige Warnung der Bevölkerung konnte kaum noch durchgeführt werden.

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Zyklon in Ostpakistan 1970

Am 12.11.1970 traf ein starker Zyklon im Osten Pakistans (heute Bangladesch) und Westbengalen auf Land und richtete verheerende Schäden an. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h und hohen Regenmengen erreichte der Zyklon die Küste und kostete Schätzungen zufolge 300.000 bis 500.000 Menschen das Leben. Die meisten kamen aufgrund der durch den Zyklon ausgelösten Sturmflut ums Leben, die mit bis zu 10 Meter Höhe weite Bereiche der Inseln im Ganges-Delta überflutete.

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Karneval startet wechselhaft und windig

In vielen Regionen Deutschlands beginnt heute die Karnevalssaison 2018/19. Beim närrischen Treiben in den Karnevalshochburgen am Rhein und seinen Nebenflüssen zieht man bei einigen Regenschauern besser wasserfeste Kostüme an. Auch kurze, lokale Gewitter kann es geben. Warm Schunkeln ist dagegen kaum nötig: Die Temperaturen steigen am Nachmittag im Westen und Südwesten auf 14 bis 17, im Breisgau bis 19 Grad. Der in Böen starke Süd- bis Südwestwind bringt im Nordwesten allerdings bis ins Flachland Sturmböen um 70 km/h, auf den Höhen bis zu 90 km/h. Auch am Montag bleibt es für die Jahreszeit deutlich zu mild, die neue Woche startet ebenfalls wechselhaft und windig.

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Todestag David Atlas

Am 10.11.2015 starb der US-amerikanische Meteorologe David Atlas. Er forschte unter anderem auf dem Gebiet des Wetterradars. Das erste Mal kam er im 2. Weltkrieg noch mit der in den Kinderschuhen steckenden Radartechnik in Berührung. Auch nach dem Krieg forschte er bei der US Air Force auf diesem Gebiet und beschäftigte sich auch mit verschiedenen Themen der Meteorologie. Seine Experimente und die Arbeiten seiner Forschungsgruppe führten schließlich zum dem heutigen im Einsatz befindlichen Wetterradar NEXRAD in den USA.

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Vor 105 Jahren: Great Lakes Storm

Vom 7. bis 9. November 1913 wurde der Mittlere Westen der USA von einem schweren Schneesturm heimgesucht. Der Blizzard, der später die Bezeichnung "Great Lakes Storm" erhielt, zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 km/h über die Großen Seen und erreichte am 9. November sein Maximum. Dabei türmten sich Wellen mit mehr als 11 Metern Höhe auf, die zahlreiche Schiffe zum Kentern brachten. Auch Sichtbehinderungen durch starke Schneeböen beeinträchtigten die Seefahrt und sorgten dafür, dass Schiffe auf Grund liefen. Mehr als 250 Menschen verloren ihr Leben. In Folge des Sturms wurden Sturm-Vorhersagen, die Reaktionszeit auf Wetter-Meldungen sowie die Konstruktionsweise von Seeschiffen verbessert.

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Geburtstag des Meteorologen Edmond Halley

Am 8. November 1656 wurde in England der spätere Astronom, Geophysiker und Meteorologe Edmond Halley geboren. Er studierte in Oxford Mathematik und Astronomie. Berühmt wurde er vor allem durch die Beobachtung und Berechnung von Kometenbahnen. Er beschäftigte sich aber auch mit dem Auftreten des Monsuns und der Passatwinde. Ferner legte er die Grundlagen zur Aufstellung der Barometrischen Höhenformel. Diese beschreibt die Abhängigkeit des Luftdrucks von der Höhe.

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Europäischer Wettersatellit Metop-C erfolgreich ins All geschickt

In der vergangenen Nacht startete an Bord einer Sojus-Rakete mit Metop-C ein weiterer Satellit des europäischen Metop-Programms ins All. Er komplettiert ein Trio hochmoderner Wettersatelliten, die auf einer polaren Umlaufbahn um die Erde kreisen. Der erste von ihnen wurde bereits im Jahr 2006 ins All geschickt. Mit einer Umlaufdauer von 101 Minuten kreisen sie täglich 14 Mal um die Erde und decken dabei jeden Punkt zweimal pro Tag ab. Insgesamt 9 Messinstrumente sind an Bord von Metop-C untergebracht. Sie messen Grundgrößen wie Temperatur, Feuchte und Wind, aber untersuchen auch die Eigenschaften von Wolken, den Bodenwassergehalt, die Luftqualität und den Ozongehalt der Atmosphäre. Mit den Messwerten sollen kurzfristige wie auch längerfristige Wettervorhersagen verbessert werden.

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Einsturz der Tacoma-Narrows-Brücke am 7.11.1940

Am 7.11.1940 wurde es im Bereich der "Tacoma-Narrows-Brücke" über einem Seitenarm des Puget Sounds im US-Bundesstaat Washington immer windiger. Der starke bis stürmische, quer zur Brücke wehende Wind regte die Hängebrücke zu immer größeren Schwingungen an. Nach ungefähr einer 3/4-Stunde rissen die Seile, und die Fahrbahn stürzte mit einem verlassenen Auto in den Fluss. Es dauerte anschließend noch einige Jahre mit zahlreichen Windkanalversuchen und Berechnungen, um die komplizierte Dynamik zu verstehen und um weitere Einstürze zu verhindern. Bis dahin wurde versucht durch Nachrüstung von Windabweisern und zusätzlichen Trägern an ähnlichen Brücken plötzlichen Schwingungen entgegen zu wirken.

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Geburtstag von Leopoldo de Medici

Am 6.11.1617 wurde in Florenz Leopoldo de Medici geboren. Er war ein italienischer Kardinal, und war sehr an Wissenschaften interessiert und gründete zusammen mit seinem Bruder die Accademia del Cimento. Sie befasste sich unter anderen mit der experimentellen Physik (wie z.B. auch mit Barometern, Hygromtern oder Thermometern). Die Mitglieder der Akademie waren häufig Schüler, Anhänger und Bewunderer von Galileo Galilei. Es wurden auch Veröffentlichungen zu verschiedenen Experimenten gemacht (den sogenannten "Saggi"): Z.B. gab es in verschiedenen Gruppen eingeteilt Schriften zur Luftdruckmessung, zur künstlichen und natürlichen Kühlung sowie der Einfluss von Hitze auf unterschiedliche Stoffe. Sie hatte noch weit nach ihrer Veröffentlichung im Jahre 1667 Auswirkung auf die wissenschaftliche Forschung in den Naturwissenschaften.

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2018 bislang Rekordjahr in Deutschland

Laut Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war es in Deutschland im Zeitraum Januar bis Oktober seit Messbeginn 1881 noch nie so warm wie in diesem Jahr. Die gemittelte Temperatur lag bei 11,6 Grad und damit 2,2 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Nur die Monate Februar und März fielen kühler aus. Zudem war es bislang das vierttrockenste Jahr. Lediglich im Januar lagen die Niederschlagsmengen über dem langjährigen Mittel. Die Sonnenscheindauer war im Gesamtzeitraum ebenfalls noch nie so hoch wie in diesem Jahr. Dabei reichen die Auswertungen bis zum Jahr 1951 zurück.

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Überschwemmung Florenz 1966

Am 4.11.1966 trat der Arno über die Ufer und verursachte die größte Hochwasserkatastrophe, die jemals Florenz getroffen hatte. Es soll angeblich auch das schlimmste Hochwasser in der italienischen Geschichte gewesen sein. Die Schlamm- und Wassermassen beschädigten zahlreiche Kunstschätze, welche zu einem großen Teil aus der Zeit der Renaissance stammten.

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Start von Meteosat-1 im Jahr 1977

Im November 1977 startete der erste europäische Wettersatellit Meteosat-1. Er wurde auf der geostationären Position von 0 Grad geographischer Länge über dem Äquator im Abstand von ca. 36.000 km zur Erde positioniert. Er lieferte Wetterbeobachtungen für Europa, Afrika und den östlichen Atlantik. Aktuell steht an der gleichen Position Meteosat-10, der bereits zur zweiten Generation der Meteosat-Satelliten gehört. Die neueste Meteosat-Satellitengeneration liefert alle 15 Minuten neue Bilder der Erde in verschiedenen Spektralbereichen. Außerdem sind an Wettersatelliten aus Europa zurzeit noch Meteosat-9 auf 9,5 Grad Ost (zusätzliche zeitlich hochaufgelöste Bilder von Europa und Nordatlantik) und Meteosat-8 auf 41,5 Grad Ost (über dem Indischen Ozean) im Orbit. Meteosat-11 befindet sich seit Mitte 2015 in einem Ruhe-Orbit und kommt bei Ausfall einer der vorhandenen Satelliten zum Einsatz.

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Sturm Thelma verwüstet 1991 die Philippinen

Anfang November 1991 zog der tropische Sturm THELMA, der sich Ende Oktober bei den Karolinen entwickelt hatte, über die Philippinen nach Vietnam, wo er sich nach dem 8. November schließlich auflöste. Auf den Philippinen forderte der Sturm neben erheblichen Sachschäden ungefähr 7000 Menschenleben. Der Name THELMA wird wegen der hohen Zahl der Toten und der starken Zerstörungen bei Taifunen und Stürmen in Asien nicht mehr verwendet.

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Wetter im November

Nach alter römischer Zählung war der November ursprünglich der neunte Monat (novem). Erst 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn um zwei Monate nach vorne geschoben, sodass der November seitdem der 11. Monat des Jahres ist. Die Wettersituation im November wird maßgeblich von zwei Faktoren bestimmt. Das noch warme Wasser der Ozeane bringt uns bei Winden aus westlichen Richtungen milde Luft nach Deutschland. Der Kontinent kühlt dagegen zunehmend aus, sodass es bei Winden aus Nord und Ost schon empfindlich kalt werden kann.

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