Nachrichten rund ums Wetter

Oktober 2018 in Deutschland meist sehr sonnig und zu warm

Mit dem heutigen Tage geht in Deutschland ein warmer und meist sonnenscheinreicher Oktober zu Ende. An fast allen Messstationen wurden zu warme Monatsmittelwerte gemessen. Dazu schien auch häufig die Sonne und bescherte uns viele goldene Oktobertage, teilweise sogar spätsommerliches Wetter. Die Regenmengen fielen wie in den Vormonaten vielerorts zu gering aus, sodass sich die Lage für die Binnenschifffahrt weiter zuspitzte. Kalt wurde es erst am Ende des Monats. Dann gingen auf den Bergen auch die ersten Schneefälle nieder.

Rückblick auf den Oktober 2018

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Starkniederschläge treffen die Alpensüdseite

Auf der Südseite der Alpen sorgen zurzeit Starkniederschläge für Überschwemmungen und Murenabgänge. Besonders betroffen sind der Süden Österreichs, die Südschweiz und Norditalien. In Österreich wurde in Kötschach-Mauthen (Kärnten) am 27. und 28. Oktober eine 48-stündige Niederschlagssumme von 283 mm pro Quadratmeter gemessen. Durch einen Murenabgang musste die viel befahrene Brenner-Autobahn gesperrt werden. Zahlreichen Regionen drohen Hochwasser und Murenabgänge. Die Situation bleibt durch weitere Regenfälle angespannt.

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Marambio-Forschungsstation in der Antarktis

Am 29. Oktober 1969 wurde die argentinische Marambio-Station in der Antarktis gegründet. Sie liegt auf Seymour Island im Weddell-Meer. Schwerpunkte der Forschung auf der Station sind die Untersuchung der kosmischen Strahlung, die Gletscherkunde, die Meteorologie und die Überwachung der Ozonschicht.

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Cleveland Abbe - erste Wettervorhersagen in den USA

Am 28. Oktober 1916 starb Cleveland Abbe. Im Jahre 1869 veröffentlichte er in Cincinnati die ersten Wettervorhersagen in den USA. Als 1870 der US-Kongress den amerikanischen Wetterdienst aus der Taufe hebt, wird ihm eine leitende Stellung dort angeboten, da er bis zu diesem Zeitpunkt der einzige in den USA war, der bereits Erfahrungen auf dem Gebiet der Erstellung von Wetterkarten hatte. Von ihm wird gesagt, er sei der erste Meteorologe und der eigentliche Vater des US Weather Bureaus gewesen.

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Winter auf der Nordhalbkugel auf dem Vormarsch

Während es bei uns an diesem Wochenende zumindest in den höheren Lagen den ersten Schnee gibt, häufig aber auch noch Temperaturen um 10 Grad erreicht werden, wird es im Norden Russlands und auch im Norden Kanadas immer winterlicher. So liegen in Sibirien schon gebietsweise mehr als 20 cm Schnee. Auch im äußersten Norden Kanadas hat sich bereits vielerorts eine Schneedecke gebildet.

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Super-Taifun "Yutu" über dem Westpazifik

Über dem Westpazifik hat sich binnen weniger Tage einer der stärksten Wirbelstürme der Saison 2018 gebildet. Super Taifun "Yutu" wurde am 21. Oktober zum ersten Mal als tropische Störung registriert. Am 23. Oktober wurde er zu einem Kategorie-1-Sturm heraufgestuft, und nur 30 Stunden später galt er als Wirbelsturm der 5. und damit höchsten Stufe auf der Saffir-Simpson-Skala. "Yutu" zog am Mittwoch über die Nördlichen Marianen hinweg. Dabei brachte er Windgeschwindigkeiten um 290 km/h und Böen um 350 km/h, dazu kräftigen Regen und hohe Wellen. In den nächsten Tagen wird er sich weiter in Richtung Nordwesten fortbewegen und könnte eine Gefahr für Taiwan und Japan darstellen.

Satellitenbild des Super-Taifuns "Yutu" (Quelle: NASA)

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Kommendes Wochenend kalt und nass - Zeit für Winterreifen

Winterreifen schon auf das Auto montiert? Noch nicht? Dann wird es langsam Zeit. Denn Ende dieser Woche wird es durch Zuströmen von Polarluft deutlich kälter. In den höheren Lagen der Mittelgebirge und in den Alpen kann der erste Schnee fallen. In dem tieferen Lagen wird es zwar erst einmal noch nicht für Schnee reichen, aber auch dort wird es nasskalt mit Höchsttemperaturen unter 10 Grad. Auch empfindliche Blumen wie Hibiskus oder Bougainvillea sollten bald an sichere Plätze gebracht werden. Richtig kalt ist es bereits im Norden Skandinaviens geworden. Bei Nachtfrösten bis unter minus 10 Grad bleibt es dort auch tagsüber schon gebietsweise frostig.

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September 2018 viertwärmster September seit Messbeginn 1880

Die gemittelte Temperatur über alle Land- und Meeresflächen betrug 15,78 Grad und lag 0,78 Grad über dem Klimamittel des 20. Jahrhunderts. Somit teilt sich der diesjährige September den vierten Platz mit dem September 2017. Damit waren die Septembermonate der letzten fünf Jahre auch die fünftwärmsten seit Messbeginn 1880. Den wärmsten September gab es im Jahr 2015 mit einem Temperaturplus von 0,93 Grad. Der September 2018 war der 42. September und der 405. Monat in Folge, der zu warm ausfiel. In Europa wurden die höchsten Septembertemperaturen seit kontinentalem Messbeginn 1910 registriert. Sie lagen mit einem Plus von 2,02 Grad zum ersten Mal über 2 Grad. In Südamerika wurde der zweitwärmste September verzeichnet. Nordamerika maß hingegen das geringste Plus der letzten zehn Jahre. Betrachtet man den gesamten Zeitraum Januar bis September so war es in Europa noch nie wärmer. Mit einem Plus von 1,86 Grad wurde der Rekord aus dem Jahr 2014 um 0,13 übertroffen.

Klima-Highlights im September 2018

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Hurrikan "Willa" auf dem Weg nach Mexiko

Im Laufe des Abends und in der Nacht wird Hurrikan "Willa" die Pazifikküste Mexikos erreichen. Erst vor drei Tagen hat sich der Wirbelsturm gebildet und seitdem fortwährend und sehr schnell intensiviert. Mit mittleren Windgeschwindigkeiten über 250 km/h und Böen deutlich darüber gehört er zu den stärksten Hurrikans der aktuellen Saison. Vor allem an der Küste, aber auch landeinwärts muss mit massiven Schäden durch Sturm, hohe Wellen und starken Regen gerechnet werden.

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Hurrikan Mitch im Oktober 1998

Ende Oktober 1998 entwickelte sich über der Karibik der für diese Jahreszeit ungewöhnlich starke Hurrikan MITCH. Er zog über Honduras und Nicaragua hinweg und sorgte dort für verheerende Schäden und mehr als 9000 Tote. Damit war MITCH einer der tödlichsten Hurrikans der Geschichte. Die größten Schäden entstanden aber nicht etwa durch den starken Orkan, sondern die extremen Regengüsse. So fiel in manchen Regionen von Honduras mehr als 500 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden, so viel wie bei uns in Deutschland mancherorts innerhalb eines Jahres.

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Warum ist es trotz Hochdruckeinfluss teilweise trüb?

Kommt es im Herbst zu Hochdruckwetterlagen kann nicht immer mit Sonnenschein gerechnet werden. Es kommt dagegen vor, dass der Himmel den halben oder auch ganzen Tag über bedeckt bleibt. Die Sonne schimmert dann nur selten durch die Nebeldecke. Aber wie entsteht eigentlich Hochnebel? Der Grund ist eine sogenannte Inversion. Vor allem im Herbst hat die Sonne nicht mehr genug Kraft, bodennahe Luftschichten zu erwärmen bzw. für eine Durchmischung der verschiedenen Luftschichten zu sorgen. Gleichzeitig kühlt sich die Luft aber bei wolkenlosem Himmel in der Nacht schon deutlich ab. So sammelt sich vor allem in den Niederungen kalte Luft an. Strömt nun in höheren Luftschichten milde Luft heran, wirkt sie wie ein Deckel über der kalten Luft am Boden. Dabei entsteht eine Wolkendecke, und gelegentlich fällt auch Nieselregen oder Schneegriesel. Über dem Hochnebel scheint die Sonne, und dort ist es dann auch deutlich wärmer als unten am Boden.

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Sonnige erste Oktoberhälfte

Der Oktober 2018 fiel bisher sehr sonnig aus. Fast überall in Deutschland konnte man überdurchschnittlich viele Sonnenstunden genießen. An vielen Stationen wurde das Monatssoll für den Sonnenschein sogar schon erfüllt, teilweise sogar mehr oder weniger deutlich überschritten. Die Niederschlagssummen sind durchweg gering. An vielen Orten sind bislang kaum 10 Prozent der durchschnittlichen Menge gefallen, vor allem im Norden gab es etwas mehr Niederschlag, aber auch dort liegen die Mengen deutlich unter der Hälfte des Monatssolls. Die Temperaturen liegen derzeit noch 2 bis 4 Grad über dem Durchschnitt des Gesamtmonats.

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Aktuell Rekordniedrigwasser der Flüsse

Die anhaltende Trockenheit führt an einigen Flüssen, wie z.B. am Rhein zu Rekord-Niedrigwerten der Pegel. So wurde in Worms der bisherige negativ Rekord mit 13 cm am Dienstagnachmittag dieser Woche erreicht (bisher bei gut 15 cm). Auch in Kaub, Rees und Emmerich sind die Negativrekorde des Sommers 2003 gefallen. Inzwischen haben sich die Pegel zum Teil minimal erholt. Da es aber nicht regnet könnten diese in den kommenden Tagen weiter fallen und Rekorde gebrochen werden. Große Probleme hat die Schifffahrt, so können Frachtschiffe nur noch die Hälfte oder ein Drittel ihrer Fracht laden. Die Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrt (KD) musste ihren Linienverkehr zwischen Köln und Mainz am 15.10. einstellen. Auch einige Kreuzfahrt- und Ausflugsschiffe mussten teilweise ihre Fahrten ausfallen lassen bzw. einschränken. Flüsse mit Staustufen sind nicht so extrem betroffen.

https://www.wetterkontor.de/de/pegel/pegelstand-details/worms/

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Mitte Oktober 2005: Hurrikan "Wilma" wütet in der Karibik

Vor 13 Jahren wütete der Hurrikan "Wilma" in der Karibik. Mitte Oktober 2005 entstand "Wilma" südwestlich von Jamaika und erreichte schnell die höchste Kategorie 5 der Saffir-Simpson-Skala mit mittleren Windgeschwindigkeiten um 295 km/h. Sehr langsam zog der Hurrikan Richtung Mexiko, und lud insbesondere auf der Halbinsel Yucatan gewaltige Regenmengen ab. Am 24. Oktober 2005 erreichte "Wilma" schließlich Florida und sorgte auch dort noch für große Schäden und auch einige Todesopfer. Hurrikan "Wilma" war mit einem Kerndruck von 882 hPa der intensivste atlantische Hurrikan seit Beginn der Messaufzeichnungen 1851. Der angerichtete Schaden lag bei fast 29 Milliarden US-Dollar.

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Optische Erscheinungen – Morgenrot und Abendrot

Die optischen Wettererscheinungen gehören auch im Oktober mit zu den eindrucksvollsten Erscheinungen in unserer Atmosphäre. Himmelsfärbungen wie das Abend- oder das Morgenrot entstehen dabei durch die Streuung des Sonnenlichts in der Atmosphäre. Zur Mittagszeit, wenn das Sonnenlicht einen relativ kurzen Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegt, wird nur ein geringer Teil des kurzwelligen Spektrums des Lichtes (blau, grün) gestreut und der Himmel erscheint blau. In den Morgen- und Abendstunden, wenn die Sonne tief steht, durchläuft das Sonnenlicht dagegen einen viel längeren Weg durch die Atmosphäre. Da der kurzwellige Wellenlängenbereich stärker durch Streuung an Luftmolekülen, Wasserdampf und Staubteilchen herausgefiltert wird, bleibt zuletzt nur noch der rote, langwellige Anteil übrig. Im Herbst, wenn die Luft in den Morgen- und Abendstunden relativ feucht ist, können so intensive Rottöne am Himmel zu sehen sein. Kann man denn nun von einem Abendrot oder Morgenrot auf das kommende Wetter schließen? Leider nicht ganz so einfach. Aber ein Abendrot ist doch häufiger ein Zeichen für freundliches Wetter am kommenden Tag, aber eben doch nicht in jedem Falle. Auch etliche Bauernregeln beschäftigen sich mit dem Thema Abendrot und Morgenrot, wie zum Beispiel: "Der Morgen grau, der Abend rot, ist ein guter Wetterbot." oder "Abendrot, Schönwetterbot." - Morgenrot, schlecht Wetter droht."

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Der Große Hurrikan von 1780

Vom 10. bis 16. Oktober 1780 zog ein gewaltiger Hurrikan über die Inseln Martinique, St. Eustatius und Barbados hinweg. Dabei verloren über 22.000 Menschen ihr Leben. Hinzu kamen noch ungezählte Seeleute. Der Hurrikan traf die Karibik in der Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges, so dass sich unter den gesunkenen Schiffen zahlreiche Kriegschiffe befanden. Dieser bisher tödlichste Hurrikan ging unter dem Namen „Großer Hurrikan von 1780“ oder auch „Hurricane San Calixto II." in die Geschichte ein.

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Geburtstag von Evangelista Torricelli

Am 15.10.1608 wurde Evangelista Torricelli, einer der berühmtesten Physiker und Mathematiker des Barocks, geboren. Torricelli war Nachfolger Galileo Galileis am Hofe des Großherzogs der Toskana und nahm dort die Versuche seines Vorgängers wieder auf. Torricelli war der erste, der das Funktionsprinzip erklärte, warum aus einer senkrechten mit Quecksilber gefüllten, oben geschlossenen und luftleeren Glasröhre kein Quecksilber ausläuft, wenn das untere offene Ende in ein Becken mit Quecksilber gehalten wird. Auch stellte er fest, dass je nach Wetterlage die Höhe der Quecksilbersäule variiert. Damit gilt Torricelli als Erfinder des Quecksilberbarometers.

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Temperaturrekorde - auch der Sonntag oft sommerlich

Neue Spitzenwerte machen derzeit Schlagzeilen: Am Freitag (12.10.2018) stieg das Quecksilber in einigen Regionen über die 25-Grad-Marke. Spitzenreiter waren auf Platz 2 und 3 Wusterwitz (Lkr. Potsdam-Mittelmark) und Lahr in der Ortenau mit 27,7 °C und auf Platz 1 Emmendingen im Breisgau mit 28,1 °C.Auch der Sonntag bringt dem Nordwesten, dem Westen und Südwesten häufig sommerliche Höchsttemperaturen um oder knapp über 25 Grad. Und auch im Osten sind vielerorts 24, stellenweise bis zu 25 Grad drin. Hier bleibt es dabei auch am sonnigsten, über die Westhälfte ziehen einige Wolken. Es bleibt aber weitgehend trocken.

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Hurrikans Leslie und Michael ziehen am Wochenende nach Europa

Die ehemaligen Hurrikans Leslie und Michael nähern sich am Wochenende Europa. So soll Leslie nach den aktuellen Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA Richtung Madeira oder zu den Kanaren ziehen. Die Vorhersage sind allerdings noch unsicher. Leslie schwächt sich dabei zwar langsam ab, könnte aber dort für extrem starken Regen und Sturm sorgen. Die Reste von Hurrikan Michael erreichen dann als normales Sturmtief voraussichtlich am Montag die Biskaya.

Satellitenbild Nordatlantik

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Vor 39 Jahren: Niedrigster je gemessener Luftdruck

Vor 39 Jahren, am 12. Oktober 1979 wurde etwa 840 Kilometer westlich von Guam der niedrigste weltweit je gemessene Luftdruck registriert. Er wurde im Auge des Taifuns „Tip“ gemessen und betrug nur 870 hPa. Normale Tiefdruckgebiete in unseren Breiten haben meist einen Luftdruck zwischen 990 und 1000 hPa. In Orkantiefs kann er auch darunter liegen. Der Rekord des niedrigsten Luftdrucks in Deutschland liegt übrigens bei 954,4 hPa.

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Der Oktober startet in Deutschland golden mit viel Sonnenschein, trocken und warm

Nach sechs zum Teil deutlich zu warmen Monaten in Deutschland nacheinander begann auch der Oktober mit überdurchschnittlich warmen Temperaturen, sehr trocken und mit viel Sonnenschein. Auch in den kommenden Tagen sorgt Hoch Viktor bei uns für ruhiges und nachmittags auch warmes Herbstwetter. Erst in der kommenden Woche deutet sich eine Abkühlung an.

Wetterwerte Oktober an deutschen Wetterstationen

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Schwere Unwetter gestern Abend auf Mallorca

Schwere Unwetter gab es gestern am 9. Oktober auf Mallorca, betroffen war dabei der Osten der Insel. Während es in der Hauptstadt in Palma aber nur wenig regnete, fiel im Osten der Insel (vor allem in der Region um Arta) bis zu 230 Liter Regen pro Quadratmeter in 12 Stunden (diese Niederschlagsmenge entspricht etwa einem Drittel des Jahresniederschlags von Berlin).

Wettermeldungen des spanischen Wetterdienstes

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Hurrikan "Michael" im Golf von Mexiko

Noch immer sind die Folgen von Hurrikan "Florence" an der Ostküste zu sehen, nun muss sich die USA vor einem weiteren Wirbelsturm wappnen. Im Laufe des heutigen Tages soll Hurrikan "Michael" als Sturm der Kategorie 3 von 5 die nördliche Golfküste Floridas erreichen. Dabei muss mit Starkregen, einer Sturmflut und mit Windgeschwindigkeiten über 180 km/h gerechnet werden. In zahlreichen Küstenbezirken wurde vorsorglich der Notstand ausgerufen, teilweise wurden Anwohner aufgefordert sich ins Landesinnere in Sicherheit zu bringen.

Aktueller Satellitenfilm Golf von Mexiko

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Überschwemmungen auf Madeira am 9.10.1803

Nachdem es einige Tage fast ohne Unterbrechung auf Madeira geregnet hatte, kam es auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira am 9. Oktober 1803 zu schweren Überschwemmungen. Dabei waren 600 Menschenleben zu beklagen. Die Hauptstadt Funchal wurde fast vollständig zerstört. Anschließend folgte die Befestigung und Begradigung der dortigen Flussläufe. Im Februar 2010 wurde die Stadt nach kräftgien Regengüssen aber enrneut überflutet.

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Unwetterzeit am Mittelmeer!

Ein Wetterphänomen, dass nicht nur an der Costa Blanca bekannt ist, geht einher mit sintflutartigen Regenfällen, die innerhalb kürzester Zeit auftreten. Der Himmel öffnet seine Schleusen und der Regen fällt Literweise auf die Erde herab. Bekannt ist das Phänomen an der Costa Blanca unter dem Namen Gota fría, kalter Tropen. Es tritt vor allem im Herbst, aber auch im Spätsommer auf. Dann verwandeln sich ausgetrocknete Flussläufe in reißende Bäche, ein Umstand, der schon dem ein oder anderen Autofahrer oder Camper zum Verhängnis geworden ist. Begünstigt wird das Wetterphänomen durch die noch hohen Wassertemperaturen des Mittelmeers, aus der es seine Energie zieht. In den kommenden Tagen sind vor allem an der spanischen Ostküste und auf den Balearen kräftige Regengüsse und Gewitter zu erwarten.

Vorhersage für Spanien

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Markusflut von 1756

Am 7. Oktober 1756 verursacht die Markusflut von der Nordsee her an der Elbe großen Schaden. Unzählige Deiche brechen (darunter der Hamburger Stadtdeich und die Deiche in Billwerder, Finkenwerder und Wilhelmsburg). Ungefähr 600 Tote sind iim Bereich der Elbe zu beklagen.

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Goldenes Oktoberwetter - Neue Temperaturrekorde?

Heute erwartet uns ein weiteres Mal goldenes Oktoberwetter. Nach Auflösung einzelne Nebel- oder Hochnebelfelder scheint häufig die Sonne, und nur harmlose Wolkenfelder ziehen vorüber. Lediglich im äußersten Nordwesten werden die Wolken am Abend dichter, und es kann etwas Regen fallen. Bei viel Sonnenschein klettern vor allem in den Niederungen im Westen und Südwesten die Temperaturen teilweise wieder über 25 Grad und bescheren uns nach meteorologischer Definition einen Sommertag im Oktober. Dabei können örtlich auch neue Temperaturrekorde aufgestellt werden. In Köln beispielsweise stammt der bisherige Oktoberrekord vom 1. Oktober 2011 und beträgt 26,6 Grad, in Saarbrücken vom 3. Oktober 1985 mit 25,7 Grad und in Trier vom 2. Oktober 2011 mit 27,5 Grad.

Temperaturrekorde in Deutschland

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Vor einem Jahr: Sturmtief "Xavier" fegt über Norddeutschland hinweg

Heute vor einem Jahr zog Sturmtief „Xavier“ von der Nordsee sehr schnell über den Norden Deutschlands hinweg bis nach Polen. Die stärksten Windböen gab es dabei im Norden und Osten Deutschlands sowie auf den Bergen. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde mit 177 km/h vom Brocken im Harz gemeldet. Aber auch in den Niederungen wurden an vielen Stationen im Norden und Osten Böen über 100 km/h gemessen. Örtlich, wie in Berlin, auch Orkanböen über 120 km/h. In der Folge kam es häufig zu Windbruch bei den noch stark belaubten Bäumen. Die Bahn musste auf vielen Strecken den Verkehr komplett einstellen. Flughäfen waren zeitweise gesperrt. Sturm „Xavier“ kostete insgesamt neun Menschen das Leben. Sieben davon starben in Deutschland.

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Regenzeit am MIttelmeer beginnt wieder, Unwettergefahr steigt!

Nach den trockenen und heißen Sommermonaten beginnt am Mittelmeer nun wieder die Regenzeit. Vor allem im Herbst gibt es dort teilweise sehr kräftige Regengüsse und Gewitter, örtlich auch Unwetter. Die Wassertemperaturen liegen zurzeit am östlichen Mittelmeer noch zwischen 21 und 28, am westlichen Mittelmeer zwichen 21 und 25 Grad. So steht viel Feuchtigkeit und Energie für kräftigen Regen zur Verfügung. Zurzeit ist es vor allem in Süditalien, auf Sardinien, auf Sizilien, auf Malta und in Tunesien wechselhaft und nur mäßig warm. Während sich die Urlauber aber vielleicht ärgern werden, freuen sich die Einheimischen über den Regen, der dort dringend benötigt wird.

Aktuelle Vorhersage für Europa und einzelne europäische Länder

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Kommt ein "Goldener Oktober"?

Längere Phasen mit hohem Luftdruck sorgen bei dem sogenannten "Goldenen Oktober" für freundliches und tagsüber auch warmes Wetter. In den kommenden Tagen wandert ein kräftiges Hoch von West- nach Südosteuropa und sorgt für ruhiges und relativ stabiles Herbstwetter. Die Zahl der Sonnenstunden und die Temperaturen nehmen bei uns dann besonders über der Landesmitte und im Süden zu. Gleichzeitig aber zieht ein Tiefdruckgebiet über die Nordsee nach Nordeuropa. So besteht in Küstennähe noch eine erhöhte Regenwahrscheinlichkeit.

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Taifun TRAMI und KONG-REY

Während der Kategorie 2 Taifun TRAMI die letzten Tag über Japan hinweg zog, macht sich bereits der nächste Taifun auf den Weg in Richtung Japan. Er soll vorher (5.10) über die chinesische Westküste, dann auch über Südkorea und Südjapan (6.10) hinweg ziehen. Dabei wird er immer stärker. Gestern Abend hatte er die Kategorie 4 erreicht. Wie genau die Zugbahn aber aussehen wird und welche Regionen genau betroffen sein werden, wird sich in den nächsten Stunden dann erst aber zeigen.

Satellitenbild Ostasien (Animation)

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Wetterregeln im Oktober

Die alten Namen des Oktobers sind Gilbhart, Weinmond oder Kirchweih-Monat. Weinmond deshalb, weil der Wein im Oktober noch einmal die letzten Sonnenstrahlen tankt: "Oktober Sonnenschein, schüttet Zucker in den Wein." Der Oktober ist auf der Nordhalbkugel zudem einer der Hauptmonate für tropische Wirbelstürme. Viele Wetterregeln beschäftigen sich mit dem Wetter im Oktober. Insbesondere lässt sich aus dem Wetterverlauf im Oktober schon häufig auf das Wetter der nächsten Monate und des Winters schließen. Ein zu warmer und zu trockener Oktober führt zum Beispiel mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent zu einem strengen Januar und mit 70 Prozent zu einem kalten Februar. Ein kalter Oktober deutet dagegen eher auf einen zu milden Winter hin. "Warmer Oktober bringt führwahr, stets einen kalten Januar." oder "Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will." sind zwei passende Bauernregeln. Im Oktober werden die Tage in Deutschland von Monatsbeginn bis zum Monatsende um fast 2 Stunden kürzer.

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