Nachrichten rund ums Wetter

Rekordniedrigwasser am Rhein und seinen Nebenflüssen 2003

Ende September / Anfang Oktober 2003 sanken die Pegel am Rhein und seinen Nebenflüssen vielerorts auf neue Rekord-Tiefstmarken. Hauptursache war der trockene und heiße Jahrhundertsommer 2003 und ein ebenfalls deutlich zu trockener September. Die niedrigen Wasserstände führten bei den Binnenschiffern zu großen Umsatzeinbußen, da die Schiffe mit deutlich weniger Fracht beladen werden konnten. Den häufig vom Hochwasser heimgesuchten Rhein-Anwohnern bot sich dagegen ein seltenes aber gern gesehenes Schauspiel.

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Pollenflugsaison neigt sich dem Ende zu

Die Pollenallergiker wird es freuen: Die Pollenflugsaison neigt sich nun dem Ende. Zurzeit sind noch letzte Gräserpollen unterwegs. Alle anderen Pollenarten sind nur noch vereinzelt in schwachen Konzentrationen anzutreffen und können somit vernachlässigt werden. Die neuen Pollensaison startet dann mit den Haselpollen bei einem milden Winter eventuell schon im Januar 2018.

Informationen und Tipps zum Pollenflug

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Autofahren im Herbst

Der Herbst ist für Autofahrer wahrlich kein Vergnügen. Nasses Laub macht die Straßen rutschig, Nebelschwaden ziehen auf und verschlechtern die Sicht. Der erste Frost sorgt auch noch für Glätte! Zu schnelles Fahren und zu geringer Sicherheitsabstand sind beispielsweise die Ursachen für Unfälle im Nebel. Die Geschwindigkeit muss also immer der Sichtweite angepasst sein. Außerdem sollten man ausreichend Abstand halten und das Abblendlicht einschalten! Laub erhöht die Rutschgefahr, Motorradfahrer sind hier besonders gefährdet. Autofahrer und Biker sollten daher vor allem in Waldgebieten das Tempo reduzieren. Bei Temperaturen um 0 Grad wird es vor allem in Waldschneisen, auf Brücken und in Senken gefährlich. Hier kann überraschend gefährliche Glätte auftreten.

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Heute kalendarischer Herbstanfang 2017!

Heute um 22:02 mitteleuropäischer Sommerzeit ist auch aus kalendarischer Sicht Herbst. Die Sonne überquert zu diesem Zeitpunkt den Himmelsäquator südwärts. Auf der gesamten Erde dauert der Tag und die Nacht heute gleich lang, was wissenschaftlich als Äquinoktium beziehungsweise Tag-Nacht-Gleiche bezeichnet wird. Am Südpol geht die Sonne nun wieder auf, am Nordpol verschwindet die Sonne dagegen für die nächsten Monate. Aus Sicht der Meteorologen ist der Herbst schon länger da. Der meteorologische Herbstanfang wird aus statistischen Gründen stets auf den ersten September datiert und dauert bis zum 30. November. Die mögliche Sonnenscheindauer beträgt derzeit noch etwas mehr als 12 Stunden. Eigentlich sollten Tag und Nacht zum astronomischen Herbstanfang gleich lang sein. Bedingt durch den Effekt der sogenannten Refraktion, welche Objekte in Horizontnähe um etwa einen Sonnendurchmesser scheinbar anhebt, dauert der Tag am 22. September jedoch noch länger als 12 Stunden. Mitte Oktober beträgt die astronomisch mögliche Sonnenscheindauer dann nur noch 11, Ende Oktober sogar nur noch 10 Stunden. Trotzdem reicht die Kraft der Sonne bis Ende Oktober noch aus, um uns den einen oder anderen angenehm warmen Tag zu verschaffen.

Meteorologischer Herbst im WetterKontor-Wetterlexikon

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Auch Hurrikan Maria trifft Teile der Karibischen Inseln schwer!

Erst vor rund zwei Wochen brachte Hurrikan Irma im Bereich der Karibischen Inseln und später in Florida verheerende Schäden durch extreme Windböen, heftige Regenfälle und Überschwemmungen. Nun tobt sich nach nur kurzer Zeit mit Maria schon der nächste sehr starke Hurrikan in der Karibik aus. Erst am vergangenen Samstag bildete sich der Wirbelsturm auf dem Atlantik und verstärkte sich in kürzester Zeit zu einem Wirbelsturm der Kategorie 2. Kurz darauf setzte eine explosive Intensivierung ein, wodurch Maria auf die höchste Kategorie 5 gestuft wurde. Nur wenige Stunden nach der Hochstufung erfasste der Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeit bis zu über 300 km/h schon die Insel Dominica. Mittlerweile ist er über Puerto Rico hinweggezogen und bedroht in den kommenden 24 Stunden die Nord- und Ostküste der Dominikanischen Republik sowie die Turks- und Caicosinseln. Kuba und Florida sollen nach den aktuellen Vorhersagen von Maria nicht getroffen werden. In wieweit die Bahamas später noch in den Einflussbereich des Hurrikans gelangen, ist derzeit noch unsicher.

Aktuelle Zugbahnvorhersage für den Hurrikan Maria

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August 2017 global gesehen drittwärmster August seit Messbeginn

Laut Aufzeichnungen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA lagen die Temperaturen im August 2017 global gesehen 0,83 Grad über dem August-Mittel des 20. Jahrhunderts von 15,6 Grad. Der Südosten Europas, Teile Kanadas und der mittlere Osten konnten sogar Abweichungen von 1 Grad oder höher verzeichnen. Dabei erreichten die Temperaturen im mittleren Osten neue Rekordwerte. Zusätzlich war der August der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Nur die Rekordjahre 2015 und 2016 waren wärmer, wobei im August 2016 mit einem Plus von 0,9 Grad die bisher höchste Abweichung erreicht wurde. Der Sommer 2017 (Juni bis August) war der drittwärmste seit Messbeginn im Jahre 1880. Das Temperaturplus von 0,81 Grad war nur 0,08 Grad geringer als im Rekordsommer 2016. Außerdem waren die ersten acht Monate dieses Jahres bislang die zweitwärmsten in den 183 Jahren der Wetteraufzeichnung. Dabei lagen sie mit einer Abweichung von 0,88 Grad vom langjährigen Mittel nur 0,13 Grad hinter dem Rekordjahr 2016, aber noch vor 2015. Jedoch kann man aufgrund des Jahresverlaufs davon ausgehen, dass das Jahr 2017 insgesamt als das drittwärmste Jahr seit Messbeginn in die Statistik eingehen wird.

Weltweite Klima-Highlights im August 2017 (Quelle: NOAA)

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Taifune Doksuri und Talim wüten in Ostasien

Taifun Doksuri, der sich in der vergangenen Woche über dem nordwestlichen Pazifik zu einem Taifun der Kategorie 3 auf der Saffir-Simpson-Skala entwickelt hat, ist mit Windgeschwindigkeiten von über 135 km/h zuerst über die Philippinen und dann am Freitag über Vietnam und Thailand hinweggezogen. Er hat in Vietnam acht Menschenleben gefordert und schwere Schäden im Norden und in der Mitte des Landes angerichtet. Viele Häuser wurden zerstört, und es gab umfassende Stromausfälle. Betroffen war auch die Hauptstadt Hanoi. Die Behörden warnten zudem vor weiteren Sturzfluten und Erdrutschen. Doksuri war bereits der dritte Tropensturm, der Vietnam in diesem Jahr traf. Gleichzeitig wütete mit Talim ein weiterer Taifun im südöstlichen Asien. Talim zog nach Angaben des nationalen Wetterdienstes am Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 162 km/h über Kyushu, der südlichsten der vier Hauptinseln Japans hinweg. Starkregen, Erdrutsche und Überschwemmungen waren die Folge. Der Taifun bewegte sich gestern, weiter abschwächend, in Richtung Norden, so dass er auch der Hauptstadt Tokio noch schwere Regenfälle brachte.

Aktueller Satellitenfilm Ostasien

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Tropensturm MARIA auf dem in Richtung Karibik

Hurrikan IRMA hat gerade die Karibikinseln und Florida mit schwersten Verwüstungen überquert. Jetzt hat sich auf dem Atlantik der neue Tropensturm MARIA gebildet. Nach den letzten Prognosen macht er sich unter Verstärkung fast auf den gleichen Weg in Richtung Westen wie IRMA.

Zugbahn von MARIA (National Hurricane Center)

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Wetter zum Wochenstart

Bis zur Wochenmitte sorgen immer wieder Tiefdruckgebiete für ungemütlich nasses und kühles Herbstwetter. Der Nachschub von immer wieder dichten Wolken, Regenschauern und lokalen Gewittern reißt so schnell nicht ab. Dabei ändert sich an den Höchsttemperaturen zwischen 10 und knapp unter 20 Grad kaum etwas. Der Sonnenschein kommt dabei viel zu kurz.

Wetter Deutschland

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Kalt und nass zum Wiesn-Start

Am Samstag heißt es wieder „O’zapft is!“. Dann startet das 184. Oktoberfest in München. Wer am ersten Wiesn-Tag dabei sein will, sollte sich möglichst einen Platz in einem der Festzelte suchen. Denn: Das Wetter wird zum Wiesn-Start kühl und nass. Das ist die erste schlechte Nachricht. Die zweite schlechte Nachricht: Zu Beginn der ersten Oktoberfest-Woche bleibt München das herbstlich kühle Wetter erhalten. Am Wochenende hält sich die starke Bewölkung und es gibt örtlich Regenschauer. Die Temperaturen auf dem Thermometer klettern nicht über 15 Grad. Von Montag bis Mittwoch bleibt es weiterhin frisch und regnerisch. Ab Donnerstag kann jedoch laut aktueller Prognose Besserung erwartet werden. Die Temperaturen sollen etwas steigen, die Sonne zwischendurch herauskommen und es soll trockener werden.

Aktuelle Wettervorhersage für München

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Sturmtief Sebastian brachte Orkanböen und Starkregen!

Der erste Herbssturm dieses Jahres „Sebastian“ hat am vergangenen Mittwoch und in der Nacht zu Donnerstag für viel Chaos und Zerstörung gesorgt. So brachte er vielen Küstenstädten Überschwemmungen und Sturmflut. So verloren mindestens drei Menschen durch das Unwetter ihr Leben, zahlreiche wurden verletzt. Sebastian sorgte an der Nordseeküste für Sturm- und Orkanböen mit 100 bis 135 km/h. In St. Peter Ording wurden 130 km/h gemessen. Die stärksten Böen wurden auf dem Brocken im Harz mit 148 km/h ermittelt. Zusätzlich brachte das Sturmtief viel Regen mit sich. So gingen besonders in Küstennähe innerhalb von 24 Stunden starke Regengüsse nieder. Auf Sylt wurden 36 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Besonders vom Starkregen betroffen war auch der Südwesten Deutschlands. Hier fielen zwischen 25 und 55 Liter Regen pro Quadratmeter, wobei in Rheinstetten bei Karlsruhe das Maximum von 62 Liter erreicht wurde. Am Wochenende ist kein neuer Herbststurm zu erwarten. Es bleibt aber bis mindestens Mitte der nächsten Woche wechselhaft und kühl.

Maximale Windböen der deutschen Wetterstationen

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Taifun Talim über dem Westpazifik

Über dem Westpazifik hat sich in den vergangenen Tagen Tropensturm Talim gebildet. Er hat sich mittlerweile zu einem Wirbelsturm der Kategorie 2 verstärkt und befindet sich über dem Ostchinesischen Meer. Zunächst wird er noch Richtung Norden ziehen, später soll er sich Richtung Nordosten bewegen. Mit Orkanböen und Starkregen ist er bereits über die Ryukyu-Inseln hinweg gefegt. Morgen soll er sich zu einem Taifun der Kategorie 3 auf der Saffir-Simpson-Skala verstärken und Windgeschwindigkeiten bis 200 km/h erreichen. Am Wochenende könnte er dann die japanische Insel Kyushu treffen.

Aktueller Satellitenfilm mit Taifun Talim

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Satellitenaufnahmen von Hurrikan Irma

Während sich Hurrikan Irma mittlerweile zu einer tropischen Störung abgeschwächt hat, zeigen Satellitenaufnahmen der letzten Tage eindrucksvoll das Ausmaß des tropischen Wirbelsturms bei seinem Zug von den kleinen Antillen über die Karibik-Inseln bis nach Florida. Der Satellit GOES-16 des amerikanischen Wetterdienstes (NOAA) lieferte hochauflösende Bilder des Hurrikans. Diese sind unter dem unten angegebenen Link zu finden.

Satellitenaufnahmen von Hurrikan Irma (Quelle: NOAA)

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Schwere Unwetter in Italien und Kroatien

In den vergangenen Tagen sind schwere Unwetter über Teile Italiens und Kroatiens gezogen. Dabei fielen in einigen Regionen Oberitaliens und der Toskana binnen weniger Stunden bis zu 250 Liter Regen. Selbst Rom meldete am Sonntag gut 100 Liter Niederschlag. Infolgedessen gab es zahlreiche Überschwemmungen, zum Teil bildeten sich Schlamm- und Gerölllawinen. Sechs Menschen verloren durch die Unwetter und deren Folgen ihr Leben. Auf Sizilien gingen gestern kräftige Hagelgewitter nieder. Auch an der Adria waren heftige Gewitter unterwegs. In der kroatischen Stadt Zadar nahe der Adriaküste fielen gestern innerhalb von nur 6 Stunden 265 Liter Regen. Straßen, Tiefgaragen und Keller standen meterhoch unter Wasser.

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Stürmisches und nasses Herbstwetter

In dieser Woche erwartet uns zunächst überwiegend stürmisches und nasses Herbstwetter. Bereits heute legt der Wind kräftig zu und bringt frische bis starke Böen. An der Nordsee und in höheren Lagen sind örtlich Sturmböen möglich. Dazu fällt aus dichten Wolken zeitweise Regen, aber auch die Sonne kommt vielerorts mal zum Vorschein. Nach etwas schwächeren Winden am Dienstag werden wir voraussichtlich am Mittwoch vom ersten Sturmtief dieses Herbstes heimgesucht. Vor allem im Norden und in höheren Lagen können zum Teil schwere Sturmböen, örtlich auch Orkanböen bis 120 km/h auftreten. Auch sonst weht ein kräftiger Wind mit Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h. Dazu fällt zeitweise ergiebiger Regen.

Deutschland-Wetter für die nächsten Tage

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Hurrican "Irma" trifft heute auf Florida

Gestern fegte der Hurrikan "Irma" über weite Bereiche Kubas mit Windgeschwindigkeiten von über 250 km/h hinweg und wird heute mit seinem Zentrum den Süden Floridas erreichen. Auf Kuba sind die Verwüstungen nicht abzusehen. Der inzwischen von der höchsten Kategorie 5 auf 3 zurückgestufte Hurrikan soll sich aber wieder verstärken und in nord- bis nordwestlicher Richtung Florida überqueren, anschließend aber nur allmählich schwächer werden. Schließlich soll er dann als noch sehr kräftiger Sturm die US-Bundesstaaten Alabama und Georgia erreichen.

Zugbahn von "Irma" auf den Seiten des "National Hurricane Centers"

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Herbstzeit ist Nebelzeit

Mit dem Herbst beginnt bei uns auch wieder die Nebelzeit. Der Nebel macht vor allem den Autofahrern zu schaffen, und sorgt leider häufig für schwere Unfälle. Nicht selten tauchen Nebelschaden mit sehr geringen Sichtweiten unverhofft auf. Wie entsteht nun Nebel? Nebel ist prinzipiell nichts anderes als eine Wolke in Bodennähe, d.h. die Luftfeuchtigkeit muss dort für die Nebelentstehung bei 100 Prozent liegen. Grundlage für die Entstehung des Nebels ist die physikalische Gesetzmäßigkeit, dass kalte Luft weniger Wasser aufnehmen kann als warme. Kühlt die Luftmasse also unter einen bestimmten Wert ab, so erreicht die Luftfeuchtigkeit eben die nötigen 100 % und es entsteht das Nebelgrau. Im Hinblick auf die Entstehung unterscheidet man verschiedenen Nebelarten. Am Häufigsten tritt bei uns der Strahlungsnebel auf. Die feuchte Luft (häufig hat es tagsüber noch geregnet) kühlt sich in den schon langen wolkenlosen Nächten stark ab. Ist der Wind schwach, so entwickeln sich vor allem in Tälern und Senken Nebelfelder. Der Strahlungsnebel tritt daher überwiegend in den Morgenstunden auf. Meist kann die Sonne den Strahlungsnebel im Herbst aber tagsüber noch vertreiben. Eine weitere Nebelform ist der Advektionsnebel. Er entsteht zum Beispiel, wenn feucht-warme Luft über einer kalten Unterlage abgekühlt wird. Er kann zu jeder Tageszeit auftreten und sich teilweise über einige Tage lang an Ort und Stelle halten. Über Gewässern beobachtet man im Herbst außerdem noch den sogenannten Seerauch. Über dem noch warmen Wasser steigen Rauchfahnen in die kalte Luft auf, die sich rasch wieder auflösen.

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Kategorie 5 Hurrikan Irma auf dem Weg nach Florida!

Nachdem der extrem gefährliche Hurrikan Irma mit Windgeschwindigkeiten bis 300 km/h unter anderem über die Inseln Barbuda und St. Martin hinweg gezogen ist, bedroht er nun auch die Bahamas und Florida. Die aktuellen Vorhersagen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA gegen davon aus, dass Irma bei nur geringer Abschwächung in der Nacht zum Sonntag oder am Sonntag Vormittag deutscher Zeit auf den Süden Floridas trifft. Die Evakuierungen in Florida sind mittlerweile schon angelaufen. Wie gefährlich Irma wirklich ist, haben die vielen Verletzten und Toten sowie die schweren Sachschäden auf den kleinen Antillen schon gezeigt.

Aktuelle Vorhersage des National Hurricane Centers (Quelle: NOAA)

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Hurrikan Irma sorgt für extreme Verwüstungen

Hurrikan Irma, der sich in den letzten Tagen zu einem Wirbelsturm der höchsten Kategorie 5 entwickelte, ist nun über die ersten bewohnten Inselgruppen hinweggefegt. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h, sintflutartigen Regenfällen und hohen Wellen im Gepäck sorgte er gestern zuerst auf den nördlichen Kleinen Antillen, wie Barbuda und St. Martin für extreme Zerstörungen. Noch nie war ein Hurrikan bereits außerhalb des Karibischen Meeres und des Golfs von Mexiko so stark. Auch über Puerto Rico ist Irma im Laufe des gestrigen Tages mit aller Wucht hinweggezogen. Nach aktuellen Berechnungen wird das Zentrum des Wirbelsturms auf seiner weiteren Zugbahn ein wenig nördlich der Dominikanischen Republik und Kuba liegen. Dabei wird sich Irma, wenn überhaupt, nur allmählich abschwächen. Im Laufe des Sonntags wird der Hurrikan vermutlich auch den südlichen Teil Floridas erreichen. Als wäre das nicht schon genug, hat sich mit Jose über dem Atlantik bereits der nächste Tropensturm gebildet, der voraussichtlich eine ähnliche Zugbahn einschlagen wird.

Aktuelle Informationen des National Hurricane Centers (Quelle: NOAA)

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Schwere Überschwemmungen durch Monsunregen in Südasien

Der Monsun ist eine alljährlich auftretende Luftströmung in Asien, die im Sommer vom Meer in Richtung Land weht und sehr feuchte Luft im Gepäck hat. In diesem Sommer ist der damit verbundene Monsunregen in Südasien besonders ausgeprägt und sorgt schon seit mehreren Wochen für schwere Überschwemmungen. Bislang sollen infolge dessen schon mehr als 2100 Menschen ums Leben gekommen sein. Betroffen sind vor allem Regionen in Indien, Nepal, Bangladesch und Pakistan. Mehr als 40 Millionen Menschen leiden direkt oder indirekt unter den Folgen des überdurchschnittlich starken Monsunregens. Millionen Häuser würden beschädigt oder komplett zerstört, in vielen Gebieten ist sauberes Trinkwasser Mangelware. Die Monsunzeit dauert in Südasien in der Regel von Juni bis September. So muss auch in den nächsten Wochen noch mit weiteren kräftigen Regenfällen gerechnet werden.

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Ballonaufstiege von James Glaisher und Henry Coxwell

Zwischen 1862 und 1866 unternahm der Meteorologe James Glaisher gemeinsam mit dem Ballonfahrer Henry Coxwell insgesamt 28 Ballonaufstiege, um die höhere Atmosphäre zu untersuchen. Am 5. September 1862 erreichten sie dabei eine bis dahin noch von keinem Menschen erreichte Höhe von etwa 8800 Metern. Dieser Aufstieg im offenen Korb hätte die beiden Ballonfahrer beinahe das Leben gekostet. Glaisher wurde aufgrund der dünnen Luft ohnmächtig, und Coxwell konnte nur mit größter Mühe mit den Zähnen das Ventil öffnen, um den Abstieg einzuleiten.

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Pollenflug im Herbst

Im September sind jahreszeitlich bedingt kaum noch Pollen in der Luft unterwegs. Die Pollenkonzentrationen schwanken je nach Uhrzeit und Umgebung sowie der jeweiligen Witterung. Im September und Oktober belasten nur noch wenige Gräser- und Beifusspollen die Allergiker. Örtlich treten noch schwache Konzentrationen von Wegerich- und Ambrosiapollen auf. Bald können gefährdete Personen also kräftig durchatmen. Mit den ersten Hasel- und Erlenpollen muss aber schon im Januar wieder gerechnet werden.

Informationen und Tipps zum Pollenflug

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Neuer Hurrikan IRMA auf dem Atlantik

Auf dem Atlantik zieht der neue Hurrikan IRMA in Richtung Karibik. Dabei wird er zunächst die Stärke der Stufe 4 (von 5 möglichen) erreichen. Dienstag trifft er wahrscheinlich zunächst auf die Kleinen Antillen. Ob er dann nach Norden abdreht oder doch Kurs Richtung USA nimmt, die noch in Texas und in den benachbarten Bundesstaaten mit den Folgen des Hurrikans HARVEYS kämpfen, kann noch nicht gesagt werden.

Link zum National Hurricane Center der USA

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Labor Day-Hurrikan 1935

Am 2. September 1935 wurde die Inselkette der Florida Keys sowie Florida selbst von einem sehr starken Hurrikan heimgesucht. Der sogenannte "Labor Day-Hurrikan" zählt zu insgesamt drei Wirbelstürmen, die im 20. Jahrhundert als Kategorie 5 Hurrikan die Küste der USA erreichten. Bei seinem Landgang forderte er mindestens 423 Menschenleben, darunter auch viele Veteranen, die auf den Florida Keys lebten. Der Hurrikan war sehr intensiv und kompakt. Sein Auge hatte einen Durchmesser von knapp 13 km. Die stärksten Winde wurden nur 24 km vom Zentrum entfernt gemessen. Auch in Georgia richtete der Hurrikan auf seiner weiteren Zugbahn noch Schäden durch Wind und Starkregen an. Seinen Namen erhielt er, weil er am ersten Montag im September auftrat, der in den USA als Tag der Arbeit (amerik. Labor Day) gefeiert wird.

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Meteorologischer Herbstanfang

Der meteorologische Herbst beginnt bereits am 1. September. Das hat klimatologische Gründe. Zur Berechnung von klimatologischen Mittelwerten wie Mitteltemperaturen eignet sich die komplette Monatsspanne am besten. Der meteorologische Herbst umfasst die Monate September, Oktober und November. Der astronomische Herbstbeginn ist in diesem Jahr dagegen erst am 22. September um genau 22:02 Mitteleuropäischer Zeit.

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