Nachrichten rund ums Wetter

Geburtstag des Physikers Amontons

Am 31. August 1663 wurde der französische Physiker Guillaume Amontons geboren. Obwohl er keine Ausbildung an einer Universität absolvierte, war er ein herausragender Forscher auf den Gebieten der Mathematik, Naturwissenschaften und in der Astronomie. Zu seinen wichtigsten Entdeckungen zählt die Proportionalität von Druck und Temperatur bei idealen Gasen, wenn das Volumen konstant gehalten wird. Dies führte zu Verbesserungen von Thermometern, Hygrometern und Barometern. Er stellte auch die Vermutung auf, dass es einen absoluten Nullpunkt der Temperatur geben muss. Dies wurde jedoch erst viele Jahre später durch William Thomson, 1. Baron Kelvin belegt, nachdem auch die Kelvin-Temperaturskala benannt ist.

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Sommerende mit Regengüssen, Gewittern und einem Temperatursturz

Nach einem deutschlandweit heißen und sonnigen Sommertag gestern werden im Laufe des heutigen Tages im Westen erste kräftige Schauer und Gewitter den Wetterwechsel ankündigen. Von Bayern bis in den Nordosten Deutschlands gibt es aber noch einmal viel Sonnenschein, und es bleibt bis zum Abend überwiegend trocken. In der Nacht ziehen die Regenfälle und Gewitter weiter in Richtung Osten. Am Donnerstag muss vor allem von Brandenburg bis nach Bayern und ins östliche Baden-Württemberg mit kräftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden. Dort erreichen die Höchstwerte noch einmal 24 bis 29 Grad. Sonst fällt zeitweise Regen bei kühleren Temperaturen. Auch am Freitag bleibt es wechselhaft. Zum Teil gehen lang anhaltende Regenfälle nieder. Dabei liegen die Höchstwerte nur noch zwischen 14 und 20 Grad.

Aktuelle Wettervorhersage Deutschland

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Hurrikan Katrina

Am 29.8.2005 trifft der Hurrikan KATRINA auf die US-amerikanische Golfküste. New Orleans wird überflutet. Außerdem stehen weite Bereiche von Louisiana, Mississippi und Alabama unter Wasser. Mehr als 1000 Menschenleben sind zu beklagen. Der Schaden wurde auf über 125 Millionen beziffert.

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Hurrikan Harvey trifft Texas

In den USA hat Hurrikan Harvey für schwere Verwüstungen im Bundesstaat Texas gesorgt. Es war seit 2004 der erste Hurrikan der Kategorie 4, der die US-Küste traf. Er fegte mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h über die Küstenregion hinweg und bewegte sich seitdem nur sehr langsam fort. So bestand und besteht die größte Gefahr durch die starken Regenfälle und Sturmfluten, die bereits für schwere Überschwemmungen gesorgt haben. Harvey wird sich zwar langsam zu einem "normalen" Tiefdruckgebiet abschwächen, er hat aber auch in den nächsten Tagen noch enorme Regenmengen im Gepäck, sodass sich die Hochwasserlage in vielen Regionen weiter zuspitzen wird.

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Schwere Unwetter im August 1955

Am 27. August 1955 wurde Deutschland von schweren Unwettern heimgesucht. Vorausgegangen war eine mehrwöchige trockene Hochdruckperiode, an deren Ende ein Gewittertief von Frankreich nach Norddeutschland zog. Durch die großen Unterschiede der Luftmassen bildeten sich ab dem Mittag des 27. August extrem kräftige und sehr blitzintensive Gewitter. Besonders betroffen waren dabei die nördlichen Bundesländer. Dort wurden 11 Menschen vom Blitz erschlagen, ebenso über 100 Tiere auf den Weiden Schleswig-Holsteins. Zahlreiche Bauernhöfe gerieten durch Blitzeinschläge in Brand. Schwerpunkt von Starkregen und Hagel war die Region rund um den Harz. Dort gab es durch die großen Niederschlagsmengen unzählige Überflutungen.

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Tage werden rasch kürzer

Die Tage werden nun Ende August rasch kürzer. Die mögliche Sonnenscheindauer beträgt derzeit noch 14 Stunden und 10 Minuten im Norden und 13 Stunden und 42 Minuten im äußersten Süden Deutschlands. Pro Tag nimmt die Tageslänge aber 3 bis 4 Minuten ab. So beträgt die astronomisch mögliche Sonnenscheindauer zum Herbstanfang Ende September noch 12, Mitte Oktober dann nur noch 11, Ende Oktober sogar nur noch 10 Stunden. Trotzdem reicht die Kraft der Sonne im September und Oktober noch aus, um uns einige angenehm warmen Tag zu verschaffen.

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Ausbruch des Krakatau 1883

Ende August 1883 kam es zu einem heftigen Ausbruch des Vulkans Krakatau in der Sundastraße zwischen den beiden Inseln Sumatra und Java. In einer finalen gewaltigen Eruption am 27. August zerstörte sich der Vulkan selbst. Ein Tsunami kostete auf den Nachbarinseln zehntausende Menschenleben und richtete verheerende Schäden an. Bei den Ausbrüchen, die sich über mehrere Tage ab dem 22. August ereigneten, wurden etwa 20 Kubikkilometer Asche und Gestein in die Atmosphäre geschleudert. Die feine Vulkanasche stieg bis in die obere Atmosphäre und verteilte sich dort über die gesamte Nordhalbkugel. Zwar sorgten die Partikel für spektakuläres Abendrot, gravierender war allerdings die Reduzierung der Sonneneinstrahlung. Die Folge waren niedrigere Durchschnittstemperaturen und Ernteausfälle auf der Nordhalbkugel. Es dauerte mehrere Jahre, bis die feinen Partikel wieder aus der Atmosphäre verschwunden waren.

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25. Jahrestag Hurrikan Andrew

Hurrikan Andrew war einer der schlimmsten Wirbelstürme, die je die USA getroffen haben. Am 24. August 1992 zog er mit seinem Zentrum und Windgeschwindigkeiten über 250 km/h als Hurrikan der höchsten Kategorie 5 direkt über den Süden Floridas hinweg und sorgte dort für schwerste Verwüstungen. Neben Schäden von mehr als 25 Milliarden Dollar gab es auch 23 Menschenleben zu beklagen. Andrew entstand an der Westküste Afrikas und entwickelte sich zunächst nur zu einem schwachen tropischen Sturm. Erst östlich der Bahamas und Floridas entfaltete er seine ganze Kraft.

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Juli 2017 global gesehen zweitwärmster Juli seit Messbeginn

Nach Berechnungen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA war der Juli 2017 global gesehen der zweitwärmste Juli seit dem Beginn regelmäßiger Messungen 1880. Die Temperaturen lagen 0,83 Grad über dem Juli-Mittel des 20. Jahrhunderts von 15,8 Grad und damit nur 0,05 Grad hinter dem Rekordjuli von 2016. Fast überall wurden zu warme Julitemperaturen registriert, nur in Nordasien lagen die Durchschnittswerte knapp unter dem langjährigen Mittel. Europa verzeichnete aber trotz Temperaturplus immerhin die kühlste Julitemperatur seit 2011. Die Ausdehnung des antarktischen Meereises ging weiter zurück und erreichte den geringsten Juliwert seit Beginn der Messaufzeichnungen.

Weltweite Klima-Highlights im Juli 2017 (Quelle: NOAA)

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Alpenhochwasser 2005

Im Bereich der Alpen führten heftige Regenfälle zwischen dem 20. und 23. August 2005 zu schwerem Hochwasser. Schuld war ein Tief über der Adria, das sehr feuchte Luft zu den Alpen strömen ließ, die dort abregnete. In den Bergregionen wurden durch Erdrutsche ganze Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. In den Tälern traten Flüsse und Seen über ihre Ufer. Der Verkehr wurde in den betroffenen Gebieten zeitweise komplett lahmgelegt. Wasserversorgung, Kommunikations- und Stromleitungen wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Auch an der unteren Donau, dabei vor allem in Rumänien und Bulgarien kam es zu schweren Überschwemmungen. Insgesamt verloren 30 Menschen ihr Leben. Der Gesamtschaden wurde auf etwa 3,7 Milliarden Euro geschätzt.

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Todestag Graf Rumford Benjamin Thompson

Am 21.8.1814 starb der Experimentalphysiker Graf Rumford Benjamin Thompson. Bei Versuchen zum Bohren von Kanonen stellte er fest, dass sich dabei Wärme entwickelte. Er schloss nach einigen weiteren Experimenten, dass die Wärme kein Stoff ist, sondern eine Art von Bewegung sein müsste. Damit schuf er die Grundlage der modernen Wärmetheorie und im Prinzip den Ersten Hauptsatz der Thermodynamik.

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Projekt Stormfury

Projekt Stormfury des amerikanischen Wetterdienstes: Am 20. August 1969 wurde mit dem Hurrikan "Debbie" der vorletzte Hurrikan einer langen Versuchsreihe massiv mit Silberjodid geimpft. Im ersten Moment sah es aus, als würde er an Gewalt verlieren. Die Impfungen früherer Hurrikane hatte nur geringe Wirkungen erzeugt. Im Jahre 1971 folgte noch ein letzter Impfversuch mit Hurrikan "Ginger" ohne messbares Ergebnis. Spätere Analysen von "Debbie" ergaben, dass der Sturm sich vermutlich auch ohne Impfung abgeschwächt hätte. Kürzungen des Budgets führten zur Einstellung der bereits 1961 begonnenen Versuchsreihe. Schlussfolgerung war: Man muss erst die komplexen Prozesse in einem Hurrikan verstehen lernen, ehe man weitere Experimente durchführt.

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Blitzeinschlag in den Eiffelturm am 19. August 1889

Pünktlich zur Weltausstellung in Paris konnte am 31. März 1889 der Eiffelturm eröffnet werden. Bis 1930 war der Eiffelturrm das höchste Gebäude der Welt. Auch für die Meteorologie war der Turm interessant, bot er doch die Möglichkeit, in verschiedenen Höhen meteorologische Daten zu gewinnen. Gleich im Eröffnungsjahr wurde daher in 300 Metern Höhe ein Thermograph aufgestellt. Am 19. August 1889 wurde der Turm während eines unerwartet herangezogenen Gewitters von einem Blitz getroffen. Glücklicherweise waren kurz zuvor Blitzableiter installiert worden, so dass die auf der Plattform anwesenden Personen kaum etwas merkten. Die Geräte auf dem Turm lieferten der Wissenschaft aber neue Erkenntnisse.

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August bislang oft zu nass

In der ersten Augusthälfte war es im Süden und Osten etwas wärmer im Vergleich zum langjährigen Mittel. Sonst liegen die mittleren Temperaturen ungefähr im oder knapp unter dem Soll. Dabei kamen in den zu warmen Regionen auch die meisten Sonnenstunden zusammen. Die Sonnenscheindauer erreichte aber maximal ihr Soll. Im Westen ließ sich die Sonne bislang nicht so häufig blicken, so dass es dort vielerorts ein Defizit im Vergleich zum längjährigen Mittel der Jahre 1981 bis 2010 gibt. Der Niederschlag war aufgrund von lokalen Gewittern und Starkregenereignissen sehr unterschiedlich verteilt. Abgesehen von der Küstenregion und einzelnen Orten ist aber in vielen Regionen bereits mehr als die Hälfte der durchschnittlichen Niederschlagsmenge für den ganzen August gefallen, in der Mitte wurde das Klimamittel teilweise bereits überschritten.

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Hurrikan Gert vor der Ostküste der USA

Über dem Atlantik hat sich mit Tropensturm Gert der zweite Hurrikan der atlantischen Hurrikansaison entwickelt. Mit Windgeschwindigkeiten um 160 km/h wird er der Kategorie 2 von 5 zugeordnet. Er zieht in nordöstlicher Richtung über das offene Meer und bedroht damit kein Festland. In den nächsten Tagen wird er sich voraussichtlich wieder abschwächen. Tropische Wirbelstürme entstehen übrigens über mindestens 26 Grad warmem Wasser, das die Energie für die gewaltigen Stürme liefert. Ab Windstärke 8 (etwa 62 km/h) spricht man von einem Tropensturm, ab Windstärke 12 (etwa 120 km/h) von einem tropischen Wirbelsturm. Auf dem Atlantik heißen die tropischen Wirbelstürme Hurrikan, über dem Pazifik Taifun und auf dem Indischen Ozean sowie in Australien Zyklon.

Aktueller Satellitenfilm Nordatlantik mit Hurrikan Gert

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Schwere Überschwemmungen und Schlammlawinen in Sierra Leone

Kräftige Gewitter mit Starkregen haben rund um Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone für heftige Sturzfluten und Schlammlawinen gesorgt. Das Rote Kreuz geht mittlerweile von über 300 Toten aus, es könnten noch Hunderte dazu kommen. Damit ist es in der Geschichte von Sierra Leone das verheerendste Unglück. Die schweren Gewitter gingen in der Nacht von Sonntag auf Montag nieder, sodass viele Menschen im Schlaf oder am frühen Morgen von den Fluten überrascht wurden. Besonders betroffen war der Ort Regent am Fuße des Berges Mount Sugar Leaf. Dort rutschte ein aufgeweichter Hang ab und begrub Ortsteile unter sich.

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Geburtstag des Meteorologen Tor Bergeron

Am 15. August 1891 wurde Tor Bergeron geboren. Der schwedische Meteorologe entwickelte in seiner Promotionsarbeit zunächst theoretisch die Entstehung großer Tropfen in Wolken. Dabei halten sich bei Temperaturen von minus 10 bis minus 35 Grad zunächst unterkühlte Wassertropfen und Eiskristalle gleichzeitig in der Wolke auf. Nach Verdunsten der unterkühlten Wassertropfen schlägt sich der Wasserdampf an den Eisteilchen nieder. Diese wachsen an, "verkleben" mit weiteren Eisteilchen und werden schließlich so schwer, dass der Aufwind in der Wolke sie nicht mehr halten kann und sie zu Boden fallen. Liegt die Temperatur der Luft auf dem Weg zum Boden über 0 Grad, schmelzen die Eiskristalle und es fallen große Regentropfen. Wenn im Winter die 0-Grad-Marke nicht erreicht wird, schneit es. Walter Findeisen bestätigte Bergerons Ausführung später experimentell. Dieser ganze Vorgang ist als Bergeron-Findeisen-Prozess bekannt.

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Driftfahrt im Golfstrom 1969

Im Jahr 1969 unternahm Jacques Picard mit dem Forschungs-Tauchboot Ben Franklin eine Driftfahrt im Golfstrom. Mit an Bord waren mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter. Ziel der Fahrt war vor allem die Erforschung der Tiefenströmung des Golfstroms, aber auch das Zusammenleben der Mannschaft auf engem Raum über mehrere Wochen hinweg wurde untersucht. An dieser Frage war vor allem die NASA interessiert. Die Expedition begann am 14. Juli und endete 30 Tage später, am 14. August 1969 etwa 500 Kilometer südlich von Nova Scotia. Die Ben Franklin ist seit 2002 als Museumsschiff im Vancouver Maritime Museum zu besichtigen.

Golfstrom im Wetterlexikon

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Wetterrückblick der vergangenen Tage

Der Sommer macht nur noch kurz Pause. Zeit für einige Wetterinteressierte die letzten Tage genauer unter die Lupe zu nehmen: Von vielen hundert Wetterstationen in Deutschland bieten wir auf unserer Homepage Werte von Höchst- und Tiefsttemperatur, 24stündige Niederschlagsmengen, Sonnenscheindauern und Windböen. So kann man sich einen Überblick verschaffen wie "schlecht" das Wetter wirklich war bzw. wieviel Regen wo runter kam.

Höchst- und Tiefstwerte Deutschland für einzelne Orte

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Höchste je in Deutschland registrierte 24-stündige Regenmenge

Am 12. August 2002 wurde in Zinnwald im Osterzgebirge mit 312 Litern Regen pro Quadratmeter die höchste je in Deutschland registrierte 24-stündige Regenmenge beobachtet. Die Ursache für die extremen Regenmengen war sehr feuchte Luft vom Mittelmeer, die sich über Sachsen abregnete. Zusätzlich kam es durch nördliche Winde zu Staueffekten am Erzgebirge. Die hohen Niederschlagsmengen in der gesamten Region führten im Anschluss zu dem verheerenden Elbehochwasser 2002. Die Elbepegel erreichten neue Rekordmarken, und die Schäden beliefen sich alleine in Deutschland auf fast 10 Milliarden Euro.

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August 2010: Schwere Überschwemmungen in Pakistan

Im Sommer 2010 wurden weite Teile Pakistans in Folge eines außergewöhnlich starken Monsuns überschwemmt. Mehrere Millionen Menschen waren vom Hochwasser betroffen, enorme Verluste an landwirtschaftlichen Erzeugnissen waren zu beklagen. Normalerweise sorgt der Monsun in den Sommermonaten dafür, dass die Landwirtschaft in Indien und Pakistan mit dem dringend benötigten Wasser versorgt wird. An den Hängen der Berge kommt es dabei auch regelmäßig zu Überschwemmungen. Das Ausmaß der Überflutungen im Jahr 2010 war aber extrem. Gleichzeitig litt der europäische Teil Russlands unter extremer Hitze, wodurch umfangreiche Wald- und Torfbrände ausgelöst wurden.

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Last Island Hurricane 1856

Am 10.8.1856 zieht ein Hurrikan über Lousiana hinweg. Dabei werden 400 Menschen getötet. Er war damit einer der tödlichsten Hurrikane in Lousiana. Das erste Mal wurde er am 8.8. westlich von Florida beobachtet. Zu dem Zeitpunkt war er allerdings bereits ein Hurrikan. Damit dürfte seine eigentliche Entstehung weiter zurückliegen. Die Windgeschwindigkeit konnte nicht gemessen werden, man schätzt aber, dass Windgeschwindigkeiten um 240 km/h erreicht wurden. Damit war er mindestens ein Hurrikan der Kategorie 4, wenn nicht sogar Kategorie 5. Der Hurrikan teilte die vor der Küste Louisianas gelegene Barriereinsel "Last Island", ein beliebter Erholungsort, in mehrere Teile.

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Waldbrände in der Lüneburger Heide im Jahr 1975

Im August 1975 brachen in der Lüneburger Heide die bisher größten Waldbrände in Deutschland aus. 7 Menschen kamen dabei ums Leben und fast 8000 ha Waldfläche wurden vernichtet. Erst nach 10 Tagen (Erster Brandtag 8. August, letzter Brandtag 17. August 1975) waren die letzten Brandherde gelöscht. Der Jahrhundert-Waldbrand wurde durch eine lange sommerliche Periode mit Hitze und großer Trockenheit begünstigt. Seit Mai hatte es in der Region kaum noch geregnet, und die dort vorhandenen Kiefernwälder waren stark ausgetrocknet. Außerdem gab es noch viel Reste des Sturmholzes des Orkans vom 13. November 1972 in den Wäldern.

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Schwere Unwetter in Österreich und Oberitalien

Kräftige Regengüsse und Gewitter haben in den vergangenen Tagen in Österreich und Oberitalien für enorme Schäden gesorgt. Im Norden Italiens ging gebietsweise tennisballgroßer Hagel nieder und beschädigte vor allem Dächer und Autos. Zwei Menschen wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen, ein weiterer vom Blitz getroffen. In Österreich sorgten vor allem die ergiebigen Regenfälle für Schäden. Geröll- und Schlammlawinen bahnten sich in vielen Regionen ihren Weg. Am schlimmsten war das Großarltal betroffen, das durch eine 2 Kilometer lange Mure zeitweise komplett von der Außenwelt abgeschnitten war. Zwei Personen mussten aus der Mure befreit werden. In Tirol starb ein Deutscher, der in einen hochwasserführenden Wildbach gefallen war.

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Hitzewelle in Südeuropa

In den vergangenen Tagen hielt die Hitzewelle Regionen in Spanien, Italien und auf dem Balkan fest im Griff. In Cordoba im Süden Spaniens kletterte das Thermometer am Freitag auf 44,7 Grad, in Granada wurden 43 Grad gemessen. Auch auf den Balearen, Korsika und Sardinien ist es überdurchschnittlich heiß. Sardinien meldete Freitag- und Samstagnachmittag Spitzenwerte um 42 Grad. Die heißen Temperaturen sorgen auch für eine Erwärmung des Mittelmeers. An der spanischen Küste, auf den Balearen und an der Adria kann man zurzeit bei Wassertemperaturen zwischen 26 und 28 Grad baden.

Aktuelle Wassertemperaturen westliches Mittelmeer

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Partielle Mondfinsternis am Montagabend 7. August 2017 nur eingeschränkt sichtbar!

Am Montag findet am frühen Abend eine partielle Mondfinsternis statt, die auch in Mitteleuropa in der Abenddämmerung zu beobachten ist. Die partielle Finsternis dauert von 19:20 Uhr bis 21:20 Uhr MESZ und erreicht ihre größte Ausdehnung gegen 20:20 Uhr. Dann liegen 25 Prozent des Mondes im Kernschatten der Erde. Voraussetzung für ein Beobachtung ist es freie Sicht auf den Südosthorizont. Das Problem ist, dass der Mond bei uns erst kurz vor Ende der Finsternis gegen 20:50 Uhr MESZ aufgeht. So bleiben nur wenige Minuten für die Beobachtung des Ereignisses, vorausgesetzt, der Himmel ist fast wolkenlos. Dies sollte vor allem im Süden und Osten Deutschlands der Fall sein. Besser und länger sichtbar ist die Mondfinsternis in Südosteuropa.

Wettervorhersage für Montag 7. August 2017

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Perseiden

Noch bis Mitte August kann man am Nachthimmel den Meteoritenschwarm der Perseiden beobachten. Das Phänomen kommt durch einen Kometen zustande, der hinter sich eine lange Spur aus Staub und Körnchen herzieht. Im August ist die Bahn des Kometen der Erde so nahe, dass Teilchen in die Atmosphäre eindringen, verglühen und für uns als Sternschnuppen sichtbar werden. Das Maximum wird um den 12. August erwartet. Geübte Beobachter könnten dann bei idealen Bedingungen auf um die 100 Sternschnuppen in der Stunde kommen.

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Vor 14 Jahren - Hitzesommer 2003 und Rekordhitze im August 2003!

Der Sommer 2003 war in den meisten Regionen Deutschlands der wärmste Sommer seit dem Jahre 1901. Unter dem Einfluss von Hitzehoch Michaela wurden dabei Anfang und Mitte August im Süden und Westen Deutschlands Temperaturen bis zu 40 Grad gemessen. Der Hitzesommer brachte aber auch viele Probleme. So gab es in der Landwirtschaft große Ernteeinbußen durch Hitze und Trockenheit. Die Pegel der Flüsse fielen auf historische Tiefstände. In Frankreich wurden 11000 Todesfälle auf die Folgen der Hitze zurückgeführt.

Die Temperaturen im Sommer 2003

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Hitzewelle am westlichen Mittelmeer mit Temperaturen örtlich über 40 Grad!

Eine auch für das westliche Mittelmeer eher ungewöhnliche Hitzewelle sorgt zurzeit von Südspanien über Korsika und Sardinien bis zu Adria für sehr hohe Tagestemperaturen. Verbreitet werden Höchstwerte um 35 Grad, örtlich sogar mehr als 40 Grad erreicht. Und die heiße Luft aus Nordafrika soll auch in den kommenden Tagen über der Region liegen bleiben. Erst zu Beginn der kommenden Woche deutet sich eine leichte Abkühlung an.

Temperaturanimation Europa

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Taifun Noru bedroht Japan

Schon seit über 10 Tagen bewegt sich Taifun Noru über den Westpazifik. Zwischenzeitlich hatte er sich zu einem Supertaifun der höchsten Wirbelsturmkategorie verstärkt und Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 km/h erreicht. Aktuell wird er als Tropensturm der Kategorie 2 eingestuft. Mit seiner Zugbahn Richtung Nordwesten könnte er im Laufe der Woche das südliche Japan erreichen. Eine erneute Verstärkung kann dabei nicht ausgeschlossen werden.

Aktueller Satellitenfilm mit Taifun Noru

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Nasser Juli geht zu Ende

Mit Beginn des letzten Sommermonats August geht ein sehr nasser Juli 2017 zu Ende. An nur wenigen Orten blieb die Regenmenge unterhalb des langjährigen Mittels der Jahre 1981 bis 2010. Vielerorts lag sie deutlich über dem Durchschnitt. Zum Teil wurde sogar mehr als die doppelte und dreifache Niederschlagssumme erreicht. Von den Starkregenereignissen betroffen waren vor allem Berlin und Brandenburg sowie das südliche Niedersachsen. Bei den Temperaturen gab es im Juli eine Zweiteilung Deutschlands. Im Norden blieben die Monatsmitteltemperaturen meist etwas unter dem Soll, im Süden lagen sie knapp darüber. Die Sonne ließ sich insgesamt nicht besonders häufig blicken und blieb fast deutschlandweit hinter ihrem Sollwert zurück.

Monatswerte Juli 2017

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