Nachrichten rund ums Wetter

Entdeckung der Stratosphäre

Am 31.7.1901 führten die beiden Meteorologen Berson und Süring einen bemannten Ballonaufstieg in eine Höhe von 10500 Metern durch, ehe beide ohnmächtig wurden und ihre Instrumente nicht mehr ablesen konnten. Grund für dieses Wagnis waren die Zweifel an den Daten ihrer Messinstrumente der unbemannten Wetterballons, da sie ab einer bestimmten Höhe wieder eine Zunahme der Temperaturen anzeigten. Beide Ballonfahrer erlangten wieder das Bewusstsein und konnten sicher landen. Obwohl sie die Stratosphäre nicht erreichten, so brachte der Vergleich von Messdaten mit einem parallel von ihrem Chef Assmann durchgeführten unbemannten Sondenaufstieg die gleichen Ergebnisse. Der unbemannte Ballon stieg aber noch höher, die Temperatur stieg wieder an. Somit war dies ein erster Schritt zur Entdeckung der Stratosphäre.

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Pollenflug im August

Auch im August kommt es örtlich zu hohen Pollenkonzentrationen. Gräserpollen sind zwar immer weniger in der Luft unterwegs, dafür muss mit Beifuss- und auch ersten Ambrosiapollen gerechnet werden. Die Ambrosien oder auch Traubenkräuter gehören zur Pflanzengattung der Korbblütler und können sich leicht ausbreiten. Die Ambrosien sind über das Jahr gesehen die letzten Pflanzen, die bei Allergikern zu tränenden Augen und Fließschnupfen führen.

Informationen und Tipps zum Pollenflug

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Landkreis Wesel im Jahr 2016 mit den meisten Blitzeinschlägen

Nach dem Siemens BlitzAtlas von 2016 ist der nordrhein-westfäische Landkreis Wesel mit 4,1 Blitzeinschlägen pro Quadratmeter die "Blitz-Hauptstadt" Deutschlands. Die geringste Dichte an Blitzeinschlägen wurde mit 0,2 in Flensburg und in Frankfurt an der Oder gemessen. Insgesamt gingen 2016 fast 432.000 Blitze über Deutschland nieder, und damit deutlich weniger als im Jahr zuvor. 2015 lag die bayerische Stadt Schweinfurt mit 4,5 Blitzeinschlägen pro Quadratmeter an der Spitze. Gemessen werden übrigens nur Blitze, die Erdkontakt haben bzw. deren Einschläge in den Erdboden abgeleitet werden. Blitze innerhalb von Wolken, die die Mehrzahl aller Blitze ausmachen, werden von den Messgeräten nicht registriert.

Siemens BlitzAtlas

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Wolkenarten

Man unterscheidet in der Meteorologie zwischen verschiedenen Wolkenarten, und zwar je nach der Höhe über dem Erdboden, in der sie vorkommen. Dabei nimmt man jeweils die Untergrenze der Wolken als Anhaltspunkt. Unterschieden wird zwischen tiefen, mittelhohen und hohen Wolken. Im Sommer haben wir es am häufigsten mit sogenannten Haufenwolken zu tun. Der Cumulus ist dabei die typische sommerliche Schönwetterwolke. Sie bildet sich im Laufe des Tages durch von der Sonne erwärmte und aufsteigende Luftpakete. Aus einem Cumulus können sich bei entsprechender Wetterlage aber auch kräftige Schauer- und Gewitterwolken entwickeln. Man nennt diese Wolke dann Cumulonimbus. Sie hat häufig das Aussehen eines Ambosses und ist in ihrem oberen Teil vereist. Im Winter treten solche hochreichenden Gewitterwolken nur selten auf. Meist findet man tiefe Wolken am Himmel, die wir mit trüben Nebel- und Hochnebellagen in Verbindung bringen. Am häufigsten treten dann der Stratus (Schichtwolke) und der Stratocumulus (Haufenschichtwolke) auf. Beide bestehen überwiegend aus Wassertröpfchen, können aber auch kleine Schneekörner oder Eiskristalle enthalten. Niederschlag fällt aus ihnen aber kaum.

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Klimazonen der Erde

So wechselhaft das Wetter in unseren Breiten ist, so ruhig und beständig ist es in vielen anderen Regionen der Erde. Man unterscheidet auf der Erde verschiedene Klimaregionen. Dabei kann man verschiedene Kriterien zur Einteilung der Erde in Klimazonen, Klimatypen oder Klimaregionen wählen. Diese Kriterien bezeichnet man als Klimaklassifikationen. Die sogenannten "Effektive Klimaklassifikationen" basieren dabei auf Zusammenhängen zwischen Klimaelementen (zum Beispiel Niederschlag oder Temperatur). Dabei werden die Klimazonen mit Schwellenwerten voneinander abgegrenzt. Die bekannteste effektive Klimaklassifikation ist die nach Köppen. Grundlagen dieser Klimaklassifikation sind die mittleren monatlichen Werte von Lufttemperatur und Niederschlag. Der Westen Deutschlands hat nach Köppen zum Beispiel das Kürzel Cfb. Der Buchstabe "C" steht dabei für warmgemäßigte Regenklimate mit einer Mitteltemperatur des kältesten Monats zwischen plus 18 und minus 3 Grad. Das "f" steht für immerfeucht, d.h. eine ausgesprochene Trockenzeit fehlt. Das "b" hat die Bedeutung warme Sommer, die Mitteltemperatur des wärmsten Monats liegt dabei zwar unter 22 Grad, mehr als 4 Monate liegen aber über 10 Grad.

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Zentraltieflage über Mitteleuropa sorgt für hohe Regenmengen und örtliche Überflutungen!

Hochwasser im Sommerhalbjahr sind keine Seltenheit. Erinnert sei zum Beispiel an das Oderhochwasser 1997, das Pfingsthochwasser 1999 in Bayern oder das Elbehochwasser 2002. Ausgelöst werden sommerliche Hochwasser häufig durch Zentraltieflagen über Mitteleuropa. Warme und feuchte Luft vom Mittelmeer gleitet von Osten her auf die westlich des Tiefs liegende kühle Nordseeluft auf. Dadurch entstehen großflächige Niederschlagsgebiete. Meist treten die Überflutungen in oder in der Nähe von Gebirgsregionen auf. Die Berge führen zu einer zusätzlichen Hebung der heranwehenden feuchten Luft und dadurch zu noch höheren Niederschlagsmengen. So war in den letzten Tagen vor allem der Harz von hohen Regenmengen über 150 Liter pro Quadratmeter betroffen.

Aufsummierte Niederschlagsmengen deutscher Wetterstationen der letzten 5 Tage

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Wirbelsturmaktivität über dem Pazifik nimmt zu

Während sich in den vergangenen Wochen nur wenige Wirbelstürme gebildet haben, ist nun die Aktivität vor allem über dem Pazifik stark angestiegen. Auf dem Ostpazifik sind westlich von Mexiko aktuell gleich drei Tropenstürme hintereinander unterwegs. Während Greg und Irwin nur maximal Sturmkategorie 1 von 5 erreichen sollen, ist Hillary bereits zu einem Hurrikan der Stufe 2-3 angewachsen. Er soll sich im Laufe des Mittwochs sogar zu einem Hurrikan der Stufe 4 weiterentwickeln. Dabei sind Windgeschwindigkeiten über 210 km/h möglich. Auch über dem Westpazifik sind Tropenstürme enstanden. Dabei hat sich Sturm Noru zu einem Taifun der Kategorie 2 verstärkt.

Aktueller Satellitenfilm Mittelamerika

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Nasser Wochenstart

Bis zur Wochenmitte muss überall in Deutschland mit zum Teil ergiebigen Regengüssen gerechnet werden. Am Montag setzen im Westen und Südwesten länger anhaltende Regenfälle ein, auch im Südosten Bayerns regnet es lang anhaltend und ergiebig. Gewitter sind ebenfalls möglich. Im Tagesverlauf ziehen auch über die Mitte und den Osten einige kräftige und zum Teil gewittrige Regengüsse. Lediglich im Nordosten dürfte es noch weitgehend trocken bleiben. Auch am Dienstag regnet es häufig, örtlich entladen sich auch kräftige Gewitter. Dabei können teilweise wieder größere Regenmengen zusammenkommen. Der Mittwoch bringt vor allem im Osten und Südosten weitere Regengüsse. Im Westen beruhigt es sich vorübergehend, bevor abends von Benelux her erneut Regen einsetzt. Der Juli dürfte also vielerorts als recht nasser Monat in die Statistik eingehen.

Akkumulierter Niederschlag (GFS)

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Regenmengen der letzten 5 Tage

Die Summe der Regenmengen in Deutschland seit dem 17.07.2017 kann man sich auf unserer Homepage in einer speziellen Spalte anzeigen lassen. Die Anganben sind in Litern pro Quadratmetern. Mit über 50 l/qm liegen besonders einzelne Orte über der Schwäbischen Alb und in den Alpen eine Rolle. Aber auch in Köln-Stammheim sorgten heftige Regengüsse am 19.07. beispielsweise für markant große Niederschlagsmengen.

Aufsummierte Regenmengen in Deutschland

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Gebietsmittelwerte Deutschland: Juni 17 zu warm, zu sonnig und zu nass!

Die Temperaturen lagen nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes im Juni 2017 deutschlandweit gesehen 2,1 Grad über dem 30jährigen Mittel der Jahre 1981-2010. Mit 89,3 Liter pro Quadratmeter lag die Niederschlagsmenge etwas über dem Sollwert. Allerdings waren die Regenmengen aufgrund der vielen und auch kräftigen Gewitter doch sehr unterschiedlich verteilt. Der erste Monat des meteorologischen Sommers brachte viel Sonnenschein. Mit 241,2 Stunden wurden das langjährige Mittel um 18 Prozent übertroffen.

Gebietsmittel für Deutschland und die Bundesländer

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Die Hundstage kommen - Beginnen dieses Jahr bei uns aber mit kühlem Wetter!

Der Name Hundstage leitet sich vom Sternbild des Großen Hundes ab, in dem als hellster Stern des Himmels (außer der Sonne) der Sirius leuchtet. Die Hundstage sind ein Ausdruck für die zeitliche Phase der heißesten Tage des Jahres. Diese fallen in unseren Breiten normalerweise in den Zeitraum vom 23.7. bis 23.8. Im langjährigen Mittel ist der 27.7. in Mitteleuropa der wärmste Tag. In diesem Jahr beginnen die Hundstage bei uns in Deutschland allerdings mit wechselhaftem und kühlem Wetter.

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Juni 2017 global gesehen drittwärmster Juni der letzten 138 Jahren!

Nach Berechnungen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA war der Juni 2017 global gesehen der drittwärmste Juni der letzten 138 Jahre. Die Temperaturen lagen 0,82 Grad über dem Juni-Mittelwert des 20. Jahrhunderts. Besonders hohe positive Temperaturabweichungen gab es zum Beispiel in Zentralasien sowie in West- und Mitteleuropa. In Spanien wurde der wärmste Juni seit 1965 registriert, in Großbritannien der fünftwärmste Juni seit 1910. In der Schweiz war es der zweitwärmste Juni seit 1864, in Österreich der zweitwärmste Juni der letzten 250 Jahre. In nur wenigen Regionen Europas gab es unternormale Temperaturen, so zum Beispiel in Finnland.

Weltweite Klimahighlights aus dem Juni 2017 von NOAA

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Heute heißester Tag der Woche, im Süden und Westen örtlich bis 36 Grad!

Kurze Hitzewelle in Deutschland! Heute erreichen die Temperaturen im Süden und Westen Deutschlands bis zu 36 Grad. Aber auch im Norden und Osten lässt die Sommersonne die Temperaturen häufig auf 30 Grad und mehr ansteigen. Etwas angenehmer ist es nur an der Küste und in den Hochlagen der Mittelgebirge. Die Hitze macht dem menschlichen Organismus schwer zu schaffen. So kann es zu Kopfschmerzen oder Kreislaufbeschwerden kommen. Man sollte daher viel trinken und vor allem um die Mittagszeit die Sonne meiden. Auch die Ozonwerte steigen vor allem im Westen und Süden gebietsweise über die kritischen Marke von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Vorhersage der aktuellen Wärmebelastung

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Halbzeit-Bilanz des Sommers 2017!

Die Hälfte des meteorologischen Sommers, der vom 1. Juni bis zum 31. August dauert, ist schon wieder vorbei. Die Halbzeit-Bilanz des Sommers zeigt ganz klar ein Temperaturgefälle vom Südwesten in den Nordosten. So war der Sommer bisher im Süden und Westen deutlich wärmer als im Norden und Osten. Vor allem der Juli brachte im Norden und Osten im Vergleich zu den 30jährigen Mittelwerten bisher zum Teil deutlich zu kühles Wetter. Auch beim Sonnenschein war der Süden Deutschlands bisher deutlich bevorzugt.

Monatswerte für bis zu 100 deutsche Wetterstationen

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Vor 20 Jahren: Verheerendes Hochwasser an der Oder!

Das verheerende Oderhochwasser 1997 wurde durch starke Niederschläge in Schlesien Anfang Juli ausgelöst. Schon in den ersten 7 Tagen des Juli 1997 regnet es zum Beispiel in Schlesien so viel wie sonst im ganzen Monat. Aber erst eine zweite Starkregenperiode Mitte Juli sorgte für langanhaltende hohe Pegelstände, die die Deiche auch in den deutschen Odergebieten aufweichen und vielerorts brechen ließ. Im gesamten Juli 1997 fiel im Grenzgebiet zwischen Tschechien und Polen die drei- bis fünffache Menge Regen verglichen mit dem normalen 30-jährigen Julimittel.

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Heinrichsflut / Schwarzer Freitag von Waldeck

Starke Unwettter führten am 15. und 16.7.1965 in Nordhessen, Südniedersachsen und Ostwestfalen sowie in Teilen Sachsen-Anhalts, Thüringens und Sachsens zur sogenannten Heinrichsflut. Bei der Hochwasserkatastrophe kamen 16 Menschen ums Leben. Es wurden von Schäden in dreistelliger Millionenhöhe (DM) berichtet.

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Regen zum Formel 1 GP in Silverstone sehr wahrscheinlich!

An diesem Wochenende ist die Formel 1 zu Gast im englischen Silverstone. Nicht selten gab es bei diesem Grand Prix schon Regenrennen. Auch in diesem Jahr sieht es so aus, als ob es nicht ganz trocken bleiben wird. Heute zum Qualifying ist die Regenwahrscheinlich dabei noch deutlich höher als am Sonntagnachmittag zum Rennen. Heute fällt aus einer meist dichten Wolkendecke ab und zu etwas Regen oder Nieselregen. Morgen zeigt sich dann zeitweise die Sonne, es kann aber auch kurze Regenschauer geben. Ob diese Schauer aber genau die Rennstrecke treffen und dann noch zur Zeit des Rennens, lässt sich noch nicht sagen.

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Sommer kommt nach kurzer Pause in der nächsten Woche zurück!

Nach den wechselhaften und in vielen Regionen auch recht kühlen letzten Tagen kommt in der nächsten Woche der Sommer zurück nach Deutschland. Am Samstag bleibt es aber noch meist recht kühl. So werden nur im Südwesten örtlich 23 oder 24 Grad erreicht. Am Sonntag sind es dann an Oberrhein, Bodensee, Neckar und Mosel schon örtlich 27 oder 28 Grad. Und ab Montag geht es stetig weiter aufwärts. So sorgt sommerlich heiße Luft aus Spanien zur Wochenmitte im Südwesten schon wieder für Temperaturen bis zu 35 Grad.

Aktuelle Vorhersage für Deutschland

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Riesiger Eisberg in der Antarktis

In der Antarktis hat sich in den vergangenen Tagen ein riesiger Eisberg vom Schelfeis gelöst. Der Koloss ist etwa 5800 Quadratkilometer groß und über eine Billion Tonnen schwer. Vor seiner Ablösung war er mit dem Larsen-C-Schelfeis verbunden. Über Monate und Jahre hinweg hat sich ein Riss immer weiter durch die Eismassen gefressen bis zwischen dem 10. und 12. Juli die endgültige Kalbung erfolgte. Der Eisberg treibt nun langsam Richtung Norden aufs offene Meer hinaus. In etwa zwei bis drei Jahren wird er geschmolzen sein. Das Ablösen und Schmelzen direkt hat keine Auswirkungen auf den Meeresspiegel. Jedoch droht durch den Abbruch eine Destabilisierung des Larsen-C-Schelfeises, was letztendlich dazu führen könnte, dass Gletscher, die durch das Schelfeis zurzeit noch gestützt werden, zukünftig direkt ins Meer münden und rascher abfließen würden. Dadurch könnte der Meeresspiegel um etwa zehn Zentimeter steigen.

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Vor 33 Jahren: Schweres Hagelunwetter trifft München

Am 12. Juli 1984 gab es in München eines der schwersten Hagelunwetter in Deutschland. Besonders betroffen waren damals die westlichen, südlichen und östlichen Stadtteile von München. In den Abendstunden gegen 20 Uhr brach das Unwetter nach einem schönen Sommertag herein. 20 bis 30 Minuten lang fiel Hagel mit einem Durchmesser von bis zu 10 Zentimetern. Die Schäden an Häusern, Autos und in der Landwirtschaft waren enorm. Es enstand mit etwa 3 Milliarden DM der bis dahin größte deutsche Versicherungsschaden.

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Neuer Hurrikan auf dem Ostpazifik

Auf dem Ostpazifik hat sich in den vergangenen Tagen Hurrikan Eugene gebildet. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 km/h erreichte er am Sonntag Wirbelsturmkategorie 3 von 5. Er zieht in nordwestlicher Richtung in etwa 600 Kilometern Entfernung zur Küste Niederkaliforniens (Mexiko). Mittlerweile hat er sich wieder abgeschwächt und wird voraussichtlich im Laufe des Tages zu einem Tropensturm herabgestuft werden. Schäden richtete er bislang nicht an.

Aktueller Satellitenfilm Ostpazifik

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Pforzheim-Tornado 1968

Heute vor genau 49 Jahren gab es einen der wohl stärksten jemals in Deutschland beobachteten Tornados. Der Pforzheim-Tornado richtete am 10. Juli 1968 in einer langen Schneise von den Vogesen bis nach Baden-Württemberg große Schäden an. Dabei war unter anderem die Stadt Pforzheim direkt betroffen. Durch den Tornado kamen zwei Menschen ums Leben, über 200 Verletzte mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Der Tornado trat in den Abendstunden in Verbindung mit starken Gewittern auf, die sich nach einem sommerlich heißen Tag entwickelt hatten. Er erreichte mit Windgeschwindigkeiten von über 330 km/h Stufe 4 der Fujita-Skala.

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Wetter und Warnlage in den nächsten 24 Stunden

Die aktuelle Wetterlage erfordert größte Aufmerksamkeit hinsichtlich der in den nächsten Tagen zu erwartenden kräftigen Schauer und Gewitter. Anfangs sorgt dabei feuchte, subtropische Luft für ein sehr großes Unwetterpotential. Hier und da treten Starkregen, Hagelschauer und mitunter Sturm- oder Orkanböen auf. Sie sorgen stellenweise für Gefahr von Hochwasser, Windbruch, Blitzschlägen. Viele Informationen, speziell auch das Niederschlagsradar und die Blitzortung hierfür finden Sie auf unserer Homepage.

Wetterwarnungen Deutschland

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Sommer 2017, im Süden und Südwesten mittlerweile verbreitet mehr als 10 Tage über 30 Grad!

Der Sommer 2017 hat mit dem Juni einen Warmstart hingelegt. Mittlerweile haben die meisten Stationen im Süden und Südwesten seit Jahresbeginn sogar schon mehr als 10 heiße Tage mit einem Maximum über 30 Grad registriert. 16 Tage waren es sogar in der Region um Karslruhe, 13 beispielsweise am Bodensee und in Mannheim. Im gesamten Jahr 2016 waren es nur höchstens 21 heiße Tage. Bei den Sommertagen mit einem Höchstwert über 25 Grad wurden die meisten Tage am südlichen Oberrhein erreicht. Dort waren es bisher 37 Sommertage.

Jahreswerte 2017 für Stationen in Deutschland

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Neue Folgen des Klimawandels

Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung haben in Computersimulationen zum ersten Mal Belege dafür gefunden, das es durch die Klimaerwärmung in Afrika regional verstärkt regnen könnte. So könnten in den trockensten Landstrichen wie beispielsweise der Sahelzone plötzlich monsunartige Regenfälle einsetzen. Bei einer Erwärmung jenseits von 1,5 bis 2 Grad, was etwa der beim Pariser UN-Abkommen geforderten Obergrenze entspricht, kann ein sich selbst verstärkender Mechanismus in Gang gesetzt werden. Die Erwärmung des Ozeans führt zu einer stärkeren Verdunstung von Wasser. Die feuchte Luft regnet über dem Land ab, dabei wird weitere Wärme freigesetzt. Diese sorgt für einen noch größeren Temperaturunterschied zwischen Land und Meer, wodurch wiederum noch mehr feuchte Luft ins Landesinnere weht. Sollte dieser Fall einst eintreten, wird die Bevölkerung dieser Regionen einer großen Herausforderung ins Auge blicken müssen.

Originalartikel des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

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Affenhitze

Der Begriff Affenhitze steht für eine umgangssprachliche Umschreibung sehr hoher Temperaturen. Doch wie kommt man eigentlich auf so eine Bezeichnung? Vermutlich stammt der Begriff aus Berlin und fand erstmals gegen Ende des 19. Jahrhunderts Verwendung. Damals herrschte im Affenhaus des Berlinder Zoologischen Gartens eine extreme Hitze. So sprach man von einer "Hitze wie im Affenstall". Verkürzt entstand daraus der Begriff Affenhitze, der sich schnell verbreitete. Auch zurzeit kann man in vielen Regionen Deutschlands von einer Affenhitze sprechen. Vor allem in der Südhälfte werden heute wieder Höchstwerte über 30 Grad erreicht.

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Hitze am östlichen Mittelmeer hat sich wieder abgeschwächt!

Am vergangenen Wochenende kam es am östlichen Mittelmeer zu einer extremen Hitzewelle. So wurden in Griechenland und in der Türkei im Landesinnern verbreitet und selbst an der Küste örtlich Temperaturen über 40 Grad gemessen. In Athen wurden am Wochenende Temperaturen bis zu 40,7 Grad registriert, in Thessaloniki 40,2 Grad, auf Samos bis zu 41,6 und auf Korfu bis zu 38,6 Grad. In der Türkei war es noch heißer. So gab es in Antalya Höchstwerte bis zu 44,1 Grad, in Alanya 43,7 Grad, in Izmir 42,7 Grad und in Istanbul bis zu 38 Grad. Mittlerweile hat sich die Hitze aber abgeschwächt. So waren es in Athen gestern nur noch 30, im türkischen Antalya noch 31 Grad.

Wetterwerte aus der Türkei

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4. Juli 1931: Eröffnung der Hochalpinen Forschungsstation auf dem Jungfraujoch

Am 4.7.1931 wurde auf dem Jungfraujoch die internationale Hochalpine Forschungsstation eröffnet. Zu diesem Termin konnten auch die Laboratorien für Meteorologie, Glaziologie, Strahlungsforschung, Astronomie, Physiologie und Medizin auf 3571 m (ü. M.) von den ersten Forschern bezogen werden. 1937 wurde dann auch das Sphinx-Observatorium in Betrieb genommen. Die Kuppel für astronomische Beobachtungen folgte erst 1950.

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Allmählich immer wärmer, erst meist trocken, später wieder Schauer und Gewitter

Die kommenden Tage wird es wieder allmählich wärmer. Dabei ist es zunächst noch weitgehend freundlich und trocken. Nach 21 bis 28 Grad am Dienstag, sind es am Mittwoch schon 24 bis 31 Grad. Im Norden ist es allerdings etwas kühler. Der Donnerstag legt bei den Temperaturen dann noch etwas zu, allerdings steigt das Schauer- und Gewitterrisiko immer mehr an. Freitag und Samstag ist es dann wieder ein wenig kühler. Schauer und Gewitter sind aber weiterhin mit dabei.

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Sonnenstunden im Juni 2017

Schon auf den 1. Blick erkennt man eine Zweiteilung Deutschlands bei den Sonnenstunden. Im Schnitt werden normal etwa 200 Sonnenstunden im Juni erwartet, gemessen wurden fast 250 Sonnenstunden im Schnitt. Die meiste Sonne schien im Juni im Süden. Dabei wurden zwischen Stuttgart, Nürnberg und Niederbayern teilweise über 300 Sonnenstunden verzeichnet.

Sonnenschein in Deutschland JUNI 2017

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Große Regenmengen in den letzten Tagen in Deutschland

Große Regenmengen gingen seit dem 29.6 vor allem im Norden und Osten Deutschlands nieder. Alleine im Berliner Raum musste die Feuerwehr 1400 mal ausrücken um sich vorallem den überfluteten Kellern und Straßen anzunehmen. In Berlin fiel in 24 h doppelt soviel Regen wie normalerweise im gesamten Juni. Wegen der Regenmassen wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Aber auch im Süden und Westen hatte man lokal mit den Auswirkungen der kräftigen Regengüsse und Gewitter zu kämpfen.

Niederschlagsmengen in Deutschland

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