Nachrichten rund ums Wetter

Wärmster Juni in Deutschland seit 2003, viel Sonnenschein!

Nach dem schon recht warmen Juni 2016, der deutschlandweit eine positive Abweichung von plus 1,3 Grad brachte, war der Juni in diesem Jahr noch einmal etwas wärmer. So lagen die Temperaturen im Osten und Norden 1 bis 2, im Süden und Westen 2 bis örtlich fast 4 Grad über den 30jährigen Mittelwerten. Dazu brachte der erste Monat des meteorologischen Sommers viel Sonnenschein. Vor allem im Süden lag die Zahl der Sonnenstunden zum Teil deutlich über den Sollwerten. Unterdurchschnittlich wenig Sonnenschein gab es zum Beispiel an der Nordsee.

Der Juni 2017 in Deutschland

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Hochwasser und Überflutungen im Sommer

Hochwasser im Sommerhalbjahr sind keine Seltenheit. Erinnert sei zum Beispiel an das Oderhochwasser 1997, das Pfingsthochwasser 1999 in Bayern, das Elbehochwasser 2002 oder das Hochwasser Anfang Juni 2013 in Süd- und Ostdeutschland. Meist treten die sommerlichen Überflutungen in oder in der Nähe von Gebirgsregionen auf. Staueffekte von Regenwolken sind meist einer der Hauptgründe für lang anhaltende und starke Regenfälle. Die Berge führen zu einer zusätzlichen Hebung der heranwehenden feuchten Luft und dadurch zu noch höheren Niederschlagsmengen. Aber auch kräftige Gewitter können in den Sommermonaten mit ihren oft enormen Niederschlagsmengen innerhalb kürzester Zeit für Überschwemmungen und Hochwasser sorgen. So beispielsweise im letzten Jahr in Simbach am Inn. Auch heute und morgen können regional Dauerregen und Gewitter zu Überflutungen führen.

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Hurrikan Dora vor der mexikanischen Küste

Vor der Westküste Mexikos hat sich in den vergangenen Tagen Hurrikan Dora entwickelt. Das ehemalige Sturmtief wuchs nach und nach zu einem Wirbelsturm der Kategorie 1 an. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h bewegt sich der Hurrikan langsam Richtung West-Nordwest von der Küste weg. Dabei wird er sich im Laufe des heutigen Tages wieder zu einem tropischen Sturm abschwächen.

Aktueller Satellitenfilm Mittelamerika

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Siebenschläfertag

Zunächst einmal ist der heutige Siebenschläfertag ein Gedenktag für die Sieben Schläfer von Ephesus. Der Legende nach wurden sieben Christen von Kaiser Decius verfolgt und suchten Zuflucht in einer Höhle. Der Kaiser ließ die Höhle zumauern, woraufhin die Eingemauerten aber nicht starben, sondern 195 Jahre lang schliefen. Der Siebenschläfer gilt aber auch als meteorologischer Lostag. Eine Bauernregel besagt, dass sich das Wetter an diesem Tag auch in den folgenden sieben Wochen hält. Die Bauernregel gibt es in zahlreichen Varianten, eine ist zum Beispiel: "Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt". Meteorologisch gesehen ist es natürlich grundsätzlich nicht sinnvoll, das Wetter eines Tages auf die kommenden sieben Wochen "hochzurechnen". Zudem hat sich der Tag durch die Kalenderreform von Papst Gregor auch noch verschoben und wäre eigentlich am 7. Juli. Betrachtet man stattdessen den gesamten Zeitraum Ende Juni/Anfang Juli, kann man tatsächlich eine Regelmäßigkeit ableiten. In diesem Zeitraum stabilisieren sich üblicherweise die atmosphärischen Strömungsmuster, z.B. der Verlauf der Strahlströme in größerer Höhe. Die Jetstreams steuern maßgeblich die Entstehung und Verlagerung der Hoch- und Tiefdruckgebiete, welche unser Wetter bestimmen.

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Hitzewelle der vergangenen Woche bringt die bisher heißeste Temperatur des Jahres 2017!

Die Hitzewelle der vergangenen Woche brachte in vielen Regionen Deutschlands die bisher wärmsten Temperaturen des Jahres. Den Temperaturrekord des Jahres 2017 hält mit 37,1 Grad seit 22. Juni die Station in Andernach in der Nähe von Koblenz. Die Station in Köln-Stammheim lag mit 37,0 Grad nur knapp dahinter. Die wärmste Station im letzten Jahr war mit 37,9 Grad Saarbrücken-Burbach. In dieser Woche werden die diese fast tropischen Werte garantiert nciht erreichen. Im Ggeentaeil, ab Donnerstag macht der Sommer bei uns eine, eventuell auch längere, Pause.

Jahreswerte deutscher Wetterstationen, täglich aktualisiert

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Start in die letzte Juniwoche

Die neue Woche beginnt oft freundlich. Allerdings stören anfangs gebietsweise Frühnebel- oder Wolkenfelder. Lokale Schauer oder gar Gewitter machen sich nur noch über den östlichen Mittelgebirgen, selten an der Küste und erst gegen Abend am Alpenrand im Schwarzwald und am Alpenrand bemerkbar. Zwischen Sylt und dem Kaiserstuhl steigen die Temperaturen auf 17 bis 29 Grad. Es weht ein teils schwacher bis mäßiger, im Nordosten frischer, an der Küste in Böen starker West- bis Nordostwind. Am Dienstag gibt es mal mehr, mal weniger Sonne. Die Zahl und Intensität der Regenschauer und Gewitter nimmt von Westen und Süden her zu. Im äußersten Norden, Nordosten sowie in Niederbayern bleibt es bis zum Abend eher freundlicher. Die Höchsttemperaturen erreichen zwischen Rügen und dem Bodensee 18 bis 30 Grad.

Wetter Deutschland

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Gebietsmittelwerte (Temperatur, Niederschlags und Sonne) für Mai und das Frühjahr 2017!

Der Mai war nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes deutschlandweit 1,1 Grad zu warm. Mit einer Niederschlagssumme von 60 Liter pro Quadratmeter war es etwas trockner, als nach dem 30jährigen Mittelwert zu erwarten wäre. Die Sonne schien dagegen mit 224 Stunden etwas häufiger. Das Frühjahr insgesamt war ebenfalls etwa 1 Grad zu warm. Wobei der April meist zu kalt und der März fast überall deutlich zu warm ausfiel. Die Trockenheit setzte sich, im Mittel auf ganz Deutschland gesehen, nach dem Herbst 2016 und dem letzten Winter auch im Frühjahr fort. 15 Prozent weniger Niederschlag wurde registriert. Dafür konnte man sich über etwas mehr Sonnenstunden freuen.

Gebietsmittel Mai und Frühjahr 2017 für Deutschland und die Bundesländer

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Mai 2017 in Österreich warm, sonnig und trocken!

Ähnlich wie in Deutschland war auch der Mai 2017 in Österreich zu warm. 1,1 Grad lagen die Temperaturen laut des österreichischen Wetterdienstes ZAMG im Mittel über dem 30jährigen Durchschnittswert. Am 30. Mai gab es sogar einen neuen Mai-Hitzerekord. In Horn in Niederösterreich wurden 35,0 Grad gemessen (0,1 Grad mehr als der alte Rekordwert). Der Mai 2017 war in Österreich außerdem deutlich zu trocken, 40 Prozent lag die Niederschlagsmenge unter dem Durchschnitt der Jahre 1981-2010. Mit 20 Prozent mehr Sonnenschein war es der sonnigste Mai bei unseren Nachbarn seit 2012.

Monatsrückblick Mai 2017 für Österreich (Quelle: ZAMG)

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Global drittwärmster Mai seit 1880

Nach Auswertungen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA gab es 2017 den drittwärmsten Mai seit Beginn regelmäßiger Messungen im Jahr 1880. Die gemittelte Temperatur über alle Land- und Meeresflächen lag 0,83 Grad über dem Durchschnittswert von 14,8 Grad. Damit belegen 2016, 2015 und 2017 die ersten drei Plätze. Die positiven Abweichungen waren in Afrika besonders groß. Dort wurde der wärmste Mai in der Geschichte verzeichnet. In Österreich gab es den trockensten Mai seit 2001. Der Frühling (März bis Mai) war global der zweitwärmste seit Messbeginn.

Weltweite Wetterhighlights im Mai 2017 (Quelle: NOAA)

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Heute: Kalendarischer Sommeranfang

Seit heute Morgen 6:24 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit ist auch aus kalendarischer Sicht Sommer. Die Sonne hat nun den nördlichen Wendekreis erreicht, und auf der Südhalbkugel beginnt jetzt der Winter. Heute könnte die Sonne bei uns theoretisch über 16 Stunden lang scheinen, und es ist damit der längste Tag des Jahres. Danach macht sich die Sonne langsam wieder auf den Weg nach Süden über den Äquator zum südlichen Wendekreis, den sie schließlich zum Winteranfang im Dezember erreicht. Der meteorologische Sommer beginnt aus statistischen Gründen hingegen immer schon am 1. Juni und dauert bis zum 31. August.

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Vorhersage von Schauern und Gewittern

Schauer und Gewitter sind von den Meteorologen sehr schwer vorhersagbar. Wer hat es nicht schon erlebt, dass es in einem Ortsteil trocken bleibt, im anderen Ortsteil dagegen sintflutartige schüttet. Die Schauer- und Gewitterzellen haben bei sommerlichen Gewittern meist nur einen Durchmesser von wenige Kilometern und auch nur eine Lebenszeit von etwa einer Stunde. So treffen Platzregen und Hagel häufig auch nur kleinräumige Gebiete. Flächendeckenden Regen gibt es nur bei Gewittern, die im Zusammenhang mit Wetterfronten auftreten.

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Wald- und Wiesenbrandgefahr

Die sommerlichen Temperaturen und die noch anhaltende Trockenheit sorgen für eine erhöhte Gefahr von Wald- und Wiesenbränden. Dabei ist der Waldbrandgefahrenindex (kurz WBI) noch recht geläufig. Weit weniger bekannt ist der sogenannte Graslandfeuerindex (kurz GLFI). Der GLFI wird ebenso wie der WBI vom Deutschen Wetterdienst berechnet und zur Verfügung gestellt. Er beschreibt die "Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs", so die Definition des DWD. Zurzeit erreicht der GLFI deutschlandweit Stufe 3 oder 4 von 5. Auch für Waldbrände gilt zum Teil die zweithöchste Warnstufe. Man sollte offenes Feuer und beispielsweise das unachtsame Wegwerfen von Zigaretten in der Natur unterlassen.

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In der neuen Woche gebietsweise über 30 Grad

Der Montag bringt verbreitet Sonnenschein und schon Temperaturen zwischen 28 und 33 Grad. Nur an den Küsten ist es kühler. Am Dienstag wird es noch etwas heißer. Dabei steigt vor allem im Norden und über den Mittelgebirgen das Gewitterrisiko an. Der Mittwoch bringt dann vor allem im Norden etwas kühlere Temperaturwerte, wogegen im Süden und Südwesten die Höchstwerte noch die 27 bis 32 Grad erreichen. Es bleibt dabei aber überall freundlich und trocken. Donnerstag und Freitag geht es dann überall wieder aufwärts mit den Temperaturen. Im Norden und Westen sind dann aber wahrscheinlich Gewitter mit dabei.

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Columbus Eye

Vier Kameras am Columbus Labor der ISS beobachten unseren Planeten 24 Stunden am Tag. Das Projekt Columbus Eye - Live-Bilder von der ISS im Schulunterricht - der Universität Bonn ist exklusiv für Europa an der Steuerung und am Empfang der Videos beteiligt. Columbus Eye wird vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Auch WetterKontor zeigt auf seiner Homepage die neuesten Live-Videos aus dem All.

Videos von der ISS

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Hispaniola 1494: Erster durch Europäer beobachtete Hurrikan

Am 16.6.1494 wurde auf Hispaniola (zweitgrößte der Westindischen Inseln) wahrscheinlich der erste Hurrikan durch Europäer beobachtet und aufgeschrieben. Natürlich gab es auch schon vor diesem Termin Hurrikans. Aber Aufzeichnungen aus dieser Zeit gibt es nicht und mündliche Überlieferungen sind verloren gegangen. Untersuchungen von Sedimentablagerungen in Florida führten aber zu dem Ergebnis, dass es schon einige tausend Jahre vorher Hurrikans gegeben haben muss.

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Todestag des Physikers Rozier

Am 15. Juni 1785 kam der Physiker Jean-François Pilâtre de Rozier bei einem Ballonaufstieg mit seinem von ihm entwickelten Wasserstoff-Heißluftballon (der sogenannten Rozière) ums Leben. Beim Versuch den Ärmelkanal von Frankreich nach England zu überqueren entzündete sich der Wasserstoff und der Ballon stürzte mit ihm und einem Kollegen über dem Département Pas-de-Calais ab. Sie waren die ersten Todesopfer der Luftfahrt. Rozier forschte auf dem damals in der Physik neuem Gebiet der Gase. Ihm gelang zwei Jahre vor seinem Tod der erste historisch belegte bemannte Heißluftballonaufstieg.

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Juni bislang sonnig und etwas zu warm

Trotz des Auf und Abs der Temperaturen fiel der Juni bislang etwas zu warm aus. Die Abweichungen vom langjährigen Mittel der Jahre 1981 bis 2010 lagen meist zwischen 0,1 und 1,5 Grad. Passend dazu schien die Sonne in den meisten Regionen überdurchschnittlich oft. Die gemessenen Regenmengen lagen teils im Soll, teils fiel auch bedingt durch kräftige lokale Schauer oder Gewitter deutlich mehr Regen als üblich, beispielsweise in Saarbrücken und Mannheim.

Monatswerte Juni 2017

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Geburtstag Meteorologe Johann Jakob Hemmer

Am 13. Juni 1733 wurde in Horbach (Rheinland-Pfalz) der Meteorologe und katholische Geistliche Johann Jakob Hemmer geboren. Er sorgte als Sekretär der Pfälzischen Meteorologischen Gesellschaft ab 1780 dafür, dass ein Messnetz von 39 Messstationen aufgebaut wurde. Dieses erstreckte sich von Neuengland über Grönland und Deutschland bis zum Ural. Schon damals machte er sich Gedanken über die Vergleichbarkeit von Messdaten und lies in allen Stationen dieselben Messinstrumente verbauen. Er entwarf eine Beobachter-Anleitung und führte die sogenannten "Mannheimer Stunden" ein, sodass an allen Messorten zur selben Zeit Daten erhoben wurden. Nach Hemmers Tod im Jahre 1790 verfiel das Beobachtungsnetz schrittweise, doch noch heute gelten seine Beobachtungsrichtlinien als Grundlage für moderne Messprinzipien.

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Vor 32 Jahren: Böen-Rekord auf der Zugspitze

Am 12. Juni 1985 wurde auf der Zugspitze in 2975 Metern ü. NN ein neuer Geschwindigkeitsrekord einer Windböe registriert. Ein dem Hang zugeneigter Staudruck-Windmesser verzeichnete ein Böenmaximum von 335 km/h. Nie zuvor wurde eine solch hohe Windgeschwindigkeit in Deutschland gemessen. Der weltweite Böen-Rekord außerhalb eines Tornados liegt übrigens bei 408 km/h, registriert auf Barrow Island, einer Insel Australiens.

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UV-Index aktuell sehr hoch

Immer ein Thema in den Sommermonaten ist die UV-Strahlung. Hautbräunung aber auch Sonnenbrand oder Hautverdickungen sind die akuten Wirkungen der UV-Strahlung. Längerfristig kann es zu einer vorzeitigen Alterung der Haut oder auch zu Hautkrebs kommen. Der sogenannte UV-Index gibt täglich Auskunft über das Risiko beim Sonnenbaden. Er beschreibt den täglichen Spitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung am Erdboden. Je höher der UV-Index, desto höher auch das Sonnenbrandrisiko. Bei wolkenlosem Himmel erreicht die UV-Strahlung ihren Spitzenwert um die Mittagszeit. Zu dieser Zeit sollte man also das Sonnenbaden vermeiden. Der UV-Index ist auch vom Sonnenhöchststand abhängig und ändert sich daher mit der Jahreszeit und der geographischen Lage. Im Norden ist er geringer als im Süden. Auch die Höhenlage beeinflusst den Index. Im Hochgebirge ist er teils deutlich höher als im Flachland. Nicht zuletzt kann es durch Reflexionen auf Wasserflächen, hellem Sand oder Schnee zu einer Erhöhung des Wertes kommen. Schon ab einem UV-Index von 5 ist das Sonnenbrandrisiko sehr hoch. Die Gefahr einen Sonnenbrand zu erleiden hängt aber u.a. sehr stark vom Hauttyp ab. Besonders anfällig sind hellhäutige Menschen mit Sommersprossen und rötlichen Haaren. Aktuell haben wir eine sehr hohe UV-Intensität (UV-Index 8 bis 10). Bereits nach weniger als 20 Minuten ungeschützter Sonneneinstrahlung kann es zu einem Sonnenbrand kommen. Schutzmaßnahmen sind daher unbedingt erforderlich.

Aktuelle Vorhersage des UV-Index in Deutschland

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Tageslänge nimmt immer noch zu

Noch werden die Tage bei uns etwas länger, und zwar um etwa eine halbe bis eine Minute täglich. Heute beträgt die maximal mögliche Sonnenscheindauer im Norden Deutschlands 17 Stunden und 15 Minuten, im Süden etwa 16 Stunden. Ab dem astronomischen Sommeranfang am 21. Juni geht es dann aber langsam wieder abwärts. So sind es Mitte August im Norden noch 15 Stunden und 15 Minuten, im Süden noch 14 Stunden und 30 Minuten.

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Höchster je gemessener Taupunktswert

Die saudi-arabische Stadt Dhahran, am Persischen Golf gelegen, hält mit 35 Grad den Rekord für den höchsten je gemessenen Taupunktswert. Der Taupunkt ist diejenige Temperatur, auf die sich die Luft abkühlen muss, damit der in ihr enthaltene Wasserdampf zu kondensieren beginnt. So beträgt zum Beispiel bei 15 Grad Celsius und 50 Prozent relativer Feuchte der Taupunkt 4,6 Grad Celsius. Bei einer Feuchte von 100 Prozent entspricht der Taupunkt der aktuellen Temperatur von 15 Grad Celsius. Das Klima am Persischen Golf ist durch extrem heiße und feuchte Sommer charakterisiert, wobei die Temperaturen bis auf 50 Grad steigen können.

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Flint-Beecher Tornado 1953

Heute vor 64 Jahren wurde Michigan (USA) von einem schweren Tornado heimgesucht. Der Flint-Beecher Tornado zählt zu den F5-Tornados der Fujita-Skala und hinterließ eine 43 Kilometer lange Schneise der Verwüstung. Dabei kamen 116 Menschen ums Leben, über 800 wurden verletzt. Der Tornado richtete mit maximalen Windgeschwindigkeiten zwischen 400 und 500 km/h Schäden im Wert von 19 Millionen US-Dollar an. Benannt wurde er nach der Stadt Flint und deren Vorort Beecher, die am stärksten betroffen waren. Auch bei uns in Deutschland können Tornados auftreten. In der Regel sind sie aber bei weitem nicht so stark wie beispielsweise in den USA.

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Geburtstag Karl Ludwig Gronau

Am 7. Juni 1742 wurde der Berliner Pfarrer und Meteorologe Karl Ludwig Gronau geboren. Seit seinem 14. Lebensjahr arbeitete er in der Wetterforschung und gilt als Begründer der wissenschaftlichen Wetterbeobachtung in Berlin. Der sogenannte "Wetterpfarrer" zeichnete 70 Jahre lang, von 1756 bis zum 30. November 1826 regelmäßig Wetterbeobachtungen auf, die er ab 1774 auch durch Messungen mit Thermometer und Barometer ergänzte. Damit trug er einen großen Beitrag zum Zustandekommen der fast kontinuierlichen 300-jährigen Berliner Temperaturreihe bei. Er untersuchte auch Zusammenhänge zwischen den Wintern in Grönland und Deutschland. Er starb am 8. Dezember 1826 in Berlin.

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Ozonbelastung

Ein wichtiges Thema in den Sommermonaten ist die Ozonbelastung. Das sogenannte bodennahe Ozon hat nur indirekt etwas mit dem Ozon in unserer Ozonschicht zu tun hat, die sich in Luftschichten oberhalb etwa 10 Kilometer Höhe befindet. Ozon kann bei entsprechenden Konzentrationen in der Luft zu Gesundheits- und Umweltschäden führen. Das bodennahe Ozon entsteht unter dem Einfluss von Sonnenlicht. Daher kommt es insbesondere bei einer längeren Perioden sonniger Tage in den Sommermonaten zu erhöhten Ozonwerten in den Nachmittagsstunden, die erst abends und nachts wieder zurückgehen. Das Ozon entwickelt sich u.a. aus Stickstoffoxiden, die bei uns überwiegend durch den Autoverkehr freigesetzt werden. Das Ozon greift in hohen Konzentrationen besonders die Lunge an. Allerdings reagieren nur etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung besonders empfindlich auf Ozon. Als eine Risikogruppe gelten Kleinkinder und Säuglinge. Körperliche Anstrengungen oder Aktivitäten steigern die Atmungsaktivität und damit die Ozonaufnahme. Daher sollten bei erhöhten Ozonwerten längere anstrengende körperliche Aktivitäten vor allem in den Mittags- und Nachmittagsstunden vermieden werden. Neben dem Menschen hat das Ozon auch eine schädigende Wirkung auf Tiere und auf Pflanzen. Die Bevölkerung wird ab einem Grenzwert von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft informiert und eine Empfehlung ausgesprochen, ab 360 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft wird gewarnt.

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Biowetter

Die Wetterkapriolen mit Schauern sowie Gewittern auf der einen Seite, als auch recht freundliche Abschnitte auf der anderen Seite hinterlassen bei dem ein oder anderen von uns unterschiedliche "Spuren". Auf relativ starke Temperaturschwankungen reagiert der Mensch mit seinem Wärmehaushalt im Extremfall mit z.B. starkem Schwitzen ( oder Frieren) und Herz- bzw. Kreislaufstörungen. Durch die Luftdruckschwankungen treten mehr oder weniger starke Kopfschmerzen (auch Migräneanfälle) auf, und viele klagen über erhöhte Müdig- oder Abgeschlagenheit. Die Konzentrationsfähigkeit läßt bei einigen stark nach, und man ist eventuell schneller gereizt. Zum Glück lindert dann der Sonnenschein diese "Symptome" oft schnell wieder und macht uns motivierter und besser gelaunt!

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Hagel

Eine ungewöhnliche Wettererscheinung in der warmen Jahreszeit ist der Hagel. Selbst bei Temperaturen über 30 Grad am Boden können sich in mächtigen Gewitterwolken noch Hagelkörner entwickeln. Der Grund liegt darin, dass die Temperatur mit der Höhe im Durchschnitt etwa 1 Grad pro 100 Metern abnimmt. D. h. auch im Sommer sinkt die Temperatur mit zunehmender Höhe allmählich unter die Nullgradgrenze. Diese Grenze wird im Sommer bei 30 Grad Bodentemperatur etwa in 3500 bis 4000 Metern Höhe erreicht. Da Gewitterwolken im Sommer bei uns bis in Höhen von etwa 12 Kilometer quellen, werden die für die Hagelentstehung nötigen tiefen Temperaturen leicht erreicht. Neben den niedrigen Temperaturen sind starke Aufwinde zur Entstehung von Hagelkörnern (auch Hagelsteine genannt) nötig. Kleine Eispartikel lagern sich dabei mit Wassertropfen zusammen und wachsen dabei immer weiter. Dass geschieht so lange, wie das Hagelkorn durch die Aufwinde in der Wolken gehalten werden kann. Je stärker also die Aufwinde in der Wolke sind und damit je kräftiger das Gewitter ist, desto größer kann der Hagel werden. Dabei kann durchaus Tennisball-Größe erreicht werden, wie beim berühmten Hagelunwetter in München im Juli 1984.

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Schafskälte

Der Monat Juni hat eine interessante und bekannte Wettererscheinung zu bieten, nämlich die Schafskälte. Die Schafskälte ist ein häufig in der Zeit zwischen 4. und 20. Juni auftretender Kälte-Rückfall in Mitteleuropa. Der Name beruht darauf, dass sich die frisch geschorenen Schafe bei den teilweise noch einmal sehr kalten Nachttemperaturen zu Tode erkälten konnten. Sie tritt aber nicht jedes Jahr auf.

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Wie begegnet man einem Gewitter

Wird man im Freien von einem Gewitter überrascht, sollte nach einer Senke oder einem Graben (ohne Wasseransammlung) gesucht werden. Dort dann hinhocken und die Beine mit den Armen umschließen. Für den Blitz bildet man dann den kleinsten Angriffspunkt. Auf keinen Fall unter Bäume stellen oder flach auf den Boden legen. Sollte man sich im oder auf dem Wasser befinden sofort an Land Schutz suchen. Sehr guten Schutz bietet das Innere eines Autos. Die äußere Metallhülle leitet die Energie des Blitzes in die Erde ab (Faradayscher Käfig).

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Blitze

Jeden Sommer sind Blitze und die durch sie verursachten Schäden ein Thema. Während in winterlichen Gewittern nur wenige Blitze auftreten, kommen bei sommerlichen Gewitterlagen über Deutschland schnell einige tausend Blitze zusammen. Am vergangenen Dienstag waren es in Mitteleuropa sogar über 600.000. Man unterscheidet bei Blitzen zwischen den Wolkenblitzen, das heißt Blitze innerhalb oder zwischen Wolken, und den Erdblitzen, die sich zwischen Wolke und Erde entladen und auf den Ortungskarten zu sehen sind. Etwa zwei Drittel aller Blitze sind jedoch Wolkenblitze. Außerdem gibt es noch seltene Blitzentladungen zwischen Wolken und der höheren Atmosphäre. Der starke Stromfluss, der bei Blitzen entsteht, erhitzt die Luft im Blitzkanal plötzlich auf etwa 30000 Grad. Dadurch dehnt sich die Luft explosionsartig aus und es entsteht eine Schockwelle. Die damit verbundenen Schallwellen hören wir als Donner.

Aktuelle Blitzortung

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